Daily Deals: Die Zahlen hinter Groupon & Co.

Prozente ohne Ende, jeden Tag werden neue Deals in die Inbox gestopft, aber rechnet sich das überhaupt? Netterweise hat sich GPlus.com des Themas INFOGRAPHIC: Daily Deals: A Lasting Sale or Just the Latest Craze? angenommen und ein paar Zahlen aus den USA zusammengetragen.

Salons und Spas haben es also schwer, mit Daily Deals wirklich Geld zu verdienen, etwas besser stehen Restauraunts da. Ich bin generell skeptisch, was Groupon & Co. angeht, denn ich glaube, daß dort zu viele Kunden mit einem negativen Erlebnis zurückbleiben. Kurzfristig werden mehr Kunden angelockt, aber zu welchem Preis?

Werbung auf Twitter – gähn.

Ich hatte unlängst geschrieben, dass Twitter konzeptionell am Ende ist. Dazu gab es viel Feedback, sowohl Zustimmung als auch Ablehnung meiner Kritik an Twitter. Ich hatte u.a. bemängelt, daß Twitter als Plattform sich nicht weiter entwickelt, dies aber tun müsse, um Erlöse zu generieren. Ohne Erlöse kann diese Plattform nicht betrieben werden, das dürfte irgendwann auch den meisten Nutzern einleuchten.

Nun hat Twitter die lange angekündigte Werbung im Twitter-Stream gestartet und großspurig verkündet, wie toll das sein wird:

That’s why starting today, we’re introducing a way to ensure that the most important Tweets from the organizations you follow reach you directly, by placing them at or near the top of your timeline. These Promoted Tweets will scroll through the timeline like any other Tweet, and like regular Tweets, they will appear in your timeline just once. Promoted Tweets can also be easily dismissed from your timeline with a single click.

Klingt alles super.

Also ich muß einem Unternehmen oder einer Marke auf Twitter folgen und dann werden die Promoted Tweets oben in der Timeline angezeigt, damit ich sie sehe und dann rutschen sie runter mit den anderen Tweets. Und ich sehe einen Promoted Tweet nur einmal. Irre. Da gibt all den Screenspace auf Twitter.com und alles was man buchen kann, ist ein lausiger Tweet? Das mag total nutzerfreundlich sein, aber wenn ich schon den Bekehrten Werbung einblende, dann muß doch zwangsläufig versucht werden, durch Retweets in den Stream der Freunde der Follower einer Marke zu gelangen. Ich bezweifle stark, daß ein einfacher Promoted Tweet zu viel Engagement führen wird.
Was ich auch nicht verstehe: Warum bietet Twitter kein Selbstbuchungssystem für Werbung an, wie es mit Google Adwords und auch bei Facebook schon lange etabliert ist? Sollten die Werbeformen funktionieren, was ich bezweifle, dann müsste Twitter doch massiv darauf setzen, daß viele kleine Werbetreibende die Werbemöglichkeiten nutzen.

Irgendwie ist das alles zu wenig und zu unausgegoren. Preise werden nicht kommuniziert, Reichweite nicht genannt, sondern in blumigen Worten erzählt, wie toll Promoted Tweets sein sollen. Auf Twitter kommen schwierige Zeiten zu.

Alle Neuerungen von Google+ auf einen Blick

Es sind dann wohl eher die kleinen Details, die gerade bei Google+ verändert werden, jedenfalls bekommt man als Nutzer nicht so viel mit. Netterweise werden jetzt alle Neuerung auf einer Seite aufgelistet: What’s new in Google+

Was mir bei der Nutzung von Google+ auffällt und ich mehr und mehr nervt: die fehlende Integration mit Google Reader und das völlig verkümmerte Sparks. Irgendwie fehlt da eine bessere Einbettung in Google+, dann gerade hier sollten die Stärken durch das Teilen in Kreisen voll ausgespielt werden können.

Interessant sind allerdings die vielen, vielen Chrome Erweiterungen für Google+, die gerade im Tagesrhythmus aufpoppen. Bei The Next Web gibt es netterweise The Mother of All Google+ Resource Lists, damit man beim Installieren der Chrome Extensions nicht den Überblick verliert.

Und wo wir gerade dabei sind, lesenswert ist auch Google+ is the golden ticket to the chocolate factory of social media, auch wenn ich nicht alle Punkte teile. Egal ob Google+ jetzt irgendwie 3% weniger Nutzung hat, man sieht, daß Google+ weiter entwickelt wird, sowohl von Google als auch von unzähligen Entwicklern von Extensions – der Beginn eines Ökosystems ist ein gutes Zeichen für die Entwicklung von Google+.

Google wird massives CDN mit Page Speed Service

Es wirkt irgendwie, als hätte sich bei Google nach der Übernahme des CEO-Postens durch Larry Page eine Blockade gelöst, auf einmal purzelt die Innovationen nur so ins Web. Die letzte Neuerung ist der Page Speed Service:

Page Speed Service is an online service to automatically speed up loading of your web pages. Page Speed Service fetches content from your servers, rewrites your pages by applying web performance best practices and serves them to end users via Google’s servers across the globe.

Krass. Dadurch sollen Websites schneller ausgeliefert werden und Google fungiert quasi wie ein gigantischer Revery-Proxy plus Content Delivery Network, um global über die Serverfarmen schnell die Websites auszuliefern. Ja, klar, Abhängigkeit von Google, ich weiß schon, was die Aluhüte unter meinen Lesern jetzt denken. Laut einem Webspeed-Test wäre lumma.de knapp ein Drittel schneller:

Das wird einigen Anbietern wie z.B. CloudFlare gar nicht gefallen, denn vermutlich dürfte Google Page Speed Service eine interessante Alternative für viele Websites darstellen, die bislang in Eigenregie Caching und Optimierung betreiben. Es gibt allerdings einige Limitierungen beim Google Page Speed Service, die man vor dem Umändern der DNS-Einträge durchaus berücksichtigen sollte. Derzeit ist Google Page Speed in einer Limited Beta Phase, soll aber bald kostenpflichtig angeboten werden.