Wie sieht der amerikanische Startup-Gründer aus?

Monica Rogati hat die Daten von LinkedIn analysiert und mal eine schicke Infografik erstellt, die Aufschluß darüber gehen soll, was die amerikanischen Startup-Gründer ausmacht. Aus 120 Millionen Profilen wurden zehntausende Gründer herausgenommen und dann mal geguckt, welche Unis besucht wurden, wo die Gründer vor der Gründung gearbeitet haben und so weiter.

Startup DNA

Weitere Daten sind in der Präsentation Sequencing the Startup DNA zu finden.

Spannend wäre die Frage: Wie sähe das in Deutschland aus?

[ via The LinkedIn Blog » Blog Archive Sequencing the Startup DNA on LinkedIn « ]

Star Wars Remix

Star Wars Remix

Star Wars Remix

Die Idee hinter Star Wars Remix ist ganz einfach: Nutzer schicken Bilder ein, die ihrer Meinung nach irgendetwas mit Star Wars zu tun haben.

Before we get to the nitty-gritty, here’s the general idea of what we’re looking for: your world, remixed into the Star Wars world. The emphasis is on everyday objects. As in objects you come across…well, every day!

They can be natural (rocks, clouds, leafs, mountains, sand, fields, etc.) or artificial (soup strainers, an automobile grill, a paper clip, a cardboard box, etc.).

We want you to remix your world into a character, place, or object from the Star Wars universe, preferably in as creative a way as possible.

Bislang wurde ein Jabba the Hutt aus Mett vorgestellt und auch Asprin-Tabletten, die aussehen wie Stormtrooper-Köpfe wurden bereits eingeschickt. Angeblich soll da noch viel mehr kommen in den nächsten Tagen und Wochen.

Irgendwie erinnert das an Marienerscheinungen mit anderen Mitteln.

[ via Quipsologies: Vol. 56 | No. 147 ]

7 Antworten zum Datenschutz: Christian Bennefeld

Christian Bennefeld

Christian BennefeldDie kleine Interview-Reihe 7 Fragen zum Datenschutz geht munter weiter – heute antwortet Christian Bennefeld, Geschäftsführer der etracker GmbH.

Was ist problematisch an Widgets, Tracking-Pixeln und eingebundenen Werbeplätzen?

An sich sind Widgets, Tracking-Pixel oder eingebundene Werbeplätze per se nicht problematisch. Sie sind Standard im Internet und Nutzer wie Unternehmen profitieren von diesen – oftmals kostenlos – eingebundenen Inhalten Dritter. Durch die direkte Einbindung der Widgets etc. werden diese jedoch bei jedem Website-Besuch von den Servern des Dienstanbieters geladen. Diese Anbieter haben so die Möglichkeit, in großem Umfang unbemerkt Nutzungsprofile der Website-Besucher über viele Websites hinweg zu sammeln und weiter zu verwerten. Dies ist auch der wesentliche Grund, warum die Dienste überhaupt „kostenfrei“ angeboten werden. Häufig ist dem Website-Betreiber aber gar nicht bewusst, dass er den Dienstanbieter mit den Nutzerprofilen seiner Besucher bezahlt. In der Regel findet dieser Abfluss von Daten völlig unbemerkt statt – Fachleute sprechen daher von dem Phänomen des „Data Leakage“.

Was ist so schlimm am Like-Button?

Die Datenschützer des ULD haben nun erkannt, dass auch der Facebook-Button gewöhnlich direkt von den Facebook-Servern geladen wird. Er ermöglicht Facebook damit die Erstellung sogar potentiell personenbezogener Nutzerprofile – auch außerhalb der eigentlichen Reichweite des Social Media Konzerns. Das bedeutet, Facebook hat mit dem Button die Möglichkeit, völlig unbemerkt detaillierteste Nutzungsdaten auf Millionen von Websites zu sammeln und kann so feingranulare Nutzerprofile erstellen. Aus den Nutzungs- und Bewegungsdaten des Besuchers können nämlich für zielgerichtete Werbung wichtige Attribute abgeleitet werden. Dies sind beispielsweise Kaufverhalten, Kaufkraft und aktuelle (Kauf-)Interessen genauso wie Geschlecht und Alter des Nutzers. Ganz nebenbei können so auch intime Details zu politischer, religiöser oder sexueller Orientierung aus dem Nutzungsverhalten abgeleitet und zu Nutzerprofilen verdichtet werden. Verbindet Facebook diese Nutzerprofile mit den vorhandenen personenbezogenen Daten, wie Name oder Handynummer entstehen personenbezogene Nutzerprofile, deren Erhebung nach den deutschen Datenschutzgesetzen ohne explizite Einwilligung des Betroffenen illegal sind. Gegen diesen Verstoß gehen die Datenschützer nun vor.

Was passiert, wenn Unternehmen tracken können, was ich als Nutzer online mache?

Die Technologien zur Analyse und Profilierung von Nutzern sind heute sehr fortgeschritten. Praktisch jedes Unternehmen nutzt beispielsweise Web-Analyse Software, um das Nutzungsverhalten auf der eigenen Website kennen zu lernen und die Website für die Nutzer zu optimieren. Dies muss jedoch im Einklang mit den deutschen Gesetzen erfolgen. Diese schreiben unter anderem vor, dass der Nutzer genau zum Zweck und Umfang der Datenspeicherung aufgeklärt werden muss. Gleichzeitig verbietet es der Gesetzgeber die zunächst pseudonymen Nutzerprofile mit personenbezogenen Daten – zu denen nach Ansicht der Landesdatenschützer auch die IP-Adresse gehört – zu verbinden. Zudem ist es zwingend notwendig, dem Nutzer ein Widerspruchsrecht – auch an seinem nur pseudonym gewonnenen Nutzerprofil – einzuräumen und dieses wirksam umzusetzen. Wenn dies alles vom Website-Betreiber beachtet wird, sind der Nutzer und seine Privatsphäre gut geschützt. Die Realität im heutigen Internet ist jedoch der „Wilde Westen“: Jeder macht, was er will. Gerade die großen Internet-Konzerne verstoßen häufig massiv gegen die deutschen Gesetze – aber bisher ohne, dass seitens der Datenschützer Sanktionen oder Verbote ausgesprochen wurden. Prominentestes Beispiel ist hier sicher Google Analytics. Seit sechs Jahren ist das System am deutschen Markt verfügbar und verstößt nach Ansicht der Datenschützer gegen die Gesetze – nur passiert ist bisher nichts und Google macht weiter wie bisher.

Warum tracken Unternehmen eigentlich, was die Nutzer im Web alles machen?

Man muss zwei Szenarien auseinander halten. Zum einen das Szenario des Website-Betreibers, der eine Web-Analyse Software auf der eigenen Website einsetzt. Er kann bei Verwendung einer datenschutzkonformen Software wichtige Anhaltspunkte zur Verbesserung und nutzerorientierten Ausrichtung seiner Website gewinnen.
Zum anderen das Szenario des (Internet)-Werbekonzerns. Er hat das Bestreben, sein eigenes Werbemodell besser zu monetarisieren. Dies kann er dann tun, wenn er die Werbung seiner Kunden möglichst zielgerichtet und streuverlustarm an die Konsumenten aussteuert. Dazu benötigt er eine genaue Kenntnis über das Nutzungs- und Konsumverhalten der Werbe-Konsumenten. Man spricht heute daher vom sogenannten „Behavioural Targeting“ – also der am Nutzungsverhalten des einzelnen Konsumenten ausgerichteten Werbeaussteuerung. So ist ein Pharma-Konzern, der ein Medikament für 20- bis 29-jährige männliche Diabetiker entwickelt hat, bereit, sehr hohe Werbepreise zu zahlen, um genau diese Zielgruppe zu bewerben und damit Streuverluste vermeidet. Der Internet- Werbekonzern kann mit dieser Art der zielgerichteten Werbung seine Werbeerlöse vervielfachen. Dies ist der Hintergrund, warum alle großen Werbekonzerne über vermeintlich „kostenlose“ Dienste massiv Nutzerprofile – auch auf fremden Webseiten – sammeln.

Haben die jetzt wirklich meinen Namen, Adresse, Bankverbindung, Hobbies, Freunde und Anzahl plus Namen der Haustiere? Und wie machen die Unternehmen damit jetzt Geld?

Die Internet-Nutzer sind heute noch sehr unbedarft im Umgang mit ihren personenbezogenen oder anderen intimen Daten und geben diese häufig bereitwillig an. Facebook, Google und Co. bieten im Gegenzug für die Datenangabe kostenlose Dienste wie Social Netzworks, E-Mail, Webspace oder Nachrichten-Aggregation. Zudem sammeln die Konzerne, wie oben geschildert, zahlreiche Nutzerprofile nicht nur auf den eigenen Seiten, sondern über „Like-Buttons“, Werbeeinblendungen und Web-Analysedienste auch auf Seiten, die nicht dem Konzern gehören. Die Datenschützer befürchten nun, dass die freiwillig angegebenen personenbezogenen Daten mit den detaillierten Nutzungsprofilen verbunden werden, was heute technisch kein Problem darstellt. Die Monetarisierung erfolgt entweder über das konzerneigene Werbemodell oder durch den Verkauf der Nutzerprofile an Dritte. Hier ist gerade in jüngster Vergangenheit ein neuer Marketing-Trend erkennbar, bei dem für eine Werbeaussteuerung auf das Profil des Nutzers geboten wird. Das sogenannte „Real Time Bidding“ benötigt granulare Nutzerprofile, die zu Höchstpreisen gehandelt werden.

Es gibt doch das Safe-Harbour-Abkommen mit den USA, also ist doch alles halb so wild, oder?

Das Safe-Harbour-Abkommen ist eine Erfindung der US-amerikanischen FTC, der Federal Trade Commission. Diese hat sich dem Schutz der amerikanischen Konsumenten verschrieben und möchte das Wachstum des amerikanischen Handels fördern. Das Safe-Harbour-Abkommen soll europäischen Unternehmen beim Datenaustausch mit amerikanischen Unternehmen das gleiche Datenschutzniveau bieten wie in Europa. Fakt ist aber, dass die FTC weder jemals die Einhaltung der Bestimmungen bei den amerikanischen Unternehmen aktiv geprüft hat, noch hat es je eine Untersuchung oder gar Sanktionen seitens der FTC gegeben, wenn der Verdacht auf Verstoß gegen die europäischen Datenschutzgesetze vorlag. Das Abkommen ist daher nach meiner Ansicht reine Makulatur, um amerikanischen Unternehmen den Zugang zu Europa zu erleichtern. Es dient aber in keinster Weise dem Schutz der europäischen Bürger gegen die Datensammelwut der amerikanischen Konzerne.

Was sollte passieren, um Datenschutz zu gewährleisten, ohne den Unternehmen die Möglichkeit zu nehmen, die Nutzerdaten zu monetarisieren? Die wollen ja auch irgendwie Geld verdienen mit kostenlosen Diensten, oder?

Zunächst einmal gilt es, den Nutzer transparent über die Datensammlung – auch durch Facebook- Like oder andere „kostenlose“ Dienste aufzuklären. Der informierte Nutzer sollte dann die Kontrolle über seine Daten bekommen. Das bedeutet, es muss ihm zu jeder Zeit die Möglichkeit gegeben werden, auf einfache Weise die über ihn gespeicherten Daten und Nutzungsprofile einzusehen und der Speicherung zu widersprechen. Zudem sollte der Nutzer stets seine explizite Einwilligung erteilen müssen, wenn seine personenbezogenen Daten mit Nutzungsprofildaten verknüpft werden. Um dies zu erreichen, müssen nicht etwa die Gesetze geändert werden. Denn genau diese Punkte schreiben Telemedien- und Bundesdatenschutzgesetze bereits seit mehr als 10 Jahren vor. Es ist nach meiner Ansicht an der Zeit, dass die Datenschutzbehörden unsere Gesetze endlich auch durchsetzen, Verstöße öffentlich sanktionieren um damit zu dem vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Schutzniveau zu gelangen. Die Zeit des „Internet Wilden Westens“, wo jeder macht, was technisch möglich ist, muss ein Ende haben. Der „Naivität“ der Bürger, zu glauben, es gäbe etwas kostenlos im Leben, können wir durch Aufklärung alleine nicht begegnen. Dass man auch durch gesetzeskonforme Datensammlung Geld verdienen kann, zeigen einige deutsche Unternehmen, die sich einer Prüfung durch die Datenschutzbehörden unterzogen haben. Die Frage, warum die Internet-Konzerne dies nachhaltig nicht tun, muss den Konzernlenkern gestellt werden.

Vielen Dank!

Neben den von mir gestellten 7 Fragen zum Datenschutz sind bislang außerdem 7 Antworten zum Datenschutz: Christoph Kappes, 7 Antworten zum Datenschutz: fukami, 7 Antworten zum Datenschutz: Martina Pickhardt und 7 Antworten zum Datenschutz: Uli Hegge in der kleinen Interview-Reihe erschienen.

Berlin-Souvenir: LEGO Brandenburger Tor

LEGO Brandenburger Tor 21011

LEGO Brandenburger Tor 21011

Als Teil der LEGO® Architecture Serie wurde jetzt das Brandenburger Tor in das Programm aufgenommen und reiht sich somit ein in die illustre Reihe von bekannten Bauwerken, die ebenfalls als LEGO Bausatz erschienen sind wie Das Weiße Haus oder das Guggenheim Museum in New York.

Ich finde die LEGO® Architecture Serie irgendwie ganz cool, aber für die paar Steinchen auch immer sehr teuer.

Warum ich gerade so viel blogge

Seit Juli habe ich wieder den Spaß am Bloggen entdeckt und seitdem gibt es auf lumma.de wieder mehr als nur einen mühselig rausgequetschten Artikel pro Woche. Ich blogge seit Ende 2002 / Anfang 2003, auch wenn nicht alle Artikel noch vorhanden sind, so ist Lummaland doch meine Basis im Netz. Wenn man die Deutschen Blogcharts als Indikator nehmen kann, dann war dieses Blog mal populär vor 5 Jahren. Ich habe dann irgendwann nicht mehr so viel Zeit und Lust gehabt, hier täglich Themen zu behandeln, die mich interessieren, sondern habe mehr auf Twitter und Facebook Inhalte verlinkt, als selber zu schreiben.

Quasi zeitgleich mit dem Aufkommen von Google+ habe ich das Interesse an diesem Blog und der Debatte über mir wichtige Themen wiedergefunden. Ich habe gemerkt, daß trotz Facebook, Twitter, Google+ und anderen Plattformen, mein Blog dann doch der Hub ist, auf dem ich alles zusammenführen möchte, was ich an Inhalten generiere. Irgendwie hatte ich schon immer Lust am Schreiben, auch wenn ich nicht immer wußte, worüber ich mal Schreiben könnte. Nach meiner Zeit als leitender Redakteur der Schülerzeitung Der Insulaner, wir hatten da nicht so die Strukturen, aber ich durfte meinen Kopf als V.i.S.d.P. hinhalten, wollte ich natürlich unbedingt Journalist werden, aber es hat dann doch nur zum Blogger gereicht. Ich schreibe vor allem dann gerne, wenn ich keine Deadline habe, jeder der mir schon mal eine Deadline für einen Text mitgegeben hat, wird dies in leidvoller Erinnerung haben, denn der Text kommt grundsätzlich nach der letztmöglichen Verschiebung der Deadline.

In den letzten Wochen habe ich mal ausprobiert, wie Bloggen für mich wieder funktionieren könnte. Ich orientiere mich dabei ein Stück Weit an Fred Wilson, einem sehr geschätztem Venture Capitalist aus New York, der es mit seinem Blog immer wieder schafft, interessante Themen aus seinem Alltag aufzugreifen und damit Diskussionen in seinem Blog lostritt. Fred Wilson bloggt mit einer ziemlichen Disziplin, was ich sehr bewundere. Da ich tagsüber eigentlich keine Zeit zum Bloggen habe, bin ich in den letzten Wochen zum Frühaufsteher geworden und nutze die Zeit morgens, bevor die Kinder aufstehen und zur Schule bzw. zum Kindergarten gebracht werden, um einen Blick auf den Google Reader und Instapaper zu werfen, damit ich sehe, was ich aufgreifen könnte für mein Blog. Ich schreibe also primär morgens und abends, verteile dann aber die Veröffentlichung über den Tag, weil ich gemerkt habe, daß ich dann weitaus mehr Leser für meine Artikel finde.

Interessanterweise bekomme ich die meisten Leser, indem ich neue Artikel auf Twitter, Facebook und Google+ verlinke und marktschreierisch brülle “neuer Artikel, jetzt lesen! und ne Banane dazu! Und ein Aal! Kommt alle!” – früher reichte es aus, einfach einen neuen Artikel zu schreiben und schon waren die Leser da. Einfacher geht es natürlich, indem man den Lumma.de Newsletter abonniert, der morgens immer frisch die Updates des Vortages bietet, oder indem man den schicken RSS-Feed von lumma.de im Feedreader der Wahl nutzt.

Ich blogge auf lumma.de wieder mehr, um mich hier mit Themen zu entfalten, die ich irgendwie spannend, witzig, relevant oder einfach nur interessant finde, dazu gehören irgendwelche Techie-Themen genauso wie LEGO oder Bemerkungen zur politischen Lage. Dabei probiere ich auch immer mal wieder irgendwas aus, weil ich sehen möchte, wie etwas funktioniert. Anders ausgedrückt, die Neugierde ist da, sie war nie weg, ich lebe sie allerdings jetzt wieder mehr auf diesem Blog aus. Natürlich steckt dahinter auch die Frage nach der Reichweite, ich blogge eben nicht, weil ich gerne allen ein Einblick in mein Tagebuch gewähren will, sondern um Leser zu erreichen, die sich für Themen interessieren, die auch ich interessant finde. Das klappt mal mehr, mal weniger, aber es gibt eben auch keinen Redaktionsplan oder Traffic-Analysen, nach denen ich weiss, an welchem Tag welches Thema unbedingt angepackt werden müsste. Überhaupt lässt sich die Strategie hinter diesem Blog mit “es macht mir Spaß” zusammenfassen. Derzeit bringt mir Bloggen wieder richtig viel Spaß. Außerdem war ich auf Dauer genervt von den ganzen Flitzpiepen, die irgendeinen Stuß schreiben und dann überall zitiert werden, da werde ich zukünftig doch häufiger mal als Stimme der Vernunft meine Meinung in die Debatte werfen. Ich freue mich über jedes Feedback, gerne in Form von Kommentaren, Likes, +1, Retweets oder Stumbles.

Deswegen blogge ich gerade so viel. Vielen Dank fürs Lesen!