Innovation aus Sicht von Kindern

Latitude Research° hat im letzten Jahr eine Studie mit mehr als 200 Kindern durchgeführt und ihnen folgende Frage gestellt:

“What would you like your computer or the Internet to do that it can’t do right now?”

Die Studie liefert einige interessante Insights, zusammengefasst unter Kids are the Royal Road to Tech Innovation. Es ist irgendwie naheliegend, daß nicht nur Ingenieure neue Ideen entwickeln können, sondern sich Kinder ganz anders an Technologie heranwagen und vor allem weniger Barrieren im Kopf haben.

Interessant finde ich vor allem, daß für Kinder Technologie ein ganz natürlicher Bestandteil der Welt ist, in der sie leben und daß sie vor allem davon ausgehen, daß es andere Interaktionsmöglichkeiten geben muß als Maus und Tastatur. Ich sehe das bei unseren Kindern. Für sie ist die Oberfläche des iPhones oder des iPad selbstverständlich, eine Tastatur ist dann doch irgendwie seltsam. Und generell ist die Erwartungshaltung eine komplett andere als bei Erwachsenen. Erwachsene sehen immer die Hürden, die es zu überwinden gilt, also GEMA, GEZ, Gerontokratie, die Kinder erwarten aber einfach, daß in einem Gerät wie dem iPad jede Musik, jeder Film und jedes Spiel verfügbar ist, das sie gerade gerne haben wollen. Egal, wie die globale Rechtelage aussieht. Wenn es technisch möglich ist, dann wollen Kinder auch einfach, daß es funktioniert.

Fazit der Studie:

Kids’ interest in a wide range of design fields–industrial, landscape, fashion, game, Web, and more–reflects the visual richness of the online world, as well as the can-do creative drive that tech encourages.

[ via: For the Future of Tech, Look to Kids Not Adults – DesignTAXI.com ]

7 Antworten auf „Innovation aus Sicht von Kindern“

  1. zur Ergänzung: > Kunderlogik löst Probleme< von Edward deBono für mich der Klassiker wie Kinder ohne die Hemmschwellen der Erwachsenen tolle Lösungen finden:

    z.B. das optimale Postfahrrad oder die Elefantenwaage.

    DasBuch ist 1972 erschienen: Leider nur noch antiquarisch bei amazon oder abebooks zu erhalten.

  2. @BrunoJennrich warum ist das ein schwieriges Thema ??? Bedenkenträger haben wir doch schon genug oder??

    wenn ich mir die Ideen und Projekte der unter 10jährigen bei Jugend forscht anschaue.

    chapeau!!

    Darum nicht zittern und zagen sondern gewinnen und wagen!!

  3. sry… ich finde das ein bisschen naiv… natürlich kann man ein paar kids befragen. und natürlich haben einige von ihnen „unverbaute“, frische, ansichten und lösungsansätze. und es schadet sicher nichts, dafür offen zu sein. aber hier wird eine extreme moderation der ideen von nöten sein.mich stört an solchen meldungen, dass der eindruck erweckt wird, dass kids unter umständen eine lösung haben, die die bösen bösen erwachsenen (noch) nicht hatten. und das bezweifle ich sehr stark. die meisten ideen, die ich von kids mit bekommen habe, spiegeln halt auch deren „eingeschränkte“ (im sinne von unerfahren!) sicht wieder, die sich vor allem auf ihre aktuellen bedürfnisse im hier und jetzt bezieht. wie gesagt, das mag putzig sein, und wer zeit und geld in die „erforschung“ dieser ideen stecken will, der soll das tun. solange jedoch der gegenbeweis erbracht wurde, bin ich der ansicht, dass diese „problemlösungsansätze“ vor allem eins sind: wunschdenken.

  4. Es geht nicht um die bösen Erwachsenen :-) Einfach einmal bei Edward de Bono nachlesen und die Hemmschwellen abbauen :-)

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