Archiv für Juli 2011

27. Juli 2011

The Verbalizer – Computer?

Die New Yorker Agentur Breakfast hat gerade The Verbalizer The Verbalizer”>vorgestellt:

Out of the box, the Verbalizer connects wirelessly to your computer via Bluetooth and when triggered, opens google.com in a new tab and activates Voice Search. An audio notification is played signaling google is ready for your query, which is spoken into the on-board mic. The board is Arduino compatible and we left some I/O pins open, so it’s easy for anyone to jump in and create something nutty with it.

Wundervolle Idee, Open Source basierend und zum Rumspielen einladend.

Mich erinnert das ja sehr an die eine Szene aus Star Trek IV, als Scotty einen Apple MacIntosh befragt.

26. Juli 2011

Facebook für Unternehmen – und jetzt lokal

Google ist gerade Talk of Town, aber hat noch keine Nutzungsmöglichkeiten für Unternehmen, da passt es gut, daß Facebook mal eben sein Angebot für Unternehmen etwas gepimpt: Facebook for Business. Natürlich sind Fanpages schon lange bekannt, aber Facebook legt bei dieser Übersicht der Möglichkeiten vor allem ein Augenmerk auf kleinere Unternehmen. Warum? Sicherlich wegen der Aufmerksamkeit, die Groupon und andere Dienste gerade im Bereich der lokalen Werbung bekommt.

Facebook zeigt in dieser Übersicht u.a. auch, wie man gesponserte Meldungen nutzen kann, um Loblieder von Nutzern auf das eigene Unternehmen zu verstärken. Das ist sicherlich für viele Restaurants eine interessante Option, auch wenn dies sicherlich noch nicht jedem bekannt sein wird.

Es geht um viele kleine Budgets, so wie Google es mit Google Adwords vorgemacht hat, aber eben vor allem um die lokalen Unternehmen. Ach ja, kennt noch jemand die Gelben Seiten? Facebook wird mit Sponsored Stories so eine Art Gelbe Seiten auf Steroids. Ähnlich wie Google Places.

26. Juli 2011

#fickdichberlin – ohrly?

Nachdem Jeff Jarvis als Resonanz auf die Budgetverhandlungen in den USA mit einem Tweet den Hashtag #fuckyouwashington losgetreten hatte, dauert es kaum einen Tag, bis dann in Deutschland die entsprechenden Trittbrettfahrer in Form von #fickdichberlin daherkommen.

Das ist armselig, könnt ihr noch nicht mal eigenständig protestieren, sondern müsst Euch auf den Proof-of-Concept aus den USA verlassen? Ich bin ja sehr dafür, seinen Unmut zu äußern, aber ist es nicht etwas peinlich, dafür keine eigene Form zu finden? Führt irgendjemand die Themen wieder zusammen? Ich glaube, #fickdichberlin verpufft sehr schnell, da fehlt die Substanz, das ist nur Genörgel.

26. Juli 2011

Flipboard hat ein Herz für klassische Agenturen

Flipboard, eine der besten iPad-Apps für das legere Konsumieren von digitalem Content, hat eine Neuerung verkündet. Zusammen mit Condé Nast wird Werbung integriert. Wer Flipboard noch nicht kennt: mit Flipboard kann man durch Inhalte blättern, beispielsweise die gesammelten RSS-Feeds aus Google Reader für die Geeks unter uns, oder man kann Flipboard mit dem eigenen Facebook- oder Twitter-Account verknüpfen, um die Inhalte präsentiert zu bekommen, die das eigene Umfeld geshared hat. Des Weiteren bietet Flipboard eigene Content-Umfelder an, durch die man blättern kann und zusätzlich werden noch direkt populäre Websites angeboten, die man auswählen und dann durchblättern kann. Dazu gehören eben auch Inhalte von Condé Nast, in die jetzt Werbung integriert wird.

Jetzt also mit Werbung, denn bislang ist Flipboard kostenlos und muß natürlich irgendwie monetarisiert werden.

Flipboard’s new program gives publishers and content creators a fresh way to offer magazine-like experiences of their Web content with full-page ads to showcase advertiser brands. With a limited number of ad pages available within select content, advertisers benefit from an unprecedented share of voice within an immersive iPad reading experience. A simple tap on the magazine-style ad takes a reader to a brand’s website or Facebook page for additional information.

Die Werbung sieht dann so aus:

Heissa, eine ganzseitige Anzeige! Ich habe ja meine Zweifel, daß eine ganzseitige Anzeige nicht ebenso einfach bei Flipboard überblättert wird wie in einer Zeitschrift. Aber immerhin wird dieses Format beim Lesen nicht zu sehr stören, was durchaus positiv ist. Ich vermute mal, daß künftige Iterationen die Möglichkeiten von Flipboard weiter ausschöpfen und aufmerksamkeitsstärker werden. Flipboard reanimiert die klassische ganzseitige Anzeige, eine Branche atmet auf.

25. Juli 2011

Google+: Wer braucht noch XING und LinkedIn?

Wenn man derzeit über Google+ diskutiert, dann kommt grundsätzlich das Thema “Facebook-Killer” auf, aber das lenkt meines Erachtens etwas vom Thema ab. Facebook hat eine massive Nutzerbasis und bietet auf der Ebene von Familien und Freunden eine gelernte Einfachheit beim Teilen von Bildern, Status Updates oder beim gemeinsamen spielen.

Google+ wird XING und LinkedIn massiv Probleme bereiten!

Warum? Ganz einfach. Bislang nutzt man XING und LinkedIn, um seine Business-Seite vernünftig abbilden zu können. Es geht also primär um die Pflege von geschäftlichen Kontaktdaten, die Vernetzung mit Kollegen, Geschäftspartnern und Leuten, die einem auf Steh-Empfängen ihre Visitenkarte gegeben haben. Noch dazu gibt es Diskussionsforen, wo über angeblich Business-relevante Themen diskutiert wird. Mittlerweile bieten XING und LinkedIn auch Status Updates an, die aber zumindest bei XING kaum genutzt werden.

Google+ bietet Circles, um die Kontakte besser zu sortieren. Ich kann mir also mein eigenes, wie auch immer geartetes Schema ausdenken, kann Leute in verschiedene Circle packen oder ganz ignorieren. Das ist schon mal sehr praktisch. Noch dazu kann ich mein Profil so anpassen, daß nur ausgewählte Kreise beispielsweise meine Kontaktdaten sehen können.

Was bedeutet das? Mit Google+ kann ich über eine Plattform meine Business-Welt ansprechen genau so wie ich witzige animierte Katzen-GIFs posten kann. Ich bekomme eine Granularität, die bislang nur über seperate Plattformen möglich war, weil natürlich animierte Katzen-GIFs in einem seriösen Business-Kontext nichts zu suchen haben. Google Profiles werden bei einer Milliarde Nutzern von Google sicherlich nicht unüblich werden und schon haben XING und LinkedIn ein massives Problem. Noch dazu dürfte es bei Google+ in absehbarer Zeit die Einbettung vorhandener Dienste aus dem Google Universum geben, was dann mit Google Docs beispielsweise ein wunderbares Collaboration-Tool verfügbar macht, was dann nicht nur die Vernetzung auf Google+ erlaubt, sondern auch die Zusammenarbeit ermöglicht. Und natürlich kann man Google Hangouts nicht nur als Chatroulette mit anderen Mitteln nutzen, sondern in einem Business-Kontext auch als einfache Video-Konferenz mit vielen Teilnehmern. Dagegen sehen XING und LinkedIn aus wie simple Adressbücher.

Wir dürfen gespannt sein, was XING und LinkedIn der Innovationsgeschwindigkeit von Google+ entgegenzusetzen haben.