Archiv für Oktober 2011

21. Oktober 2011

Die Kamera mit ohne Fokusgedöns

Lytro hat jetzt ihre neuartige Kamera vorgestellt, über die ich vor einiger Zeit bereits berichtet hatte. Die Idee ist einfach, aber ich vermute mal, daß die Technologie etwas komplexer sein dürfte. Die Kameras erlauben wirkliches Point&Click, lediglich den Zoom kann man sich noch hinfummeln, aber ansonsten ist es ziemlich egal, worauf man fokussiert. Als Nutzer bekommt man ein sog. Living Picture, bei dem man selber definieren kann, welcher Teil des Bildes fokussiert werden soll. Dazu wird es auch eine App geben, zuerst allerdings nur für OS X.

Die Kamera soll es mit 8 GB Speicherplatz für $399 und mit 16 GB für $499 ab Frühjahr 2012 geben. Vorbestellungen sind jetzt schon möglich, leider wird nur in die USA geliefert.

Robert Scoble hat sich die Lytro Camera mal genauer zeigen lassen. Mir gefällt der Formfaktor ja durchaus, ist mal eine interessante Variante zu den immer gleichen Kamera-Gehäusen.

21. Oktober 2011

Lumma CLR 558 GT Konfigurator

Lumma CLR 558 GT Konfigurator

Nein, ich bin nicht durchgedreht, nein, das ist nicht mein Nebenbei-Projekt, von dem ich erst jetzt erzähle, soweit ich weiß, bin ich mit Horst Lumma nicht verwandt oder verschwägert, ich fahre auch keinen Porsche, aber wem die üblichen Auto-Konfigurationsoptionen nicht weit genug gehen, der wird am Lumma CLR 558 GT Konfigurator seine bunte Freude haben. Nun weiß ich jedenfalls endlich, daß es das Wort Heckspoilerlippe zu geben scheint.

20. Oktober 2011

Neue Facebook Privacy Option für Schleswig-Holsteiner

Herrlich, die Posse um das ULD und die fiesen Cookies von Facebook geht munter weiter:

Facebook prüft nach Informationen des NDR “Schleswig-Holstein Magazin”, die Übermittlung von Nutzerdaten aus Schleswig-Holstein in die Konzernzentrale in den USA zu stoppen. Dies ist nach Aussage des Schleswig-Holsteinischen Datenschutzbeauftragten Thilo Weichert das Ergebnis des heutigen Treffens (20. Oktober) mit dem Facebook-Europa-Repräsentanten Richard Allan in Kiel. Weichert sagte dem “Schleswig-Holstein Magazin”, dass Facebook überlege, anhand der IP-Adresse den Standort der Nutzer zu ermitteln. Daten von Nutzern in Schleswig-Holstein sollen dann nicht zur weiteren Verarbeitung in die Konzernzentrale in den USA weitergeleitet werden. Diese Ausnahmeregelung für Schleswig-Holstein wäre weltweit einmalig.

Da bin ich ja mal gespannt, wie das funktionieren wird. Das Targeting nach IP-Adressen hat ja bislang nicht wirklich durch 100% Treffer-Quote überzeugt. Ich finde es erstaunlich, wenn Facebook sich auf einen derartigen Kuhhandel einlassen sollte. Was kommt nach Schleswig-Holstein, wieviele Ausnahmeregelungen will Facebook denn weltweit schaffen?

Thilo Weichert wertet dies als Erfolg, ich glaube, daß das Gegenteil der Fall ist. Schleswig-Holstein und damit Deutschland wird wohl eher als das Land der seltsamen Querköpfe angesehen werden, die irgendwie darauf pochen, daß das Internet anders zu funktionieren hat als es gängige Praxis ist.

Ich hatte vor ein paar Wochen Thilo Weichert gefragt, was denn so schlimm am Like-Button sei:

Der Button tut nicht körperlich weh. Das Anclicken des Buttons löst aber Datenverarbeitungen aus, die für die Nutzenden weder transparent noch selbstbestimmt sind. Es geht um das Setzen eines Cookies, um die Profilierung mit Hilfe des Cookies bei Facebook/USA und die kommerzielle oder sonstige Nutzung dieser Profile, worüber Facebook nicht ansatzweise Informationen herausgibt. Das verstößt gegen das deutsche Telemediengesetz und gegen die europäische E-Privacy-Directive. In diesen Verstößen liegen unzweifelhaft Verletzungen des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung der Betroffenen.

Ich glaube ja, daß das alles halb so wild ist, aber es gibt immer ordentlich Aufmerksamkeit, wenn man dem Ami mal zeigt, daß man nicht immer alles mitmacht. Auch so wird Politik gemacht.

[ via Facebook prüft Ausnahmeregelung: Daten von Nutzern in Schleswig-Holstein sollen nicht weitergeleitet werden | NDR Norddeutscher Rundfunk | Presseportal.de ]

20. Oktober 2011

Google+ wird demnächst Pseudonyme unterstützen

Auf der Web 2.0 Conference in San Francisco hat gestern der Produktchef von Google+, SVP Vic Gundotra, angekündigt, daß es Pseudonyme auf Google+ geben wird. Auf diesem Blog und anderswo hat es zum Thema Pseudonyme und Google+ hitzige Debatten gegeben. Ich hatte auch geschrieben, daß ich persönlich es bevorzuge, mit Leuten zu reden, deren Namen ich kenne, aber daß ich das Erlauben von Pseudonymen bei Google+ sinnvoll fände.

Aus Produktsicht ist es ja in der Tat so, daß Google+ durch die Circles enorm flexibel ist und dank der loseren Verknüpfung der Nutzer ein soziales Netzwerk mit vielen Facetten darstellen kann. Dabei macht es natürlich Sinn, beispielsweise wenn es über den Austausch von Patienten untereinander oder um Dating geht, daß man für die Kommunikation in diesen Circles nicht mit seinem Klarnamen auftritt, sondern ein Pseudonym wählt.

Wenn eine derartige Option nun demnächst bei Google+ kommt, dürfte die Akzeptanz für das Netzwerk weiter steigen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß bei Facebook die Erwartungshaltung eine ganz andere ist, während sich bei Google eher Enttäuschung breit macht, daß Pseudonyme für Google+ nicht von Anfang an Teil des Konzeptes waren. Nun bin ich gespannt, wie die Umsetzung im Detail aussehen wird.

[ via Google+ to Support Pseudonyms ]

19. Oktober 2011

Hans-Peter Uhl erzählt was vom Staatstrojaner

Nein, das ist keine Satire. Nein, niemand hat diese Rede neu vertont. Das ist Hans-Peter Uhl im O-Ton. Vorwärtsverteidung unter Zurhilfenahme von vielen, vielen Blendgranaten. Ein twitternder Altmaier macht noch keine Partei der Internetversteher.