14. April 2010

schwarz-grüne Erhöhung der Kita-Gebühren

Von wegen “Wachsen mit Weitsicht” – der schwarz-grüne Senat befindet sich in einer Finanzklemme und bittet daher gerade die zur Kasse, die dafür sorgen sollen, dass die Stadt weiter wächst. Das ist nicht nur unsozial, sondern führt auch dazu, daß die Stadt für Familien weniger attraktiv wird. Weitsicht würde bedeuten, daß man die Familien mit Kindern als das Kapital der Stadt ansähe und hier investiert, in Ganztagesbetreuung, in günstige Plätze und weniger Bürokratiegenerve, also einen Kita-Platz für alle, die ihn nutzen wollen. Das wäre ein Schritt nach Vorne. Die Kita-Gebühren zu erhöhen führt nur dazu, daß Familien in der Stadt Hamburg noch mehr Kostenlast haben, denn die Lebenshaltungskosten sind eh schon hoch. Wenn jährlich 5000 junge Familien ins Umland ziehen, dann sollte dies für den schwarz-grünen Senat ein deutliches Signal sein, aktivere Stadtentwicklungspolitik zu betreiben.

Wachsen mit Weitsicht sollte auch bedeuten, daß eine familienfreundlichere Stadt das Ziel sein muß. Davon ist schwarz-grün weit entfernt.

So, Lars, ich freue mich wie immer auf Deinen ersten Kommentar.

Ähnliche Artikel:

  1. schwarz-gelber Koalitionsvertrag auf einen Blick Kultur und Gesellschaft spielen untergeordnete Rolle, das Internet und Soziales finden nicht statt. Deutschland ist...
  2. Erhöhung der Mehrwertsteuer bedeutet nicht weniger Kaufkraft? Die Union will weiterhin die Mehrwertsteuer erhöhen, auch wenn es derzeit ökonomischer Unsinn ist: Merkel...
  3. Weiter Kita-Chaos in Hamburg Kita-Streit: Einigung Mitte November? hofft das Abendblatt und sieht die Beteiligten so nahe bei einander...

Post comment as twitter logo facebook logo
Sort: Newest | Oldest

Es ist schwer den Eigennutzen hintendran zu stellen, wenn an allen Ecken und Enden die Entwicklung entgegenlu00c3u00a4uft. Nach einem Artikel in der heutigen Morgenpost gehu00c3u00b6ren 90% der Lu00c3u00a4den in der Spitaler Str. zu Ladenketten und am Jungfernstieg wird Hamburgs 2. Apple-Store eru00c3u00b6ffnet, den ehemaligen Ru00c3u00a4umen gleich zweier alteingesessener Geschu00c3u00a4fte. Alles sehr schick. Wie auch die Gartenbauausstellung 2013. Die mindestens 70 Millionen Euro wu00c3u00a4ren in Wilhelmsburg sicher besser anzulegen gewesen, als in Blumen und einem Touristenevent. Hamburg macht es immer gross: Es wird eine besonders teure und prestigetru00c3u00a4chtige "Internationale Gartenbauaustellung" sein. Wir nur alle 10 Jahre vergeben. Hamburg war 1963 und 1973 schon dabei. Das ku00c3u00b6nnte ewig so weitergehen, Cruise Center II, Umbau Altona Altstadt, usw.

Wo man auch hinsieht, geht es um Wirtschaftsinteressen und Tourismus, aber selten um die Lebensqualitu00c3u00a4t und die Bedrfnisse der Bu00c3u00bcrger oder gar Familien.

Ja, auch diese Einstellung hat die Menschheit voran gebracht: "Ich tu nur was, wenn ich ganz direkt selbst davon profitiere". Mensch, im Ernst. Es ist nicht nur die Politik, die hier Dinge vermurkst, es sind auch zigtausende Bu00c3u00bcrger, die Eigennutzoptimierung in den Vordergrund stellen. Hauptsache der eigene Spross wird Akademiker, wohin mit der Gesellschaft? Ach, das sehen wir dann... Wobei das jetzt weg vom Thema fu00c3u00bchrt. In Sachen Kitageld ist das bittere einfach: Eltern sind eine heterogene Masse, die sich leichter austricksen und schlechter mobilisieren lu00c3u00a4sst, als andere gesellschaftliche Gruppen.

Dann mal tau. u00c3u0084mdere es. Selbst bei schnellem Erfolg werden deine Kinder nicht mehr davon profitieren. Und Stadtplanung ist ein Feld, in der die u00c3u0084nderungen noch langsamer vorankommen. Wobei ich in Hamburg von keiner Seite den Willen zu u00c3u0084nderungen sehe.

Ja, "sich damit abfinden", das ist schon seit Jahrhunderten ein grou00c3u009fartiges Konzept, ohne das die Menschheit heute nicht dort stu00c3u00bcnde, wo sie steht.

Eine Stadt, die sich in der heutigen 23-seitigen FAZ-Werbebeilage als "aufregendste Stadt der Republik" bezeichnet, alle Grundschulen mit "dynamischen Licht" ausstatten will, in die Speicherstadt hunderte Millionen versenkt, in der Gentrifizierung seit Jahrzehnten zum Konzept gehu00c3u00b6rt - das hat doch alles nichts mit schwarz-gru00c3u00bcn zu tun. Das ist seit Jahren Hamburger Politik. Hamburg will keine Familien, sondern Touristen und die wohlhabende Kinderlose. Damit sollte man sich abfinden, auch wenn es schwer ist.

Ach Hamburg, meine Perle. Noch ein paar Tropfen und ich gehu00c3u00b6re zu einer von den Jungfamilien, die der Stadt den Ru00c3u00bccken kehren. Kita- und Schulpolitik... Und dann ja noch das schu00c3u00b6ne Thema Stadtentwicklung und Wohnungsbau... Ach, meine Perle...

Na na.

Die Sicherheit der Leistungstru00c3u00a4ger in ihren Villen muss nun mal finanziert sein!
Ihr immer mit euren Kindern...

Hi Nico,

das gleiche kurzsichtige Verhalten wie hier in Korschenbroich:
Der CDU-dominierte Rat der Stadt Korschenbroich hat in seiner Sitzung am 09.02.2010 die Elternbeitru00c3u00a4ge fu00c3u00bcr die OGTS erhu00c3u00b6ht.

Alte Beitru00c3u00a4ge: http://www.korschenbroich.de/downloads/pdf/ortsrecht/OGTS_Elternbeitraege.pdf

Neue Beitru00c3u00a4ge: http://www.maternus-schule.de/flummi/Anmeldung/10-08_Beitrag.pdf (interessanterweise noch nicht auf der Homepage der Stadt zu finden ;-)

Sehr schu00c3u00b6n: Je hu00c3u00b6her das Einkommen desto hu00c3u00b6her die Aufschlu00c3u00a4ge - bis zum Spitzenverdiener, der zahlt den alten Beitrag, ganz ohne Zuschlag.

Mir fehlen da immer noch die Worte!

Auf den warte ich auch gespannt... #kommentar #Lars