Neu: Der Apple Mac App Gelddruck Store

Nico —  5.01.2011

Vor ein paar Wochen wurde Mac App Store angekündigt und am 6. Januar soll der Mac App Store dann live gehen. Nach der Einführung des iTunes Music Stores, der erstmalig das Kaufen von Musik brachial vereinfacht hat und dem App Store Konzept für iPhone und iPad wird jetzt mit dem Mac App Store die Art und Weise revolutioniert, wie man auf herkömmlichen Desktop Computern mit Programmen umgeht.

Endlich.

Das Installieren von Software ist zwar jetzt schon auf dem Mac sehr einfach, aber dennoch ist es eine große Hürde, im Netz nach Programmen zu recherchieren und diese dann zu installieren. Unterschiedliche Installations-Programme, unterschiedliche Billingsysteme und auch völlig unterschiedliche Update-Mechanismen sorgen dafür, daß neue Software auf dem Desktop für viele Anwender immer noch eine Herausforderung darstellen.

Und nun kommt Apple daher und vereinfacht alles. Ein App-Store, ein Billingsystem, ein Update-Mechanismus. Einfach mal etwas installieren ist ein No-Brainer geworden. Developer können vom Traffic des Stores profitieren und ihre Apps dort verkaufen. Kunden werden keine Kompatibilitätsprobleme haben, können sich auf Qualitätskriterien verlassen und sicher Produkte kaufen. Der Mac App Store ist ein weiterer Bestandteil des Ökosystems von Apple.

Natürlich hat Apple damit einen weiteren, riesigen Hebel gefunden, um das App-Thema zu dominieren. Neben den Vorteilen für den Nutzer und den Developer profitiert vor allem Apple. Mit dem üblichen 70/30-Share hat Apple eine weitere Gelddruckmaschine gefunden. Irre, wie Apple es wieder schafft, als Heilsbringer dazustehen, indem eine Neuerung eingeführt wird, die Nutzern das Leben erleichtert, Entwicklern von Programmen den Abverkauf erleichtert und dabei vor allem Apple nützt.

11 responses to Neu: Der Apple Mac App Gelddruck Store

  1. signifikanten 5.01.2011 at 23:32

    Ein Installationsmechanismus mit gleichzeitiger Updatefunktion? DPKG? Aptitude? Nö, irgendwie habe ich da grad noch gar keine Bock drauf.

    • NicoLumma 5.01.2011 at 23:42

      @signifikanten ja, aber neuerdings ohne komplexität :)

    • ChristianSoeder 5.01.2011 at 23:46

      @NicoLumma @signifikanten Nico, von Linux hast Du keine Ahnung, oder? :)

    • signifikanten 5.01.2011 at 23:50

      @NicoLumma mal ehrlich, ich weiß echt nicht, was an synaptic oder ähnlichem komplex sein soll. im gegenteil, es ist wesentlich simpler. mal sehen, ob sich dem app-store einfach so andere quellen hinzufügen lassen wie apt.

      ansonsten magst du recht haben, eine gelddruckmaschine, oder wie es techcrunch beliebt: mission cd-vernichtung …

  2. DirkWeber 6.01.2011 at 0:54

    Endlich? Hab heut 15 minuten gefummel gehabt um meine paar (gratis) Apps auf einen neuen Computer zu registrieren damit ich sie anschließend auf meinem iPhone installieren durfte. Früher gabs da mal sowas wie Drag & Drop. Wenn das jetzt Normalzustand wird („Ihr Computer ist nicht aktiviert…“) wars das, die Wiesen in Ubuntuland werden immer grüner. Zum Arbeiten brauch ich nen Computer, keine Konsole.
    Er hier bringts auf den Punkt: http://www.bit-101.com/blog/?p=2878

  3. TobiasHieb 6.01.2011 at 0:57

    Ich denke Apple geht es nicht darum noch weitere X hundert Millionen USD mehr durch den Mac App Store zu verdienen. Es geht Apple darum nun einen engeren Draht zu den Entwicklern zu haben und vorallem die Client-Apps „kontrollieren“ zu können. In der kommenden Version von Mac OS X ist erkennbar, dass das Mac Betriebssystem immer mehr Züge von iOS annimmt. Ich bin persönlich der Meinung, dass Mac OS X ist ein paar Jahren überhaupt nicht mehr existiert und durch iOS ersetzt wird. Quasi als Abbild zu Chrome OS. Alles wird schlanker, der Fokus liegt auf Apps und vieles wandert in die Cloud. Und damit Apple diesen Weg der Transformation kraftvoll gehen kann, bedarf es einem engen Kontakt zu den Entwicklern. Irgendwann wird Apple neue APIs aufmachen, die dann z.B. direkt Cloud-Services ermöglichen, neue UI-Elemente bereitstellen und somit Schritt für Schritt die Mac-Developer Gemeinde in das neue Mac OS führen. Was denkst Du Nico?

  4. @TobiasHieb:

    Meine Diagnose: Stockholm-Sysndrom im Endstadium.
    Das tut ja beim lesen weh! Großes, tolles, Super-Apple!

    Als ginge es diesem Konzern nicht hauptsächlich darum so viel Geld wie möglich zu verdienen.. Klar, natürlich möchte Apple, dass Nutzer und Entwickler glauben es ginge ihnen um „die Sache“. *rolleyes*

    Grüße,
    jemand der Linux Mint benutzt.

    • TobiasHieb 6.01.2011 at 1:09

      @Edward Jaja… Und jetzt kommt gleich „das Wissen der Welt gehört der Welt – Blah Blah“ ;) Natürlich ist Apple auf seinen eigenen Profit aus. Der Mac-App-Store ist ein genialer Schachzug von Apple. Usern ermöglicht es mehr Komfort bei der Suche von Apps, Developer vertreiben ihre Apps zentral und unkompliziert, Apple verdient Geld und gibt den Developern ein SDK mit an die Hand was wiederrum dafür sorgt, dass Apple noch besser die Evolution des OS beeinflussen kann. Apple ist einfach der „Ross Brown“ der Softwareindustrie ;)

  5. Ich hoffe wirklich, dass mit Lion der iPad und iPhone AppStore auch aus iTunes fliegt. Die ganze Synchronisation sollte in einem Synchronisations-Center gemacht werden. Da Apps, Termine und Kontakte nichts mit Medien zu tun haben, die mit iTunes „abgespielt“ werden können.

  6. ChristianLupp 7.01.2011 at 10:04

    Ich verstehe den Ärger von Euch nicht:
    Der AppStore stellt keine Konkurrenz zu Paketverwaltungssystemen wie apt oder dem Mac-Pendant macports für Unix/Linux-Tools dar.
    Der AppStore ist vielmehr die Konkurrenz zu bestehenden Distributionswegen für kommerzielle Software. Online-Anbieter wie Digital River oder Distributoren wie Amazon oder auch der Apple-Händler um die Ecke, bei dem man bisher seine iWorks-Lizenz, Parallels oder MS Office gekauft hat … diese Player bekommen mit dem AppStore herbe Konkurrenz. Und diese Distributoren haben auch ihre Margen haben wollen.
    Aus Sicht eines App-Developers finde ich den Mac AppStore durchweg positiv:
    – Einfache Billing- und Distributionslösung mit vertretbarem Revenue-Share,
    – Keine Distributionskosten als App-Developer,
    – Einfache Installation beim Kunden,
    – Einfacher Update-Mechanismus,
    – Zusammenführen der iOS- und Mac-Entwicklertools und der Entwickler-Communities.

    … dass man noch vieles optimieren kann und muss ist auch klar.

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  1. Der Mac App Store | agenturblog.de - 6.01.2011

    […] sich der Mac App Store entwickelt. Bei all der gerechtfertigten Kritik bleibt er natürlich ein ideales Vehikel um den Nutzern den Prozess des Installierens und Aktualisierens von Software zu erleichtern. Und […]