Spotify wird zum Musik-Ökosystem, Simfy bleibt stehen

Nico —  4.12.2011

MusicVor vier Jahren hat mir in Stockholm während der SIME ein junger Gründer schüchtern einen Invite-Code für einen neuen Musik-Dienst in die Hand gedrückt, damit ich eine Alpha-Version teste und Feedback gebe. Simfy war damals noch ganz anders als es heute ist, man konnte seine eigenen MP3s hochladen und damit seinen Freunden zugänglich machen und somit schnell einen Pool von Musik bereitgestellt bekommen. Ich fand die Idee interessant, aber für mich nicht praktikabel, dennoch war ich beeindruckt von den Gründern und ihrem Ansinnen, Musik in Deutschland für Nutzer leichter verfügbar zu machen. Seitdem ist einige Zeit vergangen und Simfy ist als Musik-Dienst in Deutschland etabliert.

In meiner Kolumne für t3n habe ich mir diese Woche mal angesehen, was eigentlich der Unterschied zwischen Spotify und Simfy ist: Lumma Kolumne: Spotify vs. Simfy – ein sehr ungleicher Wettstreit – leider muß man sehen, daß Simfy konzeptionell viel weniger für die Zukunft gerüstet ist als der schwedische Konkurrent Spotify. Spotify hat nicht nur durch die Integration in Facebook und die damit verbundene Social Sharing Funktionalität seine Nutzerbasis ausbauen können, sondern bietet über die API und jetzt neuerdings auch durch Spotify Apps ein Ökosystem für Musik an. Simfy hingegen ist einfach nur ein Musik-Dienst.

Ich vermute mal, daß bei dem Markteintritt von Spotify in Deutschland die Nutzer sehr schnell mit den Füßen abstimmen werden und sehr zügig von Simfy zu Spotify wechseln werden, ähnlich wie es bei Facebook und den VZ Netzwerken der Fall war. Das finde ich sehr schade, denn im Zweifel finde ich es immer besser, lokale Dienste zu unterstützen, aber leider ist Simfy nach einem interessanten Start und etlichen Änderungen im Geschäftsmodell stehen geblieben, während Spotify von Beginn an groß gedacht hat und sich zum Ökosystem für Musik entwickelt hat.

6 responses to Spotify wird zum Musik-Ökosystem, Simfy bleibt stehen

  1. jens.k.loewe 4.12.2011 at 17:15

    Da Spotify schon vor dem Deutschlandstart reihenweise Benutzer verliert, weil es seit neuestem an einen Facebookaccount gebunden werden muss, wird das wohl nix; tja.

  2. NicoLumma 4.12.2011 at 17:16

    @jens.k.loewe reihenweise?

  3. jens.k.loewe 4.12.2011 at 17:27

    Ja.

  4. NicoLumma 4.12.2011 at 17:33

    @jens.k.loewe ja, leute finden das doof. aber die mehrzahl eher nicht, wie du hier sehen kannst an den stetig wachsenden monthly acrive user zahlen: http://appdata.com/apps/facebook/174829003346-spotify

  5. jens.k.loewe 4.12.2011 at 17:36

    @NicoLumma Abwarten. Du solltest nicht vergessen, dass der Ruf von Facebook auch nicht besser wird. Nicht jeder scheißt auf seinen Datenschutz,