7 Stunden Facebook pro Monat

Laut Nielsen liegt die Facebook-Nutzung in den USA bei durchschnittlich 7 Stunden im Monat.

Ok, ich persönlich liege locker über diesem Wert, aber ich finde 7 Stunden pro Monat durchschnittliche Nutzung schon ziemlich viel, insbesondere wenn man sich überlegt, wieviel Reichweite Facebook mittlerweile hat. Internet ist das neue Primetime, das dürfte auch den letzten Skeptikern so langsam klar werden.

[ via: Facebook Users Spend 7 Hours Monthly On The Site – Buries The Internet Top 10 In Usage ]

65



Schneeglöckchen waren seit ich denken kann der einzig wirkliche Geburtstagswunsch meiner Mutter, heute wäre ihr 65. Geburtstag gewesen.

Westerwelle macht den Weg frei

Für Guido Westerwelle waren die ersten Wochen dieses Jahres nicht leicht. Im Herbst konnten Guido Westerwelle und seine Parteifreunde vor Kraft kaum laufen und sehen sich jetzt verdutzt in die Augen, da auf einmal die Umfragewerte sich bei 8 Prozent einpendeln und damit der große Schein des Herbstes verblasst ist.

Pünktlich zur Wahl in NRW muß Guido Westerwelle jetzt sich und seiner Partei beweisen, daß die FDP nicht zur letzten Bundestagswahl alles Pulver verschossen hat, sondern daß sie auch als Teil einer Regierungskoalition Wähler zur Stimmabgabe bewegen kann. Dies versucht Westerwelle, indem er mit stark überzeichneten Thesen eine Diskussion über die Zukunft des Sozialstaates anzetteln will, wobei billigend in Kauf genommen wird, daß Millionen von Menschen diffamiert werden. Diese Art von Populismus, die sämtliche Errungenschaften des Sozialstaates kategorisch als Sozialismus abtut, ist aus den USA hinlänglich bekannt. Kann dies auch in Deutschland funktionieren?

Westerwelle macht mit seiner Taktik den Weg frei in NRW. Für die Option schwarz-grün. Sich und die FDP schiebt er gekonnt ins Abseits und sorgt dafür, daß die FDP als die Partei der Egoisten und Besserverdienenden für nur noch einen kleinen Teil der Bevölkerung wählbar bleibt. Indem die FDP sich isoliert, wird auch die Regierungskoalition in Berlin es immer schwerer haben, denn Opposition aus der Regierung heraus wird der Wähler nicht honorieren.

Blitzeisschnelle Reaktion von Hajduk

Dieses Jahr haben wir mal einen richtigen Winter, nicht erst seit gestern, sondern seit Weihnachten. Seit Wochen schon ist den Hamburgern klar, daß der Senat beim Winterdienst völlig versagt hat. Seit Wochen häufen sich die Meldungen über vereiste Gehwege und Straßen sowie daraus resultierenden Unfällen, aber auch über Streusalz-Knappheit und Probleme mit dem outgesourcten Winterdienst in den Bezirken. Gestern, also 6 Wochen nach dem ersten Schneefall, hat Anja Hajduk sich nun endlich mal um Krisenmanagement gekümmert und die Bezirke zu sich gerufen, damit als Ergebnis 1000 mehr MItarbeiter sich um den Winterdienst in Hamburg kümmern dürfen. Ebenfalls wurde eine Hotline eingerichtet ( 040- 25 76 13 13), bei der Bürger besonders betroffene Straßen und Plätze melden können. Meine Frau rief natürlich prompt an, bekam aber dann gesagt, daß Gehwege und Seitenstraßen keine Priorität hätten, sondern nur die großen Straßen. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln, wenn nach 6 Wochen immer noch nicht klar ist, wo der Räumdienst überall versagt hat. Unsere Straße mitten in Winterhude ist seit über eine Woche eine komplette Eisbahn, die Straße, in der unser Kindergarten, liegt auch, und an der Alster braucht man auf den Gehwegen Schlittschuhe, alte Menschen haben massive Probleme mit den vereisten Gehwegen, aber nun haben wir wenigstens eine Hotline, der wir diese Punkte nicht nennen dürfen.

So ein Winterdienst-Gipfel ist ein tolles Symbol des Handelns, Frau Hajduk, aber passiert jetzt auch mal etwas? Und warum muß man nach 6 Wochen der Stadtreinigung noch sagen, wo die Straßen und Bürgersteige vereist sind?

[ via: Winterchaos Hamburg – Sechs Wochen durchgängig Eis und Schnee – so handelt die Stadt ]

Die 10 Goldenen Regeln für Twitter

Twitter ist aus dem bundesdeutschen Kommunikationsmix nicht mehr wegzudenken. Aber mit steigenden Userzahlen steigt auch die Verantwortung des Einzelnen im Umgang mit dieser Kommunikationsform. Als ich vor drei Jahren meinen ersten Tweet abgeschickt habe, da war noch vieles möglich, was heutzutage einfach nicht mehr geht. Ich habe daher das Twitterverhalten in Deutschland und den USA in den letzten Monaten analysiert und versucht, daraus allgemein verbindliche Regeln abzuleiten, die als Handreichung für eine reibungslose Twitternutzung dienen sollen.

1. Twitter ist kein Chat!
Zu viele @ in der Timeline erschweren das Lesevergnügen von Twitter, insbesondere dann, wenn man für einige Stunden offline war und daher die Inhalte der Timeline nacharbeiten muss. Als Faustregel gilt hier: nicht mehr als 1 Reply alle 25 Tweets, wobei in Ausnahmesituationen kurzfristige Abweichungen natürlich erlaubt sind.

2. Beachte das implizite Abkommen mit den Followern
Als Twitternutzer hat man eine Verantwortung gegenüber seinen Followern. Nach der Follower-Anbahnung verpflichtet sich der Twitternutzer, seinen Followern Inhalte zu präsentieren, die diese erwarten. Tut er dies nicht, kann es zu öffentlichen Unmut-Äußerungen kommen, die in dem Ausspruch “ich entfollowe @userxy gleich” gipfeln können und unbedingt zu vermeiden sind, da sie das empfindliche Gleichgewicht zwischen den Followern beinträchtigen kann. Neuen Followern ist unbedingt ebenfalls zu folgen.

3. Retweets sind essentiell
Die schnellste und noch dazu einfachste Form der Meinungsäußerung ist ein Retweet und wird gerade in Deutschland sehr gerne angewendet. Hierbei gilt es zu beachten, daß man einen Dienst für seine Follower anbietet und gewissermaßen eine Notwendigkeit besteht, die Follower immer mit allen relevanten Informationen zu versorgen. Um den Geschwindigkeitsvorteil von Twitter konkret ausspielen zu können, ist ein schneller Retweet unbedingt der vorherigen Rezeption der Inhalte vorzuziehen.

4. Ordnung muß sein
Es hat sich insbesondere im bundesdeutschen Twitterkontext herauskristallisiert, daß Hashtags ohne Bezugnahme auf eine vorher definierte Ontologie vorgenommen wurden. Obzwar es begrüßenswert ist, daß Tweets mit einem Hashtag versehen und damit für die Mitlesenden besser zu rezipieren sind, ist unbedingt darauf zu achten, daß Hashtag-Regeln eingehalten werden, da es ansonst zu Verwirrungen seitens der Follower führen kann.

5. Stars brauchen den Promi-Faktor
Damit Twitter weiter wachsen und bedeutsamer werden kann, ist es unumgänglich, daß auch Stars wie Ashton Kutcher oder Sascha Lobo auf Twitter präsent sind. Im Umgang mit diesen speziellen Twitter-Nutzern sollte beachtet werden, daß man sich über öffentliche Beachtung, ausgedrückt durch einen Reply auf eine direkte Frage oder gar einen Retweet, auch gebührlich öffentlich freuen sollte, ohne jedoch zu anbiedernd wirken zu wollen. Das ist ein Balanceakt, der präzise Tweets erfordert, aber letztendlich der gesamten Twitter-Community dient.

6. Es gibt ein Reinheitsgebot 
Twitter bietet sehr viel Flexibilität im Umgang mit Verlinkungen, Fotos, oder gar der Verknüpfungen mit anderen Plattformen oder kleinen, oftmals spaßigen Tools. Diese Entwicklung ist mit Sorge zu sehen, da sie von den eigentlichen Inhalten auf Twitter ablenken und für zusätzliche Verstreuung von Kommunikationsbestandteilen sorgen und damit eine effiziente Twitternutzung für den einzelnen User erschweren. Sollte man einem Twitternutzer folgen, der dennoch diese Dienste einbindet, so ist zu beachten, daß ein möglicher Kommentar immer nur direkt bei dem jeweiligen Dienst zu erscheinen und in der Timeline von Twitter nichts zu suchen hat.

7. Die Wahl der Sprache ist ein Gebot der Fairness
Deutsch ist natürlich die Sprache, die für die meisten bundesdeutschen Twitternutzer Vorrang haben wird, aber es gibt auch wichtige Ausnahmen, die man beherzigen sollte. Sobald einer der Follower nur Englisch spricht, gilt es, sämtliche Tweets, insbesondere auch Replies auf deutschsprachige Tweets, künftig auf Englisch zu schreiben, um diese Follower nicht auszugrenzen.
 
8. Große Zahlen zeigen die Relevanz
Eigentlich dürfte dieser Punkt selbsterklärend sein, da es gelernte Praxis sein sollte. Die Anzahl der Follower eines Twitternutzers sind ein Indikator für die Relevanz des einzelnen Tweets. Dabei gilt die Faustregel: wer mehr Follower hat, ist relevanter. Wobei zu beachten ist, daß es über Retweets den Effekt der sog. geliehenen Relevanz gibt, die auch anderen Twitternutzern die Möglichkeit gibt, relevant zu kommunizieren.

9. Twitter braucht eigene Begrifflichkeiten
Worte sind der Kit, der aus 140 Zeichen einen guten Tweet macht. Dabei ist es wichtig, auf die Eigenheit von Twitter vollumfänglich einzugehen und Begriffe zu schaffen, die dies widerspiegeln. Worte wie Twittwoch, Twittagessen oder gar Twitnight sind mitnichten putzige Kreationen, vielmehr schweissen diese die Twittercommunity zusammen, wobei das Wort Tweed zu einer geschlossenen Abwehrhaltung der Twitternutzer führen kann und daher vermieden werden sollte.
 
10. Fasse Dich kurz
Auch bei 140 Zeichen kommt es darauf an, präzise zu twittern und nicht durch überflüssige Textbestandteile Verwirrung zu stiften. Tweets werden oftmals als Retweet verstümmelt und büßen dabei an Entfaltungskraft ein. Ein Hauptsatz plus Nebensatz sollten als aussagekräftiger Tweet völlig ausreichen, wobei die Interpunktion nicht zu vernachlässigen ist.

Diese 10 Goldenen Regeln für Twitter werden auf den ersten Blick etwas unüblich und sperrig wirken, letztendlich führt aber nur ihre konsequente Anwendung zu einer effzienten und erfolgreichen Twitternutzung in Deutschland.