Mit Google+ soll alles sozialer werden

Nico —  28.06.2011

Yeah, im gefühlten 100. Anlauf meldet sich Google mal wieder mit einem „hey, wir können auch Social!“-Ansatz und nach den bisherigen Versuchen, die alle nicht so richtig prickelnd waren, sieht das bisher präsentierte ziemlich vielversprechend aus: Introducing the Google+ project: Real-life sharing, rethought for the web.

Die Grundidee hinter Google+ ist, daß Nutzer sich in Echtzeit ihre Kommunikationsbedürfnisse selber konfigurieren können. Dafür gibt es dann den Dienst Circles, damit man adhoc Gruppen bilden und mit diesen reden kann, und plötzlich erschrickt man, denn es sieht aus, als ob Google sich endlich mal Gedanken über die Usability gemacht hat und etwas liefern will, was nicht für Geeks entwickelt wurde. Faszinierend. Zu den weiteren Diensten gehört Sparks – eine Art Konzeptmashup irgendwo zwischen Tunblr, Google Reader und Google Buzz. Man kann sich Themen angucken, bekommt Inhalte, kann diese Sharen, dahinter liegt dann ein Algorithmus, der die Inhalte weiter verfeinert. Hangouts ist eine Echtzeit-Videokonferenz für den Nutzer und seine Freunde, basierend auf den WebRTC-Entwicklungen von Google und sicherlich keine Überraschung, ebenso wenig wie die Verknüpfung von Google+ mit einer Mobile App für Android und einem mobile Web Angebot. Huddle schliesslich bietet eine Realtime-Messaging Funktionalität, die an den ursprünglichen Gedanken bei Twitter erinnert: mal kurz mit ein paar Leuten etwas besprechen können.

Google+ klingt interessant, vor allem durch die lose Verknüpfung von Menschen und Diensten und es scheint auch, als ob die Usability dieses Mal durchdacht und massentauglich ist. Ich freue mich auf den Rollout von Google+ – es sieht auf alle Fälle schon mal danach aus, als ob Google aus den Launches der Vergangenheit gelernt hat. Google+ wird kein Facebooktwitterwasauchimmer-Killer sein, sondern viele Aspekte unserer Kommunikation verändern, und hoffentlich auch vereinfachen.

9 responses to Mit Google+ soll alles sozialer werden

  1. OliverLauer 29.06.2011 at 7:51

    Ja, man sieht, das hat ein Ex-Applemann designed, aber ich glaube auch, dass die „Cycles“ den Mainstream überfordern werden.

  2. OlafKolbrueck 29.06.2011 at 8:43

    Die Kernidee von Google, dass Nutzer ihre Kommunikation selbst konfigurieren, ist auch der Kardinalfehler von GooglePlus. Für gefühlt 80% der Facebook-Nutzer ist doch schon der Unterschied zwischen Hauptmeldung und Neueste Meldungen so wichtig wie eine Quantenverschränkung.

    Und danke für den abgeklärten Hinweis, es sein kein „Facebooktwitterwasauchimmer-Killer“. Vielleicht ist es ganz nützlich. Mal sehen. Aber kein Mainstream-Ding.

  3. @OlafKolbrueck ich bin mir da nicht so sicher. auch offline konfigurieren wir unsere Kommunikation selber und sagen nicht allen, daß wir gerade neue Schuhe gekauft haben oder erörtern mit allen, wie das Kindergartenfest zu organisieren ist. Ich habe den Eindruck, dass das Einbeziehen unterschiedlicher Gruppen in die Kommunikation hier ansprechend gelöst werden könnte, so daß auch „normale“ Menschen es nützlich finden.

  4. NilsAndres 30.06.2011 at 23:02

    @OlafKolbrueck

  5. @NilsAndres so schwierig kann livefyre nicht sein :)

  6. NilsAndres 30.06.2011 at 23:05

    @OlafKolbrueck Naja, ist eine Frage der Betrachtung!Frueher hat Olaf auch noch Mails beantwortet,heute schreibt er nur noch Kommentare und postet Blogbeitraege! lol

  7. NilsAndres 30.06.2011 at 23:06

    @NicoLumma …man darf nur nicht zu zappelig sein!

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    […] man derzeit über Google+ diskutiert, dann kommt grundsätzlich das Thema “Facebook-Killer” auf, aber das lenkt meines Erachtens etwas […]

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