Archiv für Juni 2011

21. Juni 2011

NYC Big Apps Ideas

NYC Big Apps Ideas

Open Data und Open Government sind tolle Themen, die immer relevanter werden für viele Städte. Ganz oft kommt dann allerdings die Frage: “was soll mit den Daten passieren?” und noch öfter haben die Bürger viele interessante Ideen, was man mit den nutzbaren Daten machen könnte. In New York City gibt es jetzt die Initiative NYC Big Apps Ideas, die mit einem Crowdsourcing-Ansatz die interessantesten Ideen für Apps herausfinden wollen. Nutzer stellen Ideen ein, andere Nutzer stimmen über die Ideen ab, am Ende des Prozesses wählt eine Jury aus den besten Vorschlägen Apps aus, die dann umgesetzt werden sollen. Ein kleines Preisgeld gibt es auch, aber die gute Sache für New York City steht deutlich im Vordergrund. Zur Jury gehört u.a. Clay Shirky, was mich aufhorchen lies.

Ach ja, die Vorschläge dürfen nicht länger 140 Zeichen sein.

Spannend. Wann gibt es das für Hamburg, Berlin, München und Köln?

21. Juni 2011

Mit dem Google Chromebook in der Cloud

Seit heute bin ich total stolzer Nutzer eines Google Chromebooks, genauer gesagt des Chromebook CR-48, das ich von Google erhalten habe. Das Konzept des Chromebooks ist die totale Reduzierung auf den Chrome Browser in Verbindung mit einem Google Account. Wenn man also bereits bei Google registriert ist, und wer ist das nicht, dann kann man sofort loslegen. Das Chromebook bietet also nicht außer einem Browser. Keine Apps außerhalb des Browsers sind vorhanden und auch nicht wirklich ein Dateisystem. Das Chromebook bootet rasant schnell und benötigt dann einen WLAN-Zugang. Ohne die Cloud ist das Chromebook nicht nutzbar.

Chromebook Getting Started

Direkt nach dem Booten loggt man sich mit seinem Google Profile ein und landet dann im Chrome Browser. Dort kann man sich im Chrome Web Store nach Extensions und Plugins umgucken, um das Chromebook etwas zu pimpen, aber eben genau so, wie man es generell von Chrome kennt. Für das Arbeiten in der Cloud ist das Chromebook sehr praktisch, ist man allerdings auf herkömmliche Programme angewiesen oder hat Interesse an Grafik-intensivem Gaming, dann ist das Chromebook eher ungeeignet. Bei meinem Arbeitgeber Scholz & Friends nutzen wir Google Apps und daher ist für mich die Umstellung auf Browser-basiertes Arbeiten auch nicht so groß, und ich nutze auch kein Photoshop oder ähnliches.

Das Chromebook hat ein etwas anderes Tastaturlayout, als man es gewohnt ist. Es gibt Tasten, um im Browser vor und zurück zu gehen, ebenso gibt es keine Capslock-Taste mehr, sondern eine Taste für ein neues Tab und ausserdem gibt es eine Taste, um zwischen den verschiedenen Browserfenstern hin- und her zu wechseln. Netterweise gibt es kaum Einstellungen, die man vornehmen muß, von der Auswahl des WLAN-Zuganges mal abgesehen. Eine Einstellung, an der ich allerdings gescheitert bin, ist die für Google Cloud Print, aber ich drucke sowieso eher selten etwas aus.

Nach ein paar Stunden Benutzung würde ich sagen, daß das Google Chromebook enorm praktisch ist für Leute, die einfach nur im Web unterwegs sein wollen, aber auch eine Tastatur benötigen und auf Flash nicht verzichten möchten. Das Google Chromebook ist ein zukunftsweisendes Konzept und blendet jede Menge Technikgedöns für den User aus. Alles, was man benötigt, ist ein Google-Account und ein WLAN-Zugang.

Die Chromebooks sind ab dem 24. Juni bei Amazon erhältlich.

20. Juni 2011

Mit Seetang auf Mach 4 ohne Emissionen


Eigentlich fragt man sich ja schon, warum auch 2011 Flugreisen immer noch unbequem sind und lange dauern, eigentlich wurde man ja durch Science-Fiction-Filme auf ganz andere Möglichkeiten vorbereitet. Ein anderer Aspekt ist natürlich stets der Carbonfootprint, der uns moderne Menschen von zu vielen Flugreisen abhält. Einen Schritt in die richtige Richtung scheint jetzt EADS gehen zu wollen mit einem möglichen Nachfolger der Concorde: EADS Zero Emission Hypersonic Transportation Plane Could Travel from London to New York in 1 Hour:

Before the official opening of the Paris Air Show, Airbus parent company EADS revealed what it has in the works to be the successor to the Concorde jet: the Zero Emission Hypersonic Transportation plane, which could reach 3,125 miles per hour or 4 times the speed of sound (Mach 4) while producing only water. The hydrogen- and oxygen-powered ZEHST plane runs on seaweed and will carry 100 passengers from London to New York in only 1 hour.

Wenn das so weiter geht, wird es bald chic werden, in der Nähe eines Flughafens zu wohnen.

20. Juni 2011

Endlich: QR-Code auf Euro-Münzen?

Ich weiss ja nicht, wie es Euch geht, aber ich finde QR-Codes faszinierend. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, die gewählte Nutzung ist fast immer absurd dämlich. Ganz oft frage ich mich daher bei dem Erblicken von QR-Codes “nicht wirklich, oder? wer soll das denn nutzen? und wieso?” – nur weil es technisch machbar ist, bedeutet das noch lange nicht, daß Konsumenten auch wirklich ein Angebot nutzen. QR-Codes sind hip und toll, aber haben oft auch eine Feigenblatt-Funktion, denn es soll suggeriert werden, daß jemand innovativ sei.

Zum 100. Geburtstag der Münzanstalt in Utrecht wird es nun eine Sonderauflage von €5 und €10 Münzen geben, wobei auf der einen Seite Königin Beatrix zu bestaunen ist und auf der Rückseite ein QR-Code die Münze ziert. Der QR-Code verlinkt auf http://www.q5g.nl. Mal ehrlich, wie lange dauert es, um das Smartphone dazu zu bewegen, über eine App einen QR-Code einzuscannen und dann zu der Website zu gehen, im Vergleich zum Eintippen von q5g.nl? Noch dazu kann der geneigte mobile Nutzer herzlich wenig mit der URL anfangen, denn die Website der königlichen niederländischen Münze ist noch nicht einmal für mobile Nutzung optimiert.

Großartig. Ein Münze mit einem QR-Code ohne mobile Website. Noch dazu mit der denkbar kurzen URL q5g.nl. Absurder geht es kaum, aber jetzt kann irgendjemand in den Niederlanden sagen “QR-Code? Haben wir schon gemacht, hat nicht funktioniert.”

[ via: The Royal Dutch Mint Introduces World’s First QR Coded Coins - PSFK ]

18. Juni 2011

Apple Patent: Kein Live-Mitschnitte mehr

Wer kennt das nicht? Man geht zu einem Konzert oder ins Stadion, hält das Handy hoch und filmt ein Stück mit, um zu dokumentieren, daß man live dabei war. Youtube ist voll von verwackelten Filmchen, die vor allem Atmosphäre rüberbringen dürften, aber ansonsten kaum sehenswert sind. Das soll nun alles ein Ende haben, denn
Apple files patent to block iPhone users from filming live events with their smartphone:

Apple is developing software that will sense when a smartphone user is trying to record a live event, and then switch off the device’s camera.
Anybody holding up their iPhone will find it triggers infra-red sensors installed at the venue.
These sensors would then automatically instruct the iPhone to shut down its camera function, preventing an footage from being recorded.
Only the iPhone’s camera would be temporarily disabled; other features, such as texting and making calls, would still work.

Mit Open Source wäre das nicht passiert, aber da Apple nunmal der Chef im Ökosystem iOs ist, kann man als Konsument nichts machen, als ein anderes Produkt zu kaufen, oder auf den geeignten Hack zu warten. Für Apple ist dieser Schritt nachvollziehbar, schliesslich ist die Musikindustrie ein wichtiger Vertragspartner und wird Live-Mitschnitte lieber selber vermarkten wollen. Rechteinhabern ist das Filmen von Veranstaltungen seit jeher ein Dorn im Auge und die Zeiten, in denen Bootlegging kompliziert war, sind längst vorbei. Das Patent würde Apple sogar noch eine zusätzliche Monetarisierungsoption bieten, indem Apple von Nutzern Gebühren für den Live-Mitschnitt verlangt und diese Gebühren dann mit den Veranstaltern teilt.

Brave New World. Powered by Apple iOs.