Und wieder ein belangloses Päckchen


„Hallo lieber Blogger“ – Wenn ich das schon lese, bekomme ich das kalte Kotzen! Ich finde es ja toll, daß immer mehr Unternehmen auf die Idee kommen, mal „irgendwas mit Bloggern“ zu machen, aber man kann das auch wirklich intelligenter lösen, als immer nur irgendwelche Päckchen wahllos zu versenden. Mal ehrlich, ich bin 38 Jahre alt und arbeite als Director Social Media bei einer der größten Kommunikationsgruppen Deutschland. Meint ihr wirklich, daß ich irgendwelche dusseligen Pseudorätsel lösen will, um ein iPad gewinnen zu können? Und dafür soll ich auf irgendeine Website verlinken, um dieser Website entsprechende Keywords und Linkjuice zuzuschieben? Wegen irgendwelchen Kontaktlinsen, Rasierern oder sonstigem Krempel? Meint ihr wirklich, daß die Anrede „Lieber Blogger“ dazu führt, daß ich mich ernstgenommen fühle? Ich bin sowas von transparent im Netz, man könnte schon meinen Namen verwenden und vielleicht auch mal gucken, wie meine Interessen so sind. Ich habe noch nie Kontaktlinsen getragen, was meint ihr, wie scheissegal mir irgendwelche Kontaktlinsenversender sind? Das kann man echt intelligenter anstellen. Ich frage mich auch überhaupt nicht, was es mit diesem Päckchen auf sich hat, ich bekomme ständig diesen Plünnkram zugeschickt und entsorge den Mist umgehend. Am schlimmsten waren irgendwelche Hohlbacken aus Dänemark, die haben mir mal irgendein Festplattendingensmediacenter zugeschickt, das nur mit Windows funktioniert. Was soll ich denn mit so einem Blödsinn? Schickt mir irgendetwas Cooles, mit dem ich auch etwas anfangen kann, aber nicht irgendeinen Trödel verbunden mit einem Pseudo-Gewinnspiel, bei dem es nur im Verlinkungen geht.

Es gibt so viele tolle Social Media Monitoringtools und es gibt gesunden Menschenverstand. Die Kombination wäre unschlagbar bei der Ansprache von Leuten, die ins Internetz reinschreiben.

7 Antworten auf „Und wieder ein belangloses Päckchen“

  1. Ich sehe schon, von solchen Ehren bin ich noch weit entfernt … Mir schickt keiner eine Rose.

  2. Und mir fällt leider nur ein, dass ich mich als Kunde bei dem Suppengericht ver*** vorkomme. Denn mir hat man nichts geschickt – dabei hätte es bei mir Relevanz gehabt.

  3. Da bekommt ein ‚lieber Blogger‘ Spam per Paketpost und denkt doch tatsächlich, das wäre an ihn persönlich gerichtet gewesen /hätte weitestgehend irgendwas mit ihm zu tun. Hat jemand nen Tipp wie ich den Leuten mit den Viagra Mails klarmachen kann, dass ich in den Emails gerne Gedichte von Rilke sehen würde?

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