Piraten sind Beschäftigungstherapie 2.0

Derzeit können die Berliner Piraten vor Kraft kaum laufen, denn nach den aktuellen Umfragen von infratest/dimap für die ARD sieht es danach aus, als ob die Piraten in Berlin ins Parlament einziehen könnten. Die FDP wird wohl draußen bleiben dürfen und ihr Heil in der außerparlamentarischen Opposition suchen.

Die Piraten sind ein interessantes Phänomen und die etablierten Parteien tun sich schwer damit, zu verstehen, welchen Reiz die Piraten für ihre Unterstützer haben. Die Piraten wollen anders sein als die etablierten Parteien, die Piraten haben oftmals ein gutes Verständnis von der Funktionsweise von Technologie, und die Piraten kommunzieren anders, sie heben sich also deutlich ab von den anderen Parteien. Aber sie heben sich vor allem durch einen weiteren Aspekt von den etablierten Parteien ab: sie bieten ein Sammelsurium von Inhalten, von total absurd über libertär bis links.

Die Piraten sind in urbanen Gegenden gerne mal die hippe Partei du Jour und sie schaffen es, Erst- und Jungwähler für sich zu gewinnen. Das sollte den etablierten Parteien zu denken geben, denn sie erreichen die jungen Wähler immer weniger. Aber, die Piraten werden sofort dann entzaubert, wenn sie ohne technische Unterstützung diskutieren sollen, wenn es um Inhalte geht und wenn sie sich konkret im politischen Alltag einbringen müssen. Über Jahrzehnte gewachsene Strukturen lassen sich nicht mal eben mit einem Wiki und etwas Diskussions- und Abstimmungssoftware lösen.

Bei den Piraten kann man fröhlich über alles und nix diskutieren, über die Implementierung von Software streiten, irgendwas fordern, alles besser wissen, um doch am Ende nicht in die Lage kommen zu müssen, auch mal zu liefern. Eigentlich sind die Piraten sowas wie der ASta außerhalb der Uni, es wird dafür gesorgt, daß junge Menschen beschäftigt sind und damit anderswo nicht rumnerven.

Für mich sind die Piraten weiterhin Beschäftigungstherapie 2.0 – sie stören nicht, bringen uns aber auch nicht weiter.

32 Antworten auf „Piraten sind Beschäftigungstherapie 2.0“

  1. @Nico Würde mich gerne mal mit Dir über die Piraten quatschen. Ganz einfach so – bei nem Kaffee z.B. (Ernst gemeintes Angebot)

  2. @Nico Würde mich gerne mal mit Dir über die Piraten quatschen. Ganz einfach so – bei nem Kaffee z.B. (Ernst gemeintes Angebot)

  3. @SebJabbusch ok, mach mal ein wiki auf, dann koordinieren wir das. #scnr

  4. @SebJabbusch ok, mach mal ein wiki auf, dann koordinieren wir das. #scnr

  5. Bis auf hippe Sprüche kommt von den Piraten nun mal nichts. Und eine Diskussion mit Seb würde auch nicht viel mehr bringen.

  6. Bis auf hippe Sprüche kommt von den Piraten nun mal nichts. Und eine Diskussion mit Seb würde auch nicht viel mehr bringen.

  7. @Nico Vielleicht probieren wir es nach der Wahl noch mal mit nem Gespräch? Angebot gilt weiterhin.

  8. @Nico Vielleicht probieren wir es nach der Wahl noch mal mit nem Gespräch? Angebot gilt weiterhin.

  9. Habe mich gestern mit einem angetrunkenen Reinickendorfer Piraten “unterhalten”. Endlich bin ich mal in den Genuss gekommen einen klassischen, sonst nichts besseres zu tun habenden Troll leibhaftig zu erleben.

  10. Habe mich gestern mit einem angetrunkenen Reinickendorfer Piraten “unterhalten”. Endlich bin ich mal in den Genuss gekommen einen klassischen, sonst nichts besseres zu tun habenden Troll leibhaftig zu erleben.

  11. Diese Jungen Wilden gibt es in jeder Partei. Bei den Piraten halt mehr als bei der SPD. Wenn man deren Energie in die richtige Bahn lenkt, kann das schon was werden.Bei den Piraten haben sie jedenfalls eine bessere Chance gehört zu werden, als bei den etablierten Parteien, wo man sich oft erst durch die Hierarchien kämpfen muss.

  12. Schon allein, wenn dir Erfolge der Piraten dazu führen, dass die gesetzten Parteien ihre Herangehensweise hinterfragen, ist es ein Riesen erfolg.
    Das du das Thema hier aufgreifst, zeigt doch, dass die Piraten von den großen Parteien ernst genommen werden (müssen).

    Strukturen und ein klareres Programm würde ihnen nichts desto trotz gut zu Gesicht stehen.

  13. Schon allein, wenn dir Erfolge der Piraten dazu führen, dass die gesetzten Parteien ihre Herangehensweise hinterfragen, ist es ein Riesen erfolg.
    Das du das Thema hier aufgreifst, zeigt doch, dass die Piraten von den großen Parteien ernst genommen werden (müssen).

    Strukturen und ein klareres Programm würde ihnen nichts desto trotz gut zu Gesicht stehen.

  14. Schon allein, wenn dir Erfolge der Piraten dazu führen, dass die gesetzten Parteien ihre Herangehensweise hinterfragen, ist es ein Riesen erfolg.
    Das du das Thema hier aufgreifst, zeigt doch, dass die Piraten von den großen Parteien ernst genommen werden (müssen).

    Strukturen und ein klareres Programm würde ihnen nichts desto trotz gut zu Gesicht stehen.

  15. @oetting @nico “Sie bieten ein Sammelsurium von Inhalten, von total absurd über libertär bis links.” Trifft ziemlich gut auch die SPD.

  16. Die tradierte bürokratesque Behäbigkeit der Etablierten sticht ein wirklich krudes Sammelsorium und offensichtlich mangelndes Feinkonzept … Und nun? Muss man etwa doch an Botschaften glauben oder auf altruistische Tendenzen bei den alten Parteien hoffen? Man weiß es einfach nicht. Immerhin erfüllen die Piraten ihre Funktion als Stichwortgeber bisweilen ordentlich.

  17. Ob die Piraten nun in den Berliner Senat kommen oder nicht so what.

    Aufschlußreicher wird doch letztlich die Wahlbeteiligung …

    < 53 % ???

  18. Ob die Piraten nun in den Berliner Senat kommen oder nicht so what.

    Aufschlußreicher wird doch letztlich die Wahlbeteiligung …

    < 53 % ???

  19. Von “Therapie” oder “Resozialierung” zu sprechen, zeigt eine mir nicht verständliche Arroganz und unangemessen hilflose Reaktion auf politische Veränderungen, die sich noch in einer beeinflussbaren Entwicklung befinden. Liebe Genossen von der SPD, da ist mehr möglich durch respektvollen Austausch über politische Ziele und Wege mit lernwilligen Freibeutern!

  20. Von “Therapie” oder “Resozialierung” zu sprechen, zeigt eine mir nicht verständliche Arroganz und unangemessen hilflose Reaktion auf politische Veränderungen, die sich noch in einer beeinflussbaren Entwicklung befinden. Liebe Genossen von der SPD, da ist mehr möglich durch respektvollen Austausch über politische Ziele und Wege mit lernwilligen Freibeutern!

  21. Von “Therapie” oder “Resozialierung” zu sprechen, zeigt eine mir nicht verständliche Arroganz und unangemessen hilflose Reaktion auf politische Veränderungen, die sich noch in einer beeinflussbaren Entwicklung befinden. Liebe Genossen von der SPD, da ist mehr möglich durch respektvollen Austausch über politische Ziele und Wege mit lernwilligen Freibeutern!

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