Take Ivy – Die Bibel des Preppy-Style

Lange schon fasziniert mich der amerikanische Preppy-Style, auch wenn ich selber eher amerikanische Fashion-Klassiker wie Jeans, Khakis, Sweatshirts oder Rugbyshirts trage. Mit Take Ivy ist jetzt ein wundervolles Buch wieder aufgelegt worden, das 1965 in Japan erschienen ist und dort dem Preppy-Style zu ziemlicher Beliebtheit verholfen haben soll. Take Ivy blickt auf den Preppy- oder Ivy-Style und gibt gewissermaßen eine Einführung in das Thema aus japanischer Sicht.

Das Buch ist faszinierend aus zwei Gründen:
1. Farb- und Schwarzweiss-Fotos zeigen das College-Leben auf den Campus der Ivy-League Colleges in der Mitte der 60er Jahre, immer jedoch mit einem Augenmerk auf Fashion und Style. Die Fotos sind oft ordentlich grobkörnig und sehen aus wie richtige Snapshots von Leuten, die gar nicht merken, daß sie fotographiert werden.

2. Der Autor beobachtet mit einer gehörigen Distanz das bunte Treiben der Studenten und schreibt in einem eher nüchternd wirken wollenden Stil Sätze wie „A student wearing a football jersey top, a pair of cutoff shorts, and leather sandals. A typical example of uncouth style“ oder „In order to entirely understand the spirit of ‚Ivy,‘ you must appreciate and master all aspects of American East Coast culture.“ Meinen Lieblingssatz konnte ich allerdings im Abschnitt College Life unter der Überschrift „Play hard…“ finden: „When with male friends, male students may go on drinking sprees, which although usually tempered, sometimes involve the students bingeing to the point of unconsciousness.“

Ich habe nie an einem Ivy League College studiert, aber Take Ivy kann einen ziemlich guten Eindruck davon vermitteln, wie das Studium und vor allem das gesellschaftliche Leben an einer Elite-Uni an der amerikanischen Ostküste ausgesehen hat.