Google Adwords müsste das besser können

Nico —  7.01.2010

Draussen ist es kalt und da dies in Hamburg eher unüblich war in den letzten Jahren, wollten wir nun für unsere Kinder auch endlich mal Schneehosen anschaffen. Also haben wir danach gegoogelt, was ja auch naheliegt. Einen Tag später hat Google dann angefangen, mir die oben sichtbare Werbung einzublenden. Das mag man spooky finden, oder eben sehr spitz getargetet – ich finde zielgruppen-gerechte Werbung ziemlich sinnvoll und habe mich über die Anregung gefreut, doch mal bei Baur zu gucken. Zwei Dinge nerven mich aber ziemlich an der Art und Weise, wie Google Adwords diese Werbung aussteuert: 1. die Schneehosen sind derzeit ausverkauft und 2. habe ich dieses dynamisch erzeugte Schneehosen-Werbemittel in den letzten paar Tagen bei Google Reader auf nahezu jedem RSS-Feed gesehen, bei dem Adwords enabled waren, und zwar in fast jedem Artikel. Also gefühlte 50-100 Mal am Tag.

Ich würde da ja gerne eine Schneehose kaufen, liebes Google, aber so wird das nix, könnt ihr da nicht den Algorithmus ein bißchen pfiffiger gestalten?

12 responses to Google Adwords müsste das besser können

  1. Stimme zu, aber für Problem #1 (ausverkauft) kann ja aber Google nix, sondern Baur – oder läuft der Google Crawler auch durchs Hochregallager bei BAUR?

    • wenn anhand eines suchbegriffs ein banner über eine API direkt erzeugt wird, dann fände ich es nicht zu doof, wenn die API auch die verfügbarkeit anzeigt und dann eben dieses produkt nicht angezeigt wird.

  2. Fände ich auch nicht zu doof. Jede API ist aber nur so gut, wie der Input.

  3. Für Problem No. 1 kann Google, wie Thorsten schon sagte, nichts. Denn es ist ja nicht so, dass man seine Adwords-Werbung entsprechend steuern könnte. Offensichtlich tut Baur dies jedoch einfach nicht.

    Für Platzierung und Häufigkeit ist, da stimme ich dir zu, wiederum hauptsächlich Google verantwortlich.

  4. ok, point taken, allerdings sollte google adwords darauf achten, dass die werbetreibenden dann keinen unfug machen mit den APIs.

  5. Lief das wirklich über Google AdWords, odere über Anbieter wie z.B. Criteo? Wusste nicht das AdWords bisher auch schon targeting auf Suchergebnissen anbietet. Die buchen anscheinend grade maßenweise TKP.

    • naja, irgendwer muss ja criteo oder wem auch immer mal mitgeteilt haben, dass ich nach schneehosen suche, oder? also müsste das google adwords gewesen sein. die dämliche baur-werbung läuft übrigens immer noch nahezu überall, wo google adsense eingebunden ist.

  6. War ganz sicher Criteo. Du oder jemand aus deiner Familie wird den Baur Online-Shop besucht haben. Dieses Verfahren wird auch Re-Targeting genannt, so eine Art Traffic-Veredelung (Criteo kauft Restplatz-Inventar auf).
    Criteo erkennt dich anhand eines speziellen Cookies wieder, der mit Informationen beim besuchen eines Online-Shops gefüttert wurde (in deinem Fall Baur).
    Criteo verfügt darüber hinaus über einen Produktkatalog des Advertisers (Baur). Hierüber werden dann die Banner erstellt (durch den Cookie weiß man bereits wonach du gesucht hattest).

    • dennoch halte ich es für pfiffig, wenn Google Adwords da einen Frequency-Cap einsetzen würde, denn auch nach hunderten von Schneehosenbannern kaufe ich keine, insbesondere dann nicht, wenn kein Produkt verfügbar ist.

  7. Ein Frequency-Cap macht da absolut Sinn!
    Aber wie gesagt: das hat absolut nichts mit Google Adwords zu tun. Criteo ist unabhängig von Google bzw. von Adwords (http://www.criteo.com/)

    Und btw: bei Google Adwords kann man für die eigenen Anzeigen auf Kampagnen-Ebene einen F-Cap festlegen (zumindest für das Content-Netzwerk).

  8. Moin,

    ich werde im Moment ebenfalls „Übertargetet“ von Criteo. Tip wenn es dich zu sehr stören sollte: klick auf das kleine „i“ rechts unten, so gelangst du zu einer Seite bei der du das Targeting abschalten kannst. (Allerdings bekommst du nur einen „Gegencookie“, ist also eine temporäre Lösung)

    Ich habe das Targeting angelassen, finde es ganz interessant zu sehen wie die Algorithmen sich verbessern, diese Retargeting Geschichte steckt ja noch in den Kinderschuhen.

    Zur Frage Criteo oder Adwords auf die Andreas eingegangen ist: Wenn ich diese Seite hier richtig verstehe kaufen diese AdNetworks teilweise Restplätze von Google.
    http://www.vaughns-1-pagers.com/internet/google-certified-networks.htm

    Ich habe mich über Criteo anfangs auch sehr stark gewundert, da ich es meist auf „normalo Seiten“ gesehen habe, hinter denen ich keinen eigenen AdServer vermuten würde (noch nicht mal openads), so dass ich es für plausibel halte, das dies AdSense Restplätze sind.

    Zu Benjamin, der meinte AdWords würde nicht retargeten würde ich subjektiv entgegnen, dass sie das auf jeden Fall tun, ich erhalte oft fast dieselben Anzeigen wie bei Criteo (selber Cookie? DART Cookie?) über AdSense ausgeliefert, bei mir sind das Zalando und ASOS.

    nun ja, mal sehen wie sich das entwickelt
    beste Grüße vom Seo Praktikant

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  1. Kontextuelle Werbung war gestern, suggestiv ist der letzte Schrei - 11.01.2010

    […] schrieb letzte Woche darüber, dass er erst nach Schneekleidung für Kinder gegoogelt hat und in Folge passende Werbung […]