Facebook ist doch nicht nur böse

Nico —  19.07.2011

Ein jugendlich aussehender Gründer, eine Firmenbewertung jenseits der 80 Milliarden Dollar und ein Geschäftsmodell, das auf Werbung basiert, das lässt aufmerken. Beacon, komplizierte Privacy-Settings, Fälle von Stalking und sogar gesuchte Kriminelle, die auf der Flucht ihr Facebook-Profil aktualisieren, das kann alles nicht gut sein. Facebook-Parties! Trotz allem soll Privacy jetzt nicht tot sein, da könne man Google fragen. Google? Stimmt, der globale Großkonzern, der mehr über unsere Bewegungen im Netz weiß als jede andere Firma, naja, mit Ausnahme von Facebook vielleicht. Aber jetzt haben wir eine schöne Gut vs. Böse Paarung. Interessanterweise ist das gute alte böse Microsoft nicht mehr allein böse unterwegs, sondern hat eine Beteiligung an Facebook. Ist es der epische Kampf zwischen dem White Knight in shiny white crocs gegen den Studienabbrecher in Badelatschen?

Aber ehrlich gesagt – das kann man so nicht stehen lassen. Facebook ist nicht nur Böse, sorgt nicht nur für überlaufende Parties von Teenagern, raubt nicht nur Millionen Angestellten ihre Produktivität durch Farmville und andere Spiele. Böserweise ist Google mit 100 Millionen $ an Zynga investiert, trägt also nachhaltig dazu bei, daß Facebook als Produktivitätskiller Nr. 1 in Büros dieser Welt angesehen wird. nein, Aber Facebook hat auch seine guten Seiten.

Ein Armer Hase wurde gefunden und konnte über eine groß angelegte Facebook-Suchaktion wieder seiner rechtmässigen Eigentümerin zugeführt werden. Schnuff. Seht ihr, Facebook ist nicht nur Böse, es hat auch gute Seiten. Das jetzt bald ausbrechende Armer Hase-Meme wird uns allerdings die nächsten Wochen über wünschen lassen, Kinder würden ihre Stofftiere besser festhalten.

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