Archiv für November 2011

22. November 2011

Santa Yoda bringt Geschenke

Pünktlich zur Weihnachtszeit startet LEGO USA die Website LEGO Santa Yoda und bietet unter dem Motto “Use the force this holiday season!” an, daß man Grußkarten mit Videos verschicken kann. Für jede verschickte Grußkarte wird ein Spielzeug für einen guten Zweck gestiftet. Noch dazu kann man Fotos und Filmchen von eigenen LEGO Star Wars Kreationen hochladen, um Preise zu gewinnen.

Dieses Jahr bringt LEGO zum ersten Mal gemeinsam mit Star Wars einen LEGO Star Wars Adventskalender heraus, der sehr schnell überall vergriffen zu sein scheint.

Hier sind die drei Videos, die man verschicken kann. Mir persönlich gefällt das erste Video am Besten.

“Not So Silent Night.”

“Making a List, I am; Checking it Twice, I Must.”

“To Town, LEGO Santa Yoda is Coming.”

22. November 2011

Was wollen die Kinder eigentlich so zu Weihnachten?

Nielsen hat mal eine Umfrage in den USA gemacht und die Vorlieben der Kinder im Bereich Consumer Electronics herausgefunden. Daher ist die Meldung U.S. Kids Looking Forward to “iHoliday” 2011 nicht wirklich verwunderlich, denn Barbie, LEGO oder Playmobil waren gar nicht Thema.

Aber, was dann doch faszinierend ist: das iPad ist ganz oben auf der Wunschliste. Daran kann man mal sehen, wie immens die Sogwirkung dieses Geräts ist. 44% der Kinder wollen ein iPad haben, gefolgt von 30%, die ein iPod Touch haben wollen und 27%, die ein iPhone haben wollen. Einen eigenen Computer wollen nur 25% der Kinder haben, ein eigenes TV-Gerät wollen nur 20% haben, ein anderes Handy nur 12%.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: unsere Kinder würden auch am Liebsten ein iPad haben wollen oder ein iPhone, aber ein eigenen Fernseher haben sie sich noch nie gewünscht. Warum auch, wenn man auf dem iPad doch eh viel mehr gucken kann als auf dem Fernseher? Und man kann auch noch Spiele spielen, lernen, lesen, und so weiter. Wer einmal die Disney Appmates oder Crayola Trace & Draw gesehen hat, der ahnt, was in dem iPad für ein Potential steckt, gerade für Kinder.

Wir werden zukünftig immer mehr Spielzeug sehen, das intelligent mit den Alltags-Devices wie iPad, iPhone oder Android-Tablet bzw. Android-Phone verknüpft sein wird. Das bedeutet aber auch, daß Haushalte mit Kindern irgendwie mehr als ein Tablet benötigen werden, bei den aktuellen Preisen ist das ein enormer Kostenpunkt für Familien. Aber nicht nur der Spielzeugmarkt wird dadurch nachhaltig verändert, sondern auch im Bereich Bildung wird das iPad den Kindern ganz andere Lernmethoden ermöglichen, als wir es bisher gewohnt sind.

Wie verbinden wir das mit den traditionellen “aber nicht mehr als 30 Minuten Mediennutzung am Tag!”? Eben.

22. November 2011

GK Netzpolitik der SPD lehnt Vorratsdatenspeicherung ab

Die Vorratsdatenspeicherung ist irgendwie die Untote unter den Vorhaben, die unnütz sind, von denen sich aber gerade die Innenpolitiker viel versprechen. Anders ist es nicht zu erklären, warum es in der SPD jetzt zu der absurden Situation gekommen ist, daß für den Anfang Dezember stattfindenden Bundesparteitag ausschließlich Anträge gegen die Vorratsdatenspeicherung eingebracht wurden, die Antragskommission sich aber entschieden hat, einen Antrag für die Vorratsdatenspeicherung zu formulieren. Innerhalb der SPD gibt es einen längeren Diskussionprozeß, aus dem bereits ein Kompromiß-Antrag des GK Netzpolitik zur Vorratsdatenspeicherung resultierte. Leider wurde dies von der Antragskommission ignoriert. Deshalb haben wir gestern im Gesprächskreis Netzpolitik der SPD beschlossen, unsere Ablehnung der Vorratsdatenspeicherung deutlich zum Ausdruck zu bringen:

Der SPD-Gesprächskreis Netzpolitik und Digitale Gesellschaft unterstützt den Juso-Antrag zur Ablehnung der Vorratsdatenspeicherung
Der Gesprächskreis Netzpolitik und Digitale Gesellschaft beim SPD-Parteivorstand empfiehlt, dem Vorschlag der Antragskommission zur Vorratsdatenspeicherung auf dem SPD-Bundesparteitag nicht zu zustimmen. Eine anlasslose und verdachtsunabhängige Speicherung von Telekommunikationsverkehrdaten auf Vorrat, mit denen Bewegungs- und Kommunikationsprofile erstellt werden können, lehnt der Gesprächskreis Netzpolitik ab. Wir haben in einem langen und schwierigen Diskussionsprozess versucht, einen Kompromiss zwischen Innen-, Rechts- und Netzpolitikern zu finden und haben von unserer Seite konkrete Vorschläge unterbreitet. Leider hat die Antragskommission mit der Vorlage ihres Antrages zur Vorratsdatenspeicherung diese Kompromisse nicht aufgegriffen. Es wird damit zur strittigen Abstimmung auf dem Parteitag kommen. Der Gesprächskreis Netzpolitik fordert die Delegierten des Parteitages auf, gegen den Antrag I30 (in der Fassung der Antragskommission) zu stimmen. Stattdessen empfehlen wir, dem Antrag des Juso-Bundesvorstandes zur Ablehnung einer anlasslosen und verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung zuzustimmen.

Bevor jetzt wieder die üblichen Verdächtigen anfangen, irgendetwas von Verräterpartei zu brüllen, würde ich gerne darauf verweisen, daß dies unter BILD-Niveau ist und daß die SPD in den letzten zwei Jahren einen ordentlichen Lernprozeß durchlaufen hat, worunter u.a. die Ablehnung der Netzsperren, aber auch die Forderung nach Netzneutralität und der Einordnung von Breitband als Universaldienst zählen. Aber, wie man an der Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung sehen kann, es ist noch lange nicht alles erreicht.

[ via SPD-Netzpolitiker unterstützen Antrag gegen Vorratsdatenspeicherung | Henning Tillmann ]

21. November 2011

Steve Jobs über NeXT und Startups

We're NEXT!

Eine interessante Dokumentation aus der Anfangszeit von NeXT, Inc., die Steve Jobs zusammen mit seinem Team bei mehreren Brainstorming-Sessions zeigt. Neben melodramatischer Musik bietet die Doku einen guten Einblick in die Denkweise von Steve Jobs und zeigt ganz nebenbei auch, daß Steve Jobs bereits in den 80ern eine Vorliebe für Turtlenecks hatte. Präsentationen erfolgten damals noch mit einem Overhead-Projektor, das kann man sich irgendwie eher schwer vorstellen heutzutage. Ungefähr bei Minute 11 bringt Joanna Hoffmann einen Einwand und bezieht sich darauf bereits auf das Reality Distortion Field, das Steve Jobs später in seinen legendären Keynotes nutzte, um die neuen Apple Produkte anzupreisen.

[ via Steve Jobs brainstorms with the NeXT team | The Next Web ]

19. November 2011

Das Wachstum von Google+ wird über Android kommen

Na klar, Google hat Google+ zum allerwichtigsten Produkt erhoben, der schwarze Balken ist überall zu sehen, das wissen wir, dazu hat sich Google schon oft genug geäußert. Aber scheinbar hat es die Nutzer von Google bislang noch nicht so stark interessiert, wie man eigentlich erhofft hatte. Daher zieht Google jetzt einen weiteren Trumpf aus dem Ärmel, an dem die Nutzer nicht vorbei kommen können: Android. Genauer gesagt die neueste Software-Version Android 4.0, die auch unter dem Codenamen Ice Cream Sandwich bekannt ist. Dort gibt es eine kleine, aber feine Änderung:

One seemingly minor change that Google has introduced in the new version of Android, Ice Cream Sandwich, could actually have just as large an impact on the company as the various UI tweaks: anyone who enters their Google account credentials into the phone (which means, just about everyone) will be prompted to sign up for Google+. And they’ll also be prompted to enter their credit card information for purchases in Android Market.

Künftig werden also alle Nutzer eines mobilen Endgeräts mit Android 4.0 zu Nutzern von Google+ werden. Schon jetzt gibt es Features für Android, die sehr praktisch Google+ und das mobile Endgerät verbinden, wie z.B. der Foto-Upload im Hintergrund oder die Messaging-Funktionalität, die nur auf mobilen Devices funktioniert. Derzeit werden 550.000 neue Android-basierte Endgeräte am Tag in Betrieb genommen, davon werden natürlich immer mehr mit dem aktuellen Android 4.0 ausgestattet sein, auch wenn das Android-Lager mit einer zunehmenden Fragmentierung der Betriebssystem-Varianten zu kämpfen hat. Ein Blick auf diese Grafik zeigt allerdings, wie mächtig die Verknüpfung von Google+ und Android 4.0 sein kann:

Die Integration von Google+ in Android 4.0 ist naheliegend, wird massiv die Nutzerzahlen von Google+ vergrößern, wobei jetzt die Herausforderung für Google sein wird, diese Nutzer auch zu regulären Web-Nutzern zu konvertieren. Android und Google+ ist der ultimative Lock-In aus Sicht von Google.