09. November 2009

Google pusht mobile Advertising für $750 mio

Während man in Deutschland noch immer davon ausgeht, daß mobile Werbung irgendwie zwar da ist, aber noch nicht so richtig, und man muß da noch abwarten, und so recht, wer weiss schon, wie das wird, da schluckt Google für $750 mio AdMob und sichert sich damit gleich mal einen Raketenstart im weltweiten mobile Advertising Markt:

- iPhone and Android users browse the Internet more often than anyone else [Morgan Stanley], contributing to Google’s 5x mobile search growth over the past two years
- And a quarter of these same iPhone and Android users spend nearly 90 minutes per day using applications on their devices [AdMob]

Die Walled Garden des Mobilfunks zerbröseln und die Opportunity nutzt Google für eine fette Akquisition, während alle noch zögern und sich nun wundern, wie das passieren konnte, wo doch der Markt eigentlich noch gar nicht, aber wie konnte, ach lassen wir das.

Mobile Werbung wird massiv kommen, da unsere mobile Nutzung sich immer mehr verändert, und das wird sicherlich zu Lasten von herkömmlicher Online-Nutzung am PC gehen, daher ist das ein sehr smarter Move von Google, bereits jetzt AdMob zu akquirieren.

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@ Malte Diedrich:

Naja, u00e2u0080u009ees hacktu00e2u0080u009c ist erstmal nur ein Ausdruck der Geringschu00c3u00a4tzung, mit 'konstruktiv' oder nicht hat das wenig zu tun.

Dass ein Unternehmen, dessen gesamte Geschu00c3u00a4ftsgrundlage auf Werbung beruht und das damit ganz offensichtlich auch sehr erfolgreich ist, dieses weiter auszubauen bemu00c3u00bcht ist, versteht sich doch von selbst.

Wenn Sie aber die Heftigkeit mancher Diskussionen um Werbung und Content-Filter betrachten, oder den (nachvollziehbaren) Versuch mancher u00c3u00bcber Werbung finanzierter Site-Betreiber (Foren z.B.), Filter und Diskussionen daru00c3u00bcber zu vermeiden bis hin zum Verbot selbiger, scheint mir der Blick auf andere Finanzierungsmodelle nicht vu00c3u00b6llig abwegig.

Klar ist es interessant, wenn Google Werbung nun auch mobil ausbauen will. Interessanter finde ich aber, welchen Weg das nehmen wird, ob es nun auch im mobilen Bereich ein Wettru00c3u00bcsten mit Entwicklern von PlugIns geben u00e2u0080u0093 und vor allem, ob und wenn ja, wie Google darauf reagieren wird.

Interessant ist nur, wie man das Zeugs blockt! Dafu00c3u00bcr, dass Gurgel das pusht, mu00c3u00bcssen User auch noch zahlen, als wu00c3u00a4ren mobile u00c3u009cbertragungsraten nicht schon teuer genug. Dazu (echtes INet) dann noch Zippelzappel aufu00e2u0080u0099m Mini-Schirm, ich glaub es hackt! Es wird folglich ein u00c3u00a4hnliches Wettru00c3u00bcsten geben wie jetzt schon bei herku00c3u00b6mmlicher Online-Nutzung mit PlugIns, per CSS oder was immer es bis dahin geben mag.

u00c3u00a4hem. Du zahlst fu00c3u00bcr die Netznutzung, aber die Inhalte mu00c3u00bcssen doch dennoch finanziert werden. Von den Kosten fu00c3u00bcr die Datenu00c3u00bcbertragung haben die meisten Inhalte-Anbieter nix, daher die Nutzung mobiler Werbung.

Dass Content-Anbieter auch von irgendetwas leben wollen, ist mit schon klar. ;) Ob sie aber von Werbung, mit der sie sich den u00c3u0084rger der User aufhalsen (viel Geblinke auf kleinem Screen plus zus. Netzkosten), durch die Wiederholung gemachter Fehler also tatsu00c3u00a4chlich mehr haben ist doch die Frage. Oder: Gibt es nicht womu00c3u00b6glich intelligentere Vermarktungsstrategien? Pay per Klick/Artikel/etc. mit Kosten im 0,0x-Bereich (also: Sehr billig, Einkommen durch Masse) und Abrechnung u00c3u00bcber externen Dienstleister (PayPal, Provider, u00e2u0080u00a6) wu00c3u00a4re eine Mu00c3u00b6glichkeit, Einkommen zu generieren. Aber PopUp, PopUnder, Layer-Schu00e2u0080u00a6 vs. Content-Filter sehe ich nicht als wirklich zielfu00c3u00bchrendes Modell.

Ein wenig Fachkenntnis schadet ja manchmal nicht. Hier geht es um Admob. Das sind Anzeigen zwischen 1 und 5 KByte Gesamtgru00c3u00b6u00c3u009fe, keine Popups ou00c3u00a4, mit einem PNG oder mit Text. PNGs sind (natu00c3u00bcrlich) nicht animiert. Abgesehen davon sind Kosten im 0,0x Bereich nicht billig, sondern hoch und die Abrechnungskosten mit externen Dienstleistern bei Micropayment noch sehr viel hu00c3u00b6her.
Aber mit Schaum vor dem Mund schreibt es sich natu00c3u00bcrlich besser.

Dann ist Google-Werbung natu00c3u00bcrlich gut. ;)

Pardon.

Kleiner Nachtrag: Ich bin kein Marketing-Fachmann, nur ein User, der hier interessiert mitliest und den die Aufdringlichkeit, mit der Programmierer Werbung trotz deutlichen 'Neins' unterzujubeln versuchten, in der Tat u00c3u00a4rgert. Wenn Sie das lieber mit u00e2u0080u009eSchaum vor dem Mundu00e2u0080u009c beiseite wischen mu00c3u00b6chten, statt aufs Gemeinte zu schauen, muss ich wohl einen (beruflichen?) Nerv getroffen haben.
Dennoch Dank fu00c3u00bcr die u00c3u00bcbrigen Erklu00c3u00a4rungen.

"ich glaub es hackt" hatte ich tatsu00c3u00a4chlich als nicht-konstruktiven Beitrag verstanden, my bad.
Interessant ist ja, dass viele beteuern: Ein Banner nervt, ich klicke da nicht drauf, usw. und auf der anderen Seite damit Geld gemacht wird. Und zwar nicht nur ein wenig Geld, sondern durchaus beeindruckende Mengen, auch bei Google sitzen Buchhalter und die werden die 750 Millionen nicht aus Spass raushauen. Und auch wenn man mal schaut, was bei Pay per Click und u00c3u00a4hnlichen Modellen mu00c3u00b6glich ist, dann scheint die obige Behauptung auf die grosse Menge der Internetnutzer einfach nicht zu passen.

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