Archiv für Dezember 2011

22. Dezember 2011

Weihnachtsgeschenke für geekige Väter

Man kommt ja zu nix heutzutage, diese Liste wollte ich schon vor ein paar Wochen gepostet haben. Aber für die Umtauschorgien nach Weihnachten ist diese Liste dann vielleicht doch noch hilfreich. All diese Produkte sind Sachen, die ich irgendwie interessant finde und ich bin ja auch irgendwie ein geekiger Vater.

Noch ist Zeit bis Heiligabend.

20. Dezember 2011

Zum Tode von Kim Jong Il

Ohne Worte.

Fundstelle: Internet @zeank

20. Dezember 2011

Zentrale Kommentarverwaltung mit engag.io

Wo habe ich noch mal was kommentiert? Wie kann ich den Kommentarverlauf beobachten? Bei der Vielzahl der Dienste, die man heutzutage nutzt, kann das schon mal aufwändig werden. Social Network hier, Blog-Kommentarsystem dort, irgendwie fehlt da eine Verknüpfung, die es für die Nutzer einfacher macht, eine Übersicht über die Diskussionen zu behalten. Engag.io versucht, diese Lücke zu füllen und tut dies, indem Verknüpfungen mit Twitter, Facebook, Google+, Tumblr, Foursquare, Disqus und Hacknews erstellt werden, so daß die jeweiligen Diskussionen, an denen man beteiligt ist, fein säuberlich in eine Gmail-artige Übersicht fließen. Dort kann man dann fröhlich weiterkommentieren, sich aktuelle Links aus seinen Netzwerken anzeigen lassen oder einfach nur einen Überblick bekommen, wo man gerade aktiv ist und mit wem man alles so redet.

Engag.io ist ein Schritt in die richtige Richtung und lohnt sicherlich mal einen detaillierteren Blick. Ich würde mich ja immer noch darüber freuen, wenn irgendwo die unterschiedlichen Threads zu einem Artikel, also von Facebook, Twitter und Google+, noch mal irgendwo gebündelt zusammengeführt werden würden, so daß alle generell sehen können, was wo diskutiert wird, auch wenn man sich selber bislang nicht aktiv an einer Diskussion beteiligt hat.

Mir persönlich fehlt bei Engag.io natürlich noch die Integration mit Livefyre und eine iPhone-App, aber bislang ist es schon sehr nützlich, um eine Omnipräsenz im Web suggerieren zu können. Bislang ist Engag.io noch in der Alpha-Version und nur über einen Invite-Code zu nutzen.

18. Dezember 2011

Wulff: wie lange noch bis zum Rücktritt?

Wulffs Urlaubsdomizil in Florida (Symbolfoto)Christian Wulff macht die übliche Salami-Taktik. Es wird immer nur so viel zugegeben, wie sowieso schon herausgekommen ist. Hinzu kommt, daß Wulff nur noch über seine Anwälte kommuniziert und natürlich streiten diese erst einmal ab, daß es irgendwelche Verfehlungen gegeben haben könnte.

Interessanterweise wird Wulff nicht nur vom Spiegel kritisiert, sondern auch von BILD und der FAZ. Es ist selten, daß eine derartige Übereinstimmung dieser drei Publikationen herrscht. Interessanterweise bringt jetzt die WELT einen neuen Spin ins Spiel, daß nämlich Wulffs Ehefrau Bettina eine treibende Kraft hinter ihm sei: Mehr Ansprüche. Mehr Wünsche.

Ich werde das Gefühl nicht los, daß Christian Wulff sich der Ausweglosigkeit seiner Lage durchaus bewußt ist, daß er aber irgendwie noch versucht, sich in das neue Jahr zu retten, in der Hoffung, daß nach der parlamentarischen Weihnachtspause wieder andere Themen im politischen Berlin vorherrschen.

Christian Wulff muß klar sein, daß er als Bundespräsident höheren moralischen Ansprüchen genügen sollte, will er Gehör finden mit seinen Reden. Zur Finanzkrise und den damit verbundenen Verfehlungen in der Finanzbranche wird er nun sehr wenig sagen können, wie Frank Schirrmacher unlängst herausstellte.

Das Dilemma um Christian Wulff ist meiner Meinung nach symbolisch für die Personalpolitik von Angela Merkel. Alles fällt auseinander, es ist keine gerade Linie erkennbar und Sprachlosigkeit macht sich breit. Sowohl auf Seiten der Regierenden, als auch bei den Regierten, die sich fragen, wie lange das Koalitionsdebakel noch weitergehen kann.

Christian Wulff hat nichts mehr zu sagen, außer das er seinen Rücktritt verkündet. Er hat sich selber um das Amt gebracht, in dem er bislang überhaupt nicht aufgefallen war.

18. Dezember 2011

Innenminister Friedrich will die magentafarbene Bundes-Cloud

Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche will Innenminister eine besonders sichere Cloud einrichten, die für für Daten aus Ämtern und Behörden nutzbar ist. Diese Cloud soll nicht wie sonst üblich weltweit verteilt funktionieren, sondern nur in Deutschland, also eine Bundes-Cloud:

Die Regierung, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Deutsche Telekom hätten in den vergangenen Wochen bereits miteinander gesprochen, heißt es aus Kreisen von T-Systems, der IT-Sparte der Telekom. Ergebnis sei, dass das BSI nun exakte Schutzprofile erstellen solle. Davon sollen auch Unternehmen profitieren. Denn mithilfe der Profile kann das BSI IT-Dienstleister sowie deren Cloud-Lösungen prüfen und Sicherheitszertifikate vergeben. Solch geprüfte Anbieter sollen dann auch Unternehmen schneller in die Cloud locken.

Das klingt ja erst einmal alles sehr erbaulich, denn natürlich schwingt bei der Cloud immer eine gewisse Rechtsunsicherheit mit, da niemand genau weiß, in welchem Datacenter die Daten gerade liegen und welcher Rechtsrahmen dafür gerade in Frage kommt. Aber es kommt noch besser:

Auch T-Systems-Chef Reinhard Clemens macht sich für mehr Patriotismus in der IT-Industrie stark und fordert eine „deutsche Cloud“, betrieben von einem nationalen Dienstleister. Nach dem Vorbild der staatlich geförderten Nationalen Plattform Elektromobilität könnte seiner Ansicht nach schon im kommenden Jahr eine „Nationale Plattform sichere Cloud“ entstehen. T-Systems wäre als größter deutscher Cloud-Anbieter auch größter Profiteur.

Also ganz uneigennützig will die Telekom-Tochter T-Systems eine Bundescloud einrichten und damit ordentliches Business für sich generieren. Wenn man schon meint, eine Wagenburg bauen zu wollen in einem weltumspannenden Netzwerk, dann sollte man es vielleicht etwas geschickter anstellen und die eigenen Geschäftsinteressen nicht gleich in den Vordergrund stellen. Eine Bundescloud halte ich übrigens in Zeiten einer Europäischen Union für völligen Blödsinn. Ich halte es aber durchaus für sinnvoll, Sicherheitsaspekte in den Vordergrund zu stellen, die von einer unabhängigen Einrichtung geprüft und zertifiziert werden, damit Unternehmen ohne Bedenken Cloud-basierte Dienste nutzen können.

Ich bin gespannt, wie die Bundes-Cloud konzipiert wird. Ich vermute, daß dort ein großes monolithisches System entstehen soll, daß weitesgehend ohne Schnittstellen auskommen wird, anstatt wirklich die Vorteile der Cloud zu nutzen. Aber man nennt es dann Bundescloud, macht einen Haken dran und sagt, daß man sich auch um dieses wichtige Politikfeld gekümmert hat. Auch wenn es nur T-Systems dienen wird und für Unternehmen kaum Vorteile bringen dürfte. Man könnte ja auch einfach basierend auf Open Stack oder anderer frei verfügbarer Software eine wirkliche Cloud mit europäischen Sicherheitsstandards aufbauen, aber das wäre vermutlich nicht im Interesse von T-Systems-Chef Reinhard Clemens.

Die Bundescloud wirkt wie ein magentafarbenes Großprojekt für die Förderung der deutschen IT-Konzerne, die mal wieder eine wichtige Entwicklung verschlafen haben und jetzt Zuflucht in der nationalen Wagenburg suchen wollen.