Facebook – Millionengeschäft Hysterie?

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Verrückt. Die wollen Geld verdienen bei Facebook. Das war irgendwie schon bekannt, glaube ich. Hinzu kommt, daß Leute da auch noch freiwillig mitmachen. Diesen entscheidenen Punkt hätte man im Beitrag durchaus etwas mehr herausarbeiten können. Warum sind 800 Millionen Leute bei Facebook? Weil sie wissen wollen, was ihre Freunde so treiben. Weil sie in Kontakt bleiben wollen. Weil sie Spiele mit anderen spielen wollen. Natürlich auch, weil viele Freunde bereits bei Facebook sind. Facebook bietet eine Plattform, die genau in die Zeit passt. Damit ist Facebook anders als alles, was die Elterngeneration gekannt hat. Schlimm, oder?

Leider hat der Bericht meiner Meinung nach dann doch nur wieder bekannte Vorurteile neu verpackt. Auch in Deutschland entstehen massiv Arbeitsplätze rund um das Ökosystem Facebook. Würde Facebook Autos produzieren, gäbe es sofort das große Schaulaufen der Politiker, um Arbeitsplätze zu schaffen, aber in diesem Fall werden lieber Vorurteile geschürt. So ist dieser Beitrag dann doch wieder nur die Hysterie-Vorlage für Boulevardpresse und Datenschützer.

11 Antworten auf „Facebook – Millionengeschäft Hysterie?“

  1. Schöner Rant! :)

    Einen Punkt möchte ich aber doch herausgreifen, der mir in Diskussionen mit Leuten aus der Branche immer wieder auffällt:

    >> Auch in Deutschland entstehen massiv Arbeitsplätze

    >> rund um das Ökosystem FacebookW

    as das politische Gewicht der Online-Branche angeht, glaube ich, wird von denen, die in ihr arbeiten, manchmal doch etwas überschätzt, wie groß das Gewicht der Branche innerhalb der Volkswirtschaft ist.

    Politiker agieren zudem in dieser Hinsicht nach dem Gesetz der großen Zahl. Wenn eine Entwicklung *in einem Klumpen* (an einem Ort, innerhalb eines Konzerns etc.) vier- oder fünfstellige Zahlen von Arbeitsplätzen schafft oder vernichtet, ist das für Politiker relevant. Verteilen sich Arbeitsplatzverluste oder -Gewinne über das ganze Land, lohnt es sich nicht, sch dafür zu engagieren. Das hat auch mit der öffentlichen Wahrnehmung zu tun.

    Eine drohende Schließung eines Werks mit 3.000 Arbeitern zu bekämpfen, ist plakativer als 10.000 Arbeitsplätze innerhalb ganz Deutschlands zu schaffen – obwohl Letzteres oft „preisgünstiger“ zu haben ist. :)

  2. Schöner Rant! :)

    Einen Punkt möchte ich aber doch herausgreifen, der mir in Diskussionen mit Leuten aus der Branche immer wieder auffällt:

    >> Auch in Deutschland entstehen massiv Arbeitsplätze

    >> rund um das Ökosystem FacebookW

    as das politische Gewicht der Online-Branche angeht, glaube ich, wird von denen, die in ihr arbeiten, manchmal doch etwas überschätzt, wie groß das Gewicht der Branche innerhalb der Volkswirtschaft ist.

    Politiker agieren zudem in dieser Hinsicht nach dem Gesetz der großen Zahl. Wenn eine Entwicklung *in einem Klumpen* (an einem Ort, innerhalb eines Konzerns etc.) vier- oder fünfstellige Zahlen von Arbeitsplätzen schafft oder vernichtet, ist das für Politiker relevant. Verteilen sich Arbeitsplatzverluste oder -Gewinne über das ganze Land, lohnt es sich nicht, sch dafür zu engagieren. Das hat auch mit der öffentlichen Wahrnehmung zu tun.

    Eine drohende Schließung eines Werks mit 3.000 Arbeitern zu bekämpfen, ist plakativer als 10.000 Arbeitsplätze innerhalb ganz Deutschlands zu schaffen – obwohl Letzteres oft „preisgünstiger“ zu haben ist. :)

  3. solange die „reale“ Welt keinen Bezug zur „virtuellen“ Welt hat werden solche Beiträge immer wieder solche Hysterie-Vorlagen auftauchen:-)

    Was die Lobbyarbeit der online-Branche betrifft da dürfte das ranking sich immer noch weit unter A+ bewegen.

    Das Jammern über die Hysterie hilft leider nicht.

    Aufklärung tut not. Aber das sitzt man lieber im Oberholz und leckt sich die Wunden.

  4. solange die „reale“ Welt keinen Bezug zur „virtuellen“ Welt hat werden solche Beiträge immer wieder solche Hysterie-Vorlagen auftauchen:-)

    Was die Lobbyarbeit der online-Branche betrifft da dürfte das ranking sich immer noch weit unter A+ bewegen.

    Das Jammern über die Hysterie hilft leider nicht.

    Aufklärung tut not. Aber das sitzt man lieber im Oberholz und leckt sich die Wunden.

  5. Good things come to people who wait. Vorher darf man ruhig ranten :-) journos werden immer Sensationen produzieren wollen, aber über’s telefonieren schreibt heut auch keiner mehr wie gefährlich es ist. Die Generation der Facebook-Nichtversteher hat vor allem eines: Angst! Vor der eigenen Obsolenz und ultimativ vor dem Tod, der sie ereilen wird…

  6. Good things come to people who wait. Vorher darf man ruhig ranten :-) journos werden immer Sensationen produzieren wollen, aber über’s telefonieren schreibt heut auch keiner mehr wie gefährlich es ist. Die Generation der Facebook-Nichtversteher hat vor allem eines: Angst! Vor der eigenen Obsolenz und ultimativ vor dem Tod, der sie ereilen wird…

  7. Ich bin ja immer gerne mit jedem Rant bei jedem Thema dabei – aber diese Reportage fand ich, nachdem ich sie nun doch mal gesehen habe, viel besser als die Reaktionen auf Twitter und auch deine hier vermuten ließen. Gerade der Aspekt, den du anmahnst, kam imho sehr deutlich vor. Selten habe ich eine so wenig reißerische Dingens über Facebook gesehen oder gelesen. Ja, Weichert hat viel Raum, aber ja, er macht sich auch selbst unsympathisch. Die ersten 30 min sind ein – wie ich finde – gutes Erklärstück. Die letzten 15 min bilden die aktuelle Diskussion ab, ob es uns passt oder nicht.

    (disclosure: Ich habe eine der Autorinnen während ihrer Recherchen kennen gelernt und ein längeres Gespräch mit ihr geführt)

  8. Ich bin ja immer gerne mit jedem Rant bei jedem Thema dabei – aber diese Reportage fand ich, nachdem ich sie nun doch mal gesehen habe, viel besser als die Reaktionen auf Twitter und auch deine hier vermuten ließen. Gerade der Aspekt, den du anmahnst, kam imho sehr deutlich vor. Selten habe ich eine so wenig reißerische Dingens über Facebook gesehen oder gelesen. Ja, Weichert hat viel Raum, aber ja, er macht sich auch selbst unsympathisch. Die ersten 30 min sind ein – wie ich finde – gutes Erklärstück. Die letzten 15 min bilden die aktuelle Diskussion ab, ob es uns passt oder nicht.

    (disclosure: Ich habe eine der Autorinnen während ihrer Recherchen kennen gelernt und ein längeres Gespräch mit ihr geführt)

  9. Die Leute sollen mehr Fernsehen und Qualitätspressesimulationen auf Totholz konsumieren anstatt da dauernd in diesem gefährlichen und geldgierigen Intenet rumzuklicken. Jawoll ;)

  10. Die Leute sollen mehr Fernsehen und Qualitätspressesimulationen auf Totholz konsumieren anstatt da dauernd in diesem gefährlichen und geldgierigen Intenet rumzuklicken. Jawoll ;)

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