Google+ bleibt bei Klarnamen-Regelung – ich auch

Google+ Common Name Grace Period

Der Google+ Product Manager Saurabh Sharma hat heute noch einmal Stellung bezogen zum Thema Klarnamen auf Google+. Ein Thema, das bei einigen hitzig diskutiert wird, während es die Masse nicht tangiert. Google+ jedenfalls wird weiterhin seine Klarnamen-Regelung durchsetzen, verändert aber das Verfahren dahingehend, daß Nutzer eine Warnung bei einem Verstoß bekommen und dann 4 Tage Zeit haben, ihr Google+ Profil zu ändern:

We’re listening, learning, and iterating to give our users the best experience possible. Starting today, if we find that your profile name does not adhere to our policy, we’ll give you a 4 day grace period to fix your profile name before we take further action. During this period, you can continue to use Google+ as usual. We’re hoping that most affected users will be able to quickly fix their profile name while continuing to enjoy all that Google+ has to offer.

Was Saurabh Sharam wirklich sagt, es nur viel höflicher ausdrückt, ist: „Ihr könnt uns mal, wir halten Pseudonyme bei Google+ für überflüssig, wir wollen alle Internet-Nutzer mit Klarnamen haben, damit wir unser soziales Netzwerk auch als Namensverzeichnis nutzen können.“

Ich hatte ja bereits angemerkt, daß mir die Pseudonymdebatte eher egal ist und ich präferiere Klarnamen deutlich, fände aber eine Nickname-Regelung für das Google+ Profil sinnvoll. Dann können Leute weiterhin mit ihrem Kampfnamen wie fluppdiflup durchs Netzen ziehen, und nur sie und ihre Freunde (und Google) wissen, daß sich dahinter in Wahrheit Günther Schulze aus Bottrop verbirgt.

Ich persönlich habe eine ganz klare Pseudonym-Regelung. Wen ich nicht kenne, ein Pseudonym benutzt, und mir dumm kommt, den blocke ich. Für mich sind Pseudonyme Kinderkacke, Relikte aus den glorreichen Zeiten des IRC, die ich in einem sozialen Netzwerk nicht benötige. Jaja, ich weiss, die sind alle hinter Euch her, weil ihr so nonkonformistisch drauf seid, aber dann sind Google+, Twitter und Facebook doch sowieso die falschen Orte für Euch, oder?

72 Antworten auf „Google+ bleibt bei Klarnamen-Regelung – ich auch“

  1. ob facebook oder google+ der hog-cycle hat bereits begonnen. ob mit oder ohne Klarnamen

    Was die Diskussion darum betrifft, wenn Du so eine klare persönliche Regelung hast gut. aber das heißt noch lange nicht, dass die Meinung der anderen Kinderkacke ist.

    Wo ich Dir Recht geben:

    Man muß nicht google+ oder facebook nutzen.

    Allerdings wenn wir schon in die Diskussion einsteigen (obgleich es Dich nicht interessiert, schreibst Du darüber :-) :-) wäre es doch m:E. auch einmal angebracht über die “ zunehmende Privatisierung des Netzes“ zu sprechen…

    In anderen Bereichen greift das Kartellamt bei einer solchen Marktmarkt ein.

    In den US beginnt es bereits:

    http://curiouscapitalist.blogs.time.com/2011/06/23/will-the-government-break-up-google/

    Aber unsere Parteien haben das Web noch immer nicht verstanden und die Experten des webs spielen lieber mit den neuen innovativen apps herum :-) :-)

    Aber die Diskussion zu diesem Thema sprengt wohl die 140 Zeichen Diskussionen :-)

    P.S. Ansätze zu facebook und google + gibt es bereits:

    https://joindiaspora.com/

    Mal sehen wann hier es von Alpha nach Beta geht :-)

  2. Aufschlußreich ist auch z.B. die Entwicklung bei der Anmeldung zu googlemail. Mittlerweile wird mehr oder weniger “ zwingend“ der Telefonanschluß abgefragt und auch das Geburtsdatum mit Tag und Monat.

    Bei hotmail reicht das Geburtsjahr aus.

    Noch etwas zu den Klarnamen … in wahrscheinlich 5 Jahren sind die Algorithmenverfahren bei google und anderen so gut, dass es k e i n e Rolle mehr spielt ob ein Klarname vorhanden ist oder eine Kinderkackenamen.

    Jeder von uns hat wie seinen Fingerabdruck, seine Iris und seinen „linguistischen print“.

    Dass google jetzt 104 Sprachen unterstützt (http://c.asselin.free.fr/french/googlewelt.htm) hat zum einen mit der zu erwartenden Bedienung des PC via Sprache zu tun, zum anderen kann man dann auch besser den lingustischen voice print von Nico identifizieren, wenn er hier sein morgendliches hmmm im Twitter oder bei der re:publica sein Missingsch ertönen läßt :-)

    Das www ist mittlerweile 20 Jahre alt. Wir sollten daraufachten, dass das Web nicht in den nächsten 10 Jahren privatisiert wird.

    Auf der einen Seite fordern wir von den öffentlichen Behörden opendata auf der anderen Seite spielen wir etwas die Naiven und stellen keine Forderung an die privaten Unternehmen unsere persönlichen Daten offenzulegen.

  3. Dein Argument ist: „Wer nichts zu verbergen hat, kann nichts dagegen haben.“ Wo und wann und von wem hab ich das noch mal gehört?

    Im Ernst: Ich mache es _persönlich_ so wie du. So wie ich _persönlich_ Ehescheidung und Abtreibung ablehne. Das eine wie das andere für alle zu fordern ist dumpfer Fundamentalismus.

  4. @oetting danke, spannender text. die generelle frage ist ja, wie gehen wir als gesellschaft damit um, daß der einzelne bürger transparenter wird. im gedankenexperiment des authors fehlte der hinweis, dass die anonymität des einzelnen locker aufgehoben wird, wenn jemand ein smartphone mitsamt gesichterkennungssoftware nutzt, was die thematik noch einmal verschärft.

    ich glaube allerdings, daß die vorgeschlagene regelung mit nicknames anstatt klarnamen auch funktionieren würde, dann kann man eben sein profil so konfigurieren, wie man es öffentlich haben will. public darf nur nickname sehen, das netzwerk den namen oder beides.

  5. @luebue wolfgang, es geht doch hier um zwei ebenen. einmal die ebene der persönlichen kommunikation. da muss ich für mich festhalten, dass ich lieber mit leuten rede, deren namen ich kenne, auf deren profil ich einen blick werfen kann als mit irgendwelchen pseudonymen, hinter denen ich nicht weiss, wer sich da verbirgt. da habe ich meine policy formuliert. die andere ebene ist die eines sozialen netzwerkes wie google+ oder facebook und da macht es aus anbietersicht sinn, dass die nutzer klarnamen verwenden, wobei ich die nutzung eines zusätzlichen nicknames zulassen würde, wäre ich google+.

    so, und was hat das jetzt mit friedrich und den anonymen zu tun? nix.

  6. @NicoLumma naja, das mit Friedrich sag ja nicht ich. Aber dein Satz „Für mich sind Pseudonyme Kinderkacke“ ist die gleiche Aussage wie „Wer nichts zu verbergen hat, kann auch nichts gegen Überwachung haben“. Und das wiederum halte ich für reaktionäre Kinderkakke, die ich dir nicht zutrauen, weshalb es mich mehr als wundert, dass du sie hinterlässt :)

  7. @NicoLumma naja, das mit Friedrich sag ja nicht ich. Aber dein Satz „Für mich sind Pseudonyme Kinderkacke“ ist die gleiche Aussage wie „Wer nichts zu verbergen hat, kann auch nichts gegen Überwachung haben“. Und das wiederum halte ich für reaktionäre Kinderkakke, die ich dir nicht zutrauen, weshalb es mich mehr als wundert, dass du sie hinterlässt :)

  8. Hallo Nico,

    Du findest es ok, wenn Aktivisten aus China, Syrien und anderen nichtdemokratischen Ländern den Klarnamen angeben müssen, um ihre Meinung kundzutn bzw. Greueltaten der Regierung anprangern? Das genau passiert durch Klarnamensetzung auch, die andere Seite der Medaille. Können die sich ja gleich die Kugel geben..

  9. @luebue da interpretierst du ordentlich was in meine aussage rein.

  10. @luebue da interpretierst du ordentlich was in meine aussage rein.

  11. Mal ne ganz andere Frage: Was macht diese Giraffe da im Bild?

  12. @otterstein als Aktivist würde ich Netzwerke von Google und Facebook meiden, allein schon, weil im Fall des Falles Unternehmensinteressen vor den Interessen des Einzelnen gehen könnten und Daten an Regierungen rausgegeben werden könnten.

  13. kannitverstan was sage ich denn, doch lediglich, dass wir einmal über den Tellerrand schauen sollten und gucken wohin uns das Netz in den nächsten Jahren hinführt.

    Ob Klarname oder nicht, ist für mich angesichts der Entwicklung nur eine Randproblem. Das google und auch facebook letztlich Machtfaktoren sind scheint in den allgemeinen Diskussionen unter den Tisch zu fallen. Oder wir akzeptieren fatalistisch eben alles was auf uns zukommt.

    Und Nico:

    Mach Dir doch keine Illusionen, dass Du Dein smartphone so konfigurieren kannst, dass man Dein Gesicht nicht erkennt. :-)

    Dein zukünftiger voicefootprint verbunden mit Deinem lingusticfootprint wird immer wieder Dein Gesicht identifizieren.

    Das ist leider nicht Zukunftswelt ,sondern in Bezug auf die Verbesserung der algorithmischen Methoden bereits heute schon möglich.

    Wie hieß es bei Danone:

    Früher oder später kriegen wir euch alle!

    Nun stellt sich für mich die Frage:

    A. akzeptieren wir diese Entwicklung?

    B. wenn nein was können wir dagegen tun?

    C. oder interessiert uns das Thema überhaupt?

    @NicoLumma

  14. Ich mag ja deine Art, die Dinge auf den Punkt zu bringen und Diskussion durch Provokation zu fördern, Nico :)

    Aber dass du tatsächlich keinerlei Zusammenhänge zwischen dem tatsächlich existierenden Trend zu „Klarnamen“ und dem Wunsch nach mehr Kontrolle in Law-and-Order-Kreisen (siehe Diskussion unten) sehen kannst, nehme ich Dir als politisch denkenden und engagierten Menschen nicht wirklich ab. :)

  15. guten morgen, als oberrückständig habe ich erst vor drei Wochen ein Smartphone geschenkt bekommen (Gesichtserkennung???) und nutzte auch das Alte so wenig, dass ich froh war, wenn ich es überhaupt gefunden habe. Was z.B, Twitter und fb angeht, so sehe ich mich angesichts dieser Debatte als doch recht uninformiert, aber mir war von Anfang an klar, dass ich selbst entscheiden muß, ob und wie ich sowas nutze. Und ich teile die Ansicht von Nico, dass man grundsätzlich gerne wissen möchte, mit wem es zu tun hat, ansonsten ja gerne als „Waldfee 78“ durch das Web surfen soll und darf… Als ich meiner Finanzbeamtin erklärte, das „twittern“ eine zum Beruf gehörende Tätigkeit ist, hat die auch doof geguckt. Dieses ganze Social Zeugs ist zwar persönlich, aber eben nicht privat. Wie heißt es in der Medizin: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung!

  16. Hätte etwas mehr Dimensionalität in deiner Gedankenwelt vermutet, rednix. Bedeutet deine policy im Umkehrschluß, dass du Dummkommer mit Klarnamen nicht blockst? Woran genau erkennst du einen Klarnamen?

  17. @NicoLumma Genau das halte ich für gefährlich. Stell Dir vor, Du gehst in eine Kneipe und da stellen Dir Kollegen ihren Freund Jupp vor. Jupp äußert in der Kneipe ziemlich steile Thesen zu Neonazis oder zu Euthanasie. Sagst Du „Ej Jupp, bevor wir hier weiterreden, will ich erstmal wissen, wie Du mit Vor- und Nachnamen heißt. Zeig mal Deinen Pass! Und überhaupt, zeig mal Deinen Lebenslauf, ich will Dein Profil kennen.“

    Ich fänd echt daneben, wenn wir in der persönlichen Kommunikation online und offline künftig mit zweierlei Maß messen und es im Internet deutlich strenger handhaben würden als im Offline-Leben.

  18. @NicoLumma Genau das halte ich für gefährlich. Stell Dir vor, Du gehst in eine Kneipe und da stellen Dir Kollegen ihren Freund Jupp vor. Jupp äußert in der Kneipe ziemlich steile Thesen zu Neonazis oder zu Euthanasie. Sagst Du „Ej Jupp, bevor wir hier weiterreden, will ich erstmal wissen, wie Du mit Vor- und Nachnamen heißt. Zeig mal Deinen Pass! Und überhaupt, zeig mal Deinen Lebenslauf, ich will Dein Profil kennen.“

    Ich fänd echt daneben, wenn wir in der persönlichen Kommunikation online und offline künftig mit zweierlei Maß messen und es im Internet deutlich strenger handhaben würden als im Offline-Leben.

  19. @kosmar in der regel erkenne ich einen klarnamen an vor- und zunamen, jedenfalls in meiner gedankenweltdimensionalität.

    wie gesagt, das ist meine regelung, weil ich lieber mit leuten rede, die sich klar zu erkennen gebe. das kann jeder halten wie er will. dich kenne ich, du kannst mir gerne dumm kommen. :)

  20. @NicoLumma

    da faellt mir ein,ich muss dir noch meinen perso faxen.wie war noch meine kundennr?

  21. @NicoLumma

    da faellt mir ein,ich muss dir noch meinen perso faxen.wie war noch meine kundennr?

  22. @kosmar nee, du bist bei mir persönlich schon erkennungsdienstlich erfasst.

  23. @kosmar nee, du bist bei mir persönlich schon erkennungsdienstlich erfasst.

  24. @NicoLumma

    fuer dich mag es geradenoch so ausreichen. aber im g+ globaldings reicht diese definition nicht.

  25. @NicoLumma@kosmar Siehe meinen Kommentar unten. Du redest damit einer Verschärfung der Regeln für privaten Austausch im Netz gegenüber der Offline-Welt das Wort. Ich persönlich bin damit einverstanden. Und Kosmar hat recht – so eine Privatdefinition skaliert sehr schlecht.

  26. @NicoLumma@kosmar Mist. Das sollte heißen „Ich persönlich bin damit NICHT einverstanden.“

  27. @NicoLumma@kosmar Mist. Das sollte heißen „Ich persönlich bin damit NICHT einverstanden.“

  28. Ich freue mich immer über Deine Postings, Nico.

    Erstens weiss ich dadurch, auf was für Argumentationen ich bei politischen Debatten stossen könnte, zweitens weiss ich, was gerade ein Reizthema ist :-)

  29. da ist hier wie bei Kaisers nur das es statt Herzchen Punkte gibt :-) @oetting

  30. @FriedrichB@oetting nur ein praktisches topfset wird es nicht geben.

  31. @FriedrichB@oetting nur ein praktisches topfset wird es nicht geben.

  32. @FriedrichB@oetting nur ein praktisches topfset wird es nicht geben.

  33. @FriedrichB@oetting nur ein praktisches topfset wird es nicht geben.

  34. was machen wir denn wenn der lingustische footprint angewendet wird ? Dann spielt doch der Klarname und das Pseudonym keine Rolle mehr. @oetting @NicoLumma @kosmar

  35. und ich dachte hier gäbe es Milchkannen.

    ein enttäuschter Friedrich Bolle die schon in USA die coupons gesammelt hatte .

    Dennoch was gibt es denn für die Punkte, ein monatliches rating à la moody blues ?oder von Standard & Poor (s) :-)

    @NicoLumma@oetting

  36. und ich dachte hier gäbe es Milchkannen.

    ein enttäuschter Friedrich Bolle die schon in USA die coupons gesammelt hatte .

    Dennoch was gibt es denn für die Punkte, ein monatliches rating à la moody blues ?oder von Standard & Poor (s) :-)

    @NicoLumma@oetting

  37. und ich dachte hier gäbe es Milchkannen.

    ein enttäuschter Friedrich Bolle die schon in USA die coupons gesammelt hatte .

    Dennoch was gibt es denn für die Punkte, ein monatliches rating à la moody blues ?oder von Standard & Poor (s) :-)

    @NicoLumma@oetting

  38. @NicoLumma Super Kausalitätskette. Du würdest also als Aktivist keine Social Media Plattformen benutzen, deswegen, weil die Daten herausgegeben werden könnten. Das könnten sie aber nur, wenn dort Klarnamenzwang herrscht. Wofür Du bist. Aha. Also richtig herum wiedergegeben: „Ich bin für Klarnamenzwang, damit können dann die Aktivisten zwar eindeutig identifiziert werden, aber die müssen es ja nicht benutzen, die sollen selbst gucken, wo sie Zuhörer für ihr Anliegen finden.“ Ziemlich fragwürdige Einstellung.

  39. @SebastianBaumer nee, gar nicht. ich glaube, aufgrund der freundesbeziehungen, etc. wäre es für aktivisten in repressiven staaten in sozialen netzwerken eh zu gefährlich, meinst du nicht?

  40. @NicoLumma Das ist aber eine Überlegung, die auf „alle haben nen Klarnamen“ basiert. Wenn ich als Aktivist oder Künstler oder wasauchimmer unter einem Pseudonym für meine Sache eintreten will zb. bei Facebook, dann geht es mir wohl vorwiegend nicht um Freundesbeziehungen und den Dialog mit Mutti, d.h. ich bin über meine Kontakte nicht unbedingt identifizierbarer. Dass es für die Kontakte gefährtlich werden könnte, ist natürlich ein Argument.

  41. moment mal, fluppdiflup ist doch Oskar Prügelpeitsch aus Schwerin, dachte ich ?!!

  42. @kosmar Ich finde, dass diese Erläuterungen – in diesem Kontext – sehr schön die kulturelle Borniertheit aufzeigt, die hinter einem Zwang zu „Ein Name besteht aus einem Vornamen und einem Nachnamen“ versteckt ist. Andererseits glaube ich nicht, dass das in dieser Diskussion hier viel bringt. Google ist durchaus clever genug seine Regeln soweit anzupassen oder zu erweitern, dass die in den unterschiedlichen Kulturkreisen funktionieren.

    Das Problematische ist meines Erachtens nicht wirklich, dass ein US-amerikanisches Unternehmen kuturelle Eigenheiten von noch nicht amerikanisierten Kulturkreisen ignoriert (was bei dem recht hohen Anteil nicht-amerikanisch-stämmiger Mitarbeiter bei Google auch ein kruder Vorwurf wäre). Das ist bedauerliche oder m.E. eher harmlose Entwicklerarroganz. Das Problematische ist m.E., dass die schutzwürdigen Interessen von Menschen ignoriert werden, die Bedrohungen und Diskriminierungen ausgesetzt sind – beziehungsweise das Google diese Bedrohungen billigend in Kauf nimmt, um „wichtigere“ Ziele zu verfolgen. Das ist – wenn Mancher hier das auch übertrieben pathetisch finden wird – meiner Ansicht nach „böse“.

  43. @oetting habe ich hier eine diskussionspflicht? :) außerdem schreibe ich „ich präferiere Klarnamen deutlich, fände aber eine Nickname-Regelung für das Google+ Profil sinnvoll. Dann können Leute weiterhin mit ihrem Kampfnamen wie fluppdiflup durchs Netzen ziehen, und nur sie und ihre Freunde (und Google) wissen, daß sich dahinter in Wahrheit Günther Schulze aus Bottrop verbirgt.“ und stelle für mich, für mich persönlich, fest, daß ich lieber mit leuten rede, die ich kenne, bzw. die ihren Namen nennen.

    und ja, der von dir verlinkte artikel ist lesenswert. :)

  44. @oetting habe ich hier eine diskussionspflicht? :) außerdem schreibe ich „ich präferiere Klarnamen deutlich, fände aber eine Nickname-Regelung für das Google+ Profil sinnvoll. Dann können Leute weiterhin mit ihrem Kampfnamen wie fluppdiflup durchs Netzen ziehen, und nur sie und ihre Freunde (und Google) wissen, daß sich dahinter in Wahrheit Günther Schulze aus Bottrop verbirgt.“ und stelle für mich, für mich persönlich, fest, daß ich lieber mit leuten rede, die ich kenne, bzw. die ihren Namen nennen.

    und ja, der von dir verlinkte artikel ist lesenswert. :)

  45. „Jaja, ich weiss, die sind alle hinter Euch her, weil ihr so nonkonformistisch drauf seid, aber dann sind Google+, Twitter und Facebook doch sowieso die falschen Orte für Euch, oder?“

    Sehr schön auf den Punkt gebracht ;) Google+, Twitter und Facebook ist doch schon total Mainstream… .

  46. @oetting Ich lege da noch mal einen schönen drauf:

    http://www.marrowbones.com/commons/technosocial/2011/07/on_pseudonymity_privacy_and_re.html

    Wird für viele tl;dr sein, enthält aber in fast schon enzyklopädischer Form alle Argumente für und wider und ist m.E. trotz der Länge sehr gut geschrieben.

    Auch das wird aber Leute wie @NicoLumma oder mirko lange nicht „überzeugen“ können. Viele denken nun mal „Ich find’s aber hübscher so (mit Google’s Regeln)“ und das ist tatsächlich dann das wichtigste Argument.

    Interessant ist in diesem Kontext der Fall Robert Scoble, der alles völlig OK fand, bis eine persönliche Bekannte von ihm, deren Name „fake klingt“ (Violet Blue) betroffen war. Empathie ist immer ein schlagendes Argument. Ich finde es trotzdem groß, dass Scoble sich das öffentlich gedreht hat, selbst, wenn es keine 180 Grad waren :)

  47. @NicoLumma@oetting Sorry nico, da möchte ich jetzt auch mal nachhaken: Warum findest Du denn „Nicknames sinnvoll“? Ich war schon beim ersten Lesen Deines Postings mehr als irritiert, dass Du nicht politisch argumentierst.

  48. @ChristophKappes@oetting weil ich glaube, daß man so zum einen google entgegenkommt, die gerne ein profil pro mensch hätten mitsamt klarnamen, zum anderen aber den nutzern, die sich dann in ihren sphären mit unterschiedlichen nicknames bewegen könnten. im business-circle mit klarnamen, im hacker-circle mit kampfname und im dating-circle als schmusebär69. da würde ich dann weniger gängelung sehen, sondern mehr wahlfreiheit :)

  49. @ChristophKappes@oetting weil ich glaube, daß man so zum einen google entgegenkommt, die gerne ein profil pro mensch hätten mitsamt klarnamen, zum anderen aber den nutzern, die sich dann in ihren sphären mit unterschiedlichen nicknames bewegen könnten. im business-circle mit klarnamen, im hacker-circle mit kampfname und im dating-circle als schmusebär69. da würde ich dann weniger gängelung sehen, sondern mehr wahlfreiheit :)

  50. @NicoLumma@oetting okay, dann bist Du also doch inzwischen für die wahlfreiheit und die headline war nur eine Beta der Meinungsäusserung?

  51. @ChristophKappes@oetting nö. ich war schon immer dafür, daß leute sich ihren nickname bei google profilen konfigurieren können. aber ich persönlich bevorzuge klarnamen. ich spreche die leute ja auch sonst mit ihrem namen an und nicht mit uschiliebt69 oder johaX0r.

  52. @NicoLumma@ChristophKappes Aber wenn Du in eine Kneipe gehst und da kommt „Jupp“ rein – ein Kumpel von Deinem Kumpel -, sagst Du dann zu dem, dass er sich erstmal mit offiziellem Vor- und Nachnamen ausweisen muss, bevor Du mit ihm eine Unterhaltung führst? Ich verstehe nicht, warum Du im Netz härtere Regeln anlegen willst als im Offline-Leben? Das erinnert mich extrem an die „Es darf keinen rechtsfreien Raum im Internet geben“-Leute, die genau das auch immer machen – das Netz viel stärker gängeln als unseren Austausch im realen Leben. Deswegen reagiere ich da auch so allergisch, grade wenn sowas von Dir kommt.

    Kannst Du das erklären?

  53. @NicoLumma@ChristophKappes Aber wenn Du in eine Kneipe gehst und da kommt „Jupp“ rein – ein Kumpel von Deinem Kumpel -, sagst Du dann zu dem, dass er sich erstmal mit offiziellem Vor- und Nachnamen ausweisen muss, bevor Du mit ihm eine Unterhaltung führst? Ich verstehe nicht, warum Du im Netz härtere Regeln anlegen willst als im Offline-Leben? Das erinnert mich extrem an die „Es darf keinen rechtsfreien Raum im Internet geben“-Leute, die genau das auch immer machen – das Netz viel stärker gängeln als unseren Austausch im realen Leben. Deswegen reagiere ich da auch so allergisch, grade wenn sowas von Dir kommt.

    Kannst Du das erklären?

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