Lufthansa Oktoberfest auf Facebook


Das Lufthansa Oktoberfest ist eine smarte, witzige Idee, um das Thema Okotberfest auf Facebook abzubilden, User und ihre Freunde zu involvieren und noch dazu für die Marke Lufthansa ein positives Markenerlebnis zu schaffen.

Als User kann man Freunde bei Facebook einladen, gemeinsam im Zelt zu sitzen und virtuelle Bierkrüge zu stemmen, man kann Spiele spielen und sich rund über das Oktoberfest informieren. Intelligenterweise ist das Lufthansa Okotberfest auch noch mittels Foursquare mit einem Ereignis im echten Leben verknüpft und Teilnehmer bekommen für einen Checkin beim Oktoberfest einen €20 Gutschein für einen Flug bei der Lufthansa. Leider ist das Auswählen der Freunde zum gemeinsamen Zeltbesuch ein klein wenig umständlich geraten, aber dennoch kann man mich am Tisch 567 beim Biertrinken bewundern.

Das Lufthansa Okotberfest wirklich eine tolle Idee, wird sich in den nächsten Tagen massiv verbreiten und ist einer der besten Facebook-Cases dieses Jahr.

Nach der Reform nun die Revolution

Ach, was sind schon Worte. Ich kann mich trotz meines hohen Alters noch daran erinnern, daß beispielsweise das Wort Reform mal etwas Positives war. Mittlerweile durchleben wir die x-te Arbeitsmarkt-, Gesundheits,- Renten oder sonstwas-Reform. Eigentlich sollte das Wort Reform ausdrücken, daß künftig, also nach der Reform, alles besser werden würde. Leider war das Gegenteil der Fall und die nächste Reform mußte her. Seitdem befinden wir uns in einer Reformspiral, aus der die Politik nur sehr schwer ausbrechen kann.

Angela Merkel war sich dessen durchaus bewußt und nachdem klar wurde, daß niemand die Formel Atomkompromiss akzeptieren würde, weil die schwarz-gelbe Bundesregierung einfach den Forderungen der Atomwirtschaft nachgegeben hat und ein Kompromiss nur schwer erkennbar ist, mußte Frau Merkel dickere Geschütze auffahren:

„Das ist nicht mehr und nicht weniger als eine Revolution in der Energieversorgung.“

Ich kann mich noch dunkel an mein Studium erinnern, da wurde eine Revolution geheimhin als etwas aufgefasst, das die bestehende Ordnung umgewälzt hat, oftmals mit Gewalt. Auf alle Fälle wurde durch eine Revolution etwas Neues geschaffen. Der schwarz-gelbe Atomkompromiss schreibt nicht nur ordentliche Gewinne für die Atomwirtschaft fest, sondern sorgt für ein Beharren auf einer längst überholten Brückentechnologie aus dem 20. Jahrhundert, deren Auswirkungen und Folgekosten wir nicht beherrschen.

Angela Merkel definiert Revolution als Stillstand und Ausverkauf der Interessen des Staates und seiner Bürger.

Die Atom-Mutti strahlt wieder

Am Sonntag haben sich die Koalitionsspitzen im Kanzleramt eingeschlossen und dann zur Abendstunde den sog. Atomkompromiss vorgelegt. Der Atomkompromiss war nötig geworden, nachdem die Atomlobby immer deutlicher gemacht hat, wie unzufrieden sie mit dem beschlossenen Atomausstieg unter rot-grün war und was sie von einer schwarz-gelben Regierung erwartet. Daraufhin hat die Regierung nach einigem Hin- und Her dann das getan, was von ihr erwartet wurde: sie hat die Laufzeiten verlängert. Im Gegenzug muß die Atomlobby ein paar Milliarden zahlen für alternative Energien, damit der soeben kastrierte Umweltminister Norbert Röttgen sein Gesicht wahren kann.

Bei diesem sog. Atomkompromiss wird vor allem eins deutlich: es ist der schwarz-gelben Regierung völlig egal, daß die Bevölkerung gegen Atomkraftwerke ist. Die Laufzeitverlängerung bedeutet ja nicht nur weniger Druck, zeitnah alternative Energiequellen auszubauen, sondern eben auch eine Verlängerung des Risikos Atomenergie. Die wirtschaftlichen Interessen gehen vor, das hat schwarz-gelb wieder einmal klar gemacht. Jetzt bleibt, wie so oft, als letzte Hoffung noch das Bundesverfassungsgericht, denn über die Frage, ob der Bundesrat der Laufzeitverlängerung zustimmen muß, wird selbst unter den Juristen der befassten Ministerien kontrovers diskutiert.

Die scharz-gelbe Koalition hat eine ganz eigene Aufassung von Wirtschaftsförderung, aber auch nach der Milliardenspritze für die Hotellobby kann man beim sog. Atomkompromiss sehen, wer der Regierung die Inhalte vorgibt.

Von ‘gefällt mir’ zu gewichteten Suchergebnissen

Eine kleine, aber feine Neuerung der Facebook-Suche führt jetzt dazu, daß die von den Freunden mit einem “gefällt mir” als relevant eingestuften Artikel bzw. Seiten künftig bei der Suche oben dargestellt werden. Google mag das Web indexiert haben, aber Facebook weiß, welche Artikel mein Umfeld aktuell als relevant erachtet.

Noch finde ich die Facebook-Suche etwas umständlich, bzw. eher ungewohnt, aber die Einbeziehung der Seiten, die von meinen Freunden mit einem Klick auf “gefällt mir” bzw. “like” als lesenswert eingestuft werden, bringt schon eine neue Qualität in die Suche. Facebook vs. Google und Bing mit dem Zugriff auf die Twitter-Firehose, das ist ein interessantes Line-Up, das man aus deutscher Sicht nur von der Seitenlinie begutachten kann. Ich bin gespannt, wie das mittelfristig die SEO/SEM-Branche verändern wird, wenn künftig der Wert eines “Like” ganz anders definiert werden wird, denn schließlich bedeutet dies künftig nicht nur die Erhöhung des Fan-Count für eine Fan-Page, sondern auch Traffic für Websites. Social Search wird immer interessanter.