Social Media hat viele Facetten

Sachar Kriwoj hat sich mit dem Thema Social Media auseinandergesetzt und in seinem Artikel Don’t call it Social Media die derzeitige Entwicklung und insbesondere die Fokussierung auf Reichweite kritisiert:

Social Media – das ist für mich eine angenehme, authentische, unverkrampfte, direkte, schnelle, zuvorkommende, dialogische und menschliche Art der Kommunikation. Ob sie auf facebook, bei twitter, in Blogs oder Foren, vielleicht sogar analog im Café stattfindet, ist unerheblich. Wichtig ist, dass man zuhört, Bedürfnisse erkennt, Bedürfnisse befriedigt, das Unternehmen, für das man arbeitet, ordentlich vertritt, einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet, indem man hilft, fragt, antwortet und überzeugt. Das ist für mich Social Media.

Sachar spricht da einen wichtigen Punkt an, aber dennoch verstehe ich seine Erwartungshaltung nicht ganz.

Social Media ist eine Querschnittsdisziplin. Unternehmenskommunikation, Marketing, aber auch Support, Produktmanagement oder HR können Social Media nutzen. In Abhängigkeit von den Zielen, die ein Unternehmen für das Social Media Engagement definiert, werden dann die unterschiedlichen Aspekte von Social Media entsprechend gewichtet. Für ein Unternehmen mag es relevant sein, möglichst viele Insights über die Kunden zu gewinnen, ein anderes Unternehmen will zusammen mit den Kunden die Produkte verbessern, während ein weiteres Unternehmen einfach nur zur Kenntnis nimmt, daß Facebook eine enorme Reichweite hat und daher dort seine Produkte verkaufen will, und wiederum ein anderes Unternehmen will ganz dialogisch mit den Kunden über die das Unternehmen, die Marke oder die Produkte diskutieren und verspricht sich davon für die tägliche Arbeit Vorteile.

Das sind alles valide Herangehensweisen an das Thema Social Media. Nimmt man nun noch den Blickwinkel der Nutzer ein, so stellt man fest, daß nicht immer der Dialog im Vordergrund steht. Nutzer haben Spaß an Gewinnspielen und an Discounts, wollen oftmals einfach auch die Produkte erwerben können und suchen gerne auch den Dialog, helfen mit bei der Produktentwicklung, und so weiter. Je nach Unternehmen, Marke und Produkt sind die jeweiligen Vorlieben der Nutzer unterschiedlich ausgeprägt.

Nimmt man diese simple Erkenntnis als Grundlage für die Auseinandersetzung mit Social Media, so muß man einfach feststellen, daß Social Media viele Facetten hat und die unterschiedlichen Herangehensweisen das eigentlich Charmante an Social Media sind. Nicht für jedes Unternehmen passt der Dialog, nicht für jeden Nutzer ist es wichtig, mit einem Unternehmen über Produkte zu reden, da kann Interaktion anders aussehen und ganz oft ist einfach die Transaktion im Vordergrund.

Natürlich gibt es mehr als nur Facebook, aber natürlich kommt es auch auf die Reichweite an. Blogs machen ganz oft viel Sinn, aber sie sind nicht das Allheilmittel für alle Branchen. Die Ziele des Unternehmens in Verbindung mit den Erwartungen der Nutzer sollten das Engagement im Social Media Bereich leiten, daraus lassen sich dann ein ROI ableiten, eine gewünschte Reichweite definieren und Interaktionen planen.

Muß man selber auf Facebook sein, twittern und bloggen, um diese Erkenntnis zu erlangen? Nein, nicht unbedingt. Aber es hilft. Es spricht aber nichts dagegen, Social Media lediglich als ein Lieferant für Reichweite für eine Kampagne anzusehen. Man könnte so viel mehr machen, aber das ist nicht immer gewünscht, oder gar möglich, vielleicht wird es auch nicht erkannt. Social Media hat viele Facetten. Willkommen in der Normalität.

TIE-Fighter Angriff über Hamburg

Das war ein Schreck kurz nach dem Mittagessen heute, als am Michel vorbei ein TIE-Fighter Angriff über Hamburg startete, aber ich konnte schnell meinen Posten am Sandtorkai beziehen und die erste Angriffswelle erfolgreich stoppen.

Falcon Gunner, das erste Star Wars Spiel fürs iPhone mit Augmented Reality. Star Wars Arcade: Falcon Gunner - THQ Wireless Inc.

Mary Meeker erläutert die Internet Trends

Zum 7. Mal taucht Mary Meeker von Morgan Stanley tief in die vorhandenen Zahlen ein und erläutert ihre Interpretation der Internet Trends. Absolut sehenswerte 18 Minuten, die man unbedingt sehen sollte, wenn man Interesse an Internet und Business hat.

Zum Nachlesen gibt es auch die Internet Trends Presentation.

[ via: Internet Trends: Web 2.0 Summit 2010 – Co-produced by UBM TechWeb & O’Reilly Conferences ]