Google geht Hardware einkaufen für Android

aktuelles Android-Handy (Symbolfoto)Unter dem Stichwort „Supercharging Android“ hat Google heute die Übernahme von Motorola Mobility bekanntgegeben. Es wurden lumpige 12,5 Milliarden US-Dollar als Kaufpreis angegeben.

Die Gründe für die Übernahme sind vielfältig. Larry Page führt zum einen die Patentthemen an, da Microsoft und Apple vermehrt auf dem Rechtsweg versuchen würden, gegen Android vorzugehen, zum anderen ist aber auch der Zugriff auf die Hardware für Google spannend, als Gegenpol zu Apple und mit Ausblick auf den gesamten Markt der connected devices für zuhause.

Was bislang nicht thematisiert wurde, was ich aber spannend fände: Android plus Motorola Mobility und Google Apps vs. Blackberry – da wäre sicherlich ordentlch Potential vorhanden, um RIM das Leben schwerer zu machen und das Thema Enterprise weiter aufzurollen.

Ich habe letzten April über „Das mobile Endgame“ geschrieben und bin zu folgendem Schluß gekommen:

Das mobile Endgame bedeutet für Google also die globale Penetration von Android als mobile OS auf möglochst vielen Endgeräten um darüber Werbung anzubieten. […] Massenmarkt vs. Premium ist hier das Thema und Google wird damit eine starke Dominanz auf dem mobile Markt erreichen, während Apple zwar die schöneren Produkte liefert, aber immer nur eine Nische besetzen wird.

Die Akquisition von Motola Mobility bringt Google ein Stück näher an das Ziel, Android auf möglichst vielen Endgeräten zu etablieren, um personalisierte, zielgerichtete Werbung auszuliefern. Aber mittlerweile ist Google ja schon ein Stück weiter und bietet mit Google+ eine ganz neue Experience für die Nutzer an.

Die Kombination von Google, Android, Google+ und Motorola Mobility geht deutlich in Richtung Perfektionierung des User Lock-Ins, um möglichst an vielen digitalen Touchpoints den Nutzer tracken zu können, um ihm dann wiederum interessanten Content oder Werbung anbieten zu können.

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