RockMelt – ist das alles?

Nico —  8.11.2010


Wenn Marc Andreesen in einen neuen Browser investiert, der noch dazu einen massiven Anspruch im SInne von RockMelt – Your Browser. Re-imagined. definiert, dann lohnt es sich, das Produkt einmal zu testen.

Der Browser RockMelt ist sehr social. Das fängt schon damit an, daß man für die Einladung zum Beta-Test keine Email-Adresse irgendwo eingeben muß, sondern über Facebook-Connect Rockmelt über das Interesse am Beta-Test informiert. Direkt nach dem Launch des Browser kommt dann zu allererst auch der Hinweis, daß der Browser versucht, sich bei Facebook anzumelden und dann auch eine ellenlange Liste von Freigaben vom User erwartet. Danach sieht man einen Browser, der auf Chromium basiert und eben ein Stück wie Google Chrome aussieht. Links in einer Seitenleiste werden die Facebook-Freunde eingeblendet, die gerade ein Status-Update gepostet haben und auf der rechten Seite kann man neben Facebook auch noch andere Dienste wie Twitter konfigurieren und hat diese dann im direkten Zugriff. Des Weiteren gibt es einen Share-Button oben neben der URL-Zeile des Browsers und eine Suchbox, die eine Voransicht des Gesuchten anzeigt.

Ich war ehrlich gesagt underwhelmed. Ich habe eh immer je ein Tab für Twitter und Facebook auf, da hat jetzt die neue Anordnung für mich keine größeren, bzw. sofort ersichtlichen Vorteile. Irgendwie hatte ich gedacht, man kann mehr machen also nur leichter mit Facebook-Freunden zu chatten, was wirklich nett funktioniert, oder eben Links sharen. Für mich stellt sich die User-Experience als eher anstrengend da, denn während der normalen Benutzung sieht man ständig irgendwelche Icons, die auf Updates hinweisen.

Ist ja noch Beta, ich freue mich auf die nächsten Releases. Insbesondere für Social Commerce könnten Browser wie RockMelt sehr spannend werden, aber da sind die Entwickler von RockMelt noch lange nicht.

5 responses to RockMelt – ist das alles?

  1. davidnoel 8.11.2010 at 13:27

    Hast du invites? Hab mich zwar connected aber noch nichts bekommen.

    Bin gespannt wie sich das entwickelt, irgendwie erinnert mich das an den anderen „social browser“ Flock, der auf FF basierte.

  2. erster Eindruck auch bei mir: unübersichtlich und merkwürdig und ohne echten Mehrwert. Immerhin – nachdem Flock nun auch auf Chrome umgezogen ist (da mochte ich die Foto-Upload und die Bloggingfunktion immer), scheint das ja die Plattform für Browserexperimente zu sein, ganz passend, wo ich den auch gerade im Regelbetrieb ausprobiere. Aber bisher muss ich dir tatsächlich zustimmen, sorry :)

  3. underwhelmed, sharen, User-Experience, Releases, Social Commerce… Ich schenke Dir einen Duden.

    • NicoLumma 8.11.2010 at 17:30

      @Sachar ach, was soll ich denn damit? :)

    • @NicoLumma Im Zweifel Deine nervigen Mitarbeiter schlagen… Oder Kunden, wenn Du Dir nicht anders zu helfen weißt.