Twitter gelingt strategischer Volltreffer mit t.co

Ich war eher underwhelmed, als es hiess, daß Twitter seinen eigenen URL-Shortener t.co einführen würde. Mittlerweile ist t.co nicht mehr nur optional im Test, sondern verkürzt alle Links.

Twitter hat seit jeher ein Problem mit dem Tracking, niemand weiß genau, welche Tweets gelesen werden und was für eine Reichweite die einzelnen Nutzer wirklich haben. Traditionelle KPI wie Pageviews und Verweildauer machen bei Twitter wenig Sinn, nicht nur wegen der mobilen Nutzung und der Nutzung über Drittanbieter, sondern vor allem, weil Twitter natürlich ein Rauschen von Tweets hat, mit denen man nicht explizit interagieren wird.

Bevölkerungsentwicklung in Bangladesh

Mit dem eigenen URL-Shortener t.co schafft Twitter nun die Möglichkeit, den gesamten Traffic tracken zu können, der über Twitter entsteht. Die gängigen Web-Statistiken werden seit ein paar Tagen einen Zuwachs bei Verweisen von t.co verzeichnen, man muß sich also nicht mehr mit der Krücke behelfen, lediglich twitter.com als Referrer zu nehmen und alle anderen Zugriffe von Twitter nicht wirklich zuordnen zu können.

Meine Aufstellung der Visits vs. Follower bei Traffic aus sozialen Netzwerken dürfte also schon bald ganz anders aussehen. Ein erster Blick auf die letzten paar Tage zeigt, daß Twitter nahezu gleichauf mit Facebook ist, Google+ aber bei diesem Blog mit Abstand am meisten Traffic bringt.

Insofern ist Twitter jetzt ein strategischer Volltreffer mit t.co gelungen, denn nun kann Twitter den Beweis antreten, daß es wirklich Reichweite hat, bzw. für Websites erzeugen kann.

[ via: Twitter Just Got the Respect it Deserves ]