Verändert sich langsam die Kostenlos-Kultur im Netz?

Nico —  7.12.2011

Marco Ament, der Entwickler hinter Instapaper, schreibt nur einen ganz kurzen Absatz über die Kostenlos-Kultur, und dieser Absatz regt zum Nachdenken an, denn Don’t Be A Free User macht durchaus Sinn:

The sheer volume of people asking me for this was one of the biggest reasons I launched Instapaper’s $1/month Subscription program, which offers almost nothing for the money — just the knowledge that you’re supporting a service you like.

People pay out of sheer goodwill. It really works.

Ich glaube auch, daß immer mehr Leute verstehen, daß es sich lohnt, für einen guten Dienst auch zu bezahlen. Einen Dollar für eine gute App, das kann man leicht nachvollziehen und es lohnt sich dann auch wirklich für den Entwickler. Wenn es eben nur einer ist oder ein kleines Team. Und wenn man nicht zu viele gute Apps hat, die man monatlich unterstützen will, denn wieviele Abos kann man sich pro Monat leisten, einfach so? Das kann sich ganz schnell eine stattliche Summe werden.

Marco Ament kann derzeit mehr als nur gut von seiner App Instapaper leben, aber ich gehe mal davon aus, daß dies bei den wenigsten App-Entwicklern der Fall sein wird. Außerdem vermute ich, daß die Bereitschaft für das Bezahlen abnimmt, je größer und bekannter die Firma ist, die hinter einer App, angebotenen Inhalten oder Dienstleistungen steht. Warum ist dies so? Wenn die Qualität uns überzeugt, dann sollten wir doch auch dafür bezahlen, oder eben darauf verzichten? Wenn man nicht verzichten, aber auch nicht bezahlen will, dann bietet sich immer noch Werbung an, um Inhalte zu monetarisieren.

Funktionieren Bezahl-Inhalte nur für einzelne Entwickler? Oder entsteht durch die Einfachheit der Bezahlvorgänge in den App-Stores eine neue Art der Bezahlkultur im Netz? Ich glaube, daß so langsam wirklich ein Umdenken einsetzt, so lange es dann schnell und einfach geht, für Apps, Inhalte oder Dienstleistungen zu bezahlen.

12 responses to Verändert sich langsam die Kostenlos-Kultur im Netz?

  1. ambconsult 7.12.2011 at 9:54

    ich glaube sehr daran, dass die einführung der apps, die preisstruktur und die einfachheit der bezahlung für mobile-apps die payment-wall deutlich gesenkt hat. wenn es jetzt noch gelingt diese hürden auch für web-apps zu verringern, glaube ich sehr an eine neue kultur. menschen sind bereit für gute inhalte zu zahlen – es muss ihnen aber so einfach wie möglich gemacht werden.

  2. ambconsult 7.12.2011 at 9:54

    ich glaube sehr daran, dass die einführung der apps, die preisstruktur und die einfachheit der bezahlung für mobile-apps die payment-wall deutlich gesenkt hat. wenn es jetzt noch gelingt diese hürden auch für web-apps zu verringern, glaube ich sehr an eine neue kultur. menschen sind bereit für gute inhalte zu zahlen – es muss ihnen aber so einfach wie möglich gemacht werden.

  3. ambconsult 7.12.2011 at 9:54

    ich glaube sehr daran, dass die einführung der apps, die preisstruktur und die einfachheit der bezahlung für mobile-apps die payment-wall deutlich gesenkt hat. wenn es jetzt noch gelingt diese hürden auch für web-apps zu verringern, glaube ich sehr an eine neue kultur. menschen sind bereit für gute inhalte zu zahlen – es muss ihnen aber so einfach wie möglich gemacht werden.

  4. ambconsult 7.12.2011 at 9:54

    ich glaube sehr daran, dass die einführung der apps, die preisstruktur und die einfachheit der bezahlung für mobile-apps die payment-wall deutlich gesenkt hat. wenn es jetzt noch gelingt diese hürden auch für web-apps zu verringern, glaube ich sehr an eine neue kultur. menschen sind bereit für gute inhalte zu zahlen – es muss ihnen aber so einfach wie möglich gemacht werden.

  5. livefyresux666 7.12.2011 at 10:18

    Ja, es gibt ein Umdenken – gerade auf Seiten der Software- und Inhalteanbieter. Ganz deutlich wird das am Preisgefüge der Apps. Sehr gut möglich, dass der Begriff „App“ nur existiert, um die niedrigere Preise gegenüber „vollwertigen/-preisigen“ Applications argumentativ zu untertützen: Sind ja fast 10 Buchstaben weniger, also sollte es auch weniger kosten.

    Im Gegensatz zur Musikindustrie haben es viele Entwickler verstanden, dass die verschwindend geringen Grenzkosten der Verbreitung ihrer Software ermöglichen, diese bei Preisen im Cent-Bereich an eine vielfach größere Zielgruppe zu veräußern und damit hohe Einnahmen zu realisieren. 79 Cent tun niemandem weh, machen aber einen Andreas Illiger zum Millionär.

    Konsequent hat Apple das Modell des App-Stores auch für die Computerlinie umgesetzt. Dort finden sich in der Folge zwar auch etwas höhere Preise für komplexere Software; aber ein Trend ist auch hier auszumachen.

    Nicht von Ungefähr kostet die neueste Version des Betriebssystems Lion OSX gerade mal 23,99 EUR. Auch zu finden sind im App Store Versionen von uralten Tombraider-Spielen aus 2007, zu haben für ein paar Euro.

    Möglicherweise bewegen sich hier Anwender und Anbieter aufeinander zu: Sie treffen sich dort, wo der Preis für ein Produkt angemessen scheint.

    Angemessen in Bezug auf die Möglichkeit, jederzeit auf kostenlose Alternativen zurückgreifen zu können. Angemessen in Bezug auf die Möglichkeit, Support für das Produkt zu erhalten.

    In dem akzeptierten Preis drückt sich für den Anwender zum Beispiel auch aus, nicht nach illegalen Download-Möglichkeiten suchen zu müssen und dann vielleicht auf Hoaxes hereinzufallen. Zwei Klicks, schon ist das Produkt auf meinem Gerät, ohne große Umstände. Das dürfte vielen etwas wert sein und erklärt auch den Siegeszug der Smartphones in völlig neue Käuferschichten.

  6. livefyresux666 7.12.2011 at 10:18

    Ja, es gibt ein Umdenken – gerade auf Seiten der Software- und Inhalteanbieter. Ganz deutlich wird das am Preisgefüge der Apps. Sehr gut möglich, dass der Begriff „App“ nur existiert, um die niedrigere Preise gegenüber „vollwertigen/-preisigen“ Applications argumentativ zu untertützen: Sind ja fast 10 Buchstaben weniger, also sollte es auch weniger kosten.

    Im Gegensatz zur Musikindustrie haben es viele Entwickler verstanden, dass die verschwindend geringen Grenzkosten der Verbreitung ihrer Software ermöglichen, diese bei Preisen im Cent-Bereich an eine vielfach größere Zielgruppe zu veräußern und damit hohe Einnahmen zu realisieren. 79 Cent tun niemandem weh, machen aber einen Andreas Illiger zum Millionär.

    Konsequent hat Apple das Modell des App-Stores auch für die Computerlinie umgesetzt. Dort finden sich in der Folge zwar auch etwas höhere Preise für komplexere Software; aber ein Trend ist auch hier auszumachen.

    Nicht von Ungefähr kostet die neueste Version des Betriebssystems Lion OSX gerade mal 23,99 EUR. Auch zu finden sind im App Store Versionen von uralten Tombraider-Spielen aus 2007, zu haben für ein paar Euro.

    Möglicherweise bewegen sich hier Anwender und Anbieter aufeinander zu: Sie treffen sich dort, wo der Preis für ein Produkt angemessen scheint.

    Angemessen in Bezug auf die Möglichkeit, jederzeit auf kostenlose Alternativen zurückgreifen zu können. Angemessen in Bezug auf die Möglichkeit, Support für das Produkt zu erhalten.

    In dem akzeptierten Preis drückt sich für den Anwender zum Beispiel auch aus, nicht nach illegalen Download-Möglichkeiten suchen zu müssen und dann vielleicht auf Hoaxes hereinzufallen. Zwei Klicks, schon ist das Produkt auf meinem Gerät, ohne große Umstände. Das dürfte vielen etwas wert sein und erklärt auch den Siegeszug der Smartphones in völlig neue Käuferschichten.

  7. livefyresux666 7.12.2011 at 10:19

    me is tspe , livefyre sux. :-/

  8. NicoLumma 7.12.2011 at 10:20

    @livefyresux666tspe haha, livefyre ist eigentlich idiotensicher, aber es gibt immer wieder leute, die daran scheitern. würde mir zu denken geben an deiner stelle :)

  9. livefyresux666 7.12.2011 at 10:22

    @NicoLumma Pff.

  10. livefyresux666 7.12.2011 at 10:22

    @NicoLumma Pff.

  11. DerMattern 7.12.2011 at 13:08

    Marco ist der Entwickler von Instapaper nicht Instagram.

  12. NicoLumma 7.12.2011 at 13:11

    @DerMattern ja.