Fröhliches Farmen im Wilden Westen

Nico —  22.06.2010

Gleich vorab: hier kann man Frontierville blocken, wenn man genervt ist von den Wall Posts zum Thema Frontierville.

Als Farmville aufkam, da habe ich mich vornehm zurückgehalten und alle anderen Farmville spielen lassen, nachdem nun aber Anfang Juni Zynga das Spiel Frontierville gestartet hat, wollte ich unbedingt mal herausfinden, wie gut das Spiel wirklich ist. Sicherlich liegt das auch am Thema des Spiels, schließlich habe ich mal nordamerikanische Geschichte studiert und finde das Sujet Frontier nachwievor faszinierend. Aufbau-Spiele haben mich außerdem schon immer gereizt, jedenfalls kann ich mich noch dunkel an lange Stunden mit Patrizier II und Railraod Tycoon II erinnern, die ich quasi bis zu Erbrechen gespielt habe, aber deren Multiplayer-Optionen eher limitierend waren.

FrontierVille ist als Spiel konzipiert, das innerhalb von Facebook abläuft und das eigentlich nur gespielt werden kann, indem man seine Freunde involviert. Beim Spiel geht es darum, ein Stück Land zu nutzen, um dort eine Farm aufzubauen, aus der sich dann eine kleine Stadt entwickeln kann. Während des Spiels muss man immer wieder einige Aufgaben erfüllen, wie z.B. Bären vertreiben, Holz hacken, oder aber genügend Geld, Essen und eine Kuh heranzuschaffen, um die Verlobte nachreisen lassen zu können. Geld und Essen bekommt man überwiegend durch Ackerbau und Viehzucht, aber auch Obstbäume kann man ernten, um Essen zu erhalten. Aus Essen kann man Energiepunkte generieren, die man benötigt, um die Tiere zu füttern oder zu ernten. Ohne Ernte gibt es keinen Ertrag, bzw. die ausgesäten Pflanzen verkümmern irgendwann, was natürlich zur Folge hat, daß man halbwegs den Zyklus der Pflanzen wissen muß, um sich rechtzeitig wieder um die Ernte zu kümmern. Mit der Zeit hat man genügend Geld, um Gebäude bauen zu können, oder um Dekorationselemente zu erwerben, die die Farm noch zusätzlich ausschmücken. Mit der Zeit gewinnt man allerdings auch Experience-Points, die man für nahezu jede Aktion bekommt und die das Aufsteigen in andere Level ermöglichen, was dann wieder neue Gegenstände freischaltet, die man nutzen kann. Für jeden Level gibt es auch zusätzliche Hufeisen, die man für spezielle Gegenstände oder Aktionen benötigt. Hufeisen kann man allerdings auch seperat kaufen, für „nur“ $5 bekommt man 40 Hufeisen. Die Nachbarn können einem helfen, indem sie Ernteaufgaben übernehmen in der Abwesenheit des Spielers, oder indem sie einem benötigte Gegenstände schenken, um beispielsweise Aufgaben zu lösen. Die Interaktion mit den Nachbarn finde ich eigentlich am Interessantesten, denn indem man hilft, kommt man selber schneller voran, und wer möchte nicht gerne einfach von den Nachbarn mal einen Apfelbaum oder eine Ziege geschenkt bekommen?

Die Interaktion mit den Nachbarn oder mit anderen Frontierville-Spielern ist allerdings auch das, was das Spiel für andere Leute schnell nervig machen kann. Das Spiel animiert die Spieler immer wieder, auf die eigene Wall oder die Wall der anderen Spieler zu posten. Für Spieler von Frontierville bedeuten diese Postings, dass man sich dort Goodies abholen kann, von denen man bis zu 30 Stück pro Tag einlösen darf. Der simple Hinweis eines Spielers, daß er einen Maulwurf vertrieben hat, bedeutet also für andere Spieler zusätzliche Goldmünzen, Energie oder ähnliches. Frontierville sorgt also dafür, daß man aufmerksam die Walls der Mitspieler liest, um die entsprechenden Goodies einzusacken. Wen dies nicht interessiert, der kann natürlich Frontierville blocken und wird dann nicht mehr genervt.

Nach ein paar Tagen Frontierville bringt mir das Spiel immer noch Spaß und natürlich will ich noch weitere Level erreichen und Gebäude errichten, ein Pferd kaufen und so weiter. Der Spiel-Einstieg ist sehr einfach und man findet schnell gefallen an den Aufgaben und den täglichen Abläufen. Frontierville ist noch Beta und es gibt einige nervige Bugs, die zügig behoben werden sollten, z.B. die Verknüpfung mit Nachbarn ist noch unzureichend gelöst, aber insgesamt finde ich das Spiel schon sehr kurzweilig.

3 responses to Fröhliches Farmen im Wilden Westen

  1. Ingo Scholz 22.06.2010 at 20:49

    och nee, daran merke ich dann, dass ich es nicht nur optisch, sondern auch altersmäßig bin: silversurfer :)

  2. Ich krieg das Spiel leider gar nicht zum laufen, ich bekomm immer die Nachricht: Die Seite die sie eingegeben haben ist falsch.

    Ich hab das jetzt mit Chrome, IE, Firefox ausprobiert, immer das selbe. So ein Schmarrn…