Haushaltsabgabe für die Anstalten

Nico —  10.06.2010

Künftig soll jeder Haushalt in Deuschland monatlich €17,98 bezahlen, um damit die öffentlich-rechtlichen Anstalten zu finanzieren. Damit ist erstmals nicht mehr das Empfangsgerät ausschlaggebend, sondern die Allgemeinheit wird für die Kosten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks herangezogen.

Das finde ich erst einmal recht zeitgemäß, denn die Orientierung am Empfangsgerät macht mittlerweile nicht mehr so viel Sinn. Des Weiteren halte ich die öffentlich-rechtlichen Anstalten für ein wichtiges Gut, das die Allgemeinheit durchaus finanzieren sollte, wie eben Kultureinrichtungen auch.

Konsequent wäre es dann aber auch, deutlich zu machen, daß die erschaffenden Inhalte auch dauerhaft der Allgemeinheit zur Verfügung zu stehen haben. Es ist doch völlig absurd, daß wir Inhalte finanzieren, die wir dann nicht mehr nutzen dürfen. Auch wenn das natürlich die Verlage anders sehen, und das ist auch ihr gutes Recht, aber da finde ich das Gemeinwohl wichtiger als die jeweiligen Wirtschaftsinteressen.

Leider habe ich das schlechte Gefühl, daß das Einziehen dieser Haushaltsabgabe noch einmal dafür sorgen wird, daß der Verwaltungsmoloch GEZ lediglich umbenannt wird, aber das Prozedere gleich bleibt. Idealerweise wären die €17,98 gleich mit den Nebenkosten oder den Kabelgebühren eingezogen, dann spart man sich da den zusätzlichen Aufwand.

4 responses to Haushaltsabgabe für die Anstalten

  1. Nicht jeder zahlt Nebenkosten und/oder hat Kabelgebühren zu entrichten. ;)

  2. schon klar, aber ich hätte gerne einen Automatismus und nicht wieder eine Extra-Abgabe.

  3. nennt sich „dauerauftrag“, bietet jede bank an. ;)