Was denken die Griechen eigentlich?

Es ist schon unglaublich. Da wollen wir die Griechen retten und die sträuben sich, wollen erst einmal das Volk befragen. Da muß doch mehr Dankbarkeit herrschen, wenn man Vorschriften macht, die stark in die Souveränität eines Landes eingreifen. Und überhaupt, wie kommt eigentlich der Premier auf die Idee, sich über eine Volksbefragung abzusichern? Es muß doch reichen, daß die Konservativen, die für ein Großteil der Krise verantwortlich sind, ihn nicht unterstützen, was will er denn noch? Diese ewig zaudernden Politiker haben doch erst zur Finanzkrise geführt, das muß doch allen klar sein.

Die Griechen können einfach nicht mit Geld umgehen, was auch die hohe Staatsverschuldung zeigt. In Deutschland liegt die Staatsverschuldung nur bei 80% des Bruttoinlandproduktes, daher sollten die Griechen jetzt schleunigst mal auf uns hören, anstatt in spätgriechischer Dekadenz leben zu wollen. Die Einschnitte sind doch vertretbar, wir würden doch auch jederzeit auf die Hälfte des Einkommens und jegliche persönliche Perspektive zum Wohle des Staates verzichten wollen.

Die Griechen sind einfach keine bedingslosen Europäer und wir sollten aufhören, Euros nach Athen zu tragen. Würden die uns jemals helfen? Wie denn, außer mit günstigen Übernachtungspreisen und kostenlosem Ouzo?

Eine Antwort auf „Was denken die Griechen eigentlich?“

  1. Statt t „bedingslosen Europäer“ im letzten Absatz bitte „alternativlosen Europäer“ verwenden.

    Danke für Deine kleine Satire.

    Sehr schön dargestellt.

    Schade bloß, das Papandreou wohl einen Rückzieher macht

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