Retro-Tage der Merkel-Regierung

Nico —  28.06.2011

Nach dem großen Erfolg der Wiederbelebung des Kassenschlagers „Steuersenkung“ kommt jetzt der häßliche Zwilling in Form des Herrn Kirchhof in Richtung Kanzleramt geschwankt und fordert wieder einmal eine radikale Steuervereinfachung. Ich warte noch auf Plakate mit Friedrich Merz und seinen Bierdeckeln, ach nee, den hat Frau Merkel ja verbannt.

Es ist ein Offenbahrungseid der Merkel-Regierung. Inhaltlich am Ende, bevor man überhaupt angefangen hat mit dem Regieren, wird jetzt zwei Jahre vor der Wahl deutlich, daß die schwarz-gelbe Regierung nicht ansatzweise eine Idee hat, was man mal machen könnte. Daher werden jetzt munter Themen der letzten Jahre wieder aufgetaut. Themen, die schon vor Jahren niemand brauchte.

Die schwarz-gelbe Koalition wird noch endlos viele Ladenhüter hervorkramen, in der Hoffnung, daß irgendjemand Interesse daran hat. Was ist das eigentlich für eine Regierung, die Griechenland vor Augen hat und den Bürgern munter suggeriert, daß man jetzt locker Geld für Wohltaten in Form von Steuergeschenke für Reiche überhat? Es glaubt doch wohl niemand, daß eine schwarz-gelbe Regierung eine Steuersenkung oder gar eine Steuerreform anpackt, die danach sozial-ausgewogen ist und die weniger Verdienenden mehr entlastet als die Besserverdienenden? Die Merkel-Regierung versucht es immer wieder, es wird nur so getan, als ob etwas angepackt wird, wohl wissentlich, daß die Vorhaben nicht umgesetzt werden können, aber im Vorgriff auf den Wahlkampf will man sich als die Regierung der Wohltaten positionieren. Nur glaubt das niemand mehr nach den Eskapaden rund um die Hotel-Milliarden.

Was kommt als nächstes?

4 responses to Retro-Tage der Merkel-Regierung

  1. hier haste was, um den artike zu illustrieren: http://twitpic.com/5i3djm

  2. @ReichelS klasse, dann könnt ihr ja gleich die kampagne recyclen, alles schön kostenbewusst :)

  3. @NicoLumma umbra. ich sag nur umbra.

  4. Es muss ja nicht die ganze Steuerkohle, die man gerade mehr einnimmt, verteilt werden. Aber so ein Viertel dessen, was über der Erwartung liegt? Warum denn nicht? So ein Klein-Selbständiger würde sich über etwas Entlastung wohl freuen. Problem: Meistens werden nur die Großen entlastet.

    Btw: Schwere Geburt, hier zu kommentieren!