SaaS wächst munter weiter

Software as a Service (SaaS) ist nicht nur eines der Buzzwords der letzten Jahre, sondern es wird auch immer populärer, sagt Gartner:

Worldwide software as a service (SaaS) revenue is on pace to reach $12.1 billion in 2011, a 20.7 percent increase from 2010 of $10 billion, according to Gartner, Inc. The North American region is forecast to account for 63.6 percent of worldwide SaaS revenue in 2011. By the end of 2015, North America’s share will represent 60.8 percent of worldwide SaaS revenue.

Gartner sagt interessanterweise auch noch etwas über die Motivation zur Nutzung von SaaS in diesem Bericht. In Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) steht der TCO im Vordergrund, während in den USA vor allem die Einfachheit und Geschwindigkeit der Implementierung wichtig sind. Allerdings ist Europa nicht gleich Europa beim Thema SaaS, denn hier scheint es eine Gewichtung hin zu UK, Irland und den nordischen Staaten zu geben, während Deutschland komplett unerwähnt bleibt:

„SaaS penetration and adoption is occurring mostly in Northern Europe, which is composed of the U.K., Ireland, the Netherlands and Nordic countries,“ Ms. Mertz said. „This is due to a culturally open outlook toward technology adoption, well-established and generally good Internet infrastructure within these countries, and English being the primary business language. This also makes it much easier for North American vendors to branch out into the region and for local vendors in one country to adapt and sell their applications in other Northern European countries with less localization effort.“

Zusammengefasst würde dies bedeuten, daß SaaS weltweit wächst, viele Vorteile bietet, aber in Europa vor allem außerhalb von Deutschland der Einsatz erfolgt. Implementierungsgeschwindigkeit plus geringer TCO scheinen in Deutschland also nicht zu wichtig zu sein.

Bereits 2009 hatte Gartner festgestellt, daß Deutschland SaaS-Entwicklungsland ist, das scheint sich ja nicht gerade gebessert zu haben.

Woran liegt das? Skepsis, weil neu? Skepsis, weil man lieber einen eigenen Server haben will? Oder einfach nur „never change a running system“ als Innovationshemmnis?

7 Antworten auf „SaaS wächst munter weiter“

  1. Mittlerweile stelle ich sowohl zuhause als auch im Büro als auch unterwegs immer häufiger fest, dass die von mir benutzten Kommunikationsnetze weder in Sachen Verfügbarkeit noch in Sachen Performance auch nur in die Nähe dessen kommen, was das Zeug auf dem Papier können sollte. Da bin ich doch schon fast froh um jedes Stück lokal arbeitende Software, das nicht von der Gnade einer Funkzelle oder eines Netzwerkknotens abhängig ist. Ein lokales Outlook mit 10.000 Mails in der Postablage ist ja schon kaum noch benutzbar, aber mit Web-Zugriff kann man es dann endgültig vergessen.Toll finde ich Konzepte wie Dropbox, bei denen nur lokale Kopien abgeglichen werden, und zwar nur dann, wenn mal wieder Bandbreite da ist. Erscheint vom Prinzip her schwerfällig und rückwärtsgewandt, hat aber den unschlagbaren Vorteil, dass es funzt. Übrigens, wie gut das mobile Internet nicht funktioniert, werden ja nächste Woche wieder die geschätzt 15.000 iPhone-Besitzer erfahren, die auf der Dmexco die dortigen zwei UMTS-Funkzellen verstopfen;-)

  2. Besuch mal ne deutsche Bank, dann weisst Du warum das so ist :-) Entweder wird das Modell nicht verstanden oder man zertrümmert es mit Datenschutzparanoia, meistens beides. Meis

  3. Besuch mal ne deutsche Bank, dann weisst Du warum das so ist :-) Entweder wird das Modell nicht verstanden oder man zertrümmert es mit Datenschutzparanoia, meistens beides. Meis

  4. Besuch mal ne deutsche Bank, dann weisst Du, warum das so ist :-) Entweder wird das Modell nicht verstanden oder man zertrümmert es mit Datenschutzparanoia, meistens beides. Der Glaube, die Daten sind im eigenen Unternehmen am Sichersten, ist vergleichbar mit dem Glauben an die unsinkbare Titanic…

  5. Kann ich nur bestätigen. Datenschutz, datenschutz, Datenschutz! Ist bei uns nicht anders, aber eigentlich für kmu sollte das Zt. Die bessere Lösung sein. Nur da fehlt eher das Verständnis oder?

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