Amazon stellt den Kindle Fire vor

Nico —  28.09.2011

Amazon Kindle Fire
Ab dem 15. November kann man in den USA den Amazon Kindle Fire kaufen – ein 7″ Tablet, basierend auf Android und engstens verknüpft mit dem Amazon Ökosystem. Natürlich gibt es Zugriff auf Musik, Video und Bücher über Amazon, sowohl als Stream als auch als Download, natürlich gibt es Speicherplatz ohne Ende in der Amazon Cloud, und natürlich gibt es den erwarteten Kampfpreis von $199 für den Amazon Kindle Fire. Ich glaube, damit kann Amazon wirklich einen Volltreffer landen. Die enge Verknüpfung mit Amazon wird für eine ziemliche Benutzer-Freundlichkeit sorgen und viele Inhalte verfügbar machen und damit eine kostengünstige Alternative zum iPad darstellen.

Sehr spannend ist allerdings auch die neue Browser-Entwicklung Amazon Silk, die letztendlich etliche Aufgaben des Browsers in die Cloud verlagert und somit aus Sicht des Tablets Prozessorlast und Bandbreite verringert. Das finde ich sehr smart und dürfte insbsondere für mobiles Browsing Geschwindigkeitsvorteile bringen.

Am meisten überrascht hat mich die Einführung eines Amazon Kindle für $79, damit dürfte der reine eBook-Reader noch attraktiver geworden sein. Ich bin davon ausgegangen, daß der Amazon Kindle Fire im Fokus stehen würde, aber es scheint, daß Amazon auch beim Thema eBook noch mehr in die Breite gehen will. Bislang hat mich der Preis für das Lesegerät abgeschreckt und ich habe mir dann doch schweren Herzens Papier-Bücher gekauft, die ich mitschleppen muß oder doch zuhause liegen lasse. $79 sind natürlich ideal für das Weihnachtsgeschäft.

Amazon hat mit der Einführung des Amazon Kindle Fire, vor allem Dank der engen Verknüpfung mit dem Amazon Ökosystem und des neuen Browsers Silk, sehr viel Bewegung in den Tablet-Markt gebracht und die Zielgruppe massiv verbreitert.

4 responses to Amazon stellt den Kindle Fire vor

  1. Naja, aus 79$ wurden mal schnell 99€

    http://www.amazon.de/dp/B0051QVF7A

  2. @Jan_ öhm, als ich geguckt hatte, gab es die variante irgendwie noch nicht in DE, oder ich war zu dusselig zum gucken. danke!

  3. OliverLauer 28.09.2011 at 20:14

    Hm, das mit der Cloud ist ja m.W. keine Revolution oder neu, macht Opera ja schon eine Weile, aber interessant ist der Ansatz schon.

  4. printpraxis 29.09.2011 at 9:12

    Der (spielerische!) Betrieb des „Fire“ wird eine dicke Online-Anbindung voraussetzen; das Gerät hat nur 8 GB Speicher – und Amazon will auch und gerade Bewegtbild auf das Teil bringen. Die Konzentration auf den Content ist naheliegend – und ich halte das technische Konzept, gerade unter diesem Blickwinkel, für sehr ambitioniert und aussichtsreich.