Shitstorms sind völlig egal

shitstorm

shitstormDer Shitstorm an sich, er hat es weit gebracht in der deutschen Aufmerksamkeitsliga. Immerhin wurde letztes Jahr das Wort Shitstorm zum Anglizismus 2011 gewählt. Zeitgleich mit der wachsenden Popularität des Wortes tauchte neben dem Fachgebiet der Krisen-PR auch noch der Shitstorm-Berater auf, der Unternehmen in Shitstorms berät und dabei hilft, dass diese wieder frische Luft schnappen können.

Jede Woche gibt es neue Shitstorms und immer wieder ist die Aufregung groß bei den Berufskommunikatoren und -kommentatoren. Ich finde diese deutschen Shitstorms völlig egal und die Aufregung nicht wert. Überhaupt nicht. Ich würde alle rausschmeissen, die im Meeting auf eine Shitstorm-Gefahr hinweisen oder als externe Berater meinen, sie könnten einen Shitstorm wegberaten. Das ist alles völliger Humbug.

Der Ablauf bei einem sog. Shitstorm ist immer wieder gleich. Ein Unternehmen macht einen oder mehrere Fehler, ein Nutzer weist darauf hin und beschwert sich, viele andere Nutzer sehen das ähnlich und sorgen dafür, dass noch mehr Nutzer den Fehler mitbekommen, dann teilt das Unternehmen mit, dass allen Beteiligten der Fehler leid tue oder der Fehler Absicht war, aber sich nicht ändern liesse, dann gibt es ein paar Goodies oder warme Worte oder Podiumsdiskussionen und dann ist der Fall vom Tisch.

Gemessen an der hohen Jack Wolfskin Partnerlookquote in der bundesdeutschen Provinz, der Anzahl der Vodafone-Verträge oder der wöchentlichen Galileo-Zuschauer kann niemand ernsthaft behaupten, dass ein Shitstorm eine negative Auswirkung auf das jeweilige Unternehmen hatte. Sicherlich, es ist nicht schön, wenn gerade viele Leute irgendwas Negatives über das Unternehmen schreiben, für das man arbeitet oder das einem gehört, aber so lange das Thema nicht über Wochen in der Tagesschau diskutiert wird, bleibt es doch ein Sturm im Wasserglas. Berufskommunikatoren und -kommentatoren verstehen einfach nicht, dass der normale Like-Clicker an sich mit dem Click auf den Button keine ausgetüftelte Kommunikationsstrategie verfolgt, sondern einfach nur mal clickt, weil er oder sie etwas interessant findet. Auch das aufregendste Thema ist dann doch nur ein Thema von vielen und daher reihen sich die Aufreger-Likes ein in eine Reihe von Likes für Fotos, Musik oder Zitate.

Das, was derzeit als Shitstorm bezeichnet wird, ist letztendlich nur eine geballte Anzahl von Unmutsäußerungen irgendwo online. Das gehört dazu, gerade wenn es sich um Unternehmen handelt, die in Telekommunikation, Atom-Energie, Verkehr oder Lebensmittel machen. Da gibt es immer wieder etwas zu meckern, da sind Kunden sowieso per se unzufrieden und fühlen sich von Unternehmen verarscht, daher ist es nicht verwunderlich, dass es Unmutsäußerungen gibt. Das beste Mittel gegen Shitstorms sind übrigens nicht beratende Shitstorm-Experten, sondern gesunder Menschenverstand. Das ist für Unternehmen nicht immer ganz leicht, sorgt aber in der Regel zügig dafür, dass Nutzer wieder witzige Bilderchen irgendwo auf Facebook liken und über das Mittagessen der Freunde diskutieren, anstatt sich über ein Unternehmen auszulassen. Natürlich kann jeder Nutzer nachvollziehen, wie ätzend es ist, wenn man ein Problem mit seinem Telekommunikationsanbieter hat oder wenn die Bahn mal wieder zu spät ist oder der letzte Flug gestrichen ist, aber das passiert eben bei großen Unternehmen mal, egal wie sehr sich angestrengt wird, dies zu verhindern. Das liegt in der Natur der Sache, aber in einem öffentlichen Forum fühlt sich der einzelne Nutzer stärker als bei der Telefonhotline und freut sich dann auch, mal seinen gesamten Frust abzulassen und etwas Stimmung zu machen. Aber das ist immer nur punktuell und nichts andauerndes, egal wieviele Likes generiert werden, denn es geht dann doch nur um ein Unternehmen oder Produkte. Aus der Binnensicht eines Unternehmens hat das natürlich die totale Relevanz, aber der Nutzer an sich kann auch abends getrost einschlafen, egal ob 90% seiner Facebook-Freunde gerade gegen oder für Kitkat sind. Die Attention-Economy sorgt ganz normal auch dafür, dass wieder andere Themen mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Lurker sollen aussterben?

On the Internet, nobody knows you're a dog

Bitte wer soll aussterben? Wer den Begriff Lurker nicht kennt, dem sei diese Definition aus der Wikipedia an die Hand gegeben:

Lurker (engl. to lurk, lauern, schleichen) ist eine Bezeichnung für passive, also nur lesende Teilnehmer einer Newsgroup, eines Forums oder einer Mailingliste. Der Begriff entstammt dem Netzjargon, wo der Lurker ursprünglich eine Person in der Warez-Szene ist, die nur Software herunterlädt, aber selbst nichts für andere hochlädt. Entsprechend abwertend wird der Lurker angesehen. Lurker ist auch auf andere gesellschaftliche Foren übertragbar. Viele irritiert es, wenn jemand alles mitliest, was sie schreiben, selbst aber nichts über sich preisgibt. Das führt dazu, dass „Lurker“ oder „Lurking“ unter Umständen abwertend gebraucht wird.

On the Internet, nobody knows you're a dogJe nachdem wie man es sieht, ist Lurking eines der Grundprobleme des Internet, oftmals in einem Atemzug mit einer Debatte über Anonyme oder Pseudonyme beim Schreiben von Artikeln oder Kommentaren erwähnt – oder es ist ein Grundbedürfnis der Internet-Nutzer. Früher® gab es mal eine Karikatur mit der legendär gewordenen Bildunterschrift On the Internet, nobody knows you’re a dog, aber schon länger schleppen die Nutzer Profile mit sich herum, die seit dem Aufkommen von Facebook und Google+ jetzt immer sichtbarer geworden sind. Eigentlich ist es für einen normalen Nutzer nahezu unmöglich, ohne das Mitschleppen eines Profiles irgendwas im Netz zu machen. Nutzer sehen dies aber selten, eventuell bei Werbung, die ihnen über Retargeting gezeigt wird oder bei Like-Buttons von Facebook, an denen Freunde gezeigt werden. Was in einem Profil so alles verzeichnet ist, weiss der Nutzer ohnehin meistens nicht, denn die wenigsten Anbieter legen diese Profile offen. Google hat eine Seite mit Anzeigenvorgaben, die auflistet, was Google meint, was den Nutzer interessieren könnte (Anscheinend bin ich an “Militär – Veteranen” interessiert, wusste ich bis dato gar nicht).

Die passive Nutzung ist für Betreiber von Plattformen oftmals ein Graus, denn man will nicht nur Leser, sondern gerne auch aktive Nutzer – aber nicht alle Nutzer liken, sharen oder kommentieren. Um dieses Problem anzugehen, hat Facebook die sog. Open Graph Actions eingeführt, über die App-Entwickler über Facebook den Freunden des Nutzer mitteilen lassen kann, dass der Nutzer gerade etwas gelesen hat oder ein Musikstück hört. Natürlich kann man Open Graph Actions auch ausschalten, aber das machen nicht alle Nutzer. Ich bin sowieso eher transparent und lasse gerne die Facebook-Freunde daran Anteil haben, wenn ich wieder gute Musik höre. Open Graph Actions sind also quasi ein implizites “ach, ich erzähle doch eh allen meinen Freunden, was ich so mache”.

Wer sich nun denkt “ach, Facebook Apps nutze ich eh nicht”, der dürfte sich demnächst wundern, wenn er merkt, dass nun auch bei Facebook Groups angezeigt wird, wer alles den Beitrag gelesen hat. Ja, gelesen, nicht nur geliked oder geshared. Die Frage-und-Antwort-Plattform Quora hat nun angekündigt, dass Nuzter künftig sehen können, wer einzelne Beiträge gesehen hat:
via Introducing Views on Quora:

We think that Views on Quora make the browsing experience more interesting and help contributors gain extra feedback about their reach and audience on Quora.

Ja, so kann man das auch sehen. Es ist in der Tat oftmals spannend zu wissen, dass etwas gelesen wird und man freut sich auch über Feedback und ich würde auch gerne wissen, wer dieses Blog so liest. Aber ehrlich gesagt müssen wir aufpassen, dass wir bei den Transparenz-Bestrebungen die Privatsphäre der Nutzer dennoch schützen und vor allem leicht konfigurierbar machen. Meine Prognose ist, dass sich die Nutzer immer mehr daran gewöhnen werden, dass sie offen im Netz agieren, auch wenn es immer mal wieder einen Aufschrei geben wird und in Facebook-Gruppen vehement dagegen geliked wird.

Getränkehalter – total unverzichtbar

Opel Zafira Tourer Getränkehalter in der Mittelkonsole

Ich weiss ja nicht, wie das bei Euch war, als ihr bei Euren Eltern im Auto mitfahren durftet, aber bei uns wurde im Auto nicht gegessen oder getrunken. Wir hatten auch keine Klima-Anlage, damals in den 70ern und wenn es zu warm war im Auto, dann wurden die Lüftungsklappen geöffnet, aber nicht die Fenster, weil das mit dem Fahrtwind meinen Vater nervte. Im Sommer war es dann einfach mal warm im Auto, aber dafür wurde ab und zu mal erlaubt, ein Eis im Auto zu essen. Gut, damals gab es auch nur 0,2 Fläschchen Fanta oder Sprite im Restaurant und die musste man sich gut einteilen, denn mehr gab es nicht. Coffee To Go oder Wasser in Plastikflaschen, das war damals eine Utopie, an die noch niemand denken wollte.

Ein Auto, das ich länger als einen Tag fahre, sieht hingegen aus wie eine rollende Plastikwasserflaschensammelstelle. Nein, das stimmt nicht ganz, es kommen auch noch Starbucks-Pappbecher dazu und leere Bäckertüten hinzu. Bei uns wird im Auto getrunken und gegessen, nicht nur auf langen Fahrten, sondern auch in der Stadt. Ja, dadurch sieht der Wagen nicht mehr aus wie ab Werk, sondern wie ein benutzter Wagen einer Familie.

Opel Zafira Tourer Getränkehalter in der Mittelkonsole

Aber zurück zum Thema Getränkehalter. Für mich ist der Getränkehalter an sich eines der essentiellen Features eines Autos. Genug Motor, Airbags, Klima- und Elektrodingens haben mittlerweile die meisten Autos, aber sinnvolle Getränkehalter, die noch dazu in einer ordentlichen Anzahl vorhanden sind, daran scheitern immer noch viele Hersteller. Woran liegt das eigentlich? Weil man keinen CW-Wert ermitteln kann? Da steigt man in einen Wagen der gehobenen Mittelklasse und findet fipselige ausklappbare Getränkehalter vor, die so klapprig sind, dass man maximal eine halb ausgetrunkene 0,5l Flasche Cola dort reinstellen will, geschweige denn heissen Kaffee. Oder es gibt vorne nur einen Getränkehalter. Oder es gibt Getränkehalter in der Tür, die nicht halten, sondern nur dafür sorgen, dass alles sofort umkippt. Und warum gibt es hinten selten ordentliche Getränkehalter? Gerade bei den Passagieren im Fonds, die oftmals noch nicht, oder nicht mehr so geübt sind mit der Nahrungs- oder Getränkeaufnahme, bietet es sich doch an, vernünftige Getränkehalter anzubringen. Und Müllbehälter wären auch toll, gerade wegen der klebrigen Eisstiele, aber ich schweife ab. Wenn ich mir ein neues Auto angucke, dann will ich immer zuerst wissen, wie das mit den Getränkehaltern ist. Kann man die Mittelkonsole noch nutzen, sind die Getränkehalter wahlweise beheizt oder gekühlt, passen nur schmale Becher rein oder auch breitere Flaschen? Sind zwei Getränkehalter in der Mittelkonsole vorhanden und welche Größe haben diese?

Es mag seltsam erscheinen, aber bei einem Auto-Konfigurator ist für mich entscheidend, dass ich sehen kann, wo und wie die Getränkehalter hinzugebucht werden können. Andere Leute freuen sich über Felgen oder Motorvarianten, ich freue mich über Getränkehalter. Das Nachrüsten von Getränkehaltern ist nämlich eher ein kostspieliger Krampf, wie ich vor einigen Jahren bei einem Audi A4 Avant feststellen durfte, der neben so einem fipseligen ausziehbaren klapprigen Getränkehalterdings noch ein ungemein praktisches Tankkartenfach hatte, in das man zwar Karten lässig reinlegen, aber nur sehr schwer wieder rausbekommen konnte. Dieses Fach auszubauen und durch einen weiteren fipseligen Getränkehalter zu ersetzen war bei Audi gar nicht mal vorgesehen und das ewige “halt ma, ich muss schalten!” trübt dann doch das Fahrvergnügen.

Sicherlich sind suboptimale Getränkehalter immer noch ein eher deutsches Phänomen, in den USA ist die angewandte Getränkehalterforschung schon viel weiter, und das seit Jahrzehnten. Ich brauche immer zwei gute, stabile, ausreichend breite und tiefe Getränkehalter in der Mittelkonsole und idealerweise auch hinten stabile Getränkehalter, sonst wird das nix mit mir und dem Auto. Für mich ist der Getränkehalter an sich ein unverzichtbares Feature eines Autos.

Alles zurück auf Start: Digg v1

Digg - What the Internet is talking about right now

Heute nacht ist Digg völlig runderneuert live gegangen. Spannenderweise hat Betaworks nach der Übernahme von Digg erstmal alles weggeworfen und sich 6 Wochen Zeit für das erste Release gegeben, das jetzt in einem MVP-Verfahren vorgestellt wurde:

On July 20, we announced that we were turning Digg back into a startup and rebuilding it from scratch in six weeks. After an intense month and a half, we managed to get the new Digg up and running on a fresh code base and infrastructure. We now have a solid foundation on which to build, and we expect to build fast.

digg timeline postSpannenderweise gibt es in den Kommentaren eine Debatte über das Feature, das ich für sehr smart und gut durchdacht halte, aber das viele eingefleischte Digg-User zu hassen scheinen: die Verknüpfung mit Facebook. Aus Gründen der Schnelligkeit bei der Entwicklung wird die Anmeldung nur über Facebook gemacht, damit ganz nebenbei auch das Spam-Problem bei Digg reduziert werden soll. Natürlich hilft es auch, wenn die Nutzer ihre Aktivitäten auf Digg auch gleich automatisch bei Facebook teilen, denn darüber kann Digg zusätzlichen Traffic bekommen. Es wird interessant sein zu sehen, wie und wann Digg weitere Anmelde-Optionen mitanbieten wird.

Der eigentliche Relaunch ist so semi-überraschend geworden. Nach dem Erfolg von Pinterest setzen derzeit viele Anbieter auf eine Kachel-Optik mit Bildern und nur wenig oder gar keinem Text. Die Seite ist sehr schlicht gehalten und auf einer Seite in die Bereiche Top Stories, Popular und Upcoming unterteilt. In den letzten Stunden hat sich wenig bei den Top Stories getan, da die USA gerade erst aufwacht. Neben der Web-Version gibt es auch eine iPhone App, die vom Stil her etwas an Flipboard erinnert und durchaus zum Blättern einlädt. Neu ist jetzt das Feature “Save to iPhone”, mit dem man sich Inhalte für später aufheben kann, um sie dann mobil zu lesen. Diese Inhalte werden auf dem iPhone in Volltext ohne Werbung dargestellt, ein tolles Feature für die Nutzer, das die Inhalte-Anbieter eher nicht so toll finden dürften.

Digg - What the Internet is talking about right now

Mir wirkt das neue Digg etwas zu klinisch, da es bislang keine Kommentarfunktion gibt. Für eine erste Release ist das aber schon ganz gut, nur noch lange nicht da, wo ein modernes Digg sein könnte. Sicherlich wird aus den Erfahrungen mit News.me ein Personalisierungs-Ansatz gewählt werden, der dem Claim “What the Internet is talking about right now” mehr Leben einhaucht, aber gleichzeitig auch einen Fokus auf die Inhalte setzt, die die Freunde gerade interessant finden und die daher auch für den Nutzer interessant sein könnten.

Masterfrage: warum war Digg in den USA mal riesig, warum funktioniert Reddit, warum funktioniert Buzzfeed, warum funktioniert 9gag, aber warum gibt es keine wirkliche Nutzer-basierte News/Tech/Gossip/Fun-Sharing-Plattform in Deutschland, die irgendeine Art von Relevanz erlangen kann? Yigg und Webnews haben es versucht, aber das war beides nix.

Outlook.com – ein Testversuch

Outlook - nico.lumma@outlook.com

Ach Outlook. Wir werden niemals Freunde werden. In den 90ern habe ich es gehasst, wenn Leute mir mit ihrem unsäglichen AW:AW:AW:AW:AW:AW: sämtliches Mail-Threading versaut haben, und ja, ich hasse es auch heute noch, und als Admin war es die Hölle, immer wieder den Nutzern zu erklären, dass nicht der Mailserver langsam ist, sondern ihr Outlook und besonders toll war es, wenn die Datei Outlook.pst die Grenze von 1 GB erreicht hatte und Outlook gar nicht mehr ging. Was für ein Murks. Ja, Kalender ging damals mit Exchange besser, dieses Argument habe ich mir jede Woche anhören müssen, weil ich kein Exchange einsetzen wollte. Outlook und ich, wir wurden einfach keine Freunde.

Gestern hat Microsoft dann bekannt gegeben, dass Hotmail künftig Outlook.com sein soll. Nun denn. Und Outlook soll mit Skype verknüpft sein und mit Facebook und mit Twitter und mit LinkedIn und eigentlich alles können. Laut Microsoft haben bereits gestern 1 Mio Nutzer den Dienst ausprobiert.

Nun denn, heute morgen habe ich also meinen gesamten Mut zusammengenommen und mich auf Outlook.com registriert. Und ich fand es gut, dass Microsoft die Fragestellung “Microsoft-Konto – was ist das?” so mutig direkt auf der Registrierungsseite angesprochen hat. Natürlich hatte ich über die letzten Jahre die verschiedensten Reinkarnationen von Live.com oder ähnlichem ordentlich ignoriert und musste mich erst einmal bei Microsoft anmelden. Die haben jetzt meine Daten. Und das nach all den Jahren. Na gut.

Das Mail-Interface ist schlicht, da kann ich gar nicht meckern. Ich vermute, dass beim Erstellen einer Mail viele Nutzer das Betreff vergessen werden, aber gut, das ist irgendwie Outlook-Style, daran hat man sich ja auch schon gewöhnt.

Outlook - nico.lumma@outlook.com

Outlook bietet die Verknüpfung mit vielen sozialen Diensten an, hmm, der Satz klingt irgendwie nach einer Kooperation mit der AWO und dem ASB, was ich meinte war, das man Outlook auch mit Facebook oder Twitter verknüpfen kann. Microsoft bewirbt dies in seiner Intro-Mail wie folgt:

Lesen Sie statt Werbung die Facebook-Updates und -Tweets Ihrer Freunde in Ihrem Posteingang.

Outlook CaptchaIch hatte gehofft, dass es ausser Werbung noch andere Mails in meiner Inbox geben würde, aber dieser Hinweis ist dann doch ziemlich ernüchternd. Microsoft jedenfalls nimmt das Thema Spam sehr ernst, so ernst, dass man nicht nur bei der Registrierung ein Captcha eingeben muss, sondern auch beim erstmaligen Versenden einer Email. Gute Idee, oder? Naja, ich habe nach drei Versuchen das Captcha immer noch nicht richtig eingeben können und damit den Versuch abgebrochen, mir eine Email selber zu schicken. Die Verknüpfung mit Skype habe ich übrigens auch nicht gefunden.

Vielleicht bin ich einfach nicht Outlook-kompatibel. Aber ich habe es versucht. Bitte schickt mir keine Mails an nico.lumma@outlook.com, bevor ich die Weiterleitung einrichten konnte, hatte ich das Passwort bereits verdaddelt. Ach ja, Microsoft, vielen Dank für den Hinweis, dass ich mein Gmail-Konto einfach bei Outlook.com importieren könnte und so, aber das lasse ich lieber. Mir ist Outlook.com dann doch zu kompliziert.