Scoble und Kosmar sind Tom 2.0

Es ist völlig egal, bei welcher Plattform man sich anmeldet, Robert Scoble und Kosmar sind immer schon angemeldet und gehören somit zum Inventar einer jeden Plattform. Sie erinnern damit stark an Tom, für die Jüngeren unter den Lesern: Tom Anderson war einer der Gründer von MySpace und jeder Nutzer bei MySpace hatte Tom automatisch als ersten Freund. MySpace war vor ganz ganz langer Zeit mal das soziale Netzwerk für viele viele Menschen.

Was Scoble und Kosmar von Tom unterscheidet: sie sind extrem aktiv, agieren als Kuratoren und sind noch dazu SuperConnectoren, denn sie haben Horden von Fans, Freunden, Followern oder Flitzpiepen, die sie auf den jeweiligen Plattformen verknüpfen. Scoble und Kosmar sind Fluch und Segen für jede Plattform, denn sie spielen als richtige Early Adopter ganz früh rum und geben viel Feedback, aber sie dominieren auch früh die Plattformen mit ihrer Aktivität. Dadurch, daß sie immer viele Verknüpfungen haben, werden ihre Inhalte durch Kommentare, Likes, Pluseinse oder wie auch immer die jeweilige Interaktions-Methode heisst, immer wieder nach oben gespült.

Scoble und Kosmar sind allerdings Fluch und Segen zugleich. Wären sie nicht da, würde man sich wundern, weil quasi das Seal of Approval fehlt. Außerdem wäre eine nahezu leere soziale Plattform irgendwie auch langweilig.

Wie geht ihr mit Scoble und Kosmar um? Blocken? Ignorieren? Auf Techcrunch wird gerade das Problem diskutiert und Blocken als Lösung angeboten. Andererseits teilen die beiden oftmals wirklich gute Inhalte, so daß man natürlich meinen könnte, etwas zu verpassen. In aller Regel werden die Inhalte aber sowieso von den jeweiligen Prätorianer-Garden immer wieder weiter geteilt, so daß man nichts verpasst, es nur später mitbekommt.

Wer dominiert Eure sozialen Netzwerke, welche Micro-Celebrities gibt es noch? Wie geht ihr damit um?

12 Antworten auf „Scoble und Kosmar sind Tom 2.0“

  1. @mlehming also wenn ich mich anmelde, war ich vorher noch nicht da. :)

  2. nuja, im unterschied zu tom, werde ich nicht vorinstalliert. d.h jeder fügt mich aus freien stücken seinem lärm hinzu.

    ehrlich: ich weiß auch kaum wieso! ich habe das auch in einen G+ post gefragt, und es kam keine sinnvolle antwort außer »du bist eben ein hub«.

    und das ist es vllt: die leute kucken bei mir nach wer schon alles da ist, und adden sich bei mir, um selbst gefunden zu werden. ich bin quasi das verlässliche einwohnermeldeamt.

    mglw.

  3. Finde eigentlich voll okay, wie Kosmar agiert: er macht rum, probiert und lotet aus. Unerträglich finde ich Scoble oder Jarvis oder Basic. Die glauben immer alles zu wissen: was das ist, was es nicht ist und wie sich das in 5.000 Jahren entwickeln wird. Alles immer so selbstreferenziell, neunmalklug, kassandrisch. Langweilt.

  4. @baranek jeder wie er kann … ich denke bei den genannten ist das _was weiß ich schon_ durchaus auch implizit mitgedacht. ich schreib’s halt einfach oft auch noch dazu …

  5. Ich als Flitzpiepe den Kosmar ignorieren? Niemals – er ist die fleischgewordene Integrität, der Filter, dem ich vorbehaltlos vertraue. Jemand der es zu einem eigenen Maßstab in der Kommunikationsqualität gebracht hat http://horax.us/ojXuGt ist ein Musthave.

  6. Ich halte deine These für ziemlich steil, lieber Nico. ich sehe keinerlei Zusammenhang zwischen Scoble, Kosmar und Tom. Alle drei sind zwar Very Early Adopter, haben aber vollkommen unterschiedliche Motivationen „early“ zu sein und entfalten völlig unterschiedliche Aktivitäten darauf. Scoble ist das Maschinengewehr 2.0, Kosmar beobachtet sehr genau, spielt gutes Social Tennis und Tom ist/war nur ein Bot. Jeder hat eine andere Rolle. Von den dir drei genannten hat Kosmar meinen Respekt.

    Was ist denn deine Rolle, Nico? Just asking. Du bist ja doch auch erstmal überall da. Wie 10, 20, 50, 100 weitere in Deutschland. Warum eigentlich?

  7. 1. Ohne Trendsetter keine Trends

    2. Alleine macht kein Netzwerk Spaß

    :D

  8. @kosmar to boldly go where no man has gone before? sehr löblich. :)

  9. @kosmar Kosmar diente schon in der Legion, da waren die meisten noch das Blitzen im Auge eines dahergelaufenen Internetproviders. Hub hin oder her, manchmal braucht man halt die Meinung eines allgemein Mitdenkenden. Und diese sogenannten Multiplyer sind sowieso nur seelen- und content-lose Fanboys, die es aber scheinbar auch braucht, um ein Grundrauschen zu erzeugen.

  10. Pingback: | ripanti.com

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