Persönliche Werbung anhand des Aussehens

NEC Japan erkennt das Aussehen von Personen vor Werbetafeln

Ich hatte das gestern schon mal gegoogleplussed (schreibt man das so? sagt man das so?), aber eigentlich finde ich das Thema so relevant, daß ich sie in diesem Blog noch einmal aufgreifen will.

Ads Tailored Based On Recognized Demographics klingt eigentlich noch viel zu langweilig. Worum es geht? In Japan wird gerade an sog. Digital Signage, also digitalen Aussenwerbemedien, ausgetestet, inwieweit Passanten beim Vorbeigehen erkannt werden können, um ihnen dann maßgeschneiderte Werbung auf das Display zu bringen. Kameras können anhand des Gesichtes das Alter bis auf 10 Jahre genau bestimmen, das Geschlecht natürlich auch, und dann vor allem herausfinden, wie interessiert der Passant wirklich ist und wie, bzw. ob er mit der Werbung interagiert. Das ist quasi ein extrem aufgebohrtes digitales Citylight, das in Realtime den Werbetreibenden Daten über seine Kampagne liefert.

Schöne Neue Welt, die zu einer Lockerung des Vermummungsverbotes führen wird? Oder technische Spielerei, die eigentlich niemand braucht? NEC in Japan wird es herausfinden.

2 Antworten auf „Persönliche Werbung anhand des Aussehens“

  1. Yo. Die Technik ist schon eine Weile älter. Ich habe mir das letztes Jahr mal an einem System angesehen, dass die erkannten Demographics dann auch angezeigt hat. Das war bei einem halben Dutzend Leuten ziemlich gut gewesen.

    Wir aber nur langsam ausgerollt, weil – Kosten sind pro „Plakat“ nicht ganz unerheblich, wenn auch – zum Beispiel gegenüber den gerade ausrollenden Digital Signage Systemen von Stroer – nicht wirklich tragisch. Haupthindernis, laut dem Vertreter der Entwicklerfirma, wäre aber wohl, dass die Agenturen keinen Bock hätten, für die Kampagnen diverse unterschiedliche Ansprachen für die verschiedenen Zielgruppensegmente zu entwickeln. Kann aber auch ein böses Gerücht sein ;-)

  2. Interessante Idee, vor allem wenn sie wirklich schon so gut funktioniert. Gab es nicht auch in Minority Report so eine Szene? ;-)

    Ich schätze aber, dass die Einführung hierzulande mal wieder einen ordentlichen Shitstorm entfachen würde.

Kommentare sind geschlossen.