Die beginnende Implosion der sog. Linke

Nico —  26.01.2010

Populismus und Demagogie haben die WASG und die PDS zur Linke zusammengeschweisst. Nun hat Oskar Lafontaine sein Ziel erreicht und die SPD im letzten Bundestagswahlkampf erheblich geschwächt, woraufhin er sich jetzt in das Saarland zurückzieht. Während er dies tut, wird offensichtlich, wie zerstritten die Führung der Linke in Wirklichkeit ist. Erst wird André Brie gemobbt, dann Dietmar Bartsch öffentlich gemaßregelt, Lothar Bisky wird brüskiert und Gregor Gysi zieht die Strippen. Eine neue Führung soll her, bestehend aus den Komponenten Ost und West sowie Mann und Frau. Man sieht deutlich, wie wenig WASG und PDS zusammengewachsen sind.

Jetzt scheint das neue Führungsduo gefunden worden zu sein: Gesine Lötzsch und Klaus Ernst. Ostfrau aus der SED stammend und West-Mann mit SPD und Gewerkschaftshintergrund. Gemäß der Arithmetik der Partei sicherlich die ideale Besetzung.

Lötzsch und Ernst allerdings sollen eine Partei führen, die innerlich kaum zusammengewachsen ist, die in die zwei Lager der Fundamentalopposionellen und der Koalitionswilligen zersplittert ist. Beiden fehlt das Charisma der Leitwölfe Gysi und Lafontaine – sie werden die Implosion der Linke nicht aufhalten können. Zu sehr gärt es an allen Ecken, zu Zersplittert ist die Partei. Der Kampf um die Nachfolgeregelung Lafontaines in den letzten Wochen ist ein gutes Indiz für den innerparteilichen Umgang mit einander innerhalb der Linke. Das Abschneiden in NRW wird der Moment der Ernüchterung werden.

5 responses to Die beginnende Implosion der sog. Linke

  1. Ach Nico, mach doch lieber etwas Werbung für Vodafone. Da zeigt sich deine Kompetenz besser. Du darfst übrigens wieder in den Online Beirat der SPD.

    Die Linke muss jetzt ihre Positionen bestimmen. Das ist hart und sie ist anders als deine SPD keine Kaderpartei. Da denken wirklich noch einige. Ihr habt euch neue Machthaber überstreifen lassen und nichts ändert sich. Ihr werdet in NRW untergehen, wie in den Wahlen zuvor.

    Es mag sein, dass die Linke sich zerstört. Aber dabei geht es wenigstens um Ziele. Bei der SPD geht es nur um Pöstchen. Viel Spass für dich in der SPD, denn da gehörst du hin.

  2. ach, ich liebe es, wenn Leute einfach rumätzen in den Kommentaren, anstatt sich mal den Text durchzulesen. Wo sind denn Themen bei der Linke? Das ist nur Postenschacherei.

  3. „Wo sind denn Themen bei der Linke? Das ist nur Postenschacherei.“
    Man möchte fragen „Wo sind denn die Themen bei der SPD? Das ist nur Postenschacherei und Wundenlecken.“

    Linke und SPD sind gleich irrelevant in NRW und nun wohl auch Bund.

    Dann muss sich nur mal jemand mit gleicher Inbrunst darüm kümmern offensichtlich den Karren in den Dreck zu fahren wie Schröder und Konsorten.
    Aber bei Merkel und Änhängseln sehe ich da keine Probleme.

    Ich wäre ja für 82 Millionen Abgeordente resp. $Einwohner_Bundesland. Dann kommen wir genauso voran, haben aber eindeutig Schuldige und kommen genauso voran.

  4. Weder ist dei SPD irrelevant in NRW, noch im Bund, im Gegensatz zur Ex-SED. Wer wie die Linke mit haarsträubenden Themen antritt dürfte eigentlich von keinem Wähler mehr ernstgenommen werden. Das sie doch gewählt wurde, hing sicherlich auch an Lafontaine. Nun zeigt dieser einmal wieder sein wahres Gesicht. Er hat gar keine Interesse an konstruktiver Politik, es geht ihm nur um sich selber.

    Die Linke hat seit ihres Übergangs aus der Ex-SED noch nicht einen positiven Aspekt für Deutschland geleistet und wird es auch nicht, denn es liegt in der Natur dieser rückwärts gewendeten Partei, dass sie nur kritisiern kann, aber nicht konstruktiv nach vorne blcken möchte.

  5. „Die Linke hat seit ihres Übergangs aus der Ex-SED noch nicht einen positiven Aspekt für Deutschland geleistet und wird es auch nicht, denn es liegt in der Natur dieser rückwärts gewendeten Partei, dass sie nur kritisiern kann, aber nicht konstruktiv nach vorne blcken möchte.“

    Das sehe ich anders. Durch den Abzug der Wähler von der SPD, hat die SPD nun, an einem historischen Tiefpunkt angelangt, eigentlich die Chance auf eine Runderneuerung und die Besinnung auf ihre Werte. Aktuell sehe ich zwar nicht, dass sie diese Gelegenheit nutzt, aber immerhin wäre sie ohne die Linke dort nicht angelangt und die Chance ist da.