Mit dem Google Chromebook in der Cloud

Nico —  21.06.2011

Seit heute bin ich total stolzer Nutzer eines Google Chromebooks, genauer gesagt des Chromebook CR-48, das ich von Google erhalten habe. Das Konzept des Chromebooks ist die totale Reduzierung auf den Chrome Browser in Verbindung mit einem Google Account. Wenn man also bereits bei Google registriert ist, und wer ist das nicht, dann kann man sofort loslegen. Das Chromebook bietet also nicht außer einem Browser. Keine Apps außerhalb des Browsers sind vorhanden und auch nicht wirklich ein Dateisystem. Das Chromebook bootet rasant schnell und benötigt dann einen WLAN-Zugang. Ohne die Cloud ist das Chromebook nicht nutzbar.

Chromebook Getting Started

Direkt nach dem Booten loggt man sich mit seinem Google Profile ein und landet dann im Chrome Browser. Dort kann man sich im Chrome Web Store nach Extensions und Plugins umgucken, um das Chromebook etwas zu pimpen, aber eben genau so, wie man es generell von Chrome kennt. Für das Arbeiten in der Cloud ist das Chromebook sehr praktisch, ist man allerdings auf herkömmliche Programme angewiesen oder hat Interesse an Grafik-intensivem Gaming, dann ist das Chromebook eher ungeeignet. Bei meinem Arbeitgeber Scholz & Friends nutzen wir Google Apps und daher ist für mich die Umstellung auf Browser-basiertes Arbeiten auch nicht so groß, und ich nutze auch kein Photoshop oder ähnliches.

Das Chromebook hat ein etwas anderes Tastaturlayout, als man es gewohnt ist. Es gibt Tasten, um im Browser vor und zurück zu gehen, ebenso gibt es keine Capslock-Taste mehr, sondern eine Taste für ein neues Tab und ausserdem gibt es eine Taste, um zwischen den verschiedenen Browserfenstern hin- und her zu wechseln. Netterweise gibt es kaum Einstellungen, die man vornehmen muß, von der Auswahl des WLAN-Zuganges mal abgesehen. Eine Einstellung, an der ich allerdings gescheitert bin, ist die für Google Cloud Print, aber ich drucke sowieso eher selten etwas aus.

Nach ein paar Stunden Benutzung würde ich sagen, daß das Google Chromebook enorm praktisch ist für Leute, die einfach nur im Web unterwegs sein wollen, aber auch eine Tastatur benötigen und auf Flash nicht verzichten möchten. Das Google Chromebook ist ein zukunftsweisendes Konzept und blendet jede Menge Technikgedöns für den User aus. Alles, was man benötigt, ist ein Google-Account und ein WLAN-Zugang.

Die Chromebooks sind ab dem 24. Juni bei Amazon erhältlich.

12 responses to Mit dem Google Chromebook in der Cloud

  1. oswaldprucker 21.06.2011 at 22:46

    Irgendwie kann ich mir das noch nicht vorstellen.

  2. ach, nimm einfach nur Chrome als Browser und ignorier alles andere, nutze das Dateisystem nicht und nur das Web. So ähnlich ist das Chromebook. :)

  3. oswaldprucker 21.06.2011 at 22:52

    @NicoLumma Naja, das ist die technische Seite. Aber so ganz alles aus der Hand geben. Dafür bin ich noch nicht reif. Das das Ding allerdings Spaß machen kann … Das kann ich mir sofort vorstellen. Wäre vielleicht was für meine Frau. Vor allem, weil es schnell an geht. Andererseits: Das schaffen meine Ubuntu-Kisten auch.

  4. sebastiankeil 22.06.2011 at 9:30

    1. Hast Du noch mehr davon?2. Trackpad mit Scrollfunktion?

    3. Welche Möglichkeiten hätte die IT, Apps wie Angry Birds zu blocken?

    4. Fühlt sich Chrome schneller an als Chrome auf dem MacBook?

  5. NicoLumma 22.06.2011 at 9:40

    @sebastiankeil 1. habe ich nur ein Chromebook von Google bekommen, aber Amazon hat so viele davon, die verkaufen die sogar ab dem 24. Juni: http://t.co/nEnalQg

    2. zum Trackpad gibt es hier Infos: http://www.google.de/support/chromeos/bin/answer.py?hl=de&answer=1047367&ctx=cbo

    3. keine Ahnung.

    4. nö.

  6. sebastiankeil 22.06.2011 at 9:44

    @NicoLumma ;-)

  7. jenshoffmann 22.06.2011 at 10:10

    Google macht mit dem ChromeBook ein großen Sprung in die Cloud. Dieser fällt bei Apple mit LION zwar kleiner, aber nicht weniger deutlich aus. Es wird Zeit, sich damit vertraut zu machen und rauszufinden, wie sich damit arbeiten lässt. Gespannt bin ich auch, ob die Kunden den radikalen Innovationspfad von Google eher honorieren, als den inkrementellen von Apple.

  8. lfalkenburg 22.06.2011 at 11:36

    Ich freue mich schon auf die Schulterzuckenden Geschäftsführer und Vorstände, die plötzlich mit der Situation konfrontiert werden warum Sie Ihre Unternehmensdaten ohne Kenntnis der Bedingungen zur Verarbeitung anderen Firmen im Auslang überlassen haben… aber hey, das wird wohl Teil der Marktbereinigung werden. Wenn man Cloud will, kann man das auch hervorragend selbst tun und Chrome OS an sich ist nichts weiter als ein Minilinux bei dem der X11 die Anweisung bekam einen Browser als UEnv zu nehmen – früher hieß sowas lapidar Kiosksystem. ;-) Aber wems gefällt und denkt es sei eine Innovation…

  9. @lfalkenburg es ist schon eine innovation, weil sämtliche netbook-konzepte und linuxbastellösungen bislang nicht massentauglich waren.

  10. lfalkenburg 22.06.2011 at 11:49

    @NicoLumma Falsch! Google hört nur im Moment jeder zu, was nicht heisst, dass es dadurch „massentauglich“ wird, ganz im Gegenteil. Fertige LiveOS fürs eigene RZ oder angemieteten Server in einem Rechenzentrum bei dem wenigstens der lokale Anwalt noch die Datenschutzbedingungen lesen und verstehen kann gibt es seit ca. 10 Jahren – das alle auf Google abfahren ist einzig und allein dem Bekanntheitsgrad geschuldet und der Tatsache, dass jeder es benutze kann. Wer bereit ist den Preis dafür zu zahlen – ich sage ja, Marktbereinigung (on the long term). Ich persönlich empfehle immer http://eyeos.com/ auf eigenen Systemen oder eben in einem RZ bei dem es Vertragsbedingungen gibt, die sich mit unseren deutschen Richtlinien vertragen. Das viele das anders sehen, ist mir klar ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich das Risiko als GmbH GF oder AG Vorstand nicht tragen wollen würde.

  11. @lfalkenburg naja, es ändert doch nix an der tatsache, daß man ein Chromebook ganz einfach kaufen und loslegen kann, ohne irgendwelchen Heckmeck zu machen. Und ja, da hilft die Bekanntheit von Google sehr, klar. Deswegen ist das ja auch massentauglich :)

  12. lfalkenburg 22.06.2011 at 12:11

    @NicoLumma Soweit gehe ich ja mit – wobei ich es bemerkenswert finde, wie leichtfertig alle Ihr Daten abliefern – mal sehen, wann wir das erste Datenfukushima haben und alle so tun als hätten sie von nichts gewusst.