Blitzeisschnelle Reaktion von Hajduk

Nico —  9.02.2010

Dieses Jahr haben wir mal einen richtigen Winter, nicht erst seit gestern, sondern seit Weihnachten. Seit Wochen schon ist den Hamburgern klar, daß der Senat beim Winterdienst völlig versagt hat. Seit Wochen häufen sich die Meldungen über vereiste Gehwege und Straßen sowie daraus resultierenden Unfällen, aber auch über Streusalz-Knappheit und Probleme mit dem outgesourcten Winterdienst in den Bezirken. Gestern, also 6 Wochen nach dem ersten Schneefall, hat Anja Hajduk sich nun endlich mal um Krisenmanagement gekümmert und die Bezirke zu sich gerufen, damit als Ergebnis 1000 mehr MItarbeiter sich um den Winterdienst in Hamburg kümmern dürfen. Ebenfalls wurde eine Hotline eingerichtet ( 040- 25 76 13 13), bei der Bürger besonders betroffene Straßen und Plätze melden können. Meine Frau rief natürlich prompt an, bekam aber dann gesagt, daß Gehwege und Seitenstraßen keine Priorität hätten, sondern nur die großen Straßen. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln, wenn nach 6 Wochen immer noch nicht klar ist, wo der Räumdienst überall versagt hat. Unsere Straße mitten in Winterhude ist seit über eine Woche eine komplette Eisbahn, die Straße, in der unser Kindergarten, liegt auch, und an der Alster braucht man auf den Gehwegen Schlittschuhe, alte Menschen haben massive Probleme mit den vereisten Gehwegen, aber nun haben wir wenigstens eine Hotline, der wir diese Punkte nicht nennen dürfen.

So ein Winterdienst-Gipfel ist ein tolles Symbol des Handelns, Frau Hajduk, aber passiert jetzt auch mal etwas? Und warum muß man nach 6 Wochen der Stadtreinigung noch sagen, wo die Straßen und Bürgersteige vereist sind?

[ via: Winterchaos Hamburg – Sechs Wochen durchgängig Eis und Schnee – so handelt die Stadt ]

10 responses to Blitzeisschnelle Reaktion von Hajduk

  1. „Wenn sie aus Hamburg anrufen, drücken Sie die 1 – wenn Sie aus Berlin anrufen, drücken sie die 2…“

  2. Hab bei der Abendblatt Headline genau dasselbe gedacht. Super, wenn man diese 10 cm hohen Absätze hat und nur hoffen kann, dass man auf der anderen Seite nicht wegrutscht. Einzig positiv ist die für die geübten Fahrer entspanntere Parkplatzsituation weil sich viele einfach nicht überall reintrauen.

  3. Naja, man wartet halt gerne ab bis garnichts mehr geht (bzw. ganz Hamburg Knochenbrüche hat). Wenn Gehwege im übrigen regulär jeweils vor der eigenen Tür gekehrt wären, wäre die Sache nicht nur einfacher, sondern auch weniger glatt, nach dem Motto „viele Hände schaffen schnelles Ende“.

  4. Daß der Herr Keil mit 10-cm-Absatz-Schuhen zur Arbeit geht, das sind so Offenbarungen die einem dem Tag versüßen.

  5. lol. ich meinte nicht meine Absätze, sondern die Absätze in der Fahrbahn wg. Eis. (blush)

  6. Ich kann mich an einer Chicago-Bürgermeister erinnern, der wegen Schneeraümung abgewählt worden war (und in Chicago ist es gar nicht so einfach abgewählt zu werden). Nach einen riesen Schneesturn hat er veranlasst seine Strasse und die Strassen seiner Ratsmitglieder zuerst zu räumen, und alle andere Strasse erst eine Woche später.

    Wie sieht’s vor Frau Hajduk’s Haus aus?

  7. So einen Bürgermeister würde ich auch abwählen.

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  1. uberVU - social comments - 9.02.2010

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