Mit Withings Pulse in der Hosentasche Daten sammeln

Nico —  7.08.2013 — 3 Comments

Nachdem ich nun ein Nike+ Fuelband bereits verschlissen habe und seit ein paar Wochen das Fitbit Flex am Handgelenk trage und damit auch sehr zufrieden bin, hat sich jüngst die PR-Agentur von Withings bei mir gemeldet und angeboten, mir mal das Withings Pulse zu schicken. Also trage ich jetzt das Fitbit Flex am Handgelenk und das Withings Pulse in der Hosentasche.

Ja, ich weiss, was ihr jetzt denkt.

Withings PulseDas Withings Pulse finde ich vor allem deswegen interessant, weil ich bereits die Withings WS 30 Waage habe und daher die Withings App bereits kenne. Das Withings Pulse erfasst, wie das Fitbit Flex und das Nike Fuelband auch, die Schritte und leitet daraus einen Kalorienverbrauch ab. Zusätzlich erzählt mir das Withings Pulse, wieviele Höhenmeter ich zurückgelegt habe, also im Durchschnitt ca. 25m, was für mich hier in Norddeutschland jetzt nicht so relevant ist wie an anderen Orten Deutschlands. Man kann erstaunlicherweise mit dem Withings Pulse sogar die Herzfrequenz erfassen, dazu ist an der Rückseite des kleinen Gadgets ein Sensor vorhanden. Ähnlich wie beim Fitbit Flex kann man das Withings Pulse auch dazu nutzen, den Schlaf zu protokollieren. Das Gewicht wird über die Withings Waage zugeliefert, bzw. kann händisch in der App eingetragen werden. Meine Withings Waage hat gerade Probleme mit dem WLAN, das ist auch so ein First World Problem, das ich nur Stirnrunzeln ernte, wenn ich es anspreche.

Aus diesen Daten bastelt die App einen bunten stilisierten Schmetterling zusammen, der das sog. Niveau des Wohlbefindens veranschaulichen soll. Das klappt aber natürlich nur, wenn man halbwegs diszipliniert ist und alle Messpunkte auch hinbekommt. Ich kümmere mich nicht um die Herzfrequenz, auch weil es mir zu fummelig ist, das Withings Pulse aus der Hülle zu friemeln. Meine Waage synchronisiert sich gerade nicht und das Nachtragen der Daten vergesse ich auch regelmässig. Das Tracken des Schlafs erfordert, dass ich das Pulse in ein extrem hässliches Plastikarmband stopfe, um es dann in der Nacht am Handgelenk zu tragen. Ausserdem verpeile ich es auch immer, vorm Einschlafen noch auf den Knopf zu drücken und nach dem Aufwachen gleich wieder. Zurück zum Niveau des Wohlbefindens: hier kann auch auf einem Blick sehen, wie fit ich gerade bin und es wird auch gerne etwas altväterlich Rat im Sinne von “morgen sollten Sie mal mehr schlafen!” verteilt.

Wirklich gut finde ich beim Withings Pulse das Display. Mit einem Knopfdruck kann ich zwischen Schritten, Höhenmeter, zurückgelegte Kilometer, Kalorienverbrauch, Pulsmessung, Schlafmodus sowie Uhrzeit wechseln. Das ist schon sehr praktisch. Ebenso ist es praktisch, dass das Withings Pulse einfach in der Hosentasche getragen werden kann, oder es wird mit einem Clip am Hosenbund festgemacht. Allerdings befürchte ich, dass das Withings Pulse ein ähnliches Schicksal wie unzählige Kaugummi-Packungen oder Lippenbalsamstifte ereilen wird: es wird einfach irgendwo aus der Hosentasche fallen.

Wenn ich mich jetzt zwischen Nike+ Fuelband, Fitbit Flex und Withings Pulse entscheiden müsste, dann würde ich wohl beim Fitbit Flex bleiben, aber ehrlich gesagt nur, weil das Fitbit Flex sehr angenehm und leicht am Handgelenk zu tragen ist. Das Withings Pulse kann mehr Daten erfassen, beim Fitbit Flex kann man mehr Daten manuell hinzufügen (Radfahren, Essen & Trinken). Eigentlich erwarte ich, dass diese Gadgets automagisch merken, dass ich gerade ein Nickerchen mache oder mich zur Nachtruhe gebettet habe, und gerade wenn die Gadgets am Handgelenk getragen werden, sollten sie auch die Herzfrequenz erfassen können. Wer allerdings kein Gadget am Handgelenk trage will, für den bietet das Withings Pulse eine sehr gute Möglichkeit, täglich die Aktivität zu messen.

3 responses to Mit Withings Pulse in der Hosentasche Daten sammeln

  1. Hast du mal verglichen, inwiefern sich die Schrittzahlen vom Flex und Pulse unterscheiden, das würde. mich interessieren. Ich trau den Dingern irgendwie nicht so ganz über den Weg und rechne immer so mit +- 10% Fehler.

  2. ein Blick auf den heutigen Tag zeigt, dass das Withings Pulse 2,5 km anzeigt und das Fitbit Flex 4,4 km. – ich tendiere eher zu den 2,5 km, weil die Strecke doch ziemlich überschaubar war bisher heute.

  3. ich bin mit dem jawbone up ganz zufrieden, auch wenn es kein display hat und mein erstes wohl ein montagsgerät war. einfach genial ist die funktion sich in einer nicht-tiefschlafphase wecken zu lassen, ich bin definitiv kein morgenmensch aber so komme sogar ich pünktlich aus dem bett: http://floriankohl.de/jawbone-up-up-and-away/

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