Richard Gutjahr, bislang aufgefallen durch ein ausgeprägtes Dasein als Apple Fanboy und eine kritische Berichterstattung zum WeTab, ist jetzt Unterwegs nach Kairo. Auf Twitter wird der geneigte Leser sehr immer wieder mit Updates von seiner Reise versorgt, man kann Bilder sehen und Zustandsbeschreibungen aus Ägypten lesen.
Mich erinnert das sehr stark an Richards Berichterstattung über das Schlangestehen für den iPad. Auch da hat Richard sich auf ein Thema gestürzt, das viel Aufmerksamkeit garantierte und er hat sich dementsprechend inszeniert.
Twitter-Meldungen wie I’m live on Ustream! Check out my show wirken noch zusätzlich als ob jemand bewusst in ein Krisengebiet fliegt, um sicherzustellen, daß er dort stattfindet. Richard will die Story “Todesmutiger Blogger und Reporter fliegt nach Ägypten, um live und ungefiltert zu berichten” schreiben und von der Aufmerksamkeit profitieren.
Derzeit 338 Retweets zeigen deutlich, wie sehr die deutschen Twitter-Nutzer auf diese Inszenierung aufspringen, getrost des guten alten Mottos “unreflektiert Retweeten geht am schnellsten” – die Menge jubelt und der Held berichtet live. Einen Mehrwert kann ich bislang bei seiner Berichterstattung allerdings nicht erkennen, zu präsent sind die Bilder der Unruhen, die von vielen, vielen Ägyptern ins Netz gestellt werden.
Ich hoffe, Richard Gutjahr kommt heil wieder nach Hause, es wäre unschön, wenn aus seinem Hang zur Selbstinszenierung gefährliche Situationen resultieren würden.
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[...] sich der eine oder andere lieber mit Menschen, die er eigentlich ignorieren könnte, so wie Nico heute morgen sich kritisch mit Richard Gutjahrs Blogger-Reise nach Ägypten auseinandersetzt. [...]
[...] gibt es auch die a.A. auf diese Reise. Sie vertritt Nico Lumma in seinem Blog und meint, im Spiel Selbstdarstellung vs. Reportage gewinnt die Selbstdarstellung Gutjahrs gegen die (erst begonnene) Reportage. Gutjahr inszeniere [...]
[...] so wenig. Wer Gutjahr nun im Hinblick auf die Reise nach Ägypten unterstellt, er betreibe reine Selbstinszenierung, dem möchte ich entgegnen: Falsch. Es ist keine reine Selbstinszenierung. Und selbst wenn, es [...]
[...] Ich wäre jetzt gern in Ägypten. Nicht, weil ich darüber twittern oder rumjournalisten wollen würde. Ich bin auch nicht lebensmüde oder übermäßig leichtsinnig. Nein, der Zeitenvoyeurismus zieht [...]
[...] Nico Lumma kritisierte Gutjahrs Reise gestern als Selbstdarstellung. Ich teile diese Meinung nicht. Was Gutjahr tut ist eine andere Form von Journalismus. Eine, die nötig ist in der digitalen Medienwelt. Erinnern wir uns nur an den Irak-Krieg. Jene grünen Bilder der Nacht gaben uns den Eindruck, dort laufe ein ganz sauberer Krieg ab. Mit Toten, sicher. Aber nur mit den nötigen. Kein roter Tropfen trübte das Bild. Und dann wachten wir auf. [...]
[...] man will, aber es gehört immerhin Mumm dazu, aus Kairo zu berichten. Das sich dann sofort Blogger mit Profilneurose melden und etwas von Selbstinzenierung faseln, ist allerdings nur widerlich, aber typisch [...]
[...] gehalten, aber es gab so gut wie keine, zwei bis drei Stück vielleicht. Einer hat auch etwas ausführlicher darüber gebloggt. Er wirft Gutjahr vor, er möchte sich in den Vordergrund [...]
[...] die Gutjahrs“, hat sich etwa Nico Lumma sehr kritisch geäußert und die Frage “Selbstdarstellung oder Reportage” gestellt – ein Vorwurf, den auch andere Blogger erhoben haben, vor allem mit Verweis [...]
[...] von verschiedenen Seiten, die ich nur unterstreichen kann. Aber auch Kritik wird geübt. Als Selbstdarsteller wird Gutjahr bezeichnet und bei Twitter werden seine Tweets als inhaltslos und sinnlos bezeichnet. Manche beschimpfen ihn [...]
[...] Zotte gerade darin besteht, dem Journalisten undBlogger Richard Gutjahr vorzuwerfen, er würde aus Gründen der Selbstinszenierung nach Kairo fliegen um von dort zu berichten. Das Thema der Diskussion ist “Selbstdarstellung von [...]
[...] Markus Breuer, Kommentator bei Nico Lumma [...]
[...] zweiten Kritikpunkt – er mache das nur zur Selbstinszenierung (hat ihn eigentlich mal irgendjemand wenigstens pro forma selbst deswegen gefragt??) – [...]
[...] gab an mehreren Orten und in vielen Tweets Kritik zu dieser Aktion. Vorgeworfen wurde ihm, sich selbst zu inszenieren und nach Aufmerksamkeit zu [...]
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[...] großartig! Das haben, denke ich, die meisten Blog-Leser so wahrgenommen (abgesehen von ein paar Haar-in-der-Suppe-Suchern, die es in Kleinbloggersdorf natürlich immer geben [...]
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