Na endlich, das Chromebook!

Nico —  12.05.2011 — 15 Comments

Es hat lange gedauert, aber nun wurde A new kind of computer: Chromebook angekündigt. Lange, weil ich eigentlich ein derartiges Laptop schon vor Jahrenden hätte haben wollen, eigentlich seit ich irgendwann Ende der 90er die ersten Netbook-Ideen von Oracle, Sun und Co. gesehen hatte. Ich würde mal postulieren, daß das Google Chromebook für die meisten Privatanwender das ideale Gerät zur Nutzung des Internets darstellt. Und machen wir uns doch nichts vor, niemand braucht wirklich Word oder gar Office, niemand braucht all die unzähligen verfügbaren Programme für Windows, aber was alle brauchen, das ist ein Laptop, das schnell betriebsbereit ist und einen Browser hat. Alles andere ist Legacykrempel aus einer vergangen Ära, unnötiger Ballast, den man heute nicht mehr braucht. Gamer nehme ich mal aus und professionelle Nutzer auch, die sind immer noch an verschiedene Desktop-Tools gekettet.

Ja, Einwände, warum das alles evil ist, gibt es genug. Aber mal ehrlich, die Convenience ist doch hier das Thema, nicht irgendwelche Phantasien, daß Google meine Dateien ausdrucken und lesen würde. Den einzigen Einwand, den ich gelten lasse, ist daß man leider auch 2011 noch nicht überall und immer Internet hat, vor allem nicht an der kaum befahrenen Bahnstrecke Hamburg-Berlin. Warum sollte ich irgendwelche Daten lokal speichern, wenn ich das sicher in die Cloud auslagern kann? Das Chromebook hebt die Nutzerebene in den Vordergrund und sorgt endlich dafür, daß niemand mehr C:\ sehen muss und dadurch das Chromebook auch nicht mehr als ein schwierig zu meisterndes technisches Gerät ansieht, sondern einfach nur als Internetgerät. Und damit ist Internet endlich einfach für alle. Microsofts Akquisition von Skype wirkt dagegen wie der Versuch einer Zementierung des Desktops, obwohl das Desktop als Metapher zur Arbeit mit dem Rechner längst vom Konzept Browser als Fenster zum World Wide Web verdrängt wurde. Wenn man jetzt noch darüber nachdenkt, daß das Chromebook über UMTS verfügt und einen Datenvertrag benötigt, dann kann man sich sehr sicher sein, daß die Chromebooks für sehr günstige Tarife zu haben sein werden und damit die neuen Volksinternetgeräte werden dürften.

15 responses to Na endlich, das Chromebook!

  1. sebastiankeil 12.05.2011 at 16:16

    Wobei das von den Features her auch ein iPad sein könnte, nur dass du auf dem Chromebook vermutlich besser tippen kannst.

  2. @sebastiankeil eben.

  3. Was ICH daran geil finde, nachdem ich es gestern einen halben Tag lang testen konnte: Man kann es fuer 20 Euro im Monat mieten und es wird ausgetauscht, wenn die Hardware zu alt wird. Natuerlich ist Hardware-Leasing keine neue Sache, aber dass Google es direkt anbietet: Hammer!

  4. @mthie ich sag ja: das volksinternetgerät

  5. sebastiankeil 12.05.2011 at 17:23

    @NicoLumma Du meinst wenn sogar @mthie damit umgehen kann?

  6. JulianSetzer 12.05.2011 at 19:56

    @sebastiankeil …und auch Flash content nutzen darfst ;)

  7. @JulianSetzer @sebastiankeil das kommt erschwerend hinzu :)

  8. tilosiewert 12.05.2011 at 22:48

    wieso nicht für´s gleich geld n netbook holen, dass das kann, aber auch viel mehr. win ist fix ausm standby. wer will + dual-boot mit android, fertig is.

  9. @tilosiewert Wir leben in freien Laendern, mit freien Rechnern. Feel free, dir ein Netbook damit zu bespielen, was du moechtest.

    Es gibt Produkte, die sind fuer andere User bestimmt, als andere Produkte :)

  10. tilosiewert 12.05.2011 at 22:57

    @mthie es geht doch nicht um mich. ich findes es interessant (mehr nicht). es war allgemeiner gemeint. wenn es für die breite masse sein soll, ist der min. preis im weg, finde ich. jedenfalls im verhältnis zur leistung bzw. ähnlich teuren geräten. einen geltungsnutzen wie bspw. bei apple erkenne ich hier auch nicht.

  11. @tilosiewert Also ich habe ein EeePC, auf dem sowohl schon Windows, Linux und ChromeOS lief. Letzteres war fuer meine Beduerfnisse deutlich angenehmer und es geht ja nicht um das Aufwachen aus dem Standby, was bei Windows auch nicht immer reibungslos laeuft, sondern es geht um den Bootvorgang. Es gibt heutzutage nicht mal Smartphones, die es schaffen, in 8 Sekunden zu booten.

    Ausserdem moechte ich bei Konferenzen mein Netbook mit Windows nicht so gerne in ein public Wifi haengen, wie ein ChromeBook. Durch die “eingebaute Sicherheit” wie signiertes Betriebssystem, welches durch die Hardware ueberprueft und gesichert wird, hab ich damit echt keine Probleme mehr.

    Ich durfte gestern auch einen halben Tag lang bei Google mal ein ChromeBook mal mein eigen nennen duerfen und 15 Sekunden nach dem ersten Aufklappen, war ich komplett einsatzbereit, da alle meine mit Chrome gesyncten Daten bereits verfuegbar waren inkl. aller Passwoerter, Extensions, Einstellungen usw. Diese Daten waren dateisystemverschluesselt auf dem Chromebook und wurden komplett nach dem Gebrauch wieder entfernt.

    Durch den Guest-Mode habe ich auch keine Bauchschmerzen, wenn auf einer Konferenz/Messe mal jemand kurz mein Geraet bekommt, da er an meine Daten eh nicht dran kommt.

    Kannst du das mit einem “normalen Netbook und einem Windows drauf” auch so “mal eben kurz” bieten, dass man bei Diebstahl an keine deiner Daten dran kommt? Natuerlich kann man ein Windows so modifizieren, dass man seine Daten verschluesseln kann, aber es ist eben nicht Default und der Normalmensch kann es nicht. Schon gar nicht ein Versicherungsfuzzi von nebenan. Und die Admins sind damit auch etwas ueberfordert, den Kollegen beizubiegen, worauf sie achten muessen. Mit den Chromebooks druecken die denen einfach ein Geraet in die Hand, auf dem ein paar Bookmarks/ChromeApps installiert sind. Danach kann der User nix mehr falsch machen, ausser wenn er das https entfernt ;)

    Natuerlich hat alles seine Vor- und Nachteile, aber andere Hersteller werden hoffentlich nachziehen und wir werden sehen, ob die Netbooks dann noch verkauft werden :)

  12. sebastiankeil 13.05.2011 at 9:16

    @JulianSetzer ach komm, vermisst du das wirklich?

  13. @sebastiankeil Ich wollte auch schon sagen: Das ist genau mein use case für das iPad. Aber ein Tablet sieht schon irgendwie stylischer aus als ein Klappcomputer. ;-)

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