Wired. In Deutschland. Endlich.

Nico —  15.06.2011

Seit Ausgabe 3.04 kenne und schätze ich die Wired, nicht jede Ausgabe und es gab auch mal eine längere Talsohle, aber für mich ist Wired eine der inspirierendsten Magazine überhaupt. Die frühen Kolumnen von Nicholas Negroponte habe ich inhaliert, die waren für mich das Highlight einer jeden Ausgabe. Die Auswahl der Themen der Wired habe ich nicht immer verstanden und nicht jeden habe ich zu Ende gelesen, aber alle Themen waren einzigartig und das Magazin ist Lichtjahre vor anderen Publikationen. Die Kombination von Geekdom und Popculture finde ich überzeugend und faszinierend zugleich. Ich lese kaum Zeitschriften, aber Wired gehört für mich dazu.

Heute nachmittag wurde mir dann mitgeteilt, daß Thomas Knüwer für die Testausgabe der deutschen Wired verantwortlich sein wird. Das finde ich ganz außerordentlich prima. Erstens fehlt eine deutsche Wired, die nicht nur Artikel übersetzt liefert, sondern eigene Themen findet und berarbeitet, zweitens schätze ich Thomas Knüwer sehr und weiß, daß er seit Jahren ein begeisterter Wired-Leser ist. Naja, und drittens finde ich es toll, daß Thomas jetzt nach einer Phase des Besserwissens und alle-anderen-Kritisierens nun mal zeigen kann, wie man ein tolles Magazin in Deutschland macht. Die Erwartungshaltung ist riesig, würde ich mal meinen.

Ein deutsches Wired kann dazu beitragen, daß die Technologiefeindlichkeit der Deutschen weniger wird und daß stattdessen aufgezeigt wird, welche Möglichkeiten sich zukünftig bieten könnten. Ich freue mich auf die deutsche Wired.

3 responses to Wired. In Deutschland. Endlich.

  1. „drittens finde ich es toll, daß Thomas jetzt nach einer Phase des Besserwissens und alle-anderen-Kritisierens nun mal zeigen kann, wie man ein tolles Magazin in Deutschland macht.“

    den punkt sehe ich auch. aber ganz ehrlich, eine deutsche wired ist so überflüssig wie ein kropf. denn es hält den geneigten leser nichts davon ab, das original zu lesen. und der nicht geneigte leser wird weder zum original noch zur deutschen version greifen. jedenfalls wird die reichweite einer deutschen version nicht ausreichen, einen redaktionsappart zu finanzieren. diese erfahrung hatte conde nast ja eigentlich schon mit vanity fair gemacht, deshalb umso verwunderlicher, dass sie ausgerechnet bei der wired diesen versuch noch einmal unternehmen. manchmal ist die idee gut, aber die welt noch nicht bereit. hier ist die idee schlecht und die welt schon sehr viel weiter …

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  1. Verschiedenes | NeueWerbung - 16.06.2011

    […] der das veranstalltet hat bleibt mysteriös verschwunden. Niko Lumma berichtet über Wired hier. Titelbild der aktuellen UK-Ausgabe von Wired (Bild: Condé Nast) Share Deine Unterstützung […]

  2. German WIRED « stohl.de - 8.09.2011

    […] […]