Michael Arrington startet CrunchFund

Nico —  2.09.2011

Michael Arrington, Foto von Joi ItoDie amerikanische Tech-Szene hat gerade ein neues Aufreger-Thema: Michael Arrington launching venture fund.

Michael Arrington, founder and co-editor of TechCrunch, is raising a venture capital fund to invest in early-stage technology companies, Fortune has learned. His partner will be Patrick Gallagher of VantagePoint Venture Partners, while investors will include many of Silicon Valley’s top venture capital firms and tech luminaries.
One source says that the plan is to raise around $20 million. The cornerstone limited partner will be AOL (AOL), which acquired TechCrunch last fall and where Arrington is now an employee. Others will include VC firms like Kleiner Perkins, Greylock and Sequoia Capital.

Als ein Resultat dieser Aktivitäten ist Aol gerade dabei, einen Nachfolger für ihn bei Techcrunch zu suchen, der die redaktionelle Verantwortung trägt, während Arrington weiterhin für Techrunch schreiben will.

Jetzt wird rauf und runter diskutiert, ob Arrington das darf, was das für Techcrunch bedeuten wird und ob er ein guter VC sein wird. Vor allem aber wird der Interessenkonflikt thematisiert, daß er als Venture Capitalist Zugriff auf die Techcrunch-Maschinerie hat, die im Silicon Valley zu den bestinformierten Kreisen gehört, wenn es um Startups und Finanzierungsrunden geht.

Überraschend kommt dieser Schritt allerdings nicht. Man sagt Arrington schon länger eine gewisse Amtsmüdigkeit nach, bei gleichzeitiger Bewunderung, mit wieviel Unternehmergeist er Techcrunch geschaffen hat und das Blog zu einer Institution gemacht hat. Arrington hat bereits in der Vergangenheit Angel-Investments getätigt und auch mit dem Crunchpad den Versuch unternommen, einen eigenes Tablet auf den Markt zu bringen, was aber noch vor dem Start gescheitert ist. Interessant ist das Setup, wenn die Zahlen denn stimmen, daß der neue Venture Fund CrunchFund $20 Millionen groß sein soll und andere VC-Firmen als Limited Partner agieren:

The firm raised its inaugural $20 million fund in September of 2011. Investors in CrunchFund include AOL, Accel Partners, Austin Ventures, Kleiner Perkins Caufield & Byers, Greylock Partners, Redpoint Ventures, Sequoia Capital, the founding partners of Andreessen Horowitz, each of the general partners of Benchmark Capital, Ron Conway, Yuri Milner & Kevin Rose.

Das ist ein interessantes Setup, vor allem mit den Herren Milner und Conway sind zwei Investoren dabei, die einen gewaltigen Track Record haben und extrem verankert sind in der Silicon Valley Tech Szene durch ihre Investments.

Auf den drohenden Interessenkonflikt angesprochen und dass er gegen journalistische Gepflogenheiten verstoße, entgegnete Arrington gegenüber der New York Times:

“I don’t claim to be a journalist,” Mr. Arrington said, though he breaks news and writes prolifically. “I hold myself to higher standards of transparency and disclosure.”

Es war bislang auch nicht bekannt, daß Michael Arrington ein Ego-Problem haben könnte. Ich bin auf die kommenden Investments des Chrunchfund gespannt.