Selbstdarstellung vs. Reportage

Nico —  31.01.2011 — 223 Comments

Richard Gutjahr, bislang aufgefallen durch ein ausgeprägtes Dasein als Apple Fanboy und eine kritische Berichterstattung zum WeTab, ist jetzt Unterwegs nach Kairo. Auf Twitter wird der geneigte Leser sehr immer wieder mit Updates von seiner Reise versorgt, man kann Bilder sehen und Zustandsbeschreibungen aus Ägypten lesen.

Mich erinnert das sehr stark an Richards Berichterstattung über das Schlangestehen für den iPad. Auch da hat Richard sich auf ein Thema gestürzt, das viel Aufmerksamkeit garantierte und er hat sich dementsprechend inszeniert.

Twitter-Meldungen wie I’m live on Ustream! Check out my show wirken noch zusätzlich als ob jemand bewusst in ein Krisengebiet fliegt, um sicherzustellen, daß er dort stattfindet. Richard will die Story “Todesmutiger Blogger und Reporter fliegt nach Ägypten, um live und ungefiltert zu berichten” schreiben und von der Aufmerksamkeit profitieren.

Derzeit 338 Retweets zeigen deutlich, wie sehr die deutschen Twitter-Nutzer auf diese Inszenierung aufspringen, getrost des guten alten Mottos “unreflektiert Retweeten geht am schnellsten” – die Menge jubelt und der Held berichtet live. Einen Mehrwert kann ich bislang bei seiner Berichterstattung allerdings nicht erkennen, zu präsent sind die Bilder der Unruhen, die von vielen, vielen Ägyptern ins Netz gestellt werden.

Ich hoffe, Richard Gutjahr kommt heil wieder nach Hause, es wäre unschön, wenn aus seinem Hang zur Selbstinszenierung gefährliche Situationen resultieren würden.

223 responses to Selbstdarstellung vs. Reportage

  1. waldorfpatriot 31.01.2011 at 11:03

    :-) treffendes Kommentar. Richard hat aber schon jetzt einen interessanten Einblick gegeben, was ich ihm zu gute halte. Ich finde es ein unterstützenswertes Projekt.

  2. Danke Nico für diese treffende Analyse. Denselben faden Beigeschmack habe auch ich gespürt und bin froh, dass ich damit nicht alleine bin.

  3. ThomasGigold 31.01.2011 at 11:11

    Ich schwanke extrem zwischen “Gut!” und “Muss das sein?”, habe mir noch keine wirkliche Meinung gebildet .. Was ich denke: Als damals die ersten freien “embedded journalists” auf eigene Faust in den Irak oder nach Afghanistan gingen und um Spenden baten, jubelte auch jeder ob der freien, neutralen Berichterstattung. Wenn jetzt jmd. nach Ägypten geht unterstellt man ihm einen Profilierungsversuch. Wie gesagt: Ich weiß selbst nicht so recht, ob es wirklich ein kalkulierter oder neugierer Zug von Richard ist – das wirklich einzuschätzen steht wahrscheinlich nur jmd. zu, der ihn besser kennt.

    • @ThomasGigold ja, so gut kenne ich richard nicht, das stimmt. wir werden sehen, wie es in ägypten weitergeht.

    • JoSchaefers 31.01.2011 at 17:49

      @ThomasGigold Es ist ja nicht einfach nur “jmd.”, sondern jmd. der bisher vor allem durch PR-Stunts in eigener Sache aufgefallen ist (und eher weniger durch fundierte Berichterstattung).

      Krisen- bzw. Kriegsberichterstattung ist sicher kein leichter Job, vor allem aber ist die Situation da unter eine denkbar lausige Projektionsfläche für selbstherrliche Web2.0-Kaspereien. Mir wäre jedenfalls sichtlich wohler, dort unten Kollegen zu sehen, die ihre Arbeit einfach machen und nicht inszenieren.

    • ChristophKappes 31.01.2011 at 18:13

      @JoSchaefers

    • ChristophKappes 31.01.2011 at 18:14

      Mein Kommentar zur Formulierung “Web-2.0-Kaspereien” ist vom System hier verschluckt worden, aber das ist im Nachhinein betrachtet auch ganz gut so :-)

    • MartinaPickhardt 31.01.2011 at 18:42

      @JoSchaefers Durch “PR-Stunts in eigener Sache” sind mir übrigens alle hier Anwesenden aufgefallen.

    • JoSchaefers 31.01.2011 at 19:02

      @MartinaPickhardt Ja? Mir eigentlich nicht. Vielleicht eine Wahrnehmungsverschiebung unter Tweeteinfluss? Ist ansonsten aber auch ein ziemliches nulliges Argument. Würde die Kritik anonym geäussert, wäre es ja auch nicht recht.

      Da schreibe ich lieber unter meinem realen Namen. Ich bin ja nicht hier, um Freunde zu finden oder meine Marke zu schärfen.

    • MartinaPickhardt 31.01.2011 at 19:21

      @JoSchaefers was hat denn das jetzt mit Realnamen zu tun? Du bloggst und schreibst nicht, um zusätzlich nicht auch Deine Marke zu schärfen? Ich lach mich tot. Ich dachte, Du verdienst Geld damit?

    • JoSchaefers 31.01.2011 at 19:36

      @MartinaPickhardt <blockquote>Du bloggst und schreibst nicht, um zusätzlich nicht auch Deine Marke zu schärfen</blockquote> Genau. Klingt komisch, ist aber so.

      <blockquote>Ich lach mich tot</blockquote> Aber bitte nicht wegen mir.

      <blockquote>Ich dachte, Du verdienst Geld damit?</blockquote> Ja, mit Inhalten, nicht mit Selbstdarstellung. Ich muss meinen Namen auch nicht (mehr) in der Zeitung/im Netz lesen, so eitel bin ich nicht. Eigentlich steht der da nur, damit die Leute wissen, über wen sie sich im Zweifel aufregen können.

    • JoSchaefers 31.01.2011 at 19:39

      @MartinaPickhardt Achso, und die Realnamen. Gibt ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder, man kommentiert Nicos Posting/Gutjahrs Trip anonym (Dann kommt fix der Vorwurf des anonymen Bashings) – oder eben mit Realnamen (dann ist es, zumindest für dich, PR in eigener Sache).

    • @MartinaPickhardt Um Gottes Willen! Alles Altruisten? Außer Gutjahr? Oder Heuchler?

      @JoSchaefers Glückwunsch, dass bereits du zu so einer Größe aufgestiegen bist! Gutjahr ist vielleicht noch nicht so weit, dass sein Name nur noch ehrfurchtsvoll geflüstert wird und braucht noch ein bisschen Inszenierung, um so bekannt und erfolgreich zu werden.

      Dass ein Journalist die Öffentlichkeit sucht, ist nun irgendwie nicht vollkommen unlogisch. Aber das ist ihm auch mit dieser Unterstützung nun sicher wunderbar gelungen.

    • MartinaPickhardt 31.01.2011 at 19:58

      @JoSchaefers für Dich scheint PR in eigener Sache ja Teufelswerk zu sein. Ich will mit meinem Kommentar eigentlich sagen: Ohne Eure Tweets und Blogsposts würde ich keinen der hier Anwesenden kennen. Vielleicht hätte ich einen Ironiebutton dranmachen sollen.

  4. Hm, gleiches könnte ich dir jetzt auch vorwerfen – den hype mitnehmen indem man früh Kritik abfeuert – denn es wird schon Aufmerksamkeit bekommen.

    Wie wäre es , wenn wir erstmal abwarten wie seine Berichterstattung wirklich wird? Er ist gestern Abend dort hin geflogen, ist es da nicht etwas früh für Kritik?
    Und warum wollen wir ihm nicht die Chance geben sich als “Nicht-Tech-Blogger” zu beweisen?

    Danach – da kann man gerne über Kritik nachdenken….

    • @domlen ja, der einwand ist berechtigt. andererseits ist mir das gestern abend sauer aufgestoßen und ich habe immerhin noch etwas gewartet :)

    • ThomasPfeiffer 31.01.2011 at 12:27

      @NicoLumma @domlen Dir ist das sauer aufgestoßen? Ist Dein Beitrag also ein Rülpser?

  5. Eine Reise nach Kairo z.Zt. als “Inszenierung” darzustellen find ich etwas daneben! Jeder Journalist ist selbstverständlich zu jeder Zeit auf der Suche nach Aufmerksamkeit und der perfekten Story, das liegt in der Natur des Berufes.
    Inszenieren sich andere Journalisten deiner Meinung nach auch alle in Kairo?

    Jeder bekommt die Aufmerksamkeit, die er verdient.

  6. Ich vergas: “I’m live on ustream…” ist meines Wissens nach die Standard-Meldung von Ustream und nicht selbst verfasst.

  7. Ich lese hier nur eine missgünstige Unterstellung. Ziemlich ekelhaft.

  8. ThomasPfeiffer 31.01.2011 at 12:28

    Nico vergisst, dass Richard Gutjahr auch Journalist ist.
    Es ist die Aufgabe eines Journalisten, dorthin zu gehen, wo etwas passiert.

  9. SaschaStoltenow 31.01.2011 at 12:30

    Für einen Journalisten, der u.a. in Tel Aviv lebt und sich mit der Bedeutung des Internets befasst, kann ich mir derzeit kaum einen besser geeigneten Ort als Kairo vorstellen. Die Frage bleibt, ob Deine Kritik Vodafone-Propaganda oder einfach nur Neid ist.

  10. rainerSpunkt 31.01.2011 at 12:31

    Unabhängige Journalisten vor Ort finde ich dringend notwendig und den Bericht im Blog durchaus interessant weil authentisch. Den leichten Hang zu Selbstinszenierung kann ich ihm da verzeihen; der Vorwurf träfe im Übrigen auf viele andere auch zu.

    Ihn wegen seiner Apple-Geschichten thematisch festnageln und für andere Bereiche als ungeeignet hinzustellen, ist schon reichlich mutig. Soweit ich weiß, hat er das jounalistische Rüstzeug durchaus im Gepäck.

  11. Hmmm. Kann die Verärgerung (oder Missgunst?) nicht so ganz verstehen. Was ist Besonderes oder gar Verwerfliches daran, wenn ein Journalist (als der sich Richard Gutjahr in erster Linie versteht) an den Ort des Geschehens reist?

    Dass er als jemand, der sich vor allem über seinen eigenen Namen verkauft, ein Interesse an Selbstdarstellung bzw. der Prägung einer eigenen Marke hat, ergibt sich aus den Notwendigkeiten des Geschäfts und ist m.E. durchaus nichts Ehrenrühriges. Ich denke, man sollte fairerweise erst einmal abwarten, was an Output auf dieser Reise entsteht, bevor man urteilt. Bis jetzt unterscheidet sich das, was ich von ihm lesen konnte, nicht deutlich von einem Bericht, wie ich ihn auch in einer Tages- oder Wochenzeitung erwarten würde – auch nicht hinsichtlich Betonung des “Ich-Faktors” :)

    • JoSchaefers 31.01.2011 at 18:06

      @MarkusBreuer Möglicherweise haben wir ein grundsätzliches unterschiedliches Bild von Journalismus, aber wer als Journalist in eine Krisenregion reist, um weböffentlich sein Markenprofil zu schärfen, sollte ggf. doch über eine berufliche Neuorientierung nachdenken. Clownskostüme sind derzeit saisonbedingt ja recht günstig zu haben.

      Ich würde die ganz Geschichte vielleicht auch weniger skeptisch sehen, wenn der geschätzte “Kollege” in der Vergangenheit nicht bereits einschlägig auffällig geworden wäre. Presenter? Gerne. Moderator? Von mir aus auch das. Aber Journalist in einem Krisengebiet? Was kommt als nächstes? Sarah Knappik übernimmt die Pressearbeit im Verteidigungsministerium?

      Ich glaube, das allerletzte, was die Ägypter (und imo auch social media) gerade brauchen, sind eigens eingeflogene Krisentouristen, die da unter mit einem iPhone twittpickend durch das Chaos springen.

  12. denniswisnia 31.01.2011 at 12:55

    Ich weiss nicht was daran verwerflich sein soll. Wenn er es also Ego-Feldzug nimmt um Aufmerksamkeit zu bekommen dann sei es ihm gegönnt. Ich denke dass wenn jemand wirklich dorthin fliegt und uns wirklich auf guter neutraler Weise auf dem laufenden hält, dann sei ihm der Rum gegönnt.

    Aber Neid und so gibt es ja immer…

  13. OlafKolbrueck 31.01.2011 at 12:58

    Ach komm, wenn er auf die Art zu Olaf Scholz anreisen würde, würde die Bewertung doch anders ausfallen. ;-)

  14. jenshoffmann 31.01.2011 at 13:03

    Was verursacht eigentlich das schlechte Bauchgefühl zu Gutjahrs Aktion, das Du hier äußerst? Mir wird das aus dem Post nicht klar. Ist es, dass jetzt jemand über etwas berichten möchte, was bislang nicht zu seinen wahrgenommenen Kernkompetenzen gehört. Oder ist es die Tatsache, das Gutjahr das selber entscheidet und vermarktet, anstatt geschickt und damit autorisiert zu sein?

    Im ersten Fall halte ich das für einen Findungs- und Diskussionsprozess, der im Rahmen der sich verändernden Informations- und Medienlandschaft notwendig ist. Offensichtlich besteht noch keine klare Einschätzung, wann wir jemandem Autorität zubilligen. Anscheinend tun wir das nur, wenn ein Berichterstatter entweder durch Ausbildung, Vita oder Ernennung, sich als formale Autorität identifizieren lässt (Eigenschaft Exoerte) oder wenn er durch persönliche Betroffenheit (Eigenschaft: Ägypter ) automatisch zur Stellungnahme qualifiziert ist. Der dritte Weg, der durch den “Kult des Amateurs” möglich wird, nämlich sich einem Thema ohne die Befangenheit eines Profis zu nähern und sich damit auseinanderzusetzen. Dies aber mit einem größeren und hoffentlich sachlicherem Abstand als es einem direkt Betroffenem möglich wäre. Hier scheinen wir uns mit der Akzeptanz schwer zu tun und neigen zu vorschnellen Disqualifikationen anstatt interessiert zu beobachten, was daraus wird und ob es nicht wirklich eine Bereicherung sein könnte.

    Im zweiten Fall sehe ich keinen Unterschied zu professionellen Journalisten, die ihre Berichterstattung auch nicht ausschließlich aufgrund ihrer persönlichen Überzeugung, sondern in der Regel gegen Gehalt und weiterführende Vermarktungsoptionen, erbringen.

    Insofern plädiere ich für mehr Offenheit und spätere Analyse.

  15. Baetschman_de 31.01.2011 at 13:07

    Finde den Beitrag als Denkanstoss sehr wichtig. Jedoch muss ich hier wiedersprechen. Gerade als Blogger und freier Journliast ist ja geradezu dazu verdammt für sich selber und seine Person als Marke “Werbung” und “Imagepflege” zu betreiben. Während angestellt Journalisten ihre Beiträge durch die Zeitung und die hauseigene Werbung an den Kunden bringen, muss ein freier Journalist ständig um Aufmerksamnkeit kämpfen. Und auch ein Journalist muss wirtschaftlich Denken. Richard Gutjahr sucht sich seine “Geschichten” und Reportagen selber und investiert hierfür Geld (Flug, Hotel etc.). Um seine Marke noch etwas bekannter zu machen betreibt er PR über Twitter (“Ich fahre nach Ägypten”).
    Meiner Meinung ist das vollkommen in Ordnung. Wie immer macht es die Wortwahl. Würde er schreiben “Ich der Held fahre nach Ägypten”, würde die Sache wieder anders aussehen. Ich denke wir sollten abwarten, wie seine Berichte aussehen. Erst dann kann ein endgültiges Urteil gefällt werden.

    Allerdings sehe ich diesen Gedanken als richtungsweisend. Wieviel Eigenwerbung darf ein Blogger und freier Journalist für sich selber machen? Kommentatoren wie Sixtus (siehe weiter unten) kennt fast jeder im deutschsprachigen Internet. Richard Gutjahr ist auch ein bekannter Name. Wie sieht es jedoch mit dem Nachwuchs aus. Ab wann ist zuviel Eigenwerbung zuviel?

    P.S.: Selbstverständlich wünsche ich für Richard Gutjahr und alle anderen Journalisten, dass ihre Arbeit den Umständen entsprechend sicher verläuft.

  16. Ich habe deinen Text mittlerweile drei Mal gelesen. Und ich habe immer noch nicht verstanden, was dein Problem ist.

    • SaschaStoltenow 31.01.2011 at 13:25

      @videopunk er selbst ist das Problem. Deshalb bloggen wir ja, weil wir immer selbst das Problem sind ;-)

  17. konterkariert 31.01.2011 at 13:25

    Die Berichterstattung auf Al Jazeera habe ich mehrere Tage stundenlang angesehen und habe dann gestern die Tweets von Richard Gutjahr entdeckt und gelesen.

    Ich fühle es genauso wie Nico. Ich habe bei der Wortwahl von Gutjahr den Eindruck bekommen, da fliegt jemand in ein Kriegsgebiet, weil da gerade eine coole Revolution stattfindet. Ein Event bei dem man live dabei sein muss. Dabei geht sein Fokus von ihm auf das Geschehen, nicht umgekehrt.

    Seine unreflektierten Tweets haben bei mir nicht das Gefühl erweckt, dass jmd. sich bewußt ist, wohin er da fliegt. So als ob Paris Hilton im Jet nach Kairo düst. Und sie ist diejenige die uns stolz von allem berichtet kann. Hier ein Auszug aus seinen ersten Tweets:

    “Wg. der Sperrstunde werde ich” … “Hab mich mit Reporterin” … “Melde mich für heute …”

    Was mich am meisten aufgeregt hat ist dieser Tweet:
    “Internet ist tot. Mobilnetze gibt es drei. Ich wähle… NICHT Vodafone. #prinzipien”
    http://twitter.com/gutjahr/status/31820601584787456

    Da fliegt jmd. in ein Kriegsgebiet und als wichtigste Mitteilung erfahren wir, für welche Mobilfunkanbieter er sich persönlich begeistert oder auch nicht… so etwas gehört da einfach nicht in diesen Kontext. Punkt. Das ist keine Spaßveranstaltung wo das WLAN gerade ausgefallen ist und er als nächstes über die Probleme bei der Pizza-Bestellung berichten kann.

    ARD Journalist Ulrich Leidholdt spricht sogar davon, dass die Unruhen in Tunesien, Ägypten und Jemen ihn an den Zusammenbruch des Ostblocks erinnern: http://www.tagesschau.de/kommentar/aegypten300.html

    Und ZDF Journalist Richard Gutjahr informiert uns darüber, dass er das Vodafone-Netz aus Prinzip nicht nutzen wird. Bei dem Niveau kann man einfach nicht mehr viel journalistische Arbeit erwarten.

  18. konterkariert 31.01.2011 at 13:31

    Die Berichterstattung auf Al Jazeera habe ich mehrere Tage stundenlang angesehen und habe dann gestern die Tweets von Richard Gutjahr entdeckt und gelesen.

    Ich fühle es genauso wie Nico. Ich habe bei der Wortwahl von Gutjahr den Eindruck bekommen, da fliegt jemand in ein Kriegsgebiet, weil da gerade eine coole Revolution stattfindet. Ein Event bei dem man live dabei sein muss. Dabei geht sein Fokus von ihm auf das Geschehen, nicht umgekehrt.

    Seine unreflektierten Tweets haben bei mir nicht das Gefühl erweckt, dass jmd. sich bewußt ist, wohin er da fliegt. So als ob Paris Hilton im Jet nach Kairo düst. Und sie ist diejenige die uns stolz von allem berichtet kann. Hier ein Auszug aus seinen ersten Tweets:
    “Wg. der Sperrstunde werde ich” … “Hab mich mit Reporterin” … “Melde mich für heute …”

    Was mich am meisten aufgeregt hat ist dieser Tweet:”Internet ist tot. Mobilnetze gibt es drei. Ich wähle… NICHT Vodafone. #prinzipien”http://twitter.com/gutjahr/status/31820601584787456

    Da fliegt jmd. in ein Kriegsgebiet und als wichtigste Mitteilung erfahren wir, für welche Mobilfunkanbieter er sich persönlich begeistert oder auch nicht… so etwas gehört da einfach nicht in diesen Kontext. Punkt. Das ist keine Spaßveranstaltung wo das WLAN gerade ausgefallen ist und er als nächstes über die Probleme bei der Pizza-Bestellung berichten kann.

    ARD Journalist Ulrich Leidholdt spricht sogar davon, dass die Unruhen in Tunesien, Ägypten und Jemen ihn an den Zusammenbruch des Ostblocks erinnern: http://www.tagesschau.de/kommentar/aegypten300.html

    Und Richard Gutjahr informiert uns darüber, dass er das Vodafone-Netz aus Prinzip nicht nutzen wird. Bei dem Niveau kann man einfach nicht mehr viel journalistische Arbeit erwarten.

    • @konterkariert du willst uns jetzt nicht wirklich erzählen, dass dir der _Kontext_ des Vodafone-Tweets nicht klar ist, oder? Denn dann wäre klar, dass du anscheinend _nicht_ stundenlang Berichterstattung gesehen hast, anders als du behauptest.

    • konterkariert 31.01.2011 at 13:47

      @luebue Mir war klar, dass so ein Kommentar kommen muss.

      Natürlich ist mir klar, warum er das Vodafone Netz nicht gewählt hat, weil die es einfach ohne Protest abgeschaltet haben. So jetzt weiß es jeder, dass ich es wußte. Super.

      Weil das mit Vodafone sowieso viele mitbekommen haben, muss er nicht auch noch so einen kindischen Kommentar dazu abschicken um noch ein schickes politisches Statement am Rande abzugeben, bei dem man nichts falsch machen kann. Entweder er berichtet sachlich, oder lässt es bleiben.

      Sowas gehört da einfach nicht in eine neutrale Berichterstattung aus einem Land das fast schon in einem Kriegsgebiet ähnlichen Zustand ist und Verbrecher aus fast allen Gefängnissen ausgebrochen sind.

      Das ist genauso sinnvoll wie wenn man seinen Twitter Avatar-Bild für vier Monate grün färbt und wenn die Revolution nicht geklappt hat, löscht man das einfach und präsentiert sich wieder normal. Da muss man dann schon konsequent sein und das für immer grün lassen und nicht nur auf chic und hip machen, bis es wieder aus der Mode ist. Genauso wie er jetzt einfach das Vodafone-Netz mal nicht benutzt.

      Da muss er schon einen ausführlichen Bericht aus Ägypten über Vodafone schreiben und ankündigen nie wieder und keinen Umständen deren Netz zu benutzen.

    • @konterkariert wie gut, dass du so genau weißt, was in eine “neutrale Berichterstattung” gehört und was man “nicht auch noch” machen “muss”. OMFG.

    • SaschaStoltenow 31.01.2011 at 14:11

      @konterkariert @luebue Eine solche Bemerkung zu Vodafone gehört genau da hin, wo Gutjahr sie platziert hat, denn das Verhalten von Vodafone in Ägypten ist konsistent mit dem Verhalten in Deutschland, wo ebenfalls vorauseilender Gehorsam das Verhältnis zur Politik prägt.

    • @konterkariert *facepalm*

    • gebluemte_tapet 31.01.2011 at 18:43

      @konterkariert Und wenn wir garnicht erwarten dass funkelnder Spitzenjournalismus geliefert wird? Vielleicht finden wir es ja ganz köstlich, wenn einer seinen Bloggerduktus im Handgepäck hat und uns an der Sicht eines Normalsterblichen teilhaben lässt?

    • @gebluemte_tapet @konterkariert Exakt. Vorortberichterstatter in Krisenregionen gab es immer. Keine käme auf die Idee, die Journalisten vor Ort von CNN, ARD, BBC zu kritisieren, weil sie von dort berichte(te)n. Aber hier darf man / muss man anscheinend ignorieren, das der Protagonist ausgebildeter Journalist ist und von seinem Handwerk – zumindest bis zum Beweis des Gegenteils – etwas versteht. Hier ist nicht eben mal Fritzchen Müller nach Ägypten gereist.

      Ich zumindest finde die Berichte hochspannend, auch wenn dort kein exklusives Mubarak-Interview zu erwarten ist.

  19. schaffertom 31.01.2011 at 14:03

    ich find den kommentar schwach. er stinkt neidisch.

    gutjahr geht rein und berichtet. das ist was journalisten tun – und eben auch blogger die sich journalistisch betätigen. es mutet etwas seltsam an, dass ein kerl das tut, der in seinem twitterprofil mit dem macbook zu sehen ist und aussieht als würd er mir einen kaugummi verkaufen wollen (ich kannte ihn bis zu diesem blogeintrag gar nicht), aber eine rein zum selbstzweck verkommene inszenierung seiner selbst hätt ich bisher nicht gesehen. das ist solide reportagearbeit.

    jemanden schon allein deshalb zu kritisieren, weil er etwas tut das aufmerksamkeit auf sich zieht, ist lächerlich. er nimmt ja ordentliche kosten, mühen und gefahren auf sich, um das machen zu können.

  20. sebastiankeil 31.01.2011 at 14:12

    Ich glaube, dass ist einfach der Wandel der Zeit. Ich habe mich lange geärgert, dass ich damals als Studi nicht zum Elbehochwasser gefahren bin, um Sandsäcke zu schleppen, da wurde Hilfe benötigt. In Ägypten wird nun auch die Art der Hilfe benötigt, die Richard liefern kann. Dass dies auch sein Beruf ist, ist eine Sache, die es nur leichter machen sollte, zu helfen.

    In meiner bekannt naiven Art bin ich eher gespannt auf die Berichte und hoffe, dass er heil nach Hause kommt.

  21. Mannomann, könnt Ihr nicht mal die Kirche im Dorf lassen? Da fliegt ein Kollege nach Kairo – weil er u.a. rund 150 km entfernt lebt. Okay: Manchen Tweet kann man in den falschen Hals kriegen. Direkt erstmal draufhauen und die Aktion pauschal als “Selbstinszenierung” abtun, das finde ich persönlich ziemlich unmöglich. Allemal in Kombination mit dem schrägen Satz “… so gut kenn ich Richard jetzt auch nicht ….”. Wie wär’s erstmal mit abwarten, mal schauen, was der Kollege so macht und berichtet? Ich wünsche ihm – wie allen anderen Kollegen, die derzeit in den Krisengebieten arbeiten – alles Gute und eine gesunde Rückkehr.
    Und noch etwas: In vielen Blogs, Aufsätzen, Magazinen von journalist bis medium magazin sind schlaue Beiträge zu lesen, wie man sich als Freie/r und “Marke” positioniert. Das machen wir alle, täglich, mehr oder weniger geschickt. Auch Richard Gutjahr.
    (Disclaimer: Ich kenne Richard Gutjahr, habe ihn als durchaus nicht unumstrittenen Gast bei diversen Podiumsdiskussionen des DJV und im persönlichen Gespräch erlebt. Ich hatte durchaus den Eindruck, dass er mit sehr viel Idealismus seinen Beruf ausübt.)

    • JoSchaefers 31.01.2011 at 19:11

      @HeikeRost Idealismus ist natürlich immer gut. Zusammen mit einem leicht übersteigerten Drang zu Selbstdarstellung evtl. aber eine leicht problematische Kombination, um in einer Krisenregion iPhone-Reporter zu spielen. Ich jedenfalls würde Berichte von Kollegen bevorzugen, bei denen die Profilbildung etwas weniger Gewicht einnimmt.

    • @JoSchaefers Hm … “leicht übersteigerter Drang zur Selbstdarstellung” – da ist Richard Gutjahr durchaus in zahlreicher Gesellschaft, ob unter Journalisten oder Bloggern. SCNR ;-) *Ironiebutton off*

  22. paulfritze 31.01.2011 at 14:34

    Soweit ich das sehe ist Richard Gutjahr freier Journalist und muss zwei Dinge tun: Über Dinge berichten, damit er Geld verdient. Sich selber vermarkten, damit auch in Zukuft Menschen das lesen, was er berichtet. Er tut beides. Alles in Ordnung.

  23. PierreDumaine 31.01.2011 at 15:07

    Ob aus Selbstdarstellung und/oder politischem Engagement, die Ägypter können aktuell jeden Journalisten gebrauchen, der privilegiert ist, der Öffentlichkeit die Wahrheit zu sagen. Etwas Eigenwerbung kommt also nicht nur Gutjahr zu Gute. Ich empfinde das nicht als moralisch Verwerflich oder Ähnliches, solange die Berichterstattung auch etwas taugt. Letzteres muss Gutjahr natürlich noch beweisen – bitte aber mit der nötigen Vorsicht.

  24. Diese Berichterstattung hat für mich auch irgendwie die Beigeschmack einer Selbstinszierung. Wobei ich ehrlicher Weise sagen muss, dass das ich mir schon, wenn ich jemanden mit einem Anzug und einen Macbook in der Hand als “Profilbild” sehe, mir über diesen Menschen denke, dass er sehr auf seine Selbstdarstellung bedacht ist.

    Blöde Klisches aber sie treffen halt doch immer wieder zu ;-)
    Objektiv ist es aber wohl tatsächlich einfach sein Job.

    Andererseits, folgender Tweet: “Entgegen mancher Pressemeldung: die Stimmung ist nicht aggressiv. Die Leute lachen, lassen sich mit Soldaten fotografieren.” Ich weiß ja nicht welche Nachrichten ihr schaut, das haben die im ZDF schon gestern Abend so berichtet.

  25. Diese Berichterstattung hat für mich auch irgendwie den Beigeschmack einer Selbstinszierung. Wobei ich ehrlicher Weise sagen muss, dass das ich mir schon, wenn ich jemanden mit einem Anzug und einen Macbook in der Hand als “Profilbild” sehe, mir über diesen Menschen denke, dass er sehr auf seine Selbstdarstellung bedacht ist.

    Blöde Klisches aber sie treffen halt doch immer wieder zu ;-)
    Objektiv ist es aber wohl tatsächlich einfach sein Job.

    Andererseits, folgender Tweet: “Entgegen mancher Pressemeldung: die Stimmung ist nicht aggressiv. Die Leute lachen, lassen sich mit Soldaten fotografieren.” Ich weiß ja nicht welche Nachrichten ihr schaut, aber das haben die im ZDF schon gestern Abend so berichtet.

  26. Nico Lumma, die Sarah Dingens der Blogosphäre, teilt mal wieder aus, ohne zu wissen, um was es geht. Das kennt man ja.
    Wobei die Überschrift wenigstens stimmt: Selbstdarstellung (Nico Lumma) vs. Reportage (Richard Gutjahr).

  27. ratingwissen 31.01.2011 at 15:30

    Man sollte sich derartig abfällig über Kollegen nicht äußern. Das klingt nach Futterneid. Professionelle Kommunikation war das nicht, Du hast Deine eigene Reputation beschädigt. Unseren PR-Kunden raten wir in solchen Fällen zu einer raschen und glaubhaften Entschuldigung.

  28. Ich finde, die sich entwickelnde Reportage in Gutjahrs Blog ist das beste Argument gegen diesen Blogpost und die anderen Kritiker. Das journalistische Reportagen auch immer von persönlichen Einschätzungen des Journalisten leben (und profitieren), macht sie nur lebendig und ist weder ehrenrührig noch neu.

  29. t_krischak 31.01.2011 at 15:45

    Was ist denn schlecht daran sich selbst zu inszenieren? Habe ich etwas verpasst?
    Die Selbstinszenierung gehört nicht nur zum Beruf des freien Journalisten Richard Gutjahr, sondern ist schon den Medien, die er für seine Reportage nutzt immanent.Ist das per se schon einmal schlecht? Wohl kaum. Auch Du inszenierst Dich mit diesem Beitrag und provozierst Aufmerksamkeit. Na und? In diesem speziellen Fall aber auf Kosten eines anderen. Das gefällt mr nicht.

  30. WolfgangMiedl 31.01.2011 at 16:11

    Während sich der Journalismus in der Vergangenheit immer mehr von den (Kriegs-)Schauplätzen zurückgezogen und es sich in den Redaktions-Elfenbeintürmen gemütlich gemacht hat, geht Richard Gutjahr back to the roots. Und lässt die übrigen Medien dabei recht alt aussehen.

  31. pfandtasse 31.01.2011 at 16:22

    Den zugrundeliegenden Gedanken kann ich gut verstehen. Ich schrieb eben auch schon an anderer Stelle, dass ich Richard Gutjahr auch in Kairo zunächst mal vor einem Apple-Store stehen sehe. Ich vermute, dass ich ihm damit Unrecht tue, aber diese Personal Brand hat er mir nun mal eingebrannt.
    Denkt man nun aber über “unreflektiert Bashen geht am schnellsten” hinaus, sieht man durchaus einen Nutzwert in zusätzlicher und direkter deutschsprachiger Berichterstattung vor Ort. Richard Gutjahr hat in meinen Augen im Moment die Chance, sich in einem neuen Ressort zu beweisen. Bevor man Häme über ihm ausgießt, sollte man abwarten, ob ihm das gelingt.
    In der Zwischenzeit kann ich in Deinem Beitrag keinen Mehrwert erkennen. Nur einen Blogger, der sich auf ein Thema stürzt, das viel Aufmerksamkeit garantiert, und sich dementsprechend inszeniert. Aber nichts für ungut.

  32. Selbstdarsteller sind sicherlich beide Personen, um die es hier geht.

    Nur: Der Eine fliegt in ein Krisengebiet um von dort zu Twittern und zu Bloggen. Der Andere sitzt in seinem Büro und regt sich in zwei bis drei Sätzen darüber auf, um auch ein bisschen von dem Traffic abzugreifen, den die Aktion des Einen bekommt. Es darf jeder selbst entscheiden, welche der beiden Verhaltensweisen er sympathischer findet.

    • ChristophSalzig 31.01.2011 at 18:40

      @Raventhird Besser kann es wohl kaum auf den Punkt bringen. Den “Gefällt mir nicht” Button habe ich oben vergeblich gesucht…. Und jetzt nehmen wir uns alle mal nicht mehr so wichtig.

  33. ratingwissen 31.01.2011 at 16:46

    Es ist ganz egal, ob schon genügend andere Journalisten in Ägypten sind oder nicht. Wer Journalist ist, hat normalerweise den Anspruch an sich selbst, besser zu sein bzw. zu schreiben, als seine Kolleginnen und Kollegen. Und wenn er nicht besser ist, dann ist auch das kein Grund, seine Reise nach Ägypten zu kritisieren. Sondern man könnte allenfalls an der Qualität seiner Texte rummäkeln.

  34. StefanGehrke 31.01.2011 at 16:57

    Auch in plädiere fürs Abwarten. Ich erinnere mich noch gut an den Fall der Mauer, wo ich (damals in Bonn) hin- und her überlegt habe, ob ich nach Berlin fahre, um dabei zu sein, wenn sich die Welt verändert. Ich hab´s dann nicht gemacht und bis heute (jetzt lebe ich in Berlin) bereut. Kein Vergleich mit Ägypten heute, aber freuen wir uns doch, dass ein Kollege nicht lange fackelt, sich auf den Weg macht und uns hoffentlich ungeschminkt seine Sicht der Dinge präsentiert. Ich bin gespannt!!!

  35. Unfollowed 31.01.2011 at 17:06

    Aua, aua, aua! In der IT gibt’s den schönen Spruch “Wenn man keine Ahnung hat…” aber das hier ist dann mal das komplette Gegenteil. Die Eier in der Hose muss man auch erstmal haben, da hinzufliegen und seine Lebenszeit und Gesundheit zu riskieren.

    Zur reinen Selbstdarstellung hätte es sicher keiner Reise nach Kairo bedurft, da konkurriert Herr Gutjahr auch mit ziemlich vielen anderen vor Ort, die wirklich etwas zu sagen haben.

    Vielleicht liegt es eher an der Megalücke in der deutschen Berichterstattung http://www.dwdl.de/story/29956/das_klgliche_versagen_von_ard__zdf_im_fall_gypten/ die hier auch “kleinen” Protagonisten des Journalismus plötzlich ein wenig Rampenlicht zuteil werden lässt.

    Man sollte die Menschen nach ihren Taten beurteilen. Worte wie dieser vergleichsweise sinnfreie Blogpost hier sind ja so billig! Lumma twitter lieber wieder über Samstagvormittags-Markteinkäufe mit der Familien und den all-samstäglichen Latte Macciato-Genuß und bleib bei deinen Leisten: Food-Tweets.

  36. afborchert 31.01.2011 at 17:38

    Angesichts dessen, dass n-tv, N24 und andere deutsche Fernsehsender in der Berichterstattung vollkommen versagen, begrüße ich seinen Beitrag und sehe darin keine Selbstinszenierung. Da er gerade angekommen ist, sind natürlich auch nur die ersten Eindrücke präsent, die aber trotzdem interessant sind (laxe Kontrolle bei der Einreise, chaotische Zustände in den Hotels, Stimmung unter der Bevölkerung). Wer diesen Mehrwert nicht sieht, ist zu bedauern.

    • Baetschman_de 31.01.2011 at 17:52

      @afborchert
      Ich denke das es diese “ersten Eindrücke” per Twitter sind, welche bei manchen Lesern etwas aufstoßen. Früher reiste ein Journalist ins Ausland und ein paar Tage später war er in Krawatte und Anzug im Fernsehen oder man konnte einen Beitrag lesen. Seine gesamte Einreise, der Zustand im Hotel oder vielleicht auch das Feierabendbier mit Kollegen im Hotel bekam keiner der Leser/Zuschauer zu hause mit. Der Journalist hatte lange Zeit seine Worte zu wählen. Heute twittern Menschen einen Grossteil des alltäglichen Lebens und das was sie sehen. Und dazu gehören auch Reisebeobachtungen und vielleicht auch Kommentare, welche auf den ersten Blick unprofessionell erscheinen. Aber das macht eine Berichterstattung auch authentisch und ist auch der Schnelligkeit des Mediums Internet geschuldet. Infos wie das Vodafon-Netz oder Worte wie Show hätte man vor ein paar Jahren als Medienkonsument nie erfahren und auch heute können dieses Zusatzinformationen leicht falsch verstanden werden. Man sollte sich jedoch nicht an solchen kurzen Momentaufnahmen aufhalten. Es sind die großen Berichte, die zu werten sind.

    • afborchert 31.01.2011 at 18:46

      @Baetschman_de Dem kann ich nur zustimmen. Es wäre in jedem Falle zu begrüßen, wenn Journalisten, die über jahrelange Erfahrungen aus Ägypten und der arabischen Welt, eine tiefgehende Analyse veröffentlichen könnten. Aber das habe ich bislang vermisst. Und bei den Mangel sonstiger Berichte bin ich eben auch über einen spontanen Bericht über die ersten Eindrücke dankbar, weil die eben auch mehr enthalten als uns nur die Bilder alleine vermitteln könnten.

  37. erstens war herr gutjahr gerade in der nähe (150km), was seine reise doch etwas in ein anderes licht rückt, als sie es hier darstellen.
    zweitens ist ihre kritik etwas vorschnell aus der hüfte geschossen. wie wärs mit zuerst mal ein paar tage abwarten und erst dann kritisieren?
    drittens ist ihre kritik etwas gar dünn in der argumentation. ob er nun von show oder von live-schalte twittert, ist eine geschmacksfrage. warum schreiben sie nix darüber, ob er seine sache gut oder schlecht gemacht hat?
    viertens retweete ich lieber einen gutjahr-tweet aus kairo als eine ihrer privaten zustandsmeldungen, mit denen sie sich doch auch sehr wohlfeil inszenieren.

    ts…

  38. McTuborski 31.01.2011 at 17:58

    Der eine Knaller im Krisengebiet, der andere im Sessel… und der Inhalt ?
    Der hat sich klammheimlich selbst auf die Socken gemacht, sich zu inszenieren :

    Breaking News # Inhalt
    Im Netto an der Ecke ist heute morgen gegen 8.00h MEZ eine noch nicht identifizierte Tüte Quark geplatzt. Ob der nationalen Terrorwarnstufe wurde die Filiale vorsorglich gesprengt…

    Political Food Tweet flavoured with ironical – slash – mental disease…

  39. McTuborski 31.01.2011 at 17:59

    Der eine Knaller im Krisengebiet, der andere im Sessel… und der Inhalt ?
    Der hat sich klammheimlich selbst auf die Socken gemacht, sich zu inszenieren :

    Breaking News # Inhalt
    Im Netto an der Ecke ist heute morgen gegen 8.00h MEZ eine noch nicht identifizierte Tüte Quark geplatzt. Ob der nationalen Terrorwarnstufe wurde die Filiale vorsorglich gesprengt…

    Political Food Tweet flavoured with ironical slash mental disease…

  40. gebluemte_tapet 31.01.2011 at 18:38

    Ja, das waren auch meine Gedanken. “Da bin ich mal gespannt, was du machst, wenn dir jemand das IPad vollblutet”. Aber bisher finde ich seine Berichterstattung sehr wertvoll, er hat einen guten Blick auf das, was andere Berichterstatter nicht abdecken, mir gefällt das gut. Dass er sich dafür ein bisschen inszenieren kann geht okay, er geht ja auch ein Risiko dafür ein. Fair Deal.

  41. HolgerEhling 31.01.2011 at 19:44

    So ist es wohl derzeit um meinen Beruf bestellt: Journalismus wird interpretiert als impressionistische Zustandsbeschreibung. Das “geht” besser als ausgeruhtes Einordnen der Geschehnisse.
    Wir haben KEINEN Mangel an solchen Impressionisten, aber einen großen Mangel an sachlicher Information.
    Richard Gutjahr hilft da nicht weiter – denn er weiß offensichtlich herzlich wenig über das, was er da sieht.

    • @HolgerEhling Angesichts des komplexen Geflechts an Verwicklungen in Nahost wünsche ich mir – ganz persönlich – mehr sachliche Information und weniger Impressionen. Als Journalistin. Und als Mensch.

    • konterkariert 31.01.2011 at 20:04

      @HolgerEhling Na endlich jmd. der ausspricht was ich meine. Aber Fast Food hat sich auch durchgesetzt, obwohl ich das Zeug nicht esse.

    • konterkariert 31.01.2011 at 20:10

      @HolgerEhling
      Exakt! Das ist genau das was ich mit meinem langen Kommentar ebenfalls als Kritik ausdrücken wollte.

  42. ChristophKappes 31.01.2011 at 19:56

    Mein Vorredner bringt es auf den Punkt: Impressionistische Zustandsbeschreibungen helfen niemandem. Was fehlt, ist Einordnung und Bewertung.
    Ich finde es aber sehr unfair von Nico, dass seine Kritik zu einem Zeitpunkt kommt, als RG gerade mal zwei Tweets und einen Kurzbericht vom Flughafen abgesetzt hat.
    Das zeigt einen Fehlschluss: Nur weil einer als Gadget-Boy bekannt ist, heisst das noch lange nicht, dass er nichts anderes kann oder wohlmöglich sogar ein schlechter Journalist ist.
    Ich persönlich habe übrigens immer mehr Respekt vor Leuten, die was tun, als vor Leuten, die nur reden. Auch wenn es denn nicht immer die perfekte Lösung ist, und auch wenn das Handeln eigennützig ist. Immer eigennützig und mitunter schwach – das sind genau die Argumente, mit denen sich die Blogosphöre regelmässig selbst ins Knie schiesst. Hört doch einfach mal auf zu urteilen. Grummel.

    • MartinaPickhardt 31.01.2011 at 19:59

      @ChristophKappes +1

    • konterkariert 31.01.2011 at 20:24

      @ChristophKappes Gut, jetzt ist er da schon etwas länger. Ich habe auch nix gegen ihn persönlich, nur gegen diese Art von Fast Food Journalismus. Er hat da sogar eine junge Frau mit einem grünen MacBook Dings getroffen und dieses Ereignis gleich mit einem Foto festgehalten (Update 5 Montag, 20:30 Uhr, Ortszeit), cool!

      Das ganze erinnert mich an die Robert Basic, Robert Scoble Kontroversen. Diese Art von Journalismus, schadet niemand, ist teilweise sehr interessant, aber etwas tiefer gehendes daraus mitnehmen oder gar lernen kann man meist nicht. Ich zitiere:

      “Jetzt erreiche ich die Rasenfläche, bzw. das, was davon übrig geblieben ist. Dutzende von Zelten und Picknickdecken liegen hier aneineinander greiht, eine Mischung aus Freibad-Liegewiese und Campingplatz. Irgendwo ragt ein Wasserhahn aus der Erde (vermutlich zur Bewässerung des Rasens).”

      Gutjahr sollte beispielsweise eine Familie finden und sie auf dem Weg in diesen chaotischen Zeiten begleiten und ihr Leben dokumentieren. Nicht in welchem Zustand der Rasen ist oder wie er evtl. bewässert wird.

    • OliverGassner 1.02.2011 at 11:59

      @ChristophKappes Einordnend wird man das erst in Wochen, Monaten oder Jahren können. Reportagen leben vom mit-erleben und vom Hinsehen.

  43. KlausJarchow 31.01.2011 at 20:08

    Was soll er machen? Etwa nach Lummaland reisen?

  44. HolgerEhling 1.02.2011 at 0:53

    @Lindworm: Du hast sie ja wohl nicht alle am Sträußchen, solche Kommentare zu posten.

  45. ChristophSalzig 1.02.2011 at 8:44

    Junge, Junge. Nun bleibt aber mal auf dem Teppich. @Nico Das ist schon okay, wenn Du solch verirrte Kommentare einfach löscht. Ich frage mich gerade, was feige ist. Jemanden zu kiritisieren und das auch zu bekennen oder anonyme Postings loszuwerden und derart abzurutschen. Man muss ja nicht immer einer Meinung sein, aber ein bisschen mehr Sachlichkeit wäre schon angebracht…

  46. Oliver1976 1.02.2011 at 9:02

    herr lumma,

    warum beteiligen sie sich nicht an der regen diskussion in den kommentaren? kann es sein, dass SIE sich hier profilieren wollen und an der Aufmerksamkeit für die Reise von hr. gutjahr profitieren wollen? selbsrdartstellung von hr. gutjahr hin oder her – ihre Tweets beschäftigen sich auch häufig mit beiläufigem Kram. und meines Wissens macht hr. gutjahr das alles auf eigene rechnung, kein Verlag bezahlt ihn dafür.

    vom heimischen Sofa aus lässt es sich einfach kritisieren …

    • NicoLumma 1.02.2011 at 11:41

      @Oliver1976 Herr Oliver1976, ich habe eine Diskussion angeschoben, die mE auch ohne weitere Teilnahme meinerseits interessant verläuft. Darüber hinaus habe ich keine Lust, mit Leuten zu diskutieren, die sich hinter irgendwelchen Nicknamen verstecken.

    • sleeksorrow 1.02.2011 at 11:53

      Das eignet sich ja auch wieder wundervoll zur Transkription:

      “Oh scheiße, die Leute finden das gar nicht so wie ich das wollte, daß sie es finden… Was mach ich denn jetzt? Ich brauch unbedingt einen Grund, warum ich nicht mit denen reden sollte… Was ist denn bei allen überall gleich? Ja, genau, sie wollen alle pseudonym bleiben! Das ist meine Rettung!”

    • sleeksorrow 1.02.2011 at 12:33

      Addendum:
      1) Ja, ich habe hier “Schutzbehauptung” vorgeworfen.
      2) Diesen Vorwurf habe ich nicht aus der Luft gegriffen, denn
      3) Diskutierst Du in Deinem Blog häufig mit pseudonymisierten Kommentatoren.

      Der Unterschied ist lediglich: Die anderen Pseudonyme, mit denen Du sonst diskutierst (siehe zum Beispiel hier http://lumma.de/2010/12/01/jmstv-nachstes-release-bitte/ ) sind prinzipiell Deiner Meinung.

      Man lernt: Pseudonyme sind bäh, wenn sie anderer Meinung sind, sie sind aber völlig für Diskussionen akzeptabel, wenn sie generell der gleichen Meinung sind.

      Man blickt tiiiieeeef…..

  47. AlexWunschel 1.02.2011 at 10:25

    Boah, und ich dachte Bloggergate is Geschichte… @Nico Wieviel wurde Dir für diese Schleichwerbung gezahlt? ;-)

  48. Nelson: Haha.

    “Ich habe schon Mitte der 90er Jahre über den Jugoslawien-Krieg aus Kroatien berichtet, vor zwei Jahren habe ich den Ausbruch des Gazakriegs für Tagesschau und Tagesthemen gecovert. Ich war einer der ersten ARD-Mitarbeiter, die vor über ztehn Jahren das damals neu eingeführte Bundeswehr-Training für Journalisten in Krisengebieten durchlaufen hat.”

    O-Ton Richard Gutjahr auf Meedia (http://meedia.de/details-topstory/article/gutjahr–der-deutsche-blogger-in-gypten_100032956.html?tx_ttnewsbackPid=23&cHash=a15d5fe1e0)

  49. SaschaStoltenow 1.02.2011 at 10:55

    Also ich habe Richard jetzt erstmal via Flattr etwas gespendet, auch, weil ich impressionistische Zustandsbeschreibungen für mindestens ebenso wertvoll halte wie den abgewichsten Politroutinejournalismus, in dem ich mich als Soldat mit meinen Impressionen nie, nie, nie wiedergefunden habe.

    Und vielleicht machen wir es so, die, die wir ernsthaft über Richards Arbeit in Kairo diskutieren wollen, zahlen alle Eintritt, oder sind einfach mal ruhig. So, wie der Betreiber dieses Blogs, der erkennbar keine Ahnung hat.

  50. Ein Journalist tut was er tun muss, das liegt in deren Genen. Blogger wie du schreiben vom sicheren Heim aus und zerbrechen sic h den Kopf für andere. Wie überflüssig.

  51. sleeksorrow 1.02.2011 at 11:28

    LOL wie geil. Wenn ich das mal transkribieren darf:

    “Mennooooo der macht diesen Job gut und riskiert viel, was sonst kaum einer riskieren will! Wie seh ich denn jetzt da aus? Ich find den doof! Findet den gefälligst auch doof!”

  52. kindermann_r 1.02.2011 at 11:41

    hat ja geklappt ;)
    ansonsten kann ich deine argumentation nicht teilen.
    eher: gut, dass es noch journalisten aus leidenschaft gibt. auch der aljazeera reporter kann “”nur mit leuten und bildern von vor ort dienen. außerdem hält gutjahr kontakt zu anderen journalisten mit denen er reist.
    deine auswahl an seinen anderen Themen ist natürlich auch eher polarsierend. sein kritisches interview mit frau aigner verschweigst du. seine reportage im silicon valley ebenfalls.
    und überhaupt, was soll diese selbstinszinierung von dir hier mit deinem blog und so? heißt auch noch lummaland… tz ;-)

  53. OliverGassner 1.02.2011 at 11:57

    HM, bisher hab ich auf allen Kanälen nur Gejammer gehört Al Jazeera berichte besser als die ARD. Jetzt fährt einer hin und dann ist es auch nicht recht. Ich hab eine natürliche Distanz zu Apple-Fanboys, aber eine natürliche Affinität zu ‘echtem Journalismus’. Und wie _persönliche_ Selbstdarstellung kommt mir das was Gutjahr da macht nicht vor. es ist eher von echter Neugier getrieben. Wer sowas zur Selbstdarstellung macht ,der ist falsch.
    Sich als Journalist ein doofes uninterssantes Thema auszusushcne ist übriegsn auch nicht nmatürlich.Wass mich am Journalismus grad eher ankotzt ist, dass einer das Dschungelcamp überhaupt erwähnt und nicht nur sagt: Wir kotzen so, dass wir gar nix drüber sagen wollen. Aber das war jetzt OT.

  54. Ein Journalist bleibt Journalist .. (auch wenn er bloggt, twittert und sich sonstiger Social Media-Tools bedient.). Deshalb war Richard Gutjahr soeben auch in der Tagesschau/ARD zu hören.

    Schon krass, wenn Lumma als Motivation für seinen obigen Beitrag weiter unten in den Kommentaren angibt, Gutjahrs Abreise nach Kairo “ist mir gestern abend sauer aufgestoßen”…Und ein Armutszeugnis, wenn er als ‘Director Social Media’ nicht weiß, dass Twittermeldungen wie “I’m live on Ustream! Check out my show” eine Standard-Meldung für den UStream sind, die wohl in einer solchen Situation nicht noch vorher bearbeitet werden können. Ganz verwegen wird es dann, wenn Herr Lumma weiß, was “Richard will…”

    “Unreflektiert Retweeten geht am schnellsten”? Unreflektiertes Bloggen offensichtlich auch..

    • OliverGassner 1.02.2011 at 12:10

      @issis Ich kann mich täuschen, aber ich glaub die Ustreammeldung ist GAR nicht bearbeitbar (ggf im pro-Account?) Jedenfalls hab ich mich auch schon über meine eignen Nichtssagenden Ustrream-Tweets geärgert ;)

  55. Auf dissn und son kram steh ich ur nich drauf, aber ich finde es gerade schon armselig wenn man jemanden runtermacht, der für die Medienfreiheit kämpft. Sicherlich ist irgendwo auch eine Profitmöglichkeit vorhanden aber mal ehrlich: ich würde jetzt nich in einen Flieger steigen und dahin fliegen. Ich als Techblogger (http://www.oliverlippert.eu) fahre sogar nicht mal auf die CeBit. Keine Zeit und kein Geld…

    Schade, echt.

    • NicoLumma 1.02.2011 at 13:08

      @_SvenR jetzt geht dir einer ab, ja?

    • SaschaStoltenow 1.02.2011 at 13:39

      @NicoLumma @_SvenR Souveräne Reaktion.

    • NicoLumma 1.02.2011 at 13:46

      @SaschaStoltenow Du trollst hier rum, unterstellst mir in Kommentaren sonstwas und meinst, Du wärst die Meßlatte für die Kommunikation in den Kommentaren hier? ganz ehrlich: geh woanders trollen.

      und btw, wer hier mit Nelson kommt, muss sich über direkte Reaktionen meinerseits nicht wundern.

      Das mit dem Wald und so, das kennst Du, ja? MIt dem Rein- und Rausrufen?

    • OliverGassner 1.02.2011 at 14:06

      @NicoLumma Ich google grade nach der Bedeutung von ‘Nelson’. und #fail- e (Stella Bier ist ja wohl nicht gemeint?). #help?

    • SaschaStoltenow 1.02.2011 at 14:07

      @NicoLumma Hat sich hier KND in die Admin-Ebene eingehackt? Viel mehr aber interessiert mich, was an dem, was ich schreibe genau trollen ist und was ich unterstelle? Die Meßlatte Deiner Kommentare bist Du selbst – Du hast das hier nämlich weitgehend unkommentiert gelassen und damit die Chance verpasst, etwas differenzierter zum Sachverhalt und Deiner Meinung Stellung zu nehmen.

      Und Nelson kenne ich nicht. Diesen Teil der Netzkultur habe ich verpasst, gehe aber gleich mal googlen.

    • SaschaStoltenow 1.02.2011 at 14:09

      @OliverGassner Meint er vielleicht den hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Ted_Nelson ? “most people are fools, most authority is malignant, God does not exist, and everything is wrong” Da finde ich mich wieder …

    • @OliverGassner nein, er meint den hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_aus_Die_Simpsons#Nelson_Muntz und damit verstehe ich auch klare Reaktionen. (Ich finde den Blogpost auch doof, aber das rechtfertigt weder getrolle noch Verschwörungstheorien, siehe vf &co)

    • ChristophKappes 1.02.2011 at 14:14

      @luebue @OliverGassner Ich kannte den Nelson auch nicht. Da sieht man mal, wie gut das ist, wenn man keinen Fernseher hat.

    • SaschaStoltenow 1.02.2011 at 14:16

      @luebue @OliverGassner Ah, wieder was gelernt, und in der Tat ist das m.E. weder zutreffend noch hilfreich, ja sogar übergriffig, weil es als Beleidigung über die Person hinaus auch andere Familienmitglieder einschließt. Und VF war einfach nur billige Polemik, die in der Tat an der hier diskutierten Sache vorbei geht und in einem anderen Zusammenhang zu diskutieren ist. Sippen- bzw. Kundenhaft gibt es ja nicht. Deshalb bitte ich hiermit dafür um Entschuldigung.

    • ChristophKappes 1.02.2011 at 14:17

      @luebue @OliverGassner Wobei ja genau genommen der SvenR oben “haha” sagt. Sieht eher nach Selbstironie aus und keiner versteht´s so?

    • @SaschaStoltenow @luebue @OliverGassner Fehler zuzugeben, finde ich klasse. Hatte ich ja schon getwittert.

    • @NicoLumma Nein. Dir?

    • ChristophKappes 1.02.2011 at 16:37

      @_SvenR Was meinte denn “Nelson”?

    • @ChristophKappes “Nelson: Haha!” ist ein Synonym für Schadenfreude. http://www.youtube.com/watch?v=rX7wtNOkuHo Ich freu’ mich einfach, dass Lumma wieder einmal kilometerweit daneben gelegen hat und nicht in der Lage ist, das einzusehen.

    • SaschaStoltenow 1.02.2011 at 17:03

      @_SvenR @ChristophKappes Also bist Du selbst der Nelson?

    • @SaschaStoltenow @ChristophKappes Nur kleiner, hässlicher, dicker, aber nich ganz so gelb.

    • ChristophKappes 1.02.2011 at 17:35

      @_SvenR @SaschaStoltenow Dann haben wir ja wieder ein Lehrstück aus der Kommunikationsbranche für die Kommunikationsbranche: Erst fragen, dann ggf aufregen :-)

  56. Besser so, als eine gekürzte Version. Die Einspieler in Tagesschau, Tagesthemen und heute reichen bei Weitem nicht aus – geschweige denn Brennpunkte und Sondersendungen in denen nur geredet wird, mit Experten vor Bücherregalen oder Kamine. Die 2-Minuten Revolution. Wenn Dir diese Filter reichen, bitte.

    Ich denke es ist ein Unterschied – ein gewaltiger, ob ich in einer Schlange vor einem Apple Store stehe, oder mich durch eine drohende Revolution in einem Dritte-Welt-Land pirsche. Hier hat dein Text jede Art von Verhältnismäßigkeit verloren.

    Aber man ist sich ja für keine Pointe schlecht. :D

  57. Nerddeutschland 1.02.2011 at 14:10

    Obwohl durch überzogene Polemik selbst verschuldet, halte ich den “Shitstorm” hier für unangemessen.
    An Gutjahr kann man sich auch durchaus reiben.

    Allerdings habe ich ihm diesesmal auch mein Flattr-Kontingent zukommen lassen.
    Weil ich es einfach für eine gute Idee halte, das Thema im SocialWeb weiter zu pushen: Neben den Alltagsbonmots, Tech- und Socialmedia- Gedöns, also der ganzen “SichSelbstImKreisDreherei”, ist das Thema, jedenfalls in Relation zu diesen Inhalten, in Twitter -Deutschland bisher doch wenig beachtet worden. Das hat sich jetzt geändert. Facebook,Google&Co. waren hierzulande bisher wichtiger als Ägypten. Ich kann nichts Schlechtes daran erkennen, wenn es jemand schafft, dem mit einer Einzelaktion entgegen zuwirken.

    Wer die Aufmerksamkeit bringt, und aus welchen persönlichen Motiven, das ist doch letztlich völlig irrelevant.

    Was den Vorwurf der Selbstdarstellung betrifft: der ist hanebüchen. Das ist systemimmanent: jeder der bloggt oder twittert möchte Aufmerksamkeit und ist ein Selbstdarsteller. Das jemandem vorzuwerfen, wäre wie bekannte Politiker dafür anzuprangern, Opportunisten zu sein. Das sind sie alle, sonst wären sie erst garnicht bekannt geworden, sondern würden noch in einer Ortsgruppe Plakate kleben.

    Diese Effekte nicht pauschal aus einer überhöhten moralischen Überlegenheit zu kritisieren, sondern gefiltert betrachten zu können, “Was nutzt wem, welcher Inhalt hat welchen Nährwert, was ist nur -im Sinne des Entertainers- Show oder Eigennutz?”, das macht Medienkompetenz dieser Tage aus. Das gilt für den politischen Betrieb gleichermaßen, wie für Aktivitäten im SocialWeb, egal ob es sich dabei um Journalisten handelt oder nicht.

    Im Fall dieser Reise sehe ich auf jeden Fall mehr Positives im Sinne einer Öffentlichkeitsarbeit, als mögliches Negatives durch persönliche (und bisher unbewiesen “niedere”) Motive im Sinne einer Selbstdarstellung.

    BTW:
    Den bisher besten Kommentar zum Thema habe ich hier gefunden
    http://martone.de/2011/01/31/wenn-einer-eine-reise-tut-gutjahr-agypten-und-der-mehrwert/

  58. berndmueller 1.02.2011 at 14:40

    Entweder kennt Gutjahr seinen eigenen Lebenslauf nicht oder der “Abschreibedienst” (Niggemeier) Meedia hat es mal wieder verbockt: http://nureinefrage.blogspot.com/2011/02/supa-richie.html

  59. sollerica 1.02.2011 at 14:57

    Leute… es ist doch wirklich völlig egal, aus welchen Motiven heraus der Kollege das macht. Was einzig und allein zählt, ist: Er macht ganz klassische Reporterarbeit auf ganz moderne Art und er macht sie gut. Ich weiß auch nicht, was das Genörgel soll: Warum ist jetzt Gutjahr verurteilenswert und angestellte Korrespondenten nicht? Es glaubt doch hoffentlich niemand im Ernst, dass letztere alle völlig frei wären von einem gewissen Gefallen an der Selbstdarstellung?

  60. philosolver 1.02.2011 at 15:13

    Man wird Arzt, weil man Menschen helfen will. Man wird Anwalt, weil man an die Gerechtigkeit glaubt. Und man wird Kriegsberichterstatter, weil die Weltöffentlichkeit objektiv informiert werden muss.

    Ja nee, is klar. Mir ist ist bewusst, dass Geld und Ruhm dahinter stecken. So what. Nicht so aufregen.

  61. Also mit sachlicher Diskussion hat das ja hier auch nichts zu tun.
    Ein Teil greift nach jedem Fussel wie die Vodafone-Kampagne von vor über 600 Tagen, um ihre nicht vorhandene Meinung zu bestärken. Ein anderer Teil der Kommentatoren hat die Sache mit der Meinungsfreiheit nicht verstanden und kommt nur mit Beleidigungen rüber.
    Und ein dritter Teil der Blubberer hier hat in meinen Augen immer noch keinen Fakt genannt, der Nicos Äußerung oben im Entferntesten anfechten könnte.

    Nunja.

    • SaschaStoltenow 1.02.2011 at 16:36

      @mthie Stimmt, die Realität ficht Nicos Äußerung nicht an, oder etwas doch?

      Was sind den konkret Nicos Äußerungen? RG ein Apple-Fanboy? Klar, dem hat hier aber auch niemand widersprochen.

      – “Twitter-Meldungen wie I’m live on Ustream! Check out my show”? Dazu habe ich einigen kompetenten Widerspruch gelesen, der annehmen lässt, dass Nico keine Ahnung von diesem Tool hat, automatisch generierte Tweets aber nutzt, um RG zu kritisieren. Das ist dämlich.

      – “Richard will die Story “Todesmutiger Blogger und Reporter fliegt nach Ägypten, um live und ungefiltert zu berichten” schreiben”? Lies es, von Todesmut keine Spur

      – “von der Aufmerksamkeit profitieren”? Ja, und auch dem haben hier fast alle Kommentatoren zugestimmt, so what?

      – “Derzeit 338 Retweets zeigen deutlich, wie sehr die deutschen Twitter-Nutzer auf diese Inszenierung aufspringen?” Äh, welche Inszenierung bzw. was ist daran verwerflich darauf aufzuspringen? Und welches Urteil steckt da über deutsche Twitter-Nutzer drin?

      – “getrost des guten alten Mottos “unreflektiert Retweeten geht am schnellsten” – die Menge jubelt und der Held berichtet live.?”

      Wie alt und gut kann das Motto sein? Twitter gibt es ja noch nicht sooo lange. Unreflektiert? Verwerflich, man muss in 140 Zeichen noch etwas Dialektik packen, damit Nico das retweeten erlaubt.
      Und dass die Menge – welche Menge im Übrigen? – jubelt, sehe ich auch nicht. RG macht, dass ein paar arme Seelen wie wir, virtuell an dem teilhaben, was in Ägypten passiert. Und aufgesprungen sind ja offenkundig auch die etablierten Medien, die RG um Stellungnahmen bitten. Kann man natürlich auch negativ wenden. In jedem Fall hat RG aber gezeigt, dass er etwas davon begriffen hat, wie das mit der Aufmerksamkeitsökonomie funktioniert. Von so jemandem lasse ich mir gerne bereichten.

      Nicos Äußerungen unanfechtbar? Nicht wirklich. Eher von der Wirklichkeit überholt.

    • OliverGassner 1.02.2011 at 16:39

      @mthie In welche Gruppe darf ich mich einreihen? ;)

    • @SaschaStoltenow
      [X] du hast meinen Kommentar gelesen
      [_] du hast den Inhalt verstanden

    • SaschaStoltenow 1.02.2011 at 17:56

      @mthie Dann freue ich mich auf die Erklärung. Oder ist das unter Deiner Würde?

  62. Wer seinen Blogpost so anfängt: “Richard Gutjahr, bislang aufgefallen durch ein ausgeprägtes Dasein als Apple Fanboy und eine kritische Berichterstattung zum WeTab”, muss sich auch gefallen lassen, dass ihm eine mißglückte Vodafone-Kampagne um die Nase geschmiert wird.

    Und was will uns das hier sagen?: “Derzeit 338 Retweets zeigen deutlich, wie sehr die deutschen Twitter-Nutzer auf diese Inszenierung aufspringen” – Berät nicht Lumma seine Kunden, wie sie am besten in den Mittelpunkt rücken und aus der Masse hervorsteche? Beim Antritt bei „Scholz&Friends“ sagte er über seine Aufgaben: „Es geht darum, aktiver Teil eines Gesprächs zu werden, Konversationen anzuschieben und diese in sozialen Netzen weiter voranzutreiben. ” (http://www.fischmarkt.de/2009/01/nico_lumma_predigt_social_media_bei_scho.html)

    Was den Werbekunden recht ist, soll bei Gutjahr also billig sein?

  63. netzmilieu 1.02.2011 at 16:49

    Sehr geehrter Herr Lumma,

    ich kann Ihren Artikel schon im Ansatz nicht nachvollziehen. Weder verstehe ich Ihre Motivation, noch Ihre Kritik.
    Was veranlasst Sie, den Menschen denen das was Richard Gutjahr tut gefällt, Kompetenz absprechen und zu unterstellen sie fallen auf eine Inszenierung herein?

    Zitat: “Derzeit 338 Retweets zeigen deutlich, wie sehr die deutschen Twitter-Nutzer auf diese Inszenierung aufspringen, getrost des guten alten Mottos “unreflektiert Retweeten geht am schnellsten” – die Menge jubelt und der Held berichtet live.”

    Kann man so machen, muss man aber nicht.

    Haben Sie Zugriff auf Informationen die mir, oder den Retweetern, fehlen? Woran erkennen Sie die Inszenierung? Oder mutmaßen Sie?

    Keine Ahnung was manche haben. Gutjahr ist Journalist und macht seinen Job und das ziemlich gut organisiert und modern. Danke an Richard Gutjahr und alles Gute nach Kairo!

    Viele Grüße

    Markus Sommer

  64. yasmintee 1.02.2011 at 18:21

    Ein Selbstdarsteller wie Nico, der aktuelle Themen wählt, um herablassend darüber zu urteilen und mit dem Finger auf andere zu zeigen…yeah, whatever.Memo an mich: alle future-Kommentare/Posts/Tweets von Nico ignorieren.

  65. Oliver1976 1.02.2011 at 18:23

    Interessanter Beitrag zu dem Thema:

    http://www.indiskretionehrensache.de/2011/02/unterstutzt-die-gutjahrs/

    Dazu würde mich mal die Meinung von Nico interessieren. Meiner Meinung nach finden sich in Deinen Kommentaren und Deinem Blogartikel leider keine sachlichen Argumente, die einer konstruktiven Diskusission helfen würden.

  66. nuttenpapst 1.02.2011 at 18:39

    Und was genau ist der Antrieb für Deinen Artikel?

    Fürsorge?

    Oder möchtest Du vielleicht auch gerne ein wenig Aufmerksamkeit erhaschen?

    Die Keywords sind toll gesetzt, die Links sind stark, Google wird Dich sicher “belohnen” und so ist es doch schön wenn die Welt 2.0 Dich nicht vergisst und ich kenne Deine Seite jetzt auch, der Artikel hats also voll gebracht.

    • NicoLumma 1.02.2011 at 19:23

      @nuttenpapst schön, dass auch du vorbeikommen konntest, dein beitrag hat bei der diskussion wirklich weitergeholfen.

    • nuttenpapst 2.02.2011 at 17:35

      @NicoLumma

      Ich dachte “pass dich mal dem Artikel an”, da ich niemanden überfordern wollte ;-)

      Und freu Dich doch über so viele Kommentare, ist doch schön wenn man nicht nur für sich selbst schreibt.

  67. Liebe Nachbarn aus Bloggershausen,

    so wenig ich @Nico ‘s ursprünglichem Beitrag zustimmen wollte, ist er doch eine legitime Meinungsäußerung, persönlich, authentisch und auch ein emotional, wie er selbst in den Kommentaren geäußert hat. Wie gesagt, ich stimme ihm nicht zu, kann aber nachvollziehen, wie man (er) dazu kommt, einen solchen Beitrag zu schreiben.

    Was ich nicht nachvollziehen kann, ist der endlose Flamewar, der sich daraus entwickelt hat, und der sich inzwischen fast nur noch auf persönliche Beleidigungen und Unterstellungen beschränkt. Das hat @Nico nicht verdient und das ist exakt die Diskussions-Kultur, die uns von den Internet-Schlechtrednern immer wieder vorgeworfen wird. Das bringt den sachlichen Diskurs über das Thema keinen Millimeter weiter.

    Schade. :(

    p.s.: Nein, es spielt keine Rolle, wer mit Unsachlichkeiten und/oder Beleidigungen angefangen hat. Entscheidend ist, wer in der Lage ist, damit aufzuhören :)

    • @MarkusBreuer “… fast nur noch persönliche Beleidigungen und Unterstellungen…”?!
      Zugegeben: Da sind ein paar nicht ganz saubere Beiträge, aber der überwiegende Teil hat durchaus Argumente, die @SaschaStoltenow ein wenig weiter unten teilweise noch mal zusammen getragen hat.
      Für einen Blogger, der über weiten Strecken den Fehler macht, sich aus der Diskussion rauszuhalten, geht es hier ausgesprochen gesittet zu.
      Und jetzt mal ehrlich. Der @Nico ist ja nicht blöd. Der weiß (hoffentlich) genau, dass sein Beitrag ein wenig aus der Hüfte geschossen war. Die Einschränkung auf Apple Fanboy: überholt. Die Unterstellung der Inszenierung: verfrüht. Kein Mehrwert: höchst subjektiv.
      Dieser ganze Flamewar wäre längst in sich zusammen gebrochen, wenn @Nico ein paar Worte der Relativierung gefunden hätte.
      Nico wäre der, der aufhören könnte. Er will aber nicht.

    • NicoLumma 1.02.2011 at 19:28

      @50hz ich habe nicht mit einem flamewar angefangen, sondern werde hier und anderswo mit irgendwelchen abstrusen unterstellungen, kommentaren und beschimpfungen überzogen. auf derartige beiträge gehe ich nicht ein. es haben sich etliche personen in der art des diskussionsstils diskreditiert, da kannst du jetzt nicht von mir erwarten, dass ich sage “du hast mich zwar beleidigt und hälst nichts von meiner meinung, aber ich diskutiere jetzt mit dir als ob nix gewesen wäre.” man kann bei diesem thema sehr gut anderer meinung sein, aber die diskussion darüber muss nicht ins persönlich diffarmierende abgleiten. Des Weiteren sieh es mir nach, dass ich noch etwas anderes zu tun habe, als den ganzen Tag Kommentare zu kommentieren.

    • bugsierer 1.02.2011 at 19:38

      @NicoLumma @50hz die erste persönliche diffamierung kam von ihnen, herr lumma, indem sie gutjahr im ersten satz als applefanboy bezeichneten. damit haben sie sich weit genug aus dem fenster gelehnt, um diesen kleinen shitstorm jetzt ertragen zu müssen. finde ich.

    • NicoLumma 1.02.2011 at 19:51

      @bugsierer richard hat sich selber apple fanboy genannt. nicht ich.

    • @MarkusBreuer @Nico Ich finde auch, dass die ganze Diskussion alles in allem ziemlich gesittet abläuft. Weshalb sich hier einiges hochschaukelt, ist sicher dem Umstand zu verdanken, dass Nico hier eine steile These online stellt ohne dann auf die Reaktionen einzugehen.

      Und all die, die sachlich gegen den Beitrag argumentiert haben, würden sich sicher eine Reaktion wünschen, denn nur das ist am Ende ein fruchtbarer Prozess.Und viele der Diskutanten haben sich viele Gedanken über ihre Kommentare gemacht. Da wäre es für mich logisch, die nicht einfach zu ignorieren.

      Wenn nur eine ins Netz getackerte These war, um Aufmerksamkeit zu generieren: Glückwunsch!

    • @NicoLumma @bugsierer “… bislang aufgefallen durch ein ausgeprägtes Dasein als Apple Fanboy und eine kritische Berichterstattung zum WeTab …”
      Du nennst ihn nicht Fanboy, Du beschränkst ihn auf diese Rolle. Du schreibst zudem nicht “… mir aufgefallen …”.
      Dass er mehr ist, wurde ja nun oft genug wiederholt. Da Du in diesem Netz ein Rolle spielst, darf das nicht so unkommentiert bleiben. Diesen Schnellschuss könntest Du zumindest korrigieren.

    • SaschaStoltenow 1.02.2011 at 20:16

      @NicoLumma @bugsierer Die Diskussion, wer angefangen hat, habe ich irgendwo schon mal gehört, wo war das noch? Sie hat in jedem Fall nicht weiter geholfen, wird es hier wohl auch nicht. Als einer, der gerne mal polemisch aus der Hüfte schiesst, habe ich weiter unten versucht, das wieder in eine andere Bahn zu lenken. Hat nicht geklappt, kann ich mit leben. Ich habe aber auch offen gelegt, was mich am Ausgangskommentar gestört hat, insb. die doch recht Pauschale Diffamierung der undifferenzierten Re-Tweeter. In der Tat, talk is cheap, tweet even cheaper. Um etwas u bewegen, braucht es Menschen, die etwas tun. Das hat Gladwell? auch sehr detailliert im Economist? dargelegt.

      Dennoch, als jemand der etwas Erfahrung in Krisengebieten sammeln durfte, finde ich Richards Perspektive bereichernd und biographisch ua wg seiner Bindung an Israel passend. Ausserdem finde ich die Situation sooo kritisch nicht, selbst wenn die Reisewarnungen nun hoch gehen. Warum Richard als Teil der Selbstinszenierung bislang den Jugo-Teil bislang nicht erwähnt hat, kann er ja mal bei Zeiten erklären, aber wer in Tel Aviv lebt, hat Krisenerfahrung quasi eingebaut. Having said that, komme ich aber nicht umhin, mich an dem eher missgünstig, saturierten und nicht treffend wirkenden Ausgangstext ebenso zu stören, wie an den unsouveränen Kommentaren Nicos. Wo, wenn nicht bei giftigen Kommentaren wäre es leichter, souverän zu wirken? Schliesslich, natürlich ist auch meine Eitelkeit, die mich hier antreibt, aber halt nur auch.

    • NicoLumma 1.02.2011 at 20:23

      @SaschaStoltenow mit dem Tweet “Klar @Nico, keinen geraden Strahl pissen können, aber @gutjahr kritisieren. Ist das Vodafone-Propaganda oder Neid?” hast du schon mal klar gemacht, daß Du es nicht auf Sachlichkeit abgesehen hast. Warum sollte ich mit jemanden wie Dir noch diskutieren wollen? das ist mir zu doof. und daher bezeichne ich dich als troll.

    • SaschaStoltenow 1.02.2011 at 20:53

      @NicoLumma Ja, das habe ich schon mal klar gemacht und es deshalb weiter unten den VF-Anteil als billige Polemik bezeichnet und um Entschuldigung gebeten. Die gewährst Du nicht, was auch ok ist. Und das mit dem “graden Strahl” ist einfach nur Schulhofprügelei, da traue sogar ich mich nicht, darum zu bitten, das zu entschuldigen. Außerdem bin ich mir nicht sicher, wie viele den Tweet überhaupt gelesen haben, aber auch die wissen spätestens jetzt, dass ich auch ganz unten in die Schublade greifen kann, wenn ich erregt bin. Fallschirmjäger eben. Ich gelobe aber Besserung.

    • bugsierer 1.02.2011 at 21:20

      @NicoLumma das ist nicht der punkt. der punkt ist, dass gutjahr mehr drauf hat, als sie hier verbreiten:
      http://meedia.de/details-topstory/article/gutjahr–der-deutsche-blogger-in-gypten_100032956.html?tx_ttnewsbackPid=23&cHash=a15d5fe1e0
      nachdem sie sich hier so uneinsichtig gerieren, halte ich den heutigen tweet von irgendwem für zutreffend:
      nico lumma = sahra dingens der blogosphäre…

    • @bugsierer He, nenn’ mich nicht irgendwem! :-)

  68. Einverstanden, wenn man Gutjahrs Entscheidung befürwortet, kommt man nicht umhin jene zu kritisieren, die seine Selbstdarstellung geißeln. Aber die hier zu lesende Kommentarflut ist offensichtlicher Ausdruck einer Richard Gutjahr Fangruppe, die Nicos Argumenten eine reaktionäre Empörung entgegensetzt.

    Richard Gutjahr hat weder einen journalistischen Auftrag, noch sich bisher als Reporter in Krisengebieten hervorgetan. Für diesen Fall wäre sein jetziger Schritt vollkommen nachvollziehbar. So aber bekommt seine Berichterstattung spiegelfechterlesque Züge, die keiner analytischen Aufklärung über die Ereignisse im Nil-Delta dienen. Vielmehr, das ist seinen Einträgen zu entnehmen, ist er fasziniert von dem Geschehen, was wenig verwerflich ist. Gleichzeitig, und hier greift Nicos Argumentation, ist der eigentliche Zweck Aufmerksamkeit für sich, seine Arbeit und das Blog zu generieren. Oder, um es kurz zu fassen: reiner Opportunismus.

    Statt offen darüber zu diskutieren, wird in den hier aufgeführten Kommentaren ein Tribunal über Nico gehalten. Wer über die selbstherrliche Argumentation und die Verweise auf Misserfolge seiner Kampagnen hinwegsieht, kann kaum sachliche Argumente finden.

    Jeder der Nico kennt weiß, dass er sich allen sachlichen Diskussionen stellt. Nur: ihn persönlich anzugreifen, ohne dies mit Argumenten zu unterlegen, ist (mit Verlaub) infam.

    (Disclosure: ich arbeite mit Nico zusammen bei Scholz & Friends)

    • @MichalisPantelouris keineswegs Michael, ich habe “journalistischen Auftrag” im Sinne eines Mehrwerts verstanden, den Richard Gutjahr’s Reportage bringt. Den kann ich aber nicht erkennen, zumal ich ihn schon in zahlreichen anderen Quellen finde.

      Was das Thema Gutjahr und Krisengebiete angeht, konnte ich das seiner Vita nicht entnehmen. Gerne lasse ich mich diesbezüglich eines Besseren belehren.

    • MichalisPantelouris 1.02.2011 at 18:37

      @signoreDUm ihn mal selbst zu Wort kommen zu lassen: http://meedia.de/details-topstory/article/gutjahr–der-deutsche-blogger-in-gypten_100032956.html?tx_ttnewsbackPid=23&cHash=a15d5fe1e0

      Und: Der Name ist Michalis. Griechischer Michael.

    • MichalisPantelouris 1.02.2011 at 18:38

      @signoreD Ach, und, vergessen: Ich sehe durchaus einen Mehrwert, aber mit der Argumentation würde dann jeweils ein Journalist an jedem Ort reichen. Das ist ein gefährlicher Weg.

    • @MichalisPantelouris zunächst Entschuldigung wegen des falsch geschriebenen Namens Michalis!

      Danke für den Link! Ich kannte diesen Teil von Gutjahrs Biographie nicht, zumal er davon – außer in dem Interview – nichts erwähnt. Dennoch würde ich nicht behaupten, dass er dieses Thema konsequent im Sinne einer journalistischen Entwicklung aufgegriffen hat. Und eine solche Grundlage halte ich bei seinem Schritt durchaus für wichtig.

    • @signoreD @MichalisPantelouris

      Jetzt muß ich lachen: “Ich kannte diesen Teil von Gutjahrs Biographie nicht, zumal er davon – außer in dem Interview – nichts erwähnt.”
      Also doch kein Selbstdarsteller?!!!!

      BTW: http://gutjahr.biz/Gutjahr/Profil_files/CV%20Richard%20Gutjahr_1.pdf
      

    • @signoreD Man kann bei Scholz & Friends arbeiten, ohne einfache Texte verstehen zu können. Wow! Das wusste ich nicht.

    • ChristophKappes 1.02.2011 at 17:59

      @signoreD Richard Gutjahr braucht keinen journalistischen Auftrag, weil er freier Journalist ist.

    • NicoLumma 1.02.2011 at 18:01

      @_SvenR bring doch bitte einfach mal einen kommentar ohne beilidigenden unterton, das wäre super.

    • Oliver1976 1.02.2011 at 18:05

      @signoreD Du schreibst, das Richards Schritt nachvollziehbar wäre, wenn er schon Erfahrungen in der Berichterstattung aus Krisengebieten. Richtig? Dann mach Dich doch bitte mal mit seiner Vita vertraut, bevor Du so argumentierst.

    • ChristophKappes 1.02.2011 at 18:08

      @NicoLumma @_SvenR Was soll man denn sachliches zu signoreD sagen?
      SignoreD schreibt “er greift Nicos Argumentation, ist der eigentliche Zweck Aufmerksamkeit für sich, seine Arbeit und das Blog zu generieren” – Genau das ist es doch, was hier die Kommentatoren (mich eingeschlossen) für nicht verwerflich halten!
      Journalismus lebt von Aufmerksamkeit, Blogger leben davon – es ist auch okay so! Ein Problem wird es nur dann, wenn es a) unsachlich/reisserisch/beleidigend ist oder b) inhaltsleer.
      Wobei inhaltsleer ein Beitrag ist, der nur sagt: da will einer Aufmerksamkeit. Das kann man denken, aber schreiben sollte man es nicht, dann kommt es wie ein Bumerang zurück.

    • MichalisPantelouris 1.02.2011 at 18:14

      @signoreD Ähm, ich glaube, hier wird journalistischer Auftrag falsch verstanden: Der journalistische Auftrag ist es, zu berichten, was berichtenswert ist. Dafür braucht man keinen Auftrag von einem Medium mehr (auch wenn Gutjahr inzwischen auch für Focus-Online schreibt). Außerdem hat Gutjahr sehr wohl schon aus Krisengebieten berichtet, ich weiß nicht, wo Sie hernehmen, er hätte sich nicht hervorgetan, aber er hat immerhin schon für die ARD aus Krisengebieten berichtet. Ich weiß nicht, was so schwer daran ist, einmal zuzugeben, dass dieser komplette Text aus der Hüfte geschossen war und fehlgegangen ist?

    • @NicoLumma Weißt Du, Nico, ich bin schon ein bisschen fassungslos. Es hat auf mich den Eindruck, dass Du Dich an Themen ranhängst, die eine hohe Visibilität haben. Das war neulich bei Niggemeier schon so, und ist jetzt bei Gutjahr nicht anders. Dann folgerst Du, dass es allen nur um Aufmerksamkeit geht in einer sehr abfälligen Art und Weise und bringst leicht zu widerlegende Argumente. Wahrscheinlich freust Du Dich, das solche Deppen wie ich hier auch noch Traffic generieren. Du bist in meinen Augen vollkommen kritikunfähig, gehst in keiner Weise auf sachlich vorgetragene Widerlegungen Deiner steilen Thesen ein, beleidigst mich (“jetzt geht dir einer ab, ja?”) und andere ganz nonchalant und bittest mich, meinen beleidigenden Unterton zu lassen.

      Es wäre an der Zeit, dass Du Dich bei Richard Gutjahr entschuldigst.

    • NicoLumma 1.02.2011 at 19:15

      @_SvenR ah, jetzt beleidige ich dich also. du bezeichnest mich überall als “die sarah dingens der blogosphäre” und nun jammerst du rum, wenn ich nicht mega-freundlich zu dir bin? interessant.

    • JoSchaefers 1.02.2011 at 19:25

      @MichalisPantelouris@signoreD
      Ich empfehle zum Abgleich der Selbstdarstellung bei Meedia einen kurzen Blick in G. Lebenslauf: http://gutjahr.biz/Gutjahr/Profil_files/CV%20Richard%20Gutjahr_1.pdf

      Von Einsätzen in Krisengebieten, gar Mitte der 90er, ist da, nichts zu lesen (Verwunderlich, wo sonst doch jede Kleinigkeit aufgeführt wird).

      Wobei, gut möglich, dass G., damals gerade Anfang 20 und frisch auf der Journalistenschule, neben seinem Hiwi-Job bei Radio Gong auch mal in Kroatien war.

    • MichalisPantelouris 1.02.2011 at 19:32

      @JoSchaefers @signoreD Ähm, nur um beim Abgleich fair zu bleiben, da steht:

      Gaza-Krieg 2008/2009, aktuelle Berichterstattung aus Israel für ARD-Tagesschau, Tagesthemen und Weltspiegel

      Ich bin mir nicht sicher, warum du jetzt auch noch unterstellen musst, Gutjahr würde seine Biografie schönlügen, aber wenn man die Argumente, die gegen ihn sprechen, schon erfinden muss, dann würde ich sagen: Case closed.

    • JoSchaefers 1.02.2011 at 20:21

      @MichalisPantelouris @signoreD Ja, und? Berichterstattung ist ein weiter Begriff. Dass G. das ein oder andere – ja, was eigentlich? – Stück verkauft, wenn er schon in Tel Aviv wohnt, ist zudem nur nahe liegend (Um nicht von einer Masche zu sprechen).

      Ich hätte mir auch gerne mal angesehen, was G. da gemacht hat, leider fehlt es auch hier im sonst doch recht kompletten Portfolio an entsprechenden Arbeitsproben.

      Wie auch immer, den Hinweis auf Erfahrungen aus dem Balkankrieg bei meedia fand ich deutlich interessanter, alleine schon, weil sie das Lebenswerk des verkannten jungen Helden in einem neuen Licht erstrahlen lässt. Sie nicht?

    • sebastiankeil 1.02.2011 at 21:07

      @MichalisPantelouris wollte mich eigentlich raushalten, aber 2008/09 ist was anderes als Mitte der 90er, da sind wir uns schon einig, oder?

    • @NicoLumma Nico, ich jammere nicht. Du siehst keinen Unterschied, ob ein kleiner, unbedeutender, anonymer Blogkommentator Dich als “die Sarah Dingens der Blogosphäre” (gut im austeilen, schlecht im einstecken, ich-ich-ich, große Unterschiede in der Selbst- und Fremdwahrnehmung) und “jetzt geht dir einer ab, ja?” vom Director Social Media der Scholz & Friends Group (in seinem Privatblog) geschrieben wird? Wow!

    • NicoLumma 1.02.2011 at 21:46

      @_SvenR nee, stimmt. anonyme kommentare sind natürlich viel besser.

    • MichalisPantelouris 1.02.2011 at 21:48

      @sebastiankeil eben. Was er heute kann ist relevant.

    • @NicoLumma Ach, Nico. Es muss schön sein, in Deiner Welt.

    • OliverGassner 4.02.2011 at 10:52

      @signoreD Hm, ein freier Journalist braucht also einen ‘journalistischen Auftrag’, bevor er recherchieren gehen darf? Wusste ich nicht.Ich kenn ja Nico schon länger (persönlich glaub ich seit 2006 oder so) und bisher haben wir uns nie gehauen ;) ich war auch mal an einem gemeinsamen Projekt beteiligt (nein, nicht Vodafone ;) ). An diesem Ding hier finde ich seine Taktik spannend, jeder inhaltlichen Diskussion hier aus dem Weg zu gehen sondern auf der Beziehungsebene zu bleiben. Die merk ich mir. Ernsthaft. (Ich sprech nur in 3. Person weil ich keine Antwort von Nico hierauf erwarte ;) )

    • NicoLumma 4.02.2011 at 10:59

      @OliverGassner oliver, ich gehe keiner inhaltlichen diskussion aus dem weg, aber wenn ich von irgendwelchen leuten angepöbelt werde, sinkt mein interesse an einer inhaltlichen diskussion rapide ab. ich habe daher ja auch ein weiteres posting zu diesem thema verfasst und dort einige fragen als diskussionsansatz aufgeworfen, in der hoffnung, dort mit etwas mehr gelassenheit zu diskutieren.

  69. KlausJarchow 1.02.2011 at 20:19

    Ich glaube inzwischen ja eher, der Richy muss irgendwann dem Nico wohl mal das Mädel ausgespannt haben …

    Der Gutjahr war also mal “Apple-Fanboy”, ogottogott, das disqualifiziert aber fürs Leben! Der Erich Kästner war sogar mal Werbetexter. Ja und? Der ist trotzdem noch ein ganz anständiger Mensch geworden …

  70. Andreas_Maurer 1.02.2011 at 21:27

    Hier geht’s ja lustig zu… :) Aber zur Sache: Ich war auch erst skeptisch, als ich von Richard Gutjahrs Trip gen Kairo gelesen habe, und auch mir mir ist als erstes der iPad-Auftritt in den Sinn gekommen. Allerdings vergessen glaube ich viele Kritiker, das er eben “hauptberuflich” kein Blogger sondern – Journalist ist. Noch dazu einer mit einem Track Record in der Kriegs- und Krisenberichterstattung. Das finde ich relativiert so eine Reportagereise schon gewaltig. Dass er als freier Journalist seine in der Blogosphäre und Twitterwelt aufgebaute Reputation zur Selbstvermarktung nutzt – naja, kann man die Nase drüber rümpfen, finde ich aber legitim. Und, siehe Auftritte in der Tagesschau und Radiointerviews, es funktioniert – so dürften sich Reise- und Roamingkosten dann doch wieder reinspielen lassen.

    Ich finde es im Gegenteil spannend und auch gut, dass dieses Beispiel zeigt, wie sehr das Web 2.0 und die moderne Kommunikationstechnik auch den Journalismus demokratisieren beziehungsweise die Einstiegshürden senken. Handy, Laptop und Digitalkamera reichen, um professionell zu berichten – wenn denn auch das Handwerk professionell beherrscht wird. Und das gestehe ich Richard Gutjahr mehr als zu.

    Gleichzeitig zeigt die Entwicklung in Ägypten einmal mehr die Chancen und Möglichkeiten, die das” Web 2.0″ auch der breiten Masse geben – auch die Nicht-Profis haben die Möglichkeit ausreichend zu Wort zu kommen – und die Kanäle zur Kommunikation untereinander zu nutzen, so lange sie nicht gesperrt werden.

    • JoSchaefers 1.02.2011 at 23:10

      @Andreas_Maurer Ich glaube es ist weniger eine Frage der Legitimität (die kann man einem Freiberufler in diesem Zusammenhang schwer absprechen), sondern vor allem des Ressorts & Fokus, ob ein Selbstvermarkter passend für einen (journalistischen) Job ist (Das ist dann die Empfängerseite).

      Es gibt sicher Bereiche, wo eine Personalisierung recht gut funktioniert. Bei der Berichterstattung aus Krisengebieten hätte ich es grundsätzlich aber lieber erstmal klassisch. Da interessiert mich nämlich weniger der Reporter, sondern die Inhalte (Warum ein Einzelkämpfer mit/ohne Selbstdarstellungsdrang da im Nachteil ist, erkläre ich weiter unten).

      Und mei, für einen kurzen Aufsager sollte es bei entsprechender Ausbildung immer reichen. Daran habe ich bei G. aber auch nicht gezweifelt (Man mag diskutieren, ob das noch Journalismus ist – oder das symbolisch-professionelle Bedienen der Erwartungshaltung “Reporter vor Ort”. Das hat aber weniger mit G. zu tun, sondern ist ein generelles Problem).

      G. selber dürfte solche Zweifel auch nicht gehabt haben. Ganz im Gegenteil, genau diese Chance dürfte er – einmal mehr – gezielt gesucht haben. Wohl wissend, dass die etablierten Kollegen noch ein paar Stunden brauchen werden und er mit Glück seine einsdreissig Ruhm bekommt. Die Kalkulation ist aufgegangen.

      Für die Idee selber gibt es ja eindeutige Vorbilder: Stephan Kloss (fuhr auf eigene Kosten in den Irak, wurde zur Stimme der ARD) bzw. Lindsey Hoshaw (Vorfinanzierung einer Reportage durch Spenden)

      Nicht ganz unspannend in diesem Kontext finde ich übrigens auch die Rolle der Sender und Redaktionen in der Heimat, die in einem solchen Fall auf freiberufliche Glücksritter zu setzen und so immer wieder junge Kollegen zur Nachahmung motivieren. Ich finde das tendenziell verantwortungslos, auch wenn in die Gefahrenlage in Ägypten derzeit wohl überschaubar ist.
      Die These von der Demokratisierung durch Technik finde ich übrigens recht steil. Gut, du relativierst sie ja selber, da du noch auf das Handwerk abstellst. Und genau das ist eben der Punkt.

      Gerade in Krisengebieten gibt es noch ein paar weitere: Zum Beispiel den Aspekt, nicht zwingend Risiken eingehen zu müssen, weil man etwas verkaufen _muss_ . Oder die Möglichkeit, sich in einem Team gegenseitig zu covern, usw. – Siehe dazu auch: http://www.mediummagazin.de/archiv/2010/ausgabe-4_5-2010/paradoxe-situation/ bzw. http://www.medienspiegel.org/schlagzeilen/03,05,21,01,sz.html

      Generell mag social media eine hochspannende Ergänzung sein. Was es aber ganz sicher nicht ist, ist eine Alternative zu klassischem Journalismus in Krisengebieten (So Dinge wie Hypecycles, vgl. Tibet, noch ganz aussen vor).

      Ich halte Flickr-Geflacker in Echtzeit übrigens auch nicht zwingend für “authentisch” oder wahr. Es wirkt nur so. Das mag unseren Voyeurismus befriedigen, aber nicht unser Bedürfnis nach verlässlicher Information (so fern vorhanden). Mathias Richel hat das recht hübsch formuliert:

      “Ehrlich? Ich wäre jetzt gern in Ägypten. Nicht, weil ich darüber twittern oder rumjournalisten wollen würde. Ich bin auch nicht lebensmüde oder übermäßig leichtsinnig. Nein, der Zeitenvoyeurismus zieht mich dahin. Das pure Gaffen auf die Schienen der Geschichte. Es ist das gleiche Gänsehautgefühl, das ich bekomme, wenn ich kraftvolle Anti-AKW-Demos sehe, erfolgreiche G8-Proteste, oder die Bilder vom Mauerfall. Verurteilt mich dafür, aber Aufstände des Volkes sind ein Schlüsselreiz für mich.”

      (Quelle: http://blog.mathias-richel.de/2011/01/31/naive-gedanken-eines-optimisten/)

  71. Wow, hier ist ja immer noch ordentlich Druck auf dem Kessel.

    Leider muss auch ich feststellen, dass es bisher keine vernünftigen Gegenargumente zu Nico´s Beitrag gibt. Ersatzweise werden daher wohl lieber irgendwelche alten Statements von Nico ausgegraben, oder Halbwissen zu Vodafone in dem Raum geschmissen.

    Ich kann den Beitrag von Nico durchaus nachvollziehen und wenn ich ihn richtig verstehe, dann geht es nicht darum, dass der gute Gutjahr sich auf den Weg macht und uns mit Informationen aus dem aktuellen Krisengebiet versorgen möchte.
    Es geht vielmehr um die Inszenierung seines Vorhabens, dieses übertriebene auf sich aufmerksam machen “Hallo! Schaut mal was ich jetzt mache!”, immer und immer wieder. Diese Masse an Tweets innerhalb kürzester Zeit, die aus journalistischer Sicht mit dem Thema gar nichts zu tun haben.

    Wäre der gute Gutjahr einfach nach Kairo geflogen und hätte seine Berichtserstattung gemacht, dann wäre es meiner Ansicht nach nicht zu diesem Beitrag von Nico gekommen. Und wenn wir es mal aus diesem Sichtwinkel betrachten, dann wäre diese Diskussion wohl nicht so ausgeartet.

    • SaschaStoltenow 1.02.2011 at 22:05

      @marsti Sicher, dass Du die richtigen Tweets gelesen hast? Seit dem 29. hat Richard, wenn ich richtig gezählt habe, knapp 60 Tweets abgesetzt. Die meisten on-topic seiner Reise nach Ägypten, keineswegs selbstbezüglich. Und in seinem Blog-Post hat er sehr überzeugend dargestellt, dass er eigentlich Fanboy mäßig nach New York wollte, um Murdochs iPad-Zeitungslaunch beizuwohnen. Der gute Gutjahr ist also einfach nach Kairo geflogen und hat darüber berichtet. Den “falschen” Ton hat Nico getroffen (und ich im Übrigen auch).

    • @SaschaStoltenow Vielleicht ist die Aussage “Diese Masse an Tweets..” etwas überzogen. Wie auch der von Nico erwähnte Tweet (I’m live on Ustream! Check out my show) hinterlässt bei mir einen bitteren Gechmack. Auch einige seiner aktuellen Tweets aus Kairo sind nicht das, was ich von einem Journalisten erwarte (und alle so yeeaah).

      Es geht vielmehr um das “wie” ich dieses Theam angehe, und es wirkt schon ein wenig so, als würde jemand ganz viel Aufmerksamkeit brauchen.

      Weder bei dir, noch bei Nico sehe ich einen falsch getroffenen Ton, da gibt es andere Personen hier, die zu dieser Einsicht kommen sollten…;)

    • ChristophKappes 1.02.2011 at 23:05

      @marsti Der “I’m live on Ustream! Check out my show” wird von Ustream automatisch generiert, bei Google hat er 1.300.000 Treffer.

    • @ChristophKappes ” I am at Starbucks Cairo international airport Term 1″ als ersten Tweet im Krisengebiet abzusetzen war sicherlich auch ein bloßer Automatismus.

    • @dogfood @ChristophKappes Das ist doch jetzt albern. Außerdem hat er den 4square-tweet auf seinem anderen Account abgesetzt. Und ehrlich gesagt: als 4square-Nutzerin hätte ich mich auch in Cairo eingeloggt. Ihr nicht?
      Kinders, jetzt hört doch mal auf mit der Hetzerei.

  72. MichalisPantelouris 1.02.2011 at 21:46

    Eben. Was er heute kann ist relevant.

  73. Ich habe Richard mal an einem Twittagessen in München kurz kennengelernt. Eigentlich ein unscheinbarer Schaffer, von dem ich nicht nur mit seiner Apple iPad Aktion überrascht wurde. Dass er jetzt nach Ägypten geht, beobachte ich skeptisch. Dabei geht es mir weniger um die Selbstinszenierung als einfach darum, dass man sich auch bewusst Gefahren aussetzen kann.

    Vor einer Woche hatte ich mit André Marty einen erfahrenen Auslandskorrespondenten zu Besuch, der in einer kleinen Runde von seiner Arbeit im Nahen Osten erzählt hat. Dabei hat er auch erzählt, wie wichtig es ist, als Journalist mit einem Team und Vertrauenspersonen zusammenzuarbeiten. Man muss die Situationen einschätzen können. Und er hat auch gesagt, dass heutzutage die grossen Sender einfach junge, unerfahrene Journalisten in Krisenregionen schicken, da nur noch wenige Sender permanent Korrespondenten dort haben. Diese Jump In Korrespondenten sind dann auch sehr schnell Opfer in solchen Krisenherden.

    Ich wünsche Richard dass er das gesund und munter wieder rauskommt.

  74. Können wir uns jetzt mal wieder den wichtigen Dingen des Lebens widmen?

  75. salvaDDor 2.02.2011 at 8:17

    Die Frage für mich ist, ob man Selbstinszenierung tatsächlich nicht mit einem guten Job verbinden kann? Was ist – um mal den provokanten Ton hochzuhalten – mit Christiano Ronaldo, Günter Wallraff, Klaus Kinski…:-)

    Aber mal im ernst: Richard Gutjahr ist Reporter und war in Israel, als die Unruhen ausbrachen und ist spontan nach Kairo gereist. Ich persönlich sage: Logisch, oder? Er ist wohl kaum Reporter geworden, weil er Apple-Produkte liebt.

    Seine Tweets und Blogbeiträge werden kaum die Hintergrundinformationen liefern können, die nicht mal Spiegel oder ARD liefern können. Was er aber liefern kann sind authentische Eindrücke und vor allem Antworten auf Fragen, die man ihm über Twitter und seinen Blog persönlich (!) stellen kann. Und das ist mir verdammt viel wert. Ruf mal bei der ARD an und versuch das….

    • NicoLumma 2.02.2011 at 14:49

      @salvaDDor wie schon gesagt, ich finde, daß eine derartige selbstinszenierung nicht zu einem thema wie die unruhen in ägypten passt. darüber kann man gerne geteilter meinung sein.

    • salvaDDor 2.02.2011 at 15:03

      @NicoLumma hm, jetzt gehst du nur auf den teil ein, der über dem “mal im ernst” steht….meine kernaussage war das ja nun wirklich nicht. ich finde übrigens nicht, dass er sich selbst übertrieben inszeniert. ich sagte nur, dass er – selbst wenn er es täte – gute arbeit abliefern könnte!

      noch was ganz anderes:
      ich bin mir ja sicher: wenn es nicht richard gutjahr gewesen wäre, sondern ein vielleicht sogar bis dato unbekannter blogger, der sich auf dieses “abenteuer” eingelassen hätte, dann wäre eine ganz andere stimmung in der (angeblich real existierenden) blogosphäre. dann wären journalisten kollegen kiritisch, die richard heute feiern und viele kritiker begeistert, die ihn heute abwatschen.. denkst du nicht?

    • NicoLumma 2.02.2011 at 15:21

      @salvaDDor auch wenn ein bis dato unbekannter blogger mit derartigen tweets auf sich aufmerksam gemacht hätte, wäre ich skeptisch gewesen. wie das andere leute beurteilen, kann ich nur schwer vorhersagen. :)

  76. Neidisch? Oder wie soll man diesen Beitrag interpretieren?

  77. Fassungslos 2.02.2011 at 14:43

    Lieber Nico,
    ich muss jetzt mal beleidigungsfrei vermerken, dass du dich für mein Empfinden – nicht erst mit diesem Artikel, aber mit diesem entgültig – aus der Reihe lesbarer Blogs oder anders gesagt “intelligenter Schreiber” verabschiedet hast. Wie man derart verächtlich über andere Leute schreiben kann – nicht zum ersten Mal – Tatsachen verdrehen, ignorieren usw – Respekt. Dafür muss man schon eine Rieseneiche sein, die gar nichts juckt – nicht mal die Realität um einen herum.

    • NicoLumma 2.02.2011 at 14:47

      @Fassungslos lieber anonymer Kommentator, vielen Dank für Deinen Beitrag.

    • Fassungslos 2.02.2011 at 15:03

      @NicoLumma Lieber Nico – gern. Und wenn ich meinen Namen in Zusammenhang mit diesem Blog hier lesen wollte, hätte ich ihn hier angegeben. Ich kann auf diese Aufmerksamkeit jedoch im Gegensatz zu Anderen verzichten und es nimmt meinen Worten wohl auch kaum den Inhalt, nicht wahr?

    • gabrealness 2.02.2011 at 15:05

      @Fassungslos @NicoLumma “kann auf diese Aufmerksamkeit verzichten” ist gut :-) Interessante Begründung für einen anonymen Post.

  78. Hallo Nico,

    nun ist es ja offensichtlich vorbei: http://twitter.com/gutjahr/statuses/32785314678312960. Hast Du die Blogeinträge/Tweets gelesen? Was fällt Dein Urteil jetzt aus?

  79. Das ist ja hier schlimmer als beim Tokio Hotel-Beitrag. Und das ist übrigens Strojnys Law II, jede Diskussion auf lumma.de geht solange bis der Tokio Hotel-Beitrag erwähnt wird.

    Aber im ernst: es gab englischsprachig bessere Grassroots-Berichterstattung als von Gutjahr. Den Vorwurf Selbstdarstellung finde ich übertrieben, so kommt es mir einfach nicht rüber, ich find’s einfach nicht so “hintergründig”, wie ich mir das vorstellen könnte.

  80. Hallo Nico Lumma,

    salvaDDor trifft es auf den Punkt: Dass Gutjahr von Israel rüber nach Ägypten gereist ist, ist nur logisch. Jeder Journalist, der auch nur ein klein wenig Berufsehrgeiz hat, hätte dies wahrscheinlich ebenso getan. Sicher kann er nicht die große Politanalyse liefern – aber er kann, weil er mittendrin ist, sehr anschaulich ein Bild über die Menschen vermitteln, ihre Gefühle, ihre Sehnsüchte, ihren Antrieb auf die Straße zu gehen. Das also, was guter Journalismus – neben aller Analyse und Einordnung – ebenfalls leisten sollte. Etwas Selbstinszenierung verzeihe ich dafür gern.

  81. Pizza_Pepe 4.02.2011 at 10:32

    Wenn ich mir die Bilder von verletzten Krisenberichtserstattern in den Medien anschaue, frage ich mich, was einen Hobby-Blogger eigentlich dorthin treibt.
    Die Antwort darauf kann sich jeder selber geben.

  82. OliverGassner 4.02.2011 at 11:12

    @NicoLumma Nun, es gab ja einiges Vernünftige, das gesagt wurde. Ich hab auch versucht, meine Einschätzung “untrollig” abzuliefern. Ich hab das ghalt nur (ggf. subjektiv) als Mangel verspürt..Das andere POst hab ich noch icht gelesen, ich glaub du musst mal wieder in meine Blogroill *g*

  83. Ach, Nico. Du magst am Ende vielleicht ein Stück weit Recht haben, und bei Gutjahr zeigt sich in seinem Verhalten auch etwas Geltungsdrang bzw. wie du sagst “Selbstdarstellung”.

    Aber erstens: Das trifft hier nicht den Punkt.

    Zweitens: Du selbst hast jede Menge Geltungsdrang. Du reagierst auf den Gutjahrs Scoop – pardon – vor allem wie ein gekränkter Mann mit hohem Geltungsdrang…

    (hey, und vermutlich würdet ihr beide euch im echten Leben ganz wunderbar verstehen und gegenseitig respektieren – nehme ich an)

    Neben einer Prise Geltungsdrang (was man im Grunde genommen jedem vorwerfen könnte, der als Journalist in Bereichen von allgemeinen Interesse recherchiert, ähem) mögen bei Gutjahr vielleicht auch

    * Neugier
    * Verantwortungsempfinden
    * schlichte Gelegenheit
    * demokratisches Bewusstsein
    * Sympathie für eine Befreiungsbewegung
    * Interesse an der Fragestellung rund um Facebook

    eine Rolle gespielt haben. Könnte ja sein, oder?

    Wie auch immer, Nico – ich wünsche dir für dein Schaffen gutes Gelingen inkl. toller Scoops und gelungener politischer Arbeit. Und, mal nebenbei, bitte, schmeiß endliche die nervigen “Google Anzeigen” aus deinem Blog. Finanziell sind die nicht so pralle – aber das hast du sicherlich schon selbst gemerkt.

    Grüße

    – ein Genosse -

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