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Ahab

Nico —  31.01.2012 — 5 Comments

Vielleicht muß man auch Moby Dick gelesen haben, um den Spot zu verstehen, aber das ist einfach mal ganz tolle Werbung.

Bevor Kinect Star Wars auf den Markt kommt, gibt es ein kleines Teaserfilmchen mit Chris Pratt als Obi-Wan Kenobi und Darth Vader als er selber. Spätestens im März wird die Anschaffung einer Xbox 360 mit Kinect für Star Wars Fans dann notwendig werden, wenn Kinect Star Wars verfügbar sein wird.

Möge Kinect mit Dir sein, immer.

[ via Control Your Kinect Lightsaber With The Wave Of Your Hand [Video] @PSFK ]

Letzte Woche machte die Meldung die Runde, daß die Facebook Timeline, auf deutsch “Chronik” genannt, nun bald für alle Facebook Nutzer eingerichtet sein wird. Nicht alle Nutzer jubeln vor Freude, man kann derzeit viel Kritik an der Timeline lesen. Kritik bei Neuerungen ist nichts ungewöhnliches für Facebook, das gehört mittlerweile zum guten Ton. Bereits bei der Einführung des Newsfeeds gab es viel Kritik der Nutzer und mittlerweile ist der Newsfeed als essentieller Teil von Facebook von den Nutzern anerkannt. Allerdings wurde der Newsfeed etliche Male mit kleinen und großen Updates versehen, damit er für die Nutzer einen Mehrwert bietet und besser zu nutzen ist.

Ähnlich verhält es sich mit der Facebook Timeline. Es gibt viel Wirbel und alle haben eine Meinung zur Facebook Timeline, denn mit einer Meinung zur Facebook Timeline ist gerade auch Aufmerksamkeit verbunden, deswegen schreibe ich auch diesen Artikel… Die Umstellung auf die Timeline wird für alle Nutzer verbindlich erfolgen, Facebook räumt aber dem einzelnen Nutzer 7 Tage ein, die dieser zur Überprüfung der Inhalte nutzen kann. Thilo Weichert, Datenschützer aus Kiel, hält dieses Verfahren für ultradreist und macht dementsprechend Stimmung gegen Facebook.

Wenn aber selbst sonst eher kritische Stimmen, wie z.B. heise.de, an der Umstellung nichts Wildes finden können, sollte man sich fragen, woher der Unmut eigentlich kommt:

Eigentlich ist die neue Timeline keine große Sache. Ihre übersichtliche Darstellung macht es sogar einfacher, missliebige Inhalte aufzuspüren und zu löschen. Und am Frictionless Sharing, dem automatischen Übertragen von Alltagsverrichtungen durch Drittanwendungen, muss niemand teilnehmen.

Ich glaube, daß das Grundproblem der neuen Facebook Timeline ist, daß es erst die Release 1.0 sein wird. In 2-3 Jahren, nach der x-ten Verbesserung, wird die Timeline keinerlei Aufregung mehr produzieren. Facebook wird aus der massiven Nutzung gelernt und dementsprechende Anpassungen vorgenommen haben. So ticken allerdings selbsternannte deutsche Verbraucherschützer nicht und auch Nutzer tun sich schwer darin, Release-Zyklen zu antizipieren.

Die Facebook Timeline ruft bei etlichen Nutzern ein Unwohlsein hervor, weil sie ganz leicht sichtbar machen kann, was man in den letzten Jahren alles auf Facebook mit der Welt oder den Freunden geteilt hat. Letztendlich ist dies für den Nutzer von Vorteil, denn er kann jetzt ganz einfach selber sehen, was er wann gepostet hat. Hier fehlt allerdings eine gewisse Fuzziness, die Inhalte aus der Vergangenheit auch mal in Vergessenheit geraten lässt, damit man sich nicht über jedes Foto Gedanken machen muß, das irgendwann mal bei einer feuchtfröhlichen Runde entstanden ist. Die gefühlte Dauerpräsenz alter Inhalte sorgt für Verwirrung und Ablehnung bei den Nutzern, aber wird werden erst nach der Untersuchung am lebenden Objekt wissen können, wie die Timeline wirklich von der breiten Masse der Nutzer genutzt werden wird.

Sobald die Timeline eine eingebaute Fuzziness hat, wird sie von allen akzeptiert werden, genauso wie es beim Newsfeed und später beim gewichteten Newsfeed auch war.

“Zensur!” schreien die Einen, “wirtschaftlich notwendig!” die Anderen – und doch haben beide irgendwie Recht. Twitter hat gerade angekündigt, daß künftig Maßnahmen ergriffen werden können, um Tweets in bestimmten Ländern blocken zu können.

As we continue to grow internationally, we will enter countries that have different ideas about the contours of freedom of expression. Some differ so much from our ideas that we will not be able to exist there. Others are similar but, for historical or cultural reasons, restrict certain types of content, such as France or Germany, which ban pro-Nazi content.

Until now, the only way we could take account of those countries’ limits was to remove content globally. Starting today, we give ourselves the ability to reactively withhold content from users in a specific country — while keeping it available in the rest of the world. We have also built in a way to communicate transparently to users when content is withheld, and why.

Auf der einen Seite amüsiert es mich geradezu, wieviel Relevanz Authoritäten in Ländern den 140 Zeichen einzelner Nutzer zuschreiben, wo doch in diesem unseren Land der Dichter und Denker Twitter noch nicht einmal von der Masse der Leute ignoriert wird, aber auf der anderen Seite sieht Twitter natürlich seine globale Wachstums-Strategie bedroht und muß daher handeln. Es gibt nicht die globale Kommunikationskultur, es gibt noch dazu vielfältige rechtliche Rahmenbedingungen, die sich zwar alle mehr oder weniger auf die freie Meinungsäußerung berufen, aber doch irgendwie anders sind. Und es gibt natürlich viele Länder, die für die Expansion von Twitter interessant zu sein zu scheint, in denen die freie Meinungsäußerung kein Thema ist.

Fast schon flehentlich wirbt das Unternehmen daher im letzten Absatz um das Vertrauen der Nutzer:

One of our core values as a company is to defend and respect each user’s voice. We try to keep content up wherever and whenever we can, and we will be transparent with users when we can’t. The Tweets must continue to flow.

Für die vielen besorgten Nutzer in Deutschland wird sich nichts ändern, außer daß eklige Nazi-Tweets geblockt werden könnten. Für Demokratie-Bewegungen in Ländern mit autoritären Regimen ist diese Policy ein herber Schlag, da Twitter das jeweilige geltende Recht des Landes aktzeptiert. Twitter spielt auf einem globalen wirtschaftlichem Spielfeld und muß eine ordentliche Wachstumsgeschichte präsentieren, daher ist es aus Sicht des Unternehmens nachvollziehbar, daß für Staaten wie China jetzt entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Allerdings hat eine globale Infrastruktur nicht nur das Thema Meinungsäußerung zu berücksichtigen, sondern auch das Thema Urheberrecht. Auf chillingeffects.org/twitter wird man künftig sehen können, welche Twitter-Nutzer betroffen sind von den neuen Regelungen. Bislang findet man dort vor allem Tweets, die aufgrund der Beschwerden von Rechte-Inhabern gelöscht wurden.

Ich bin gespannt, auf das Twitter-Lösch-GoogleMaps-Mashup, das dann aufzeigt, wann wo welche Tweets gelöscht bzw. geblockt wurden und weshalb. Meine Prognose: 5% Zensur, 95% Urheberrechtsverletzungen.

In der aktuellen Ausgabe der Produkte Woche zeige ich wieder eine bunte Mischung nützlicher Produkte für den Heimgebrauch.

Ein quasi unkaputtbares iPad-Case von Rimowa.
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Ein Buch über Apple. Überraschend, daß sich jemand des Themas mal annimmt.
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Das sieht extrem praktisch aus, es fehlt nur die Schnittstelle zu Evernote und Instapaper.
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Ein handgefertigtes Fixie mit schönem Leder.
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Der iPad Guy, die kindgerechte iPad-Hülle.
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Steve McQueen war einfach ein cooler Typ.
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Darth Vader und KITT, das T-Shirt für den Spätwinter.
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Eine der derzeit besten Serien.
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