Worum es bei Occupy Wallstreet geht

Es geht um die klassische Schere zwischen Arm und Reich, wie sie hier einmal von der New York Times als Infografik dargestellt wurde. Große Teile der Gesellschaft können strampeln so viel sie wollen, sie werden nie auf einen grünen Zweig kommen. Die Entwicklung ist nicht neu, die Auswirkungen werden aber immer härter für immer größere Teile der Gesellschaft, nicht nur in den USA, sondern in vielen westlichen Demokratien.

[ via Opinion – Image – NYTimes.com ]

10 Antworten auf „Worum es bei Occupy Wallstreet geht“

  1. Tja…problematisch finde ich nur, dass nur ein geringerer Teil mit “Bank” oder Wallstreet zu tun hat und ein sehr großer mit der Politik, welche die Amerikaner und auch wir seit Jahrzehnten wählen… es hätte besser heissen sollen “Occupy White House oder Bundeskanzleramt” oder so…

  2. Es geht bei Occupy Wall Street nicht allein um die ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen in den USA, sondern auch um die damit einhergehende unverhältnismäßige Konzentration von Einfluss und politischer Macht in den Händen einer kleinen Minderheit (Plutokratie).

    Ferner geht es um ein offensichtlich außer Kontrolle geratenes Finanzmarktsystem (Wall Street), das ungezügelt den größten gesellschaftlichen Schaden anrichten kann, ohne dafür von irgendjemandem ernsthaft zur Rechenschaft gezogen zu werden. Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen dem System Wall Street und den beiden Verteilungsfragen (der wirtschaftlichen und der politschen).

    Zwei gut Artikel hierzu:

    1) http://blogs.reuters.com/great-debate/2011/10/05/occupy-wall-streets-message-more-than-a-sound-bite/

    2) http://www.foreignaffairs.com/articles/136399/michael-hardt-and-antonio-negri/the-fight-for-real-democracy-at-the-heart-of-occupy-wall-street?page=show

  3. @OliverLauer Wallstreet wird pars pro toto für ein kapitalistisches System genommen, das aus den Fugen geraten ist.

  4. @planspark ja. Wallstreet wird pars pro toto für ein kapitalistisches System genommen, das aus den Fugen geraten ist.

  5. @NicoLumma Das magst Du so sehen, aber ich sehe einfach die Gefahr, dass man, die Medien die Gesellschaft zu stak vereinfacht. Banken sind “nur” die Exekutive einer gegebenen Politik, sicherlich mit einigen “Freiheiten”, aber im Grunde bewegen die sich in einem gegebenem Gesetzeskontext. Man verändert das Gesellschaftssystem nicht, in dem man “nur” das Bankensystem verändert oder verteufelt, aber ich habe den Eindruck, das glaubt nun die gemeine Mehrheit… und die Politik mimt den holden Robin Hood… als hätte sie nun gar nix damit zu tun (gehabt).

    Wer erlaubt Leerverkäufe, wer Hedge Fonds, wer hat es ermöglicht, dass “Too Big To Fail” entstehen kann..? Warum sind all diese Derivate, Asset Back Securities erlaubt worden…und…und…und?

    Warum sind globale Zinsentscheidungen von privaten, nationalen Ratingagenturen abhängig?

    Warum wurde der Euro in instabilen Wirtschaftsräumen eingeführt und der Wechselkurs als Steuerungsinstrument eliminiert?

    Das große Problem sehe ich darin, dass die Politik die komplexe Finanzwelt nicht (mehr) versteht…es aber erlaubt hat, dass diese noch komplexer wird, aber wie heisst es so schön, Unwissen schützt vor Strafe nicht…

  6. Warum so unnahbar, väterlich, als wärs die Reaktion des Bürgermeisters von Garmisch Patenkirchen, nach der Olympiaabsage?

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