Blogtrollkommentarreaktionskinderkacke

Nico —  28.10.2010

Seit einigen Tagen gibt es in Blogs und Zeitungen die Diskussion um ein vermeintliches Rumtrollen des Konstantin Neven DuMont in den Kommentaren auf dem Blog vom Medienjournalisten Stefan Niggemeier. Ich bin zutiefst angewidert von der Art und Weise, wie hier versucht wird, aus einer vermeintlichen David gegen Goliath Situation Kapital zu schlagen. Stefan Niggemeier ist eigentlich ein netter Mensch, aber gleichzeitig auch ein besserwisserischer Korinthenkacker, der nicht nur alles, alles besser weiß, sondern auch noch alle darüber informieren muß, wie es besser ginge und was man bitte zu tun oder zu lassen hätte. Freundlicher ausgedrückt würde ich sagen, dass Niggemeier einiges an Sendungsbewusstsein hat. Anstatt nun Konstantin Neven DuMont eine nette Email zu schreiben oder ihn anzurufen, versucht Stefan nix anderes, als ihn öffentlich in die Pfanne zu hauen. Natürlich hätte Konstantin Neven DuMont wissen müssen, daß IP-Adressen gespeichert werden und penible Menschen auch mal nachgucken, von wo aus kommentiert wird und sich freudestrahlend daranmachen würden, derartiges offenzulegen. Aber auch Konstantin nur ein Mensch, und noch dazu ein sehr netter, und in einem persönlichen Gespräch hätte sich vieles klären lassen.

Für mich ist das angebliche Konstantingate allerdings keine Sternstunde der deutschen Blogszene, sondern ein Zeichen für den miesen kleinkrämerischen wir-gegen-die Charakter gerade der journalistisch geprägten Blogger in Deutschland. Alter Schwede, so etwas Selbstgerechtes ist mir wegen einer derartigen Kinderkacke noch nicht über den Weg gelaufen! Es kotzt mich an, wie hier versucht wird, Aufmerksamkeit zu erlangen. Das ist BILD-Stil. Klärt das wie Männer, trefft Euch auf ein Bier!

[ Disclosure: Ich habe mal mit Stefan Niggemeier einen Kaffee getrunken und war mal mit Konstantin Neven DuMont Essen, beides sind nette Menschen und haben diesen Blödsinn nicht nötig. ]

47 responses to Blogtrollkommentarreaktionskinderkacke

  1. Kleiner Hinweis in Sachen IP. Es wird immer behauptet, die sei gespeichert worden. Tatsächlich aber ist, wie mir Stefan erklärte, nur in einem Fall nachweisbar, dass Kommentare von der gleichen IP abgegeben wurden. Dabei handelt es sich um jene merkwürdigen Kommentare, die vorgeblich von DuMonts Kindern kommen. Ansonsten handelt es sich nur um Telekom- (und somit dynamsich vergebene und immer wechselnde) IPs. Tatsächlich aber hat DuMont selbst ja zugegeben, dass die Kommentare von seinem Rechner aus abgegeben wurden.

    Ansonsten: Lumma, Du Lobo.

  2. JoSchaefers 28.10.2010 at 10:57

    @NicoLumma Ich mag mich irren, aber hat Stefan Niggemeier Konstantin Neven DuMont nicht eine nette Email geschrieben? Nach seiner Darstellung waren es sogar mehrere. Und ja, die Meta-Debatte in Klein Bloggersdorf ist beschämend. Man könnte fast meinen, man wäre im Bundestag.
    [Disclosure: Ich habe mit DuMont bisher weder gegessen noch getrunken, hätte aber keine Vorbehalte es zu tun. Die Rundschau mag ich eigentlich sehr, obwohl ich Texte bei der Konkurrenz abgebe]

  3. CarstenDrees 28.10.2010 at 10:58

    meines Wissens hat Stefan das nicht über die IP, sondern über die ihm bekannte, private E-Mail-Adresse festgestellt. Darüber hinaus soll er durchaus probiert haben, mit Konstantin Kontakt aufzunehmen. Aber das sind natürlich alles Dinge, die ich nur von außen mitbekomme und von denen ich nicht wirklich abschätzen kann, wie es tatsächlich gelaufen ist…

    • JoSchaefers 28.10.2010 at 11:08

      @CarstenDrees <a href=“http://www.stefan-niggemeier.de/blog/eine-systematische-stoerung/“>Stefan schreibt</a>: <blockquote>Ich habe Neven DuMont geschrieben, dass ich ihn in Verdacht habe, hinter dem Feuerwerk kritischer Kommentare bei mir im Blog zu stecken. Er bestritt dies. Dann fragte ich, ob es möglich ist, dass jemand anders Zugriff auf seinen Rechner hat. Er antwortete: […]</blockquote>

  4. ich kann auch nicht abschätzen, wie es gelaufen ist, und es ist mir auch ziemlich schnuppe. fest steht, daß hier ein faß aufgemacht wurde, um sich selber auf kosten eines anderen zu profilieren. das finde ich widerlich.

    • JoSchaefers 28.10.2010 at 11:12

      @NicoLumma Hmm, ich sehe das mit dem Profilieren deutlich anders. Aber gut, wir müssen die Debatte hier nicht auch noch einmal führen.

    • @JoSchaefers naja, man kann auch einfach die troll-kommentare löschen und es dabei belassen, oder? :)

    • andreaswollin 28.10.2010 at 11:17

      @NicoLumma @JoSchaefers Aber Stefan Niggemeier hatte ja unzählige Trollkommentare verlinkt. Das waren also nicht nur zwei, drei Stück. Es wurden ja ganze „Gespräche“ geführt.

    • JoSchaefers 28.10.2010 at 11:17

      @NicoLumma Sicher. Aber. Nein.

    • @andreaswollin ja, das ist schon absurd. aber ehrlich gesagt nix, was die aufregung rechtfertigt. gelassenheit wäre auch etwas feines. :)

    • JoSchaefers 28.10.2010 at 11:24

      @andreaswollin Man kann die Veröffentlichung imo sowohl von der administrativen wie auch von der journalistischen Ebene argumentieren. Müssen wir jetzt und hier aber nicht. Die Debatte ist bisher schon erbärmlich genug. Siehe Nico, ist einfach gut jetzt.

    • andreaswollin 28.10.2010 at 11:39

      @NicoLumma @JoSchaefers Die Debatte ist breit genug getreten worden, das stimmt. Aber wieso dann dieser Blogpost, wenn es eh nix mehr zu sagen gibt?

    • @andreaswollin @NicoLumma @JoSchaefers
      fest steht, daß hier ein faß aufgemacht wurde, um sich selber auf kosten eines anderen zu profilieren. das finde ich widerlich.

    • @andreaswollin weil mein genervtsein mit diesem vorgang ein ventil brauchte :)

    • andreaswollin 28.10.2010 at 12:00

      @NicoLumma Ok, Debatte gegessen. Nur eine Frage noch: jemand postet über Wochen oder Monate anonym auf Deinem Blog. Du findest es raus, schreibst demjenigen, er sagt: „Kommt nichmehr vor“. Es kommt doch wieder vor. Und dann isses auch noch’n Rechner von jemandem wie KND usw. Was machst Du?

    • @andreaswollin anrufen und fragen, ob er noch alle tassen im schrank hat. danach ignorieren.

    • @NicoLumma @andreaswollin Und wenn er weiter macht?

    • @_SvenR @andreaswollin dafür gibt es filter.

    • @NicoLumma @andreaswollin Lesen Sie einfach mal, was ich oben zitiert habe, dann zählen Sie bis 3 und erklären mir dann, wie Sie das filtern wollen.

    • andreaswollin 28.10.2010 at 13:42

      @_SvenR @NicoLumma Kein Wort von Filter von meiner Seite.
      Aber Nico meinte wohl: nach dem 10., 20. Mal kann man die IP-Adresse einfach blocken und dann ist Ende (wenn man das kann und ich denke, man kann?)

    • @andreaswollin Ich meinte nur NicoLumma, diese Kommentarfunktion ist…gewöhnungsbedürftig.

      @Niggemeier-Basher: Wenn Sie alle, anstatt zu spekulieren und Vorurteile abzusondern, sich einfach kundig machen würden, dann wüssten Sie längst, dass die Kommentare eben nicht von einer DuMont’schen-Verlags-IP-Adresse kamen sondern von verschiedenen „Roaming“-IP-Adressen eines klassischen was-man-so-zu-Hause-hat-DSL-Anschlusses waren.

      Man kann natürlich auch den Netztstromstecker ziehen, dann gibt’s überhaupt keine Gefahr mehr.

  5. Wieso glauben Sie, eigenntlich Vorgänge kommentieren zu müssen, die Sie nicht im Ansatz verstanden haben?

    <blockquote>»Ich habe Neven DuMont geschrieben, dass ich ihn in Verdacht habe, hinter dem Feuerwerk kritischer Kommentare bei mir im Blog zu stecken. Er bestritt dies. Dann fragte ich, ob es möglich ist, dass jemand anders Zugriff auf seinen Rechner hat. Er antwortete: „Es stimmt, dass auch noch andere Personen meine zwei Rechner benutzen, Computer-Sharing sozusagen.” Schließlich konfrontierte ich ihn damit, dass mit seiner E-Mail-Adresse und vermutlich von seinem Computer unter verschiedenen Namen eine Vielzahl von Kommentaren abgegeben wurden, ich darin einen Missbrauch der Kommentarfunktion sehe und das öffentlich dokumentieren möchte. Daraufhin schrieb mir Neven DuMont: „Eben habe ich erfahren, dass zwei Personen, die meine Rechner mitnutzen, anonyme Kommentare in Ihrem Blog verfasst haben.” Er fände es aber nicht gut, wenn ich das in der Öffentlichkeit klarstellen würde.
    […]
    Er habe sie, nachdem er sie „überführt” („Meedia”) hatte, darum gebeten, keine weiteren Einträge unter seiner Mailadresse zu veröffentlichen. Falls das stimmt, haben sich diese Personen nicht an seine Bitte gehalten: Auch nach meinen Mails an Neven DuMont und der angeblichen „Enttarnung” wurde noch wie zuvor kommentiert.
    […]
    Jemand, der sich als die Kinder von Neven DuMont ausgab, verfasste drei Kommentare („Ach wie schön, solange unser Papa aus dem Haus ist ”, „(…) Auweia, da kommt der Papa…”, „Ein Glück ist Papa direkt ins Bett gegangen. (…)”). «</blockquote>

    <i>Quelle: http://www.stefan-niggemeier.de/blog/eine-systematische-stoerung/</i&gt;

    [Offenlegung: Ich bin erster Gardeoffizier des internationalen Verwundertenbattalions der Stefan-Niggemeier-Claquere, Mitglied der anonymen Kommentatorenarmee, Speichellecker, Fanboy und Freund Niggemeiers.]

  6. Leider gibt es keine Beweise, die die These, dass es hier um eine reine Niggemeier-Kalkulationsaktion handelt. Die Fage wäre interessant, inwieweit Niggemeier Rücksicht halten muss auf sein Kommentiererfeld. Ich glaube, er muss nicht. Da sich alles online abgespielt hat, weiss ich nicht, wieso jetzt der Bebloggte alles dran setzen soll, die Angelegenheit ins Private zu verlagern, von diesem Männlichkeitsappell mal ganz zu schweigen.

  7. Die eigentliche Kinderkacke ist, dass die heiligen Johanns und Johannas von Klein-Bloggersdorf glauben, das was da bei Niggemeier in den Kommentaren abgegangen ist, sei normale Trollerei.
    Können wir bitte mal festhalten, dass dieser Konstantin einer der wichtigesten Medienmanager Deutschlands ist/werden sollte? Und dass er wahlweise total neben der Spur oder unverantwortlich leichtsinnig war?
    Ich finde es richtig, wichtig und vollkommen legitim, das aufzudecken. Am Ende ist das auch eine Machtfrage.
    (Btw: Die allenthalthalben geäußerte Furcht, jeder Kommentator, müsse sich jetzt inskünftig um seine Anonymität fürchten ist der größte Schwachsinn aller Zeiten. Neven DuMonat ist ein Sonder- und Einzelfall.)

    • JoSchaefers 29.10.2010 at 1:49

      @50hz KND mag auf Grund seiner exponierten Stellung ein Sonderfall sein, ein Einzelfall ist er nicht.

      Wir haben in bei Netzpolitik.org in den Kommentaren durchaus regelmäßig Astroturfer oder Spin-Azubis zu Besuch. Das sind (Nachwuchs-) Politiker oder ihre Mitarbeiter, die in der gefühlten Pseudo-/Anonymität entweder richtig vom Leder ziehen oder parteipolitische Lobhudelei betreiben.

      Und nun? Soll man die – für die Leser unerkannt – trollen lassen, oder ihre Identität offenlegen? Ich tendiere da, genau wie bei Sockenpuppen, die eine Debatte simulieren, ab einer gewissen Penetranz zur Offenlegung. Im Fall über den wir hier gerade reden, scheint mir diese Grenze _weit_ überschritten.

  8. „Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem andren zu“ … das ist ja wohl alles, was man zu diesem Niggemeier-DuMont-Thema sagen kann. Wer rumpubst, muss damit rechnen, dass der Angepupste sich wehrt und das dann eben auch auf seine ganz eigene Art. Das kann man gut finden, oder auch nicht – damit rechnen muss man aber. Und das wissen sicherlich sowohl DuMont als auch Herr Niggemeier. So!

    Ich persönlich frage mich ja, was jmd. dazu bringt, sich so in einem Blog zu verhalten, wie durch Niggemeier beschrieben …. Hat derjenigen nichts anderes zutun?

  9. das wirklich Paradoxe an dieser vermeintlichen Debatte ist ja, dass die Kombattanten alle in der Kommunikationsbranche arbeiten :)
    Ist aber ja nicht das erste Mal, dass gerade denen das Kommunizieren so schwer fällt. Ignorieren kann das Leben übrigens sehr erleichtern – oder mit Stromberg gesagt: Einfach mal locker durchs Höschen atmen.

  10. (Der Lumma liest noch die Artikel und die Kommentare, die er oben so heftig angekanzelt hat. Ma‘ kuck’n, wie lange er dafür noch braucht…)

    • @_SvenR pff. mir sind die details echt ziemlich schnuppe. man muß nicht einen schauprozess initiieren wegen irgendwelchen trolligen kommentaren. egal ob es um einen verlagserben geht oder nicht.

    • @NicoLumma »fest steht, daß hier ein faß aufgemacht wurde, um sich selber auf kosten eines anderen zu profilieren. das finde ich widerlich.« Sie haben hier ein Fass aufgemacht, um sich auf Niggemeiers Kosten zu profilieren. Sie unterstellen Ihm Bild-Stil, aber die Details sind Ihnen »echt ziemlich schnuppe«. Sie haben eine Meinung und Sendungsbewußtsein (das bei Niggemeier selbstverständlich bäh ist, bei Ihnen aber voll supi). Was braucht’s da noch Argumente.

      Sie sind widerlich.

    • @_SvenR lass es alles raus.

    • @NicoLumma Super Argument.

    • SaschaStoltenow 28.10.2010 at 15:54

      @_SvenR zwei Doofe, ein Gedanke, und das auch noch zeitgleich: Ich bin nicht allein ;-)

    • @_SvenR du findest mich widerlich, ich weiss nicht, wer du bist, abgesehen von deinem nick, warum soll ich dann mit dir noch argumente austauschen? eben.

    • andreaswollin 28.10.2010 at 16:00

      @NicoLumma @_SvenR „egal ob es um einen verlagserben geht oder nicht.“ – Ich glaube, dass das hier der springende Punkt ist. Denn ich finde das nicht egal, sondern ganz entscheidend. Hätte die (Roaming)-IP-Adresse zu einem Internetkaffee geführt, hätte SN das nicht initiiert.
      Aber das ist Ansichtssache. Heiner Geißler könnte auch hier nichs ausrichten.

    • SaschaStoltenow 28.10.2010 at 16:02

      @andreaswollin @NicoLumma @_SvenR Vorschlag zur Güte: Mensch und Rolle trennen, dann wird´s nicht ganz so persönlich.

    • @NicoLumma Wir können keine Argumente tauschen, Sie haben doch gar keine. Wollen Sie wissen, wer ich bin?

    • @_SvenR nö, ehrlich gesagt ist mir das nicht mehr so wichtig.

    • @NicoLumma Na, falls Sie mal ein Arguemnt finden, so zum Tauschen…?

    • @_SvenR lass es gut sein, auf diese Art der Diskussionsführung stehe ich nicht sonderlich. Dem anderen zu unterstellen, er habe kein Argument, sorgt nur dafür, daß eine Diskussion nicht weiter versachtlich wird. Du kannst gerne weiter trollen, aber dafür eignen sich andere Blogs ebenfalls vorzüglich. EOT.

    • @NicoLumma Ich überlege, ob ich mir nicht ein Sockenpuppentheater aufbaue und es dann hier mal ausprobiere, ist ja alles nicht so schlimm und am Ende bekomme ich noch ein Bier von Nico Lumma bezahlt…

  11. SaschaStoltenow 28.10.2010 at 15:53

    So, so, sich auf Kosten eines anderen zu profilieren, findet Nico Lumma widerlich. Was ist es denn dann, sich auf Kosten zweier anderer (KND und SN) zu profilieren?

    Aber eigentlich ist es nicht so arg, folgt man folgendem (systemischen) Vorschlag. Zur Bewertung trennen wir die psychischen Systeme (insbesondere den Mensch KND) von ihren professionellen Rollen, die wir wiederum ins Zentrum unserer Kritik stellen. Dann hat SN m.E. richtig gehandelt und KND hat sich derart unangemessen zu seiner verhalten, dass er sie zu Recht aufgeben muss (und das vielleicht auch wollte).

    Widerlich und unangemessen wären nun weitere Spekulationen bzw. Vermischungen von menschlichen Aspekten (auch und gerade in Bezug auf die jeweilige professionelle Rolle der Betiligten), weshalb meine Antwort auf die eingangs von mir gestellte Frage „widerlich hoch zwei“ lautet, aber ergänzt um folgenden Hinweis: „und zu tiefst menschlich verständlich“. Nicht nur, weil ich mich hier ebenfalls beteilige, sondern weil ich in diesem Vorgang eine Bestätigung dafür finde, dass uns das Web nicht verändert. sondern zeigt, wie wir sind.

  12. ChristophKappes 29.10.2010 at 11:11

    Nico, die Phase von „Ärger“ hatte ich auch. Die legt sich aber, weil erstens der entscheidende Sachverhalt ungeklärt ist (was ist die wahre Identität der Multiplen Sockenpuppen?) , zweitens ist auch der beste Medienjournalist nur ein Mensch (der durch Inhalt und Form der Kommentare gute Gründe hat, sich angegriffen zu fühlen, und sein limbisches System nicht ausschalten kann.) und drittens der mutmassliche Fall so abwegig ist, dass alle Leute die tollsten Prinzipien erfinden, damit sie den Fall einordnen und bewältigen können.
    Warte mal drei Tage :-)

  13. alrightokee 29.10.2010 at 11:19

    Es „wie Männer“ zu klären, bei einem Bier unter Ausschluss der zurecht interessierten Öffentlichkeit, die vorher (höchstwahrscheinlich) mutwillig getäuscht werden sollte, halte ich für „BILD-Stil“. Das riecht irgendwie nach Old-Boy-Netzwerk, einem Nichtangriffspakt auf hohem Niveau. Nach Exklusivität.
    Aber: Solche manipulativen, strategischen Aktionen (nehmen wir mal an, es waren nicht doch KNDs Kinder und betrunkene Sekretärinnen o.ä.) sind eben keine „Kinderkacke“ und Niggemeiers Blog kein Sandkasten (zumindest für viele Menschen nicht) und KND kein kleiner Junge (mehr) und ein bisschen Hände schütteln und Gefallen tun und Klappe halten und unter Männern ausmachen deswegen genau die Art von Unterdenteppichkehre, die gute Journalisten aufdecken sollten.

    • ChristophKappes 29.10.2010 at 11:28

      @alrightokee Wenn es die Kinder waren, ist es eben doch Kinderkacke und N. hat sein Blog selbst zum Sandkasten gemacht.

      Das ist doch das Problem: Einen unklaren bzw bestrittenen Sachverhalt kann man unendlich mit Prinzipien Pro und Contra diskutieren. Wenn KND der Urheber ist, kann SN mit Medienfunktion argumentieren, wenn es die Kinder oder seine Frau waren, dann wird die Hilfsargumentation „beängstigendes Organisationsdefizit“ doch ein bisschen läppisch. Und wenn da jemand im privaten Umfeld ein Problem hat, dann wird mit investigativem Journalismus etwas an die Öffentlichkeit geholt, was besser privat geblieben wäre.

    • alrightokee 29.10.2010 at 14:31

      @ChristophKappes
      Jetzt ist grad mein Browser mit meiner längeren Antwort abgestürzt, vermutlich steckt ein Medienmanager dahinter!

      Deswegen die Kurzversion: Eine Plattform wird missbraucht (SNs Blog bzw. die Kommentarfunktion), ihr Betreiber will seine Leser über die Manipulationsversuche informieren (ich als Leser würde das auch einfordern), geht in seiner Interpretation in einem brisanten Kontext weit (das ist sein Job und da konnte er wohl nicht aus seiner Haut), aber nicht weiter als die Öffentlichkeit bzw. jeder vernünftige Mensch auch von selber gedacht hätte.
      Was hat SN jetzt genau falsch gemacht?