Mit dem Dyson DC 35 futuristischer saugen

Neulich ist bei unserem etwas betagteren Staubsauger irgendeine Klappe abgefallen und es fiel die Entscheidung, daß wir eigentlich einen neuen Staubsauger bräuchten. Ich finde die Dyson Staubsauger schon immer cool, quasi das Geektool unter den Staubsaugern, und wollte eigentlich schon länger einen Dyson haben. Aber gegen die Finanzministerin zuhause konnte ich mich bislang nicht durchsetzten und ehrlich gesagt ist mir das Thema Staubsaugen dann auch nicht so wichtig. Nun haben wir seit ein paar Wochen den Dyson DC35 Multi Floor Handstaubsauger im Einsatz, der uns netterweise von Dyson zur Verfügung gestellt wurde.

Das Gerät wurde erst mal skeptisch beäugt, sicherlich auch, weil es irgendwie anders aussieht. Die Saugleistung ist für einen Handstaubsauger ziemlich klasse und durch das lange Rohr kommt man lässig auch in die Ecken rein, ohne sich bücken zu müssen. Unser Sohn, der eigentlich Staubsaugergeräusche überhaupt nicht mag und immer den Raum verlassen hat, sobald man den Staubsauger anstellte, ist nahezu vernarrt in den Dyson Handstaubsauber. Ich glaube, er fühlt sich an irgendwelche Star Wars The Clone Wars Episoden erinnert und sieht den Sauger irgendwie als zusätzlichen Energybooster an oder so, was mir egal ist, solange er dabei auch mal Staub saugt. Eingesetzt wird der DC 35 in der Küche, wenn mal wieder etwas herunterfällt, oder in der Diele, wenn mal wieder die halbe Sandkiste mit nach oben getragen wurde.

Ein Problem hat aber auch dieser Staubsauger nicht lösen können: die mangelnde Motivation für das Staubsaugen an sich. Aber wir könnten jetzt ganz lässig Staub saugen, wenn wir wollten. Zu kaufen gibt es den Dyson DC35 Multi Floor Handstaubsauger u.a. bei Amazon.

Mit Ilse Aigner zum werbefreien Web

Herrlich. Letztes Jahr erregte Ilse Aigner viel Aufsehen mit ihrer nutzlosen Drohung “Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden.” und dieses Jahr versucht Ilse Aigner wiederum, sich weitläufig mit mangelnder Kompetenz im Bereich Verbraucherschutz im Internet lächerlich zu machen. Laut Chris Stöcker von SpOn erwägt Aigners Ministerium jetzt, mit Hilfe von Abmahnungen das Thema Datenschutz im Internet durchzusetzen: Web-Anzeigenkunden sollen für Datenschutz-Sünden büßen.

Und das soll so gehen:

Christian Grugel, in Aigners Ministerium Leiter der Abteilung Verbraucherpolitik, sagte SPIEGEL ONLINE: “Wir prüfen, ob das Datenschutzrecht in Anlehnung an das Fernabsatzrecht so gestaltet werden kann, dass jeder, der im Internet Angebote in den deutschen Wirtschaftsraum macht, sich an deutsche Regelungen halten muss.” Man könne das in Analogie zum Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb sehen, das habe “ja auch eine gewisse disziplinierende Wirkung entfaltet”. Dieses Gesetz erlaubt Abmahnungen gegen Konkurrenten, die sich nicht an Regelungen und Gesetze halten.

Man werde prüfen, “ob betroffene Unternehmen die Möglichkeit haben sollten, gegen Konkurrenten vorzugehen, die sich durch Datenschutzverstöße einen Wettbewerbsvorteil verschafft haben”, so Grugel. Auch, so ist das gemeint, wegen Datenschutzverstößen des Unternehmens, das die Werbung des Wettbewerbers verbreitet.

Udo Vetter bezeichnet dieses geplante Vorgehen als Eine höhere Ebene des Wahnsinns und man fragt sich, was für Leute in diesem Ministerium sitzen, daß so ein Unfug entwickelt werden kann. Die Auswirkungen dieser Planungen von Ilse Aigner wären eine Abmahnwelle und damit verbunden ein Rückzug vieler Werbetreibenden aus dem Web. Die Branche wächst seit Jahren stabil mit über 10%, aber Aigner wird dieses Wachstum locker kaputt bekommen, sollte dieses Gesetz Wirklichkeit werden. Es wird Unsicherheit geschaffen und Abmahnungen werden die Unternehmen beschäftigen, aber nicht das Werben um neue Kunden. Das können Werbetreibende dann wieder in Print und TV machen, die alte Ordnung war ja auch viel überschaubarer und Komplexität scheint nicht so geeignet zu sein für Frau AIgner und ihre Mitarbeiter.

Ich habe selten eine derartig dämliche Idee gelesen. Mit Abmahnungen soll Datenschutz durchgesetzt werden, was für ein gefährlicher Unsinn.

Das ist sozialdemokratisch!

Unlängst hatte Sigmar Gabriel dazu aufgerufen, die Partei mehr zu öffnen und somit auch Bevölkerungsschichten zu erreichen, die die SPD derzeit vielleicht nicht so gut erreichen kann. Das ist ein längst überfälliger Schritt, denn die Partei ist mittlerweile nicht nur überaltert was die Mitgliederstruktur angeht, sondern findet aufgrund der mangelnden Erfahrungshorizonte der immer weniger werdenden Mitglieder immer weniger die Antworten auf die Fragen Zukunft.

Das ist sozialdemokratisch! – Deine Ideen und Erwartungen. von Mathias Richel mit Unterstützung von Dennis Morhardt, ja, immer wieder die beiden, nähert sich dem Thema Sozialdemokratie von einer anderen Perspektive. Es ist quasi der crowd-gestützte Versuch, gemeinsam zu definieren, wofür die SPD heutzutage steht oder stehen sollte. Diese Übung ersetzt kein Parteiprogramm und auch keine Ortsvereinsversammlung, sie kann aber wichtige Impulse für die Parteiarbeit liefern. Also macht bitte alle schön mit, es gibt auch ein Badge fürs Parteibuch.