Facebook und Commerce: irres Potential

Nico —  29.06.2011

Gerne diskutieren wir über den Dialog in sozialen Netzwerken, über die positiven Faktoren für die Marke, über die Möglichkeiten zur gemeinsamen Entwicklung von Produkten und über die verbesserten Service-Aspekt für Nutzer, aber eigentlich wollen Unternehmen doch vor allem wissen, wie sie mit diesem Social-Media-Dings, das irgendwie nicht mehr weg gehen will, Geld verdienen kann.

In der aktuellen Studie des W3B: An Facebook führt kein Weg mehr vorbei, wird deutlich, daß Facebook nicht nur wahnsinnig wächst in Deutschland, sondern daß Facebook-Nutzer auch ordentlich shopping-affin sind.

Die Facebook-Nutzer gelten aus Sicht von Unternehmen durchaus zu Recht als attraktive Zielgruppe. Angesicht der Dominanz von Facebook bedeutet ein Social Media-Engagement eines Unternehmens damit immer häufiger eine Fokussierung auf Facebook und seine Nutzer.

Überraschend sind die Zahlen natürlich irgendwie nicht. Je mehr Menschen online einkaufen und je mehr Menschen auf Facebook sind, desto größer wird irgendwann auch die Schnittmenge derjenigen sein, die sowohl online einkaufen und auch bei Facebook sind. Aber nun gut, jetzt haben wir auch eine Studie, die dazu eine wundervolle Grafik auswirft.

Trotz aller Flapsigkeit ist mir eine Sache wichtig: Facebook und Commerce haben ein irres Potential. Der Facebook Store Finder gibt schon jetzt einen guten Überblick über Online-Shops, die auf Facebook integriert sind. Wir sind auch in Deutschland längst aus der Nische herausgekommen und können über Facebook die Kunden erreichen. Unternehmen stehen also jetzt vor der Frage: wie packe ich Facebook richtig an? Wollen wir nur fröhlichen Dialog, oder fangen wir auch mal mit harter Verkaufe an? Meine Prognose: Facebook wird in den nächsten 12 Monaten zu einem massiven Absatzkanal werden, wenn die Unternehmen realisieren, was für ein Potential sie auf Facebook heben können.

One response to Facebook und Commerce: irres Potential

  1. markus.breuer 30.06.2011 at 8:26

    Wie du selbst geschrieben hast, ergibt sich eine Schnittmenge, wie die von dir beschriebene (auf Facebook und „shopping-affin“) durch das Wachstum beider Teilmengen quasi automatisch. Es gibt ja nur endlich viele Bürger in Deutschland. Und theoretisch sollten die Stärken von Facebook (Vernetzung, Kommunkation, einfaches Empfehlen etc.) Shopping-Aktivitäten stark befeuern können; dies besonders in Produktsegmenten, wo die Meinung anderer (bzw. Empfehlung) eine grosse Rolle spielt.

    Trotzdem weisen alle Untersuchungen zu diesem Thema (die du sicherlich auch kennst) darauf hin, das Facebook aktuell auf Kaufaktivitaten online einen minimalen Einfluss haben. Im Vordergrund stehen die (Google)-Suche, Preisvergleichsplattformen, einige grosse Shops selbst etc. Der relative Einfluss von Facebook liegt dabei deutlich hinter der Anteil von Facebook an der Online-Nutzung zurück.

    Wie passt das zusammen?

    Anders formuliert: das „Potential“ ist da, aber wie wird daraus Umsatz? Oder welche Veränderung sollte dazu führen, dass die oben beschriebene Diskrepanz sich auflöst?