Das neue Hamburger Wahlrecht einfach erklärt

Am 20. Februar 2011 wird in Hamburg die Bürgerschaft gewählt, da die Koalition zwischen GAL und CDU zerbrochen ist. Wichtig ist bei dieser Wahl, daß ein neues Wahlrecht anzuwenden ist, bei dem die Wählerinnen und Wähler 5 Stimmen für die Landesliste und 5 Stimmen für die Wahlkreisliste zur Verfügung stehen. Da dies noch recht ungewohnt ist, hat die Stadt Hamburg unlängst jedem Wähler Musterstimmzettel zugeschickt, um den Bürgerinnen und Bürgern zu verdeutlichen, wie der künftige Ablauf bei der Wahl ist.

Ich habe mir nach eingehendem Studium der Musterstimmzettel überlegt, daß die Komplexität noch nicht gut genug erklärt worden ist, dies möchte ich daher hier nachholen.
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Online Marketing Rockstars

Am Freitag findet die Veranstaltung Online Marketing Rockstars in Hamburg statt. Auf der Bühne und beim Stage-Diving kann man Protagonisten der Online Marketing Szene Deutschland bestaunen, die erzählen, wie Online Marketing so richtig funktioniert und wie man dabei idealerweise nicht aussieht wie Bon Jovi.

Ich werde bis dahin meine Klampfe stimmen und zum Thema “Viel Lärm mit nichts. Wie man ohne Geld in sozialen Medien auf sich aufmerksam macht” ein paar Takte rocken. Und danach noch ein Solo zum Besten geben, wie man mit einer richtig coolen Agentur mit einem ordentlichen Einsatz von Geld noch viel, viel mehr erreichen kann.

Rock on!

Rivva versiegt

Seit 4 Jahren betreibt Frank Westphal Rivva und versucht damit, die aktuell diskutierten Blog-Einträge der deutschsprachigen Blogosphäre aufzulisten. Rivva wurde jetzt eingestellt.

Das ist schade. Aber irgendwie auch nachvollziehbar.

Die Herausforderung, in Realtime die deutsche Blogosphäre nach Verlinkungen abzugrasen, diese mit Twitter zu vergleichen und daraus eine Übersicht zu genieren, ist beim steten Wachstum der Inhalte nur schwer zu bewerkstelligen. Insbesondere, wenn man wie Frank dieses Projekt alleine betreibt. Vor etlichen Jahren hatten wir mal ein Projekt namens Blogstats.de aus der Taufe gehoben und dort auch zügig festgestellt, vor welche Herausforderungen man beim Spidern und Aufbereiten der Daten der Blogosphäre steht. Das Nachfolge-Projekt hat nie wirklich das Alpha-Stadium verlassen und wurde insbesondere wegen der stetig wachsenden Anforderungen an Hardware verbunden mit dauerhaften Anpassungen an die Software irgendwann eingestellt.

Schade, das. Aber ehrlich gesagt muß man auch sagen, daß die Qualität der Links bei rivva.de nur bedingt dem entsprach, was die deutschsprachige Blogosphäre an Diskussionen hergegeben hat. Zu viele Verweise auf amerikanische Blogposts haben meines Erachtens das Ergebnis ziemlich getrübt.

Es bleiben aber die Fragen, warum sich keines der Medienhäuser dieses Thema annimmt und warum derartige Aggregationsplattformen in Deutschland nicht funktionieren, weder was den Traffic angeht, noch was die Finanzen betrifft?

Andererseits finde ich es merkwürdig, daß Social Media Monitoring an jeder Ecke sprießt und gedeiht, aber keines der Tools daraus eine Aggregationsplattform für den deutschen Markt entwickelt. Ich vermute, daß Blogger und Monitoring-Anbieter eine andere Annäherung an das Thema Blogs haben und daher die mittlerweile sehr elaborierten Social Media Monitoring Tools nicht für das Erschaffen einer Blogger-orientierten Plattform genutzt werden.

Rivva hat allerdings auch immer wieder den Widerspruch zwischen Anspruch und Relevanz der deutschen Blogosphäre verdeutlicht. Sicherlich auch ein Grund, warum sich nicht mehr Anbieter auf das Thema gestützt haben oder stürzen werden.

Frank, vielen Dank für Deine Arbeit mit Rivva!